Home Loro Park: Boykott nach Tod von Orca-Trainer
Sonderseite zum Tod von Orca-Trainern PDF Drucken E-Mail

Wal- und Delfinschutz-Forum stellt nach tödlichem Orca-Angriff gegen den Delfintrainer Alexis Martinez (29) Strafanzeige gegen Loro Park Besitzer Wolfgang Kießling und appelliert nach dem weiteren Todesfall eines Trainers in Florida an alle Urlauber, die Orca-Shows und Delfinarien zu boykottieren


Ein ehemaliger Orca-Betreuer im Loro Park fordert die sofortige Schließung der Orca-Shows und bezeichnet sie als "Horror-Show". Inzwischen machte dieser Ex-Loro-Park-Mitarbeiter bei der Staatsanwaltschaft eine umfangreiche Aussage gegen den Loro Park Besitzer Wolfgang Kießling

"Weitere Unfälle vorprogramiert..."  (sein Bericht s.u.)


 

 

Leere Ränge nach WDSF-Boykottaufrufen bei der Orca-Show im Loro Park - Juli 2010


 

Juli 2010 - Das Wal- und Delfinschutz-Forum hat im Juli 2010 erneut die Orca- und Delfinshow im Loro Park auf Teneriffa überprüft. Die Trainer der gefährlichen Orca-Show begeben sich inzwischen nicht mehr zu den Killerwalen in den Beckenbereich. Im Dezember war es zu einem Todesfall eines jungen Trainers (Alexis Martinez - 29) gekommen, weil ein Orca ihn aufgrund fehlender Sicherheitsvorkehrungen auf den 12 Meter tiefen Beckenboden gezogen hatte und er ertrank. Die Orca-Trainer halten inzwischen einen großen Sicherheitsabstand zu den Killerwalen.



Die Shows sind trotz Sommerzeit kaum noch besucht. Die Nachmittagsvorstellung hat nur noch einen Besucherzulauf von etwa 20 Prozent der Sitzplatzkapazität von etwa 3000 Plätzen. Auch die Mittagsvorstellung ist nur noch etwa zur Hälfte besucht. Bei lautstarker Discomusik werden die wenigen Besucher aufgefordert, rythmisch mitzuklatschen, um offenbar das Besuchermanko zu überdecken.

 

 

Da es nicht mehr zu einer direkten Interaktion zwischen Trainern und den Orcawalen kommt, haben die Shows erheblich an Attraktivität verloren und das WDSF hofft, dass auch aufgrund der mangelhaften Haltungsbedingungen die Einsicht der Parkbetreibers Wolfgang Kießling siegt und die Shows ganz eingestellt werden.


Nach wie vor werden während der Shows im Bereich hinter der Bühne die Tiere permanent mit Wasserschläuchen und Schrubbern von Fäkalienresten gereinigt, damit die Tiere den Handzeichen der Trainer folgen können.



Während der Shows werden die Zuschauer in den ersten Reihen auf Kommando von den Orcas mit dem fäkalienbelasteten Wasser bespritzt. Vielen Besuchern ist nicht bewusst, dass sie sich mit ihren Kindern damit einem erheblichen Gesundheitsrisiko aussetzen. Das WDSF hat sich von der Ruhr-Universität Bochum bestätigen lassen, dass die Fäkalienreste im Wasser von Delfinarien toxische Verbindungen eingehen, die für die Tiere und für die Besucher gesundheitsgefährdend sein können.




Über die Strafanzeige des WDSF (s.u.) gegen den Loro Park-Besitzer, Wolfgang Kießling, wegen fahrlässiger Tötung des Orca-Trainers wurde von den spanischen Behörden noch nicht abschließend entschieden. Die Polizeibehörde in Teneriffa, bei der die Strafanzeige ebenso wie bei der spanischen Botschaft in Madrid und damit den dortigen Polizeibehörden vorgelegt wurde, hat dem WDSF bisher keine Einstellung mitgeteilt.


Bei der Delfin-Show im Loro Park wurde festgestellt, dass sich die Anzahl der Delfine reduziert hat und davon auszugehen ist, dass es Todesfälle gegeben hat, die nicht publiziert wurden. Ebenso sind auch dort Zuschauerrückgänge zu verzeichen - nicht zuletzt vermutlich durch den Oscar-prämierten Film "Die Bucht" von Ric O'Barry, der die grausamen Hintergründe der Delfinarien aufgedeckt hat.

 

 

Das WDSF hat festgestellt, dass die Delfine außerhalb der Shows teilweise getrennt in kleinen hinteren Betonbecken gehalten werden.



 

Das WDSF rät vom Besuch der Orca- und Delfinshows dringend ab! Beteiligen Sie sich nicht an dieser Tierquälerei.




Behördenskandal nach tödlichem Orca-Angriff im Loro Park auf Teneriffa


April 2010: Schreiben der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Madrid bezüglich der Strafanzeige des WDSF wegen fahrlässiger Tötung des Orca-Trainers Alexis Martinez gegen Loro Park Eigentümer Wolfgang Kiesling in seiner Eigenschaft als Arbeitgeber, der möglicherweise seine Aufsichtspflicht verletzt hat: Die Botschaft teilt mit, dass die spanische Polizei "die Bearbeitung des Falls nur dann annehmen wird, wenn von Seiten der deutschen Polizei ein Rechtshilfeersuchen übermittelt wird". Anmerkung WDFS: Offensichtlich schieben sich die Behörden die Strafanzeige gegenseitig zu. Die deutsche Staatsanwaltschaft (Schreiben s.u.) verweist auf die "ausländischen Strafverfolgungsbehörden" und die spanische Polizei erwartet ein Rechtshilfeersuchen der deutschen Polizei, obwohl das WDSF die Strafanzeige auch bei der spanischen Polizei auf Teneriffa gestellt hat. Das WDSF wird die Strafanzeige daher von INTERPOL überprüfen lassen und bei den spanischen und deutschen Strafverfolgungsbehörden intervenieren. Hier das Schreiben der Botschaft:

Ermittlungsverfahren gegen Loro-Park Betreiber Wolfgang Kiesling: Staatsanwaltschaft Hagen stellt fest, dass "die Tat im betreffenden Ausland unter Strafe gestellt ist" und verweist an die ausländischen Strafverfolgungsbehörden:

25.03.2010 - Eli Roth: Freiheit für "Sea World"-Wale gefordert

http://www.gala.de/stars/news/98601/Eli-Roth-Freiheit-fuer-Sea-World-Wale-gefordert.html

05.03.2010 - Interview mit Ric O'Barry zum Todesfall einer Trainerin mit einem Orca in Sea World/Florida - "Kein Unfall - ein Angriff": http://www.unterwasser.de/aktuell/Newsdetail/b727e270-f095-4529-9abc-bcc6e446258e/

26.02.2010 - Veranstalter streichen Delfinarien - Nicht alle ziehen mit (z.B. TUI):

http://www.focus.de/reisen/urlaubstipps/tierschutz-veranstalter-streichen-delfinarien_aid_484519.html

25.02.2010 - Zwei Monate nach dem im Loro Park auf Teneriffa ein Orca-Wal einen Trainer tödlich verletzt hat, tötet ein Orca im Sea World Themenpark in Florida eine Trainerin:

Sea World in Florida - Orca-Wal tötet seine Dompteurin: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,680179,00.html

und WDSF-Pressemitteilung: http://www.prcenter.de/Wal-und-Delfinschutz-Forum-fordert-nach-Todesfall-mit-einem-Killerwal-den-Stopp-der-Vergnuegungs-Shows.115762.html

Hinweis: Der Reiseveranstalter TUI der sich in den Jahren 2007 und 2008 noch scheinheilig an dem Schutzprogramm der UNEP "Year of the Dolphin" beteiligt hat, hat auch den Todestrakt der Orca-Show im Sea World Orlando/Florida im Programm. Programmtext von TUI:

"Erleben Sie sensationelle Abenteuer in diesem außergewöhnlichen Meeres-Themenpark. Neben Begegnungen mit einzigartigen Meerestieren wie Wale, Delfine, Seekühe, Pinguine finden Sie auch zahlreiche Shows sowie Abenteuer pur...Oder beobachten Sie aus nächster Nähe Eisbären und Wale...Auf keinen Fall sollten Sie einen Besuch der atemberaubenden Show "Believe" verpassen, denn hier erleben Sie den bekannten Killerwal Shamu und seine Freunde."

(http://www.tui.at/dataarchive/generated/36456/tui_we_usa_kanada_s10_g-216.pdf)

 


 

Alexis Martinez  - verstorben am 24.12.2009 im Loro Parque auf

Teneriffa durch einen Orca-Angriff

Orca-Show im Loro Park auf Teneriffa (WDSF-Fotos)

 

 

Foto: WDSF

 

26.02.2010 - Wal- und Delfinschutz-Forum fordert nach Todesfall mit einem Killerwal den Stopp der Vergnügungs-Shows

http://www.openpr.de/news/402097/Wal-und-Delfinschutz-Organisation-fordert-nach-toedlicher-Orca-Attacke-Schliessung-saemtlicher-Shows.html

11.02.2010 - TUI und andere Reiseveranstalter bieten weiterhin die Todes-Orca-Show an. Das WDSF bittet alle Journalisten und etwaige Besucher, uns mitzuteilen, ob die Aussage, dass die Trainer nach dem tödlichen Unfall des Orca-Trainers nicht mehr ins Wasser dürfen, dauerhaft den Tatsachen entspricht - wir werden die Absender vertraulich behandeln und entsprechende Hinweise hier veröffentlichen. Wir danken der TUI für die vorläufige Überprüfung, bedauern jedoch gleichzeitig ihre Entscheidung. Keiner der anderen deutschen Reiseveranstalter (z.B. Jahn-Reisen/REWE Touristik, Schauinslandreisen, Thomas Cook oder Öger Tours) hat sich zu dem Todesfall des jungen Spaniers geäußert.

 

E-mail-Schreiben von Dr. Harald Zeiss (Leiter TUI Qualtäts- und Umweltmanagement) vom 11.02.2010 an das WDSF

Von: Zeiss, Harald [mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ]
Gesendet: Donnerstag, 11. Februar 2010 17:49
An: Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF
Betreff: AW: TUI / Loro Park Teneriffa


Sehr geehrter Herr Ortmüller,


danke für Ihre Nachricht. Ich war in der Tat letzte Woche auf Teneriffa und habe mit H. Kiesling persönlich gesprochen. Dabei habe ich mir auch von der Anlage ein Bild gemacht.


Mein persönlicher Eindruck vom generellen Zustand der Anlage war sehr gut. Mein Kollege und ich haben kein Audit durchgeführt, aber stichprobenartig bspw. die Hygiene und die Versorgung der Tiere überprüft. Zumindest in der Haltung und Unterbringung zeigten sich auf den ersten Blick keine Abweichungen. Wir haben jedoch mit Loro Park vereinbart, zeitnah ein Travelife Audit durchzuführen um verlässlichere Daten zu erhalten.


Der traurige Unfall war ebenfalls Thema des Besuchs. Ich habe sowohl mit H. Kiesling, als auch mit dem Umweltminister Teneriffas gesprochen. Wenn die Aussagen richtig sind, wurden die Vorkommnisse von öffentlicher Seite untersucht und es konnte keine Aufsichts- oder Fürsorgepflichtsverletzung der Parkleitung festgestellt werden. In der Presse und der Wahrnehmung der Öffentlichkeit auf Teneriffa wurde ebenfalls von einem Unfall gesprochen. Die Eltern des Trainers setzen sich weiterhin stark für den Park und die Tiere ein.

Damit sind die aus unserer Perspektive wichtigen Punkte – vorerst – überprüft und unkritisch:

  1. Die Orcas und Delfine werden unseren Anforderungen entsprechend artgerecht gehalten und versorgt
  2. Es war ein Unfall, der weder vorsätzlich noch fahrlässig herbeigeführt wurde.

Herr Kiesling berichtete, dass seitdem 24.12.09 die Trainer nicht mehr zu den Orcas ins Wasser dürfen. Ob dies durchgängig eingehalten wird, konnte ich während des Besuchs nicht prüfen, ich habe jedoch keine gegenteiligen Hinweise von unserem Management vor Ort.


Wir werden als nächstes das Audit in Angriff nehmen, das im März oder April durchgeführt werden soll.

Ein darüber hinausgehender Handlungsbedarf ergibt sich für uns hieraus nicht.

Für Fragen stehe ich Ihnen weiterhin gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Zeiss

 

 

25.01.2010 - Die deutsche Polizei hat im Auftrage der deutschen Staatsanwaltschaft mit dem WDSF-Geschäftsführer, Jürgen Ortmüller, aufgrund seiner Strafanzeige ein Vernehmungsprotokoll wegen fahrlässiger Tötung im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen den Loro-Park-Besitzer Wolfgang Kießling aufgenommen

14.01.2010 - Der Reiseveranstalter TUI teilt dem WDSF mit, das sie die Nachricht über den Tod des jungen Spaniers Alexis Martinez "sehr getroffen hat".  Der Leiter des Qualitäts- und Umweltmanagements der TUI, Dr. Harald Zeiss, schreibt dem WDSF, dass er bereits mit dem Eigentümer des Parks (Anm.: Wolfgang Kießling) gesprochen habe und sich Anfang Februar den Park selbst ansehen werde, "um sich ein Bild machen zu können". Das WDSF wird an dieser Stelle über das Ergebnis von TUI berichten.

Die TUI konnte sich allerdings trotz des nunmehr zweiten schweren Unfall mit den Orcas im Loro Park, der jetzt in einem tragischen Todesfall eines Trainers mündete, nicht dazu entschließen, den Park mit der Orca-Show, wie vom WDSF gefordert, aus dem Verkauf zu nehmen. Das WDSF wird sämtliche Reiseveranstalter die den Park und damit die Orca- und Delfin-Shows anbieten, auffordern, den Park aus dem Verkauf zu nehmen solange die für Mensch und Tier gefährlichen Shows angeboten werden. Jahn-Reisen (REWE-Touristik) hat bisher ebenfalls nicht reagiert.

Wer den Park auf Teneriffa über die TUI oder andere Reiseveranstalter wie Jahn, Schauinsland-Reisen, Neckermann, Thomas Cook, alltours etc. beispielsweise von Gran Canaria aus bucht, ist schnell für 4 Personen und ein Kind insgesamt 480 Euro nur für Anreise und Eintritt los - offenbar also ein lukratives Geschäft für alle Beteiligten in der Anbieterkette bis hin zum Park-Eigentümer (http://www.holidaycheck.de/reisetipp_bewertung-Ausflug+Loro+Parque+Teneriffa+Tagesreise+mit+Spritzwassergarantie-ch_rt-id_33963.html).

Die englische Wal- und Delfinschutz-Organisation WDCS (Whale and Dolphin Conservation Society)  hat eine umfangreiche Expertise zu Orcas veröffentlicht:

http://www.wdcs.org/submissions_bin/orcareport.pdf

09.01.2010 - Die deutsche Staatsanwaltschaft hat dem WDSF das Aktenzeichen mitgeteilt, unter dem das strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen den Parkdirektor Wolfgang Kiessling eingeleitet wird


29.12.2009 - Wieder Orka-Show im Loro Parque - Unverständnis beim WDSF


Der Kanaran-Express berichtet: "Nach dem Schock über den tödlichen Ausgang einer Trainingsstunde am Vormittag des Heiligabends im Loro Parque wurde die Absetzung der Show wieder aufgehoben. Ab sofort sind die Orkas wieder täglich drei Mal zu bewundern. Einzige Einschränkung ist derzeit, aus Sicherheitsgründen und auf Anweisung der Direktion, dass die Trainer vorerst nicht ins Wasser gehen."


Hinweis des WDSF: Dem WDSF ist es nach dem tragischen Unfall mit tödlichem Ausgang unverständlich, dass der Loro Parque mit Generaldirektor Wolfgang Kießling bereits vier Tage nach der Beerdigung des Mitarbeiters die Orca-Show wieder aufgenommen hat. Offenbar hat die Parkleitung aus den beiden schweren Unfällen mit den Orcas nichts gelernt und geht davon aus, dass diese tragischen Ereignisse wieder schnell in Vergessenheit geraten. Das WDSF wird sich jedoch intensiv und mit allen rechtlichen Mitteln dafür einsetzen, dass sich weitere Unfälle nicht mehr ereignen, indem die Shows mit den Meeressäugern sobald wie möglich eingestellt werden und die Tiere des Loro Parks ggf. nach SeaWorld zurück transferiert werden, da eine Auswilderung der Nachzuchten ausscheidet, die das Leben der Schwertwale gefährden würde.


Grundsätzlich setzen wir uns dafür ein, dass ein Importverbot von Walen und Delfinen in die EU ausnahmslos von allen europäischen Staaten ratifiziert wird. Bis dahin appellieren wir an alle Besucher der Vergnügungsparks und Zoos diese zu boykottieren. Es gibt sicherlich andere Möglichkeit der Freizeitgestaltung; insbesondere nach dem tödlichen Unfall im Loro Park! Jeder zahlende Besucher unterstützt mit seinem Besuch die Missachtung des Lebens.


Das WDSF hat sich inzwischen an die Polizei in Teneriffa, an den spanischen Botschafter in Deutschland und an den Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Teneriffa gewandt, damit die vom WDSF eingereichte Strafanzeige gegen den Parkbesitzer Wolfgang Kiessling der spanischen Staatsanwaltschaft zur Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens und der spanischen Regierung in Madrid zur Überprüfung des Vorfalls vorgelegt wird. Ebenso werden wir uns an die Europäische Kommission wenden, damit überprüft wird, ob ein Verstoß gegen die Europäische Zoorichtlinie 338/97 vorliegt, die eine Zurschaustellung von Walen und Delfinen zu kommerziellen Zwecken verbietet. Weitere Schritte des WDSF im Rahmen der nationalen und internationalen Rechtsgrundlagen werden innerhalb unseres Kuratoriums abgestimmt und durchgeführt, um den Tod des jungen Spaniers aufzuklären und die Schuldfrage zu klären. Zur Prävention weiterer (vorprogrammierter) Unfälle bei den Orca Shows im Loro Park werden wir den umgehenden Stopp der Show beantragen und die deutschen Reiseveranstalter auffordern, den Loro Park aus ihrem Angebot zu nehmen. Die TUI hat uns bereits in einem Schreiben die intensive Überprüfung des Vorfälle zugesagt.


Schreiben Sie bitte ebenfalls (s.u.) an den spanischen Botschafter in Berlin und drücken Sie Ihren Protest aus. Fordern Sie die Schließung der Orca- und Delfin-Shows im Loro Park! Boykottieren Sie aus Tierschutzgründen den Loro Park bei Ihrem Teneriffa-Urlaub.


Der Eintrittspreis des Loro Parks schließt den Besuch der Orca- und Delfin-Shows mit der Tierquälerei der sensiblen Meeressäuger ein - daher ist aus tierschutzrechtlichen Boykott-Gründen von einem Besuch des gesamten Parks abzuraten! Trotz der beiden schweren Unfälle wird sich die Parkleitung erst dann zu einer Schließung der Meeressäuger-Shows entschließen, wenn die Eintrittsgelder spürbar rückläufig sind.


E-mail-Adresse des spanischen Botschafters in Berlin: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


(Ausländische Botschaften in Deutschland sind angewiesen, jede Einsendung der Heimatregierung vorzulegen!)



 

29.12.2009 - Stellungnahme eines langjährigen Orca-Betreuers des Loro Parks in einem Schreiben an das WDSF


Der Betreuer bezeichnet seine dreieinhalb-jährige Arbeit seit Beginn der Orka-Shows im Loro Park als "Horror" und fordert den Boykott des Loro Parks sowie die umgehende Schließung der Orca-Show, zumal weitere Unfälle mit den Schwertwalen vorprommiert seien. Was bei der Arbeit mit den Orcas im Loro Park geschieht, wäre im "Sea World Park", dem Ursprung der vier Schwertwale, niemals erlaubt worden, schreibt der Orca-Fachmann.  Der Dompteur erhebt allerdings auch den Vorwurf, dass SeaWorld als Co-Partner der Orca Show im Loro Park für den Tod des Trainers Alexis Martinez Verantwortung mittragen würde. Bevor der Ex-Betreuer im Loro Park tätig war, hatte er für Sea World gearbeitet und dort seine Erfahrungen mit den Meeressäugern gemacht.


Die Kanarische Regierung würde jeden Vorfall im Loro Park vertuschen, zumal der Präsident des Loro Parks ein ehemaliges Regierungsmitglied gewesen sei. Ebenso würden Pressemeldungen in den spanischen Medien vom Loro Park gesteuert und Vorfälle tot geschwiegen.


Die Orcas hätten niemals in den Loro Park exportiert werden dürfen und ein Unfall wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, zumal der überwiegende Teil der Trainer keine ausreichende Erfahrung mit den Tieren hatte. Die Leitung des Loro Parks hätte keine Ratschläge der Sea World Berater angenommen, weil sie ihr "eigenes Ding" mit den Tieren machen wollten.


Der Orca-Fachmann fordet, dass die Orcas im Loro Park unbedingt wieder "weggebracht" werden müssten.


Hinweis: Der Orca-Betreuer hat uns aktuell mitgeteilt, dass er keine weiteren Stellungnahmen abgeben möchte, da er Repressalien seitens der Leitung des Loro Parks und der Verwaltungsbehörden befürchtet, da die Berichterstattung des WDSF dort beobachtet wird. Wir werden darüber berichten, falls es zu Einschränkungen gegenüber dem Orca-Betreuer kommt.



 

Überprüfung der Orca- und Delfinshows durch das Wal- und Delfinschutz-Forum bereits in 2007 mit negativem Urteil


Das WDSF hatte im Sommer 2007 die Haltungsbedingungen in der Wal- und Delfinanlage des Parks überprüft und war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Meeressäuger in viel zu großer Zahl auf zu geringer Fläche gehalten würden und dass Orcas und die Delfine nicht artgerecht gehalten werden. Die Orcas benötigen nur wenige Sekunden, um das relativ kleine Becken zu durchqueren. Auch eine größere Betonbeckenhaltung wird den Lebensbedürfnissen dieser Meeressäuger nicht gerecht, da sie in Freiheit täglich bis zu 100 Kilometer zurücklegen können und Tauchtiefen von ca. 300 Meter erreichen.



Bereits kurz nach der Eröffnung der Orca-Anlage im Februar 2006 mussten die Becken für die Öffentlichkeit wieder geschlossen werden, weil die Orcas Teile des Beckenbodens zerstört hatten (s.u. Wikipedia). Erst im Juni 2006 wurde die Show wieder eröffnet, nachdem angeblich die Sicherheitsvorkehrungen erhöht wurden und die Reparaturarbeiten abgeschlossen waren. Die unbändige Agression dieser Wildtiere aufgrund der Gefangenschaft zeigt, wie gefährlich der Umgang mit ihnen ist.


Während des Trainings am Heiligabend kam der Orca-Dompteur Alexis Martinez (29) in der Anlage ums Leben. Martinez betreute die Tiere bereits seit Ende 2007. Die Todesursache des Herzversagens des jungen Mannes ist auf Ertrinken zurück zu führen, nachdem ein Orca den Trainer offenbar beim Auftauchen behindert hatte. Es wurde auch von einem Angriff des Orcas berichtet, der dem Tiertrainer zum Verhängnis wurde. Sofortige Wiederbelebungsversuche verliefen erfolglos, sodass im örtlichen Krankenhaus nur noch der Tod des Trainers festgestellt werden konnte. An der Trainingseinheit nahmen noch sechs weitere Tiertrainer teil.


Ortmüller vom WDSF: „Aufgrund des sensiblen Sonarsystems der Tiere ist ein zufälliger Zusammenstoß mit einem Trainern ausgeschlossen. Das Wildverhalten der Orcas ist allerdings sehr ausgeprägt und somit ein Angriff in den relativ kleinen Betonbecken vorprogrammiert, zumal die Tiere in Gefangenschaft durch die lautstarken Shows mit mehreren tausend Zuschauern permanentem Stress ausgesetzt sind. Orcas und Delfine gehören nicht in Gefangenschaft.“


Das WDSF hatte bereits in 2007 nach dem damaligen Unfall von dem Leiter des Parks, Wolfgang Kießling, gefordert, die Wal- und Delfinbecken sofort und dauerhaft zu schließen, um weitere Unfälle zu vermeiden (s.a. http://www.openpr.de/news/163368/Killerwale-sollen-nach-beinah-toedlichem-Unfall-aus-Loro-Park-in-Teneriffa-verbannt-werden.html). --


Pressemeldungen:

28.12.2009 - Näheres zum tödlichen Unfall im Loro Parque - Kanaren Express:

http://www.kanarenexpress.com/1000003/1000003/0/26933/article_tf.html

28.12.2009 Radio Megawelle Teneriffa: "Der Orcawal Keto galt schon in den USA als ungestüm" http://www.megawelle.com/neues/news/article/der-orcawal-keto-galt-schon-in-den-usa-als-ungestuem/?tx_ttnews%5BbackPid%5D=28&cHash=b487955e21

26.12.2009 - http://www.pressmap.de/wal-und-delfinschutz-forum-stellt-nach-toedlichem-unfall-strafanzeige-gegen-loro-park-besitzer-31845)

(Teneriffa/Hagen-Westf. – 26.12.2009) Nach dem tödlichen Unfall eines spanischen Trainers mit einem Orcawal im Loro Park auf Teneriffa hat die Meeressäuger-Umweltschutz-Organisation “Wal- und Delfinschutz-Forum” (WDSF) gestern gegen den deutschen Besitzer des Loro Parks auf Teneriffa, Wolfgang Kiessling, Strafanzeige gestellt.

E-mail-Adresse  des spanischen Botschafters in Berlin: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Am 27.12.2009 übermittelte das WDSF dem spanischen Botschafter in Berlin folgendes Schreiben:

Möllerstr. 19, 58119 Hagen

Tel.: 0049/(0)2334/91 90 22

Fax: 0049/(0)2334/91 90 19

Mobil: 0049/(0)1512 4030 952

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Internet: www.wdsf.de

27.12.2009

Embajador, D. Rafael Dezcallar de Mazarredo
Dirección: Lichtensteinallee, 1.- 10787 Berlín

Fax: (49 30) 257 99 557

Loro Parque Teneriffa – Tödlicher Unfall Alexis Martinez (29) am 24. Dezember 2009

Eure Excellenz Rafael Dezcallar de Mazarreddo,

als von den deutschen Behörden als gemeinnützig anerkannte Meeressäuger-Umweltschutz-Gesellschaft fühlen wir uns verpflichtet, innerhalb der nationalen und internationalen Gesetze und Richtlinien gegen Verstöße zu intervenieren. Sicherlich ist Ihnen bekannt, dass es am 24.12.2009 im Loro Parque auf Teneriffa zu einem tödlichen Unfall während des Trainings mit den dort gehaltenen Orcas (Schwertwale) gekommen ist. Wir bedauern diesen Unfall sehr und drücken dem spanischen Volk und insbesondere der Familie des jungen Mannes, Alexis Martinez, unser tiefstes Mitgefühl aus.

Nach spanischen Nachrichtenmeldungen sollte eine Autopsie des Verstorbenen vorgenommen werden. Würden Sie bitte veranlassen, dass wir über das Ergebnis informiert werden. Die Beisetzung hat offenbar bereits am Weihnachtstag statt gefunden. Wir sind darüber im Hinblick auf die Autopsie sehr verwundert.

Das WDSF hatte bereits im Oktober 2007 nach einem schweren Unfall mit der deutschen Orca-Trainerin Claudia Vollhardt öffentlich dazu aufgerufen, die Orca- und Delfin-Shows im Loro Parque umgehend einzustellen. Insbesondere die Arbeit mit Orcas ist äußerst gefährlich, auch wenn es sich um Nachzuchten handelt. Ähnlich wie Löwen sind Orcas auch als Nachzuchten gefährliche Wildtiere, die jederzeit einen Menschen angreifen können. Das WDSF hatte im Sommer 2007 die Orca- und Delfin-Shows im Loro Parque überprüft und festgestellt, dass die Tiere sämtlich unter erheblichem Stress leiden, was sich auch durch die äußerst gebogenen Rückenfinne ableiten lässt.

Sämtliche Orca- und Delfin-Trainer im Loro Parque sind unerfahrene relativ junge Leute. Wir übersenden Ihnen in der Anlage eine E-mail, die uns heute morgen erreichte. Ein bis vor kurzer Zeit in der Orca-Anlage auf Teneriffa beschäftiger Trainer schildert darin die Situation im Loro Parque und die Gefährdung der Trainer.

Es ist uns unverständlich, warum der deutsche Gründer und Besitzer des Parks, Wolfgang Kiessling, unserer Forderung nicht bereits im Jahr 2007 nachgekommen ist und die Orca-Show nach dem letzten schweren Unfall nicht geschlossen hat. Wir haben nun Strafanzeige bei der Polizei auf Teneriffa gestellt (s. Anlage) und möchten Sie dringend bitten, diese Strafanzeige der Regierung in Spanien zur Kenntnisnahme und zum Handeln zukommen zu lassen.

Wir werden die deutschen Reiseveranstalter auffordern, den Loro Parque bis zu einer detaillierten Aufklärung des Todesfalls nicht mehr anzubieten. Ebenso fordern wir, das Angebot für den Besuch des Loro Parque auszusetzen, bis die Orca- und die Delfin-Shows endgültig aufgegeben werden. In Kooperation mit den Reiseveranstaltern „TUI“ und „Schauinsland-Reisen“ konnten wir im letzten Monat erreichen, dass die Delfinarien an der türkische Riviera nicht mehr als Reiseziel angeboten werden.

Im Loro Parque werden vier Orcas und neun Delfine in den jeweiligen Anlagen auf relativ kleinem Raum gehalten. Die Gefangenhaltung dieser intelligenten Meeressäuger erzeugt bei ihnen Stress bis hin zu Krankheiten. Die sehr starke Geräuschkulisse von mehr als tausend Zuschauern und die laute Musikbeschallung löst bei den Tieren Irritationen aus. Bei der direkten Arbeit mit den Trainern führen Stresssituationen dazu, dass sie diese angreifen und verletzen können und, wie geschehen, durch das Herabziehen auf den 12 Meter tiefen Beckengrund der Gefahr des Todes durch Ertrinken aussetzen.

Es muss unbedingt vermieden werden, dass weitere Menschen durch die Orca-Shows im Loro Parque verletzt oder getötet werden. Bitte intervenieren Sie umgehend bei den spanischen Aufsichtsbehörden, dass die Veranstaltungen mit den Orcas und den Delfinen sofort gestoppt und dauerhaft verboten werden.

Eure Excellenz, wir danken Ihnen sehr für Ihre Unterstützung in dieser Angelegenheit und hoffen auf eine kurzfristige Entscheidung.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Ortmüller

WDSF-Gründer und -Geschäftsführer


Infos zu dem Orca-Wal "Keto":

Keto is male orca who was born on June 17th 1995 at SeaWorld Florida. His parents are Kotar (deceased) and Kalina. In 1999 Keto was moved to SeaWorld California and then spent 10 months in Ohio before moving to SeaWorld Texas where he lives now, and if SeaWorld is planning to sell four of their orcas to Spain, Keto is among them. Keto, like his brother Keet, is second generation orca born in captivity. Keto hasn't fathered any calves. Keto means "sea monster" in Greek and may have also come from his full brother's name "Keet." His ID number is SWF-OO-9501.


 

Auszug aus Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Loro_Parque#Orca-Show):


Orca-Show im Loro Park auf Teneriffa


"Im Februar 2006 wurde ein Stadion für vier Orcas (Schwertwale) eingeweiht. Im April 2006 wurde das Orca-Stadion vorübergehend geschlossen, da die vier Orcas Teile des Beckens zerstört hatten. Es wurde jedoch am 3. Juni 2006 nach Reparaturarbeiten und erhöhten Sicherheitsmaßnahmen erneut eröffnet.


Die Haltung von Delfinen ist sehr umstritten, denn die EU verbietet den Handel mit Delphinen und Walen für kommerzielle Zwecke. Ein Naturschutzzweck ist bei einer solchen Einrichtung nur schwer nachzuweisen, insbesondere von Orcas. Allerdings sind diese Tiere in Gefangenschaft geboren und aufgewachsen - die Orcas stammen aus einer Zucht des Meeres-Themenparks SeaWorld, San Diego in Kalifornien, USA. Folglich kennen sie nichts anderes als das Leben in einem Becken. Die Tiere werden rund um die Uhr von ihren Trainern überwacht und beschäftigt.


Die Größe der Becken wird vom Management als ausreichend bezeichnet. Kritiker bemängeln allerdings, dass es in der Enge eines künstlichen Beckens einem Wal nicht möglich ist, artgerechte Bedingungen vorzufinden. Tatsächlich leiden fast alle gefangenen Orcas unter Krankheiten. In Delfinarien kam es auch schon vereinzelt zu Aggressionen gegenüber Menschen. Am 25. Dezember 2009 wurde der Orca-Dompteur Alexis Martinez von einem der vier Schwertwale angegriffen und dabei getötet."




Wir nehmen Abschied von dem tödlich verunglückten Loro-Park Orcatrainer Alexis Martinez (29) und drücken der Familie unser tiefstes Bedauern aus


Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)

Geschäftsführer Jürgen Ortmüller

Fotos WDSF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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