WDSF Wal- und Delfinschutz-Forum

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WDSF Aktionen gegen die Haltung von Haien in Aquarien

Geschützter Schwartspitzen Riffhai wurde im Promi-Hotel Stanglwirt in Sauna-Aquarium gehalten

WDSF- und ProWal- Tierschützer protestieren erfolgreich - Hai-Aquarium wurde geschlossen

18.08.2011 - Wir haben gegen den Stanglwirt (Fam. Hauser) Strafanzeige wegen möglicher Verstöße gegen das österr. Tiertransportgesetz gestellt,
weil der zweite Hai unmittelbar nach dem von uns kritisierten Transport an einem Tag mit 30-Grad-Temperaturen aus dem Stanglwirt-Sauna-Aquarium verstorben war.
Frau Maria Hauser von der Stanglwirt-Familie hat ihre anfängliche Kommunikation mit uns eingestellt, nachdem wir offenbar unbequeme Fragen gestellt haben.
Es wurde daraufhin vom Stanglwirt eine prof. PR-Agentur (Marcel Brunnthaler) eingeschaltet, die unsere Fragen ebenfalls nicht beantwortete. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft den Fall zu prüfen.

Nach den internationalen WDSF/ProWal-Protesten (auch über Facebook) hat uns der Stanglwirt (Fam. Hauser) verbindlich zugesagt, dass es in dem Hotel-Auarium nie wieder Haie geben wird.

16.07.2011 Hochrhein-Zeitung: - Bestürzung über Tod eines Hais im Aquarium des Stanglwirt


Geschützter Schwarzspitzen Riffhai im Biohotel-Stanglwirt (ProWal/WDSF-Privatfotos)

15.07.2011 Deutschland/Österreich

Die deutschen Meeresumweltschutz-Organisationen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und ProWal protestierten im Juni bereits gegenüber dem „Bio-Hotel Stanglwirt“ in
Going/Tirol gegen die Haltung eines geschützten Schwarzspitzen Riffhais in einem 28 Kubikmeter-Aquarium der Hotel-Sauna. Die Eigentümerfamilie Hauser des Promi-Hotels reagierte schnell
und veranlasste den umgehenden Transfer des Zwei-Meter-Hais in den Aquazoo Schmiding, nachdem verschiedene Aquarien in Deutschland und Österreich eine Aufnahme abgelehnt hatten.
Nach einem dreistündigen Transport verstarb der Hai am vergangenen Montag. Bereits vor einem halben Jahr war ein anderer Hai in dem relativ kleinen Aquarium von dem jetzt verstorbenen Tier totgebissen worden.

Bereits in der Transportkiste war der Hai ins Koma gefallen. Helfer bemühten sich in Schmiding 12 Stunden lang vergeblich um das Überleben des Tieres.
WDSF und ProWal kritisieren die Umstände des Transports und dass sie trotz ihres Angebots in die Abwicklung des Transfers nicht eingebunden wurden.
Sie vermuten nun Transportmängel, die zum Stress-Tod des Hais geführt haben.

Der Meeresbiologe Robert Hofrichter (Geschäftsführer der Organisation „mare-mundi“), hatte auf Wunsch des Stanglwirts die Transportvorbereitungen begleitet.
In einem Gespräch mit dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller teilte Hofrichter gestern mit, dass der Hai bereits vor dem Transport verletzt und blind gewesen sei.
Eine Einschläferung hätte dem Tier Leid erspart, so Hofrichter.

Die Tierschutz-Organisationen WDSF und ProWal hatten die Hotel-Miteigentümer Maria Hauser vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein Transfer des etwa 12 Jahre alten Tieres Risiken berge
und nicht übereilt realisiert werden solle, da es erforderlich sei, dass sich Experten mit dem Transport befassen müssten. Die beiden Geschäftsführer Jürgen Ortmüller (WDSF) und Andreas Morlok (ProWal) hatten sich in einem Schreiben an Maria Hauser Ende Juni „ganz klar gegen eine Unterbringung des Hais im Aquazoo Schmiding“ ausgesprochen und das geplante Becken als „Badewanne“ bezeichnet, weil die vorgesehenen 400 Kubikmeter beispielsweise nur einer Fläche von etwa 10 x 20 Meter bei 2 Meter Tiefe entsprächen und damit zu klein sei,
um mit anderen bereits in Schmiding gehaltenen Schwarzspitzen Haien untergebracht zu werden.

Da eine Auswilderung nach der 12-jährigen Gefangenschaft nach Aussagen der Tierschutz-Organisationen zum sicheren Tod des Tieres geführt hätte,
hatten sie eine Unterbringung in einer Anlage wie beispielsweise im Meereszentrum Fehmarn mit rund 3000 Kubikmeter Wasser vorgeschlagen.

Die Transportvorbereitung des Tieres wurden nach Angaben von Maria Hauser vom Stanglwirt der Artenschutzorganisation „Sharkproject Austria“,
dem Aquaristen Kurt Hofbrucker und dem Meeresbiologen Robert Hofrichter übertragen. Das Sharkproject besteht nach eigener Aussage überwiegend aus Tauchern,
die sich „in der freien Natur in der Beobachtung und im Umgang mit diesen Tieren einiges an Wissen und Erfahrung aneignen konnten“, wie sie in einer Stellungnahme zum geplanten Hai-Transfer schreiben.

Sharkproject hatte darauf hingewiesen, dass die Überlebenschance beim Transfer des Hais von der Dauer des Transports abhängig sei. Daher wählte der Stanglwirt nach eigener Aussage den relativ kurzen Transferweg nach Schmiding. Warum nicht auch die zuständige Amtsbehörde über den Transport informiert wurde, konnte Frau Hauser vom Stanglwirt bisher nicht beantworten.

ProWal und WDSF bemängeln, dass sie über das Transportdatum nicht informiert worden waren und dass bei der Transportvorbereitung kein Veterinärmediziner zugegen war. Die Wetterbedingungen seien am Todestag mit knapp 30 Grad Hitze völlig ungeeignet für einen stressarmen Transfer des Tieres gewesen. Für solch einen Transport hätten außerdem Spezialisten aus den USA angefordert werden müssen, so wie es im Meereszentrum Fehmarn üblich sei, selbst wenn ein Hai nur von einem Becken in ein Nachbarbecken gebracht werde, so die beiden Organisationen. Frau Hauser, die sich über den Tod des Hais sehr betroffen zeigte, sagte gegenüber dem WDSF nun eine Autopsie des Hais zu, da auch Fragen zur Medikamentengabe nicht eindeutig beantwortet werden konnten.

Über die zukünftige Nutzung des Aquariums herrschte anfänglich in der Eigentümerfamilie des Hotel Stanglwirt Uneinigkeit. Während sich der Vater, Balthasar Hauser, für weitere Haianschaffungen ausspricht, setzt sich seine Tochter Maria dafür ein, dass das nun verwaiste Becken ohne Haie und nur noch mit Korallen und bunten Zierfischen aus einer Zucht bestückt werden soll.--

 

 

 


Januar 2011 - Geplantes Hai-Aquarium in Neuwied (Deutschland) wird nach WDSF/ProWal-Protesten nicht realisiert!

Heute erhielt das WDSF folgende E-mails des Inhabers des geplanten Hai-Aquariums. Damit wurde die Forderung unserer WDSF/ProWal/www.walschuetzer.de Kampagne erreicht -
auch Dank vieler E-mails an den Betreiber über das soziale Netzwerk facebook (http://www.facebook.com/home.php#!/event.php?eid=181006968597347).


Rhein-Zeitung, 19.01.2011


Von: Fischzucht Weller [mailto:weller@fischzucht- aubach.de]
Gesendet: Montag, 17. Januar 2011 18:47
An Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Betreff: Projekt Haifischaquarium


Sehr geehrter Herr Ortmüller,

ich habe beschlossen, das Projekt zu ändern. Ich werden keinerlei Haie in das Aquarium setzen. Das Aquarium wird nun als großes Korallenriff gebaut.
Da ich unserem Kulturamt, vormittags den Besuch von Schulklassen zugesagt habe, um auf die Problematik der Haie aufmerksam zu machen, entschließe ich mich, dieses über einen entsprechenden Film zu tätigen.

Mit freundlichen Grüßen
B. Weller

 

Protest gegen den Bau des ersten "Haifischaquarium mit Restaurant" in 56567 Neuwied-Niederbieber/Rheinlandpfalz/Deutschland Eigentümer Burkhard Weller

Geplantes Hai-Aquarium mit Erlebnisgastronomie sorgt für Entsetzen bei Tierschützern! In Neuwied (Rheinlandpfalz) sollte ein Hai-Aquarium mit angeschlossenem Restaurant gebaut werden.

Fischzucht Weller: http://www.fischzucht-weller.de/html/presse.html

Foto: Markus Hein - Pixelio.de

Der Eigentümer der Anlage, Fischzüchter Burkhard Weller, hat für den Start drei Schwarzspitzen-Riffhaie gekauft (zwei weitere Haie sind vorgesehen) und gibt an,
dass diese Tiere bei ihm auf dem Firmengelände in einer „natürlichen Umgebung“ gehalten werden sollen – und das „artgerecht“! Zudem gibt er an, dass er ein Haifreund sei und
er Schulklassen einladen und diese über die Bedrohungen der Haiarten durch den Menschen aufmerksam machen möchte!
Bisher werden bei der Fischzucht Weller neben Forellen, Aalen und Hechten sogar Störe in den kleinen Teichbecken gehalten!
Weltweit gelten fast alle Störartigen laut IUCN als "endangered" oder "critical endangered" (http://www.iucnredlist.org/apps/redlist/search - potentiell gefährdet).

Da der Schwarzspitzen-Riffhai nicht frei im Meer umher schwimmt, sondern sich die meiste Zeit im Bereich von Korallenriffen, also in unmittelbarer Küstennähe, aufhalten,
können sie verhältnismässig einfach - mit Netzen, Fallen und Speeren - erlegt werden. Die spät eintretende Geschlechtsreife, die geringe Wurfgrösse und die lange Tragzeit bewirken jedoch,
dass ihre Nachzuchtrate gering ist und ihre Bestände somit schnell schwinden, wenn die Sterblichkeitsrate aufgrund menschlicher Einflüsse über das natürliche Mass ansteigt.
Aus diesen Gründen wurden der Graue Riffhai und der Schwarzspitzen-Riffhai im Jahr 2000 von der Hai-Spezialistengruppe der Weltnaturschutzunion (IUCN) als «fast gefährdet» eingestuft.
Ihre negative Bestandsentwicklung gibt also inzwischen offiziell zu Besorgnis Anlass (WWF - Conservation Stamp Collection  - http://www.markuskappeler.ch/tex/texs2/riffhaie.html - )

In Österreich starben bei der Bestückung eines ähnlichen Hai-Auariums im Jahr 2007 sechs dieser Schwarzspitzen-Riffhaie (http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzspitzen-Riffhai).

Die Tiere stammen nach Angaben des Fischzüchters Weller von dem Tierhändler De Jong in Holland - http://www.dejongmarinelife.nl/

WDSF und ProWal riefen zum Protest auf! Dieser Unfug musste umgehend gestoppt werden, bevor dieses schlechte Beispiel noch Schule macht!

Wir hatten einen weitangelegten Tourismus-Boykott gegenüber der Stadt Neuwied vorbereitet. Bei Facebook gab es dazu eine Online-Protestgruppe.