| Internationale Walfangkommission |
|
|
|
|
Pressemitteilung des Wal- und Delfinschutz-Forum IWC-Tagung in Agadir/Marokko ab 21.06.2010 WDSF fordert kompromissloses internationales Verbot des Walfangs
http://www.pr-inside.com/de/wdsf-fordert-kompromissloses-int-r1957711.htm (WDSF/Hagen-Westf.) Kurz vor der Tagung der Internationalen Walfang Kommission (IWC) ab 21. Juni 2010 in Marokko schlagen die Wellen beim Thema Walfang hoch. Die deutsche Meeres-Umweltschutz-Organisation „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF) fordert die IWC auf, sich nicht nur wie bisher in bürokratischen Absichtserklärungen zu verlieren, sondern endlich die Fakten der tödlichen Bedrohung der Meeressäuger anzuerkennen und den Walfang generell zu verbieten.
Die BP-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wird das marine Ökosystem auf Jahrzehnte schädigen und auch Wale und Delfine erheblich dezimieren, so das WDSF. Die Meeressäuger seien aufgrund der bisherigen Meeresverschmutzung bereits mit Umweltgiften wie Quecksilber und PCB so stark belastet, dass ein Verzehr für den Menschen gesundheitsgefährdend sei. Die ganze Diskussion um Walfangquoten sei daher eine Farce, so der WDSF-Gründer und Geschäftsführer Jürgen Ortmüller.
Die deutsche Bundesregierung hatte Anfangs des Monats einen Antrag aller Bundestagsparteien angenommen, der den Kompromissvorschlag des chilenischen IWC-Vorsitzenden ablehnt, der Walfangquoten für stark bedrohte Arten auch in Walschutzgebieten wie dem Südpolarmeer vorsieht.
Allerdings befürworteten alle Bundestagsparteien entsprechend eines EU-Beschlusses den regulierten Walfang außerhalb von Schutzgebieten bei reduzierten Quoten. Dem angeblich „wissenschaftlichen“ Walfang der Walfangnationen Island, Japan und Norwegen soll Einhalt geboten werden. Ebenso soll ein Handelsverbot von Walfleisch beschlossen werden.
Bereits im letzten Jahr hatte die Bundesregierung einem „Gemeinsamen Standpunkt“ der EU-Staaten zugestimmt, dementsprechend die bisher vorgesehenen Walfangarten beibehalten werden sollen. Eine Ausweitung der Walfangmöglichkeiten soll demnach nur bei „örtlichem Verbrauch“ und unter „wissenschaftlicher Beobachtung durch die IWC“ möglich sein. Kleinwale wie Delfine und Grindwale, die in Japan und auf den europäischen Färöer-Inseln tausendfach gejagt werden, bleiben von einer Regulierung ausgeschlossen.
Das WDSF bemängelt, dass die deutsche Bundesregierung den Anschein erwecke, dass der von ihr mitgetragene EU-Vorschlag den Walschutz fördere. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller dazu: „In seltener Einmütigkeit vermitteln die Bundestagsparteien, dass ihre gemeinsamen Beschlüsse ein Walschutz-Fortschritt sei. Das können wir nicht erkennen, da es sich nur um ein neues Regelwerk handelt. Der einzig mögliche Fortschritt wäre ein kompromissloses internationales Verbot des Walfangs und Handels für Groß- und Kleinwale. Wir stehen an der Schwelle der Ausrottung der Meeressäuger – egal ob groß oder klein. Ein beabsichtigter reglementierter Walfang für einen 10-Jahreszeitraum bedeutet den Tod von weiteren Tausenden von Walen. Die IWC kümmert nicht der Schutz der Wale aus ethischen Gründen, sondern einzig und allein aufgrund wirtschaftlicher Bejagungsmöglichkeiten. Sie ist und bleibt eine Walfang-Organisation.“--
Süddeutsche: Nationalstolz contra Tierschutz http://www.sueddeutsche.de/wissen/streit-um-den-walfang-nationalstolz-contra-tierschutz-1.961871
Die wichtigsten Infos zur Tagung der IWC - 21. bis 25. Juni 2010 in Agadir/Marokko: IWC - Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Walfangkommission und
Weitere aktuelle Infos auf:
http://www.walschutzaktionen.de/909401.html
13.06.10 - Japan besticht angeblich Länder in Walfang-Entscheidung durch Geld und Prostituierte - http://www.open-report.de/artikel/Japan+besticht+angeblich+L%E4nder+in+Walfang-Entscheidung+durch+Geld+und+Prostituierte/63038.html 11.06.10 - Entscheidung im Bundestag - Deutschland lehnt Walfang ab - http://www.sueddeutsche.de/wissen/entscheidung-im-bundestag-deutschland-lehnt-walfang-ab-1.957305 08.06.10 - Offizielle Walfangzahlen belegen: Walfangverbot rettete Hunderttausenden Walen das Leben21.05.10 - Internationale Walfangkommission: Lateinamerika spricht mit einer Stimme - 19.05.10 - IWC - Töten, um zu schützen - http://www.sueddeutsche.de/wissen/431/511536/text/
|
IWC 2010

