Kinofilm DIE BUCHT - The Cove / Hintergrundbericht/ Erneuter Delfinmord
Geheimer Vertrag über Delfinexporte für Vergnügungspark in der Türkei in das Delfinarium "Sealanya" aus der grausamen Defintreibjagd in Taiji/Japan (Handlung des Dokumentar-Films Die Bucht) im Wert von US-$ 280.000,00 - hier downloaden durch anklicken:
Hinweis: Im Februar 2010 starben von den zehn importierten Großen Tümmlern aus der japanischen Delfintreibjagd in Taiji vier Delfine im Delfinarium "Sealanya" in Alanya, das sich auch bei dem deutschen Reiseveranstalter Thomas Cook im Verkaufsprogramm befindet, unter mysteriösen Umständen (s.u. und www.wdsf.eu/erfolge). Alle anderen großen deutschen Reiseveranstalter haben das "Sealanya" nach den dramatischen Ereignissen auf Anraten des WDSF aus dem Verkaufsprogramm genommen.
Oscar für „Die Bucht“
Wal- und Delfinschutz-Forum und ProWal fordern seit Jahren in intensiver Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Ric O'Barry die Schließung der Delfinarien
Andreas Morlok (ProWal), Norbert Kochhan (walschuetzer.de), Ric O'Barry ("Die Bucht"), Jürgen Ortmüller (WDSF)
(Los Angeles/Hagen-Westf./Radolfzell - 08.03.2010) In über 200 Ländern fieberten in der Sonntag-Nacht die Oscar-Nominierten mit mehr als einer Milliarde Menschen an den TV-Bildschirmen. In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ wurde „Die Bucht“ (The Cove) von Regisseur Louie Psihoyos mit Ric O’Barry ausgezeichnet.
WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Der Oscar-prämierte Film macht Hoffnung, dass weltweit eine Diskussion über Delfinarien angestoßen wird, und dass die japanischen Fischer und die Bewohner von Taiji zum Umdenken bewegt werden. Neuerdings versuchen sie ihre Bluttaten zu verheimlichen, indem nun Holzpflöckee in die Wunden der sterbenden Tiere geschlagen werden. Das Meerwasser der Bucht soll sich dadurch nicht mehr blutrot färben. Ein schwacher Versuch der Vertuschung. Kaum ein Japaner im eigenen Lande weiß von den Greueltaten an den Küsten."
Vorwort von Regisseur Louie Psihoyos für das WDSF, ProWal und walschuetzer.de
("Der Film "Die Bucht" ist der Vorläufer zu "Avatar" - nur er spielt in der Gegenwart und ist real")
Louie Psihoyos (Regisseur des Kinofilm Die Bucht - The Cove)
Ähnlich wie der Dichter William Blake sagte, "Umdie Welt in einem Sandkornzu sehen...", sollte man unseren Film betrachten, denn The Cove oder Die Bucht, wie er in Deutschland heißt, handelt nicht nur von einem kleinen Wasserkörper in Taiji - es ist ein Mikrokosmos des kompletten Ozeans und unserer Beziehung zu den Wesen darin. Taiji ist das Zentrum für die weltweite Delfinfangindustrie, denn die meisten Delfine der Welt kommen aus dieser Wildnis in den Delfin-Handel, aus einem japanischen Nationalpark und dort aus einer geheimen, kleinen Bucht.
Die einen dürfen nicht verkauft werden, die anderen sind zu alt oder zu jung oder zu verunstaltet, sie werden für Fleisch, Dünger oder Lieblingsspeise getötet, obwohl ihr Fleisch große Mengen an Schadstoffen wie PCB's, Quecksilber, Kadmium und Blei enthält. Der Delfin ist, wie bereits aus der Zeit von Plinius und Aristoteles bekannt, das einzige wilde Tier in der Geschichte, das Leben von Menschen rettet. Der einzige Weg, ihr Leben zu retten, ist jetzt zu beweisen, dass wir ihre Umgebung so toxisch gemacht haben, dass wir sie nicht essen sollten.
Auf vielfältige Art geht die Menschheit dazu über, den Kontakt mit der Natur zu verlieren und was es bedeutet, menschlich zu sein. Delfine haben einen größeren Verstand als wir und mehr graue Gehirnmasse für mehr Sinnesneuronen - sie sind empfindlicher als wir. Wenn Sie ein mit einem großen Hirn ausgestattetes Lebewesen aus der Wildnis nehmen und es zwingen, dumme Tricks für unsere Unterhaltung zu tun, sagt das mehr über unsere Intelligenz aus, als über ihre. Jacques Cousteau sagte, dass der Bildungsvorteil, einen Delfin in der Gefangenschaft zu beobachten, dem Lernen über die Menschheit ähnlich ist, nur, dass man einen Gefangenen in der Einzelhaft beobachtet. Schauen Sie sich bitte den Film "Die Bucht" an - er handelt nicht nur über Delfine - er handelt über uns. Und übrigens glaube ich, dass es eines der unterhaltendsten tief empfundenen Kinoerlebnisse ist, das Sie jemals sehen werden. Er ist der Vorläufer zu Avatar, nur er spielt in der Gegenwart und ist real.
Regisseur Louie Psihoyos (lks./OPS) und WDSF-Gründer J. Ortmüller
Statement von Kaya Yanar für das WDSF/ProWal zum Film "Die Bucht":
Schauen Sie sich die Doku "Die Bucht" an. Mehr als 20.000 Delfine werden jährlich brutal ermordet und zu Fleisch verarbeitet, das mit Quecksilber verseucht ist und kaum jemand essen möchte.
Jeder Besucher von Delfinarien muss wissen, dass diese die Massenschlachtungen unterstützen und fördern. Besuchen Sie keine Freizeitparks oder Zoos, die Meeressäuger in Gefangenschaft halten.
Flyer "Das Lächeln der Delfine ist die größte Täuschung der Natur (Ric O'Barry)" (s. WDSF-Haupseite www.wdsf.de/aktionen) kostenlos direkt beim WDSF bestellen:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Helfen Sie bitte mit, den grausamen Delfinfang zu beenden und unterstützen Sie den Schutz der Wale und Delfine und die Aktivitäten des WDSF mit einer Spende. Jeder Spender erhält WDSF-Aufkleber und Info-Fyer (s. Info-Leiste "Spenden" oben oder: http://www.wdsf.eu/wdsf-spenden)
Inhaltsverzeichnis DIE BUCHT - THE COVE
Hintergrundbericht zum Film
- Vorbericht (Japanische Delfinexporte auch nach Deutschland - Zoodirektoren rechtfertigen sich)
- Situation in Deutschland
- Situation im Ausland - Deutsche Delfin-Gesellschaften, Reiseveranstalter, Krankenhäuser und Meeresschutz-Organisationen bereichern sich mittelbar am Massenmord der Meeressäuger
- Die japanische Rechtfertigung
- Kinofilm der besonderen Art - DIE BUCHT
- Taiji - Das versteckte Grauen
- Gefängnis auf den Bahamas und 40.000 Dollar Geldstrafe für Ric O'Barry nach NAVY-Delfin-Auswilderung
- Delfinarien für Besucher tabu
- Deutsche Regierungspolitik zum Schutz der Delfine hat versagt
- Massenmord an Delfinen (Grindwalen) vor unserer europäischen Haustür auf den Färöer-Inseln
- DolphinLand Antalya/Türkei
- Nachtrag (s.u.) - Gerichtliche Ermittlungen gegen Hauptdarsteller "Die Bucht", Richard O'Barry
Vorbericht:
Japanische Delfinexporte auch nach Deutschland - Zoodirektoren rechtfertigen sich
Ein Kino-Öko-Thriller über die Delfinjagd schockiert die Welt
Nachdem die Medien Taiji wieder verlassen hatten, wurden seit November 2009 mehr als Hundert Delfine (Große Tümmler sowie Grindwale) in Taiji getötet. Das Abschlachten der Delfine durch die japanischen Fischer wird unbeachtet der weltweiten Empörung fortgesetzt.
"Die Ankündigung, keine "Flipper- Delfine" mehr zu fangen, war schlicht und einfach ein simpler PR-Gag der Delfinfänger, den wir widerlegen konnten. Insgesamt verfügen die Fänger (Anm.: alleine in Taiji) ohnehin über die Lizenz, während der aktuellen Fangsaison 748 Große Tümmler zu fangen - das sind rund ein Drittel aller Fänge in dieser Saison in Taiji. Ein lukratives Geschäft also, dass sich die Fänger nicht so einfach nehmen lassen. Das Fleisch eines Delfins brachte bis vor kurzem etwa 400 Euro. In den letzten Wochen ist der Preis jedoch deutlich gefallen. Nachdem die Fänge über den Jahreswechsel offenbar ruhten, geht die Delfinjagd seit Anfang des Jahres 2010 unvermindert weiter (atlanticblue)."
Delfin-Shows, Delfintherapie und Schwimmen mit den scheinbar ewig lächelnden und freundlichen Flippern lassen auch in Deutschland die Kassen klingeln. Die Zoos in Duisburg, Münster und Nürnberg mischen bei dem Geschäft kräftig mit. Seit 1999 bietet der Tiergarten Nürnberg unter dem Deckmantel der Wissenschaft die medizinisch und wissenschaftlich nicht anerkannte Delfintherapie an, um ab 2011 im Delfingeschäft voll einzusteigen. Rund 20 Millionen Euro lässt sich der Zoo in Nürnberg die neue „Delfin-Lagune“ für eine Kapazität von bis zu 14 Delfinen kosten - finanziert durch einen Kredit der ohnehin schon strapazierten Stadtkasse.
Duisburger Delfinarium
In einer Rechtfertigung der Zoodirektoren mit Delfinarien (Duisburg, Münster und Nürnberg) zum Film "Die Bucht" vom 02.10.2009
schreiben die Zooverantwortlichen: "Von den heute in Delphinarien in der Europäischen Union lebenden Delphinen stammt kein Tier aus Japan." Dass in der Türkei (Europa!) in Alanya im Delfinarium "Sealanya" sechs Delfine aus dem grausamen Fang in Japan in Gefangenschaft gehalten werden, verschweigen die Zoodirektoren. Von diesen ursprünglich zehn Delfine verstarben vier Delfine im Februar 2010 unter mysteriösen Umständen.
Aber auch in Deutschland gibt es Delfine aus dubiosen Wildfängen. Zum Tiergarten Nürnberg gehören von insgesamt neun Delfinen vier Wildfänge aus Kuba und Florida (Moby, Jenny, Anke und Nynke). Zwei von diesen Wildfängen sind vorübergehend in Harderwijk/Holland "geparkt" (Anke und Nynke). Ein Wildfang-Nachzuchtweibchen (Eva) ist im Juli 2009 verstorben. Im Zoo Duisburg werden sieben Delfine in Gefangenschaft gehalten; davon zwei Wildfänge und ein Amazonas-Flussdelfin in Einzelhaltung. Im Delfinarium des Allwetterzoos Münster teilen sich vier große Tümmler mit sechs Seelöwen ein Hauptbecken von ca. 10 x 20 Metern und zwei Hinterbecken in völlig trostloser Umgebung (Anm.: Der Sotalia-Delfin aus einem Wildfang ist am 30.12.2009 verstorben).
Jeder zweite Delfin in Europa stamme aus freier Wildbahn und weiterer Bedarf sei geplant, sagte Dag Encke Leiter des Tiergartens Nürnberg in einem Zeitungsinterview. Der Delfinbestand in Deutschland ist überaltert. Durch den Tod des Zuchtweibchens Eva in Nürnberg ist weiterer Wildbedarf vorprogrammiert. Sämtliche sieben verstorbenen Delfinkälber in den letzten acht Jahren dokumentieren in Nürnberg in dem Todesreigen von insgesamt über 50 in deutschen Anlagen gestorbenen Delfinen das Scheitern einer Nachzucht. Alleine 35 Delfine verstarben im Tiergarten Nürnberg - über 20 Delfine im Zoo Duisburg (genaue Todeszahlen legt der Zoo Duisburg nicht vor). Von Artenschutz kann bei der Delfinhaltung in Gefangenschaft keine Rede sein, denn es ist seitens der Zoos niemals beabsichtigt, die Tiere oder deren Nachkommen wieder auszuwildern, weil die Entwöhnung vom Menschen äußerst zeitaufwändig und kostspielig wäre. Das Todesrisiko wäre außerordentlich hoch. Das Geschäft mit den Besuchern steht im Vordergrund und bringt den Betreibern Millionen.
Die VERORDNUNG (EG) Nr. 338/97 DES RATES vom 9. Dezember 1996 über den Schutz von Exemplaren wildlebender Tier- und Pflanzenarten als rechtliche und verbindliche Grundlage für die Wildtierhaltung sieht zwar grundsätzlich eine Auswilderung vor, jedoch kann diese umgangen werden, wenn die Zoos sich der Forschung der gefangenen Arten widmen. Für die Delfinarien praktizieren die Zoos dies durch überwiegend nicht veröffentliche und veraltete Studien, wie eine Recherche des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) ergab. Diese sog. Forschungsarbeiten entsprechen z.B. für das Delfinarium Münster keinem wissenschaftlichen Standard, wie eine Überprüfung durch PD Dr. Christian Schulze, Biologe, von der Ruhr-Universität Bochum ergeben hat (s. http://www.wdsf.eu/images/stories/pdfs/Christian_Schulze.pdf). Die Umweltämter der Delfinstädte Münster, Nürnberg und Duisburg als Untere Aufsichtbehörde und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) als Höhere Fachaufsichtsbehörde verstoßen damit eindeutig gegen rechtliche Grundlagen. Das WDSF hat gegen diese Verstöße Fachaufsichtsbeschwerden eingelegt über die bis heute nicht entschieden wurde. Die zuständigen Ministerien in Bayern und NRW als Oberste Aufsichtsbehörden schweigen zu den Rechtsverstößten kontinuierlich.
Situation im Ausland - Deutsche Delfin-Gesellschaften, Reiseveranstalter, Krankenhäuser und Meeresschutz-Organisationen bereichern sich mittelbar am Massenmord der Meeressäuger
Im Jahr 2008 wurden sieben weibliche und drei männliche Delfine aus der grausamen Delfintreibjagd in Taiji in die Türkei (Alanya/Sealanya) für einen Sonderpreis von 280.000 US-Dollar geliefert (s.o. Vertrag zum downloaden), davon verstarben im Februar 2010 vier Delfine innerhalb von neun Tagen. Eine Autopsie ergab toxische Vergiftungen in den Lungen der Meeressäuger mit Befall der inneren Organe durch den Verzehr giftiger Oleander-Blätter. In der Türkei kommen Delfine in mehr als zehn Delfinarien zum Einsatz - z.B. in den bekannten Urlaubsorten Belek, Antalya, Alanya und Kemer. Deutsche Gesellschaften wie "Kids and Dolphins" bieten in der Türkei die Delfintherapie an, deren Erfolg definitiv nicht wissenschaftlich bewiesen und medizinisch völlig unsinnig ist. Therapien mit domestizierten Tieren (ausgebildete Rettungshunde und Pferde) sind zumindest weitaus günstiger.
Die Kosten für eine Delfintherapie belaufen sich bei "Kids and Dolphin" für vier Personen auf 14.256,-- Euro pro Woche! In Deutschland betreibt das Marienkrankenhaus in Wickede-Wimbern (Dr. Rupert Sobotta) ein "offizielles Nachsorgezentrum" für die türkische Delfintherapie nach der "Kemer-Methode". Damit beteiligen sich selbst Krankenhäuser mittelbar an dem tödlichen Treiben in Japan. Die Eltern von behinderten Kindern greifen verständlicherweise nach jedem Strohhalm, um ihren Kindern zu helfen und verschulden sich hochgradig, da keine Krankenkasse diese Kosten übernimmt. Der Bundesfinanzhof als höchste Instanz für das Steuerrecht hat eine steuerliche Berücksichtigung der Therapiekosten abgelehnt, mit der Begründung, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis gibt, dass die Therapie einen medizinischen Erfolg erbringt.
Die deutschen ReiseveranstalterTUI, REWE-Touristik (mit Jahn Reisen und ITS), Schauinslandreisen, Thomas Cook (mit Neckermann)und alltours bieten ihren Hotelgästen Ausflugstouren in türkische Delfinarien an. TUI und Schauinslandreisen haben zwar nach Intervention des WDSF aufgrund der mangelhaften Haltungsbedingungen ihre Angebote in Belek und Antalya vorübergehend aus dem Programm gestrichen (s.a. http://www.focus.de/reisen/urlaubstipps/tierschutz-veranstalter-streichen-delfinarien_aid_484519.html), gleichwohl ist das Katastrophen-Delfinarium in Alanya (Sealanya) weiterhin im Programm und sie bieten ihren Gästen Touren mit kombiniertem Eintrittspreis an, obwohl sie wissen, dass die gefangenen Tiere in Alanya aus der grausamen Delfintreibjagd in Japan stammen. (Hinweis: Öger-Tours teilte dem WDSF am 18.02.2010 nach Boykott-Androhungen mit, dass sie ab sofort sämtliche Delfinarienangebote in der gesamten Tükei aus dem Programm genommen haben - s. jeweils aktuell: http://www.wdsf.eu/reiseveranstalter ). Das WDSF empfiehlt aus Tierschutzgründen, bei keinem Reiseveranstalter Delfintouren zu buchen!
Verrostete Meeressäuger-Boxen im Delfinarium in Antalya -
Die Vergnügungsparkkette Merlin Entertainment, die auch Sea Life betreibt, hält im Gardaland (Italien) immer noch Delfine, die für Delfin-Shows angeschafft wurden. Greenpeace hat die bisherige Zusammenarbeit mit Sea Life inzwischen aufgegeben. Der neue Kooperationspartner von Sea Life zum angeblichen Meeresschutz ist eine Wal- und Delfinschutz-Organisation, die es nach über einem Jahr trotz Ankündigung im Rahmen einer "Machbarkeitsstudie" eines Konsortiums (Teilnehmer unbekannt) immer noch nicht gelungen ist, dazu beizutragen, die Delfine aus der Show und den kleinen Betonbecken zu nehmen und in größere Freiluftgehege zu bringen (z.B. Israel). Eine mögliche Auswilderung wurde ebenfalls bis heute nicht realisiert. Die Schließung des Delfinariums in Soltau (Heide Park) im Jahr 2008 hatte der Eigentümer Merlin Entertainment nach Boykott-Druck (WDSF/ProWal) und umfangreichem Schriftverkehr und Gesprächen mit dem WDSF damit begründet, dass Delfine in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden könnten und sie damit der Forderung der Tierschützer nachkommen würden.
Der Hauptsponsor für eine deutsche Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger ist seit 2008 die "Loro Parque Fundación - LPF". Im Loro Park auf Teneriffa werden neun Delfine und vier Orcas in Gefangenschaft gehalten! Im Dezember 2009 kam es zu einem Todesfall eines jungen spanischen Orca-Trainers, der von einem der Killerwale unter Wasser gezogen wurde und ertrank. Bereits im Jahr 2007 erlitt die deutsche Orca-Trainerin Claudia Vollhardt beim Training im Loro Park durch eines der Wildtiere eine Lungenquetschung und einen Unterarmbruch und kam noch soeben mit dem Leben davon. Sie hat nie wieder als Orca-Trainerin gearbeitet (s.a. http://www.wdsf.eu/alexis-martinez-loro-park). Das WDSF fordert bereits seit 2007 die Schließung der Orca- und Delfin-Shows im Loro Park und hat wegen Verletzung der Aufsichtspflicht gegenüber dem tödlich verunglückten Orca-Trainer Strafanzeige gegen den Eigentümer Wolfgang Kießling gestellt.
Diese Loro Parque Fundación (LPF) des Eigentümers Kießling beschreibt sich auf ihrer Internetseite (http://www.loroparque-fundacion.org/de/index.html unter "über LPF": "Unsere Mission ist es, die bedrohtesten Lebensräume unserer Erde mit einer reichen Tiervielfalt zu schützen, indem wir die Papageien und Meeressäuger als Hauptschutzobjekt benutzen." >Benutzen< scheint hier der richtige Ausdruck zu sein! Hauptsponsor der LPF ist nach eigenen Angaben des Loro Park der deutsche Park-Eigentümer Wolfgang Kießling. Dieser ist auch Gründer der LPF und schmückt sich somit als Sponsor dieser Meeresschutz-Gesellschaft!
Der Zoo Duisburg, der ebenfalls Delfine in Gefangenschaft hält, kooperiert offenbar auch mit einer deutschen Gesellschaft zu Rettung der Delfine und schreibt auf seiner Internetseite: "Unterstützen auch Sie die Bemühungen des Zoo Duisburg und die von anerkannten Delfinschutzorganisationen, wie z.B. der „...“, um Delfine und Wale in den Weltmeeren zu schützen."
Es ist ein Skandal, dass sich einige Wal- und Delfinschutz-Organisationen von Einrichtungen sponsern lassen, die selbst Wale und Delfine in Gefangenschaft halten! Unzweifelhaft benötigen gemeinnützige Umweltschutz-Organisationen (finanzielle) Unterstützung - aber es ist unmoralisch, wenn es sich bei den Sponsoren um Institutionen handelt, die sich an der Qual der Wale und Delfine beteiligen.
So schließt sich der Kreis des Delfinfangs: Der Verkauf erwirtschaftet pro Delfin rund 150.000 US-Dollar und die Delfinarien verdienen weltweit Milliarden mit den Shows und der umstrittenen Delfintherapie. Reiseveranstalter machen Profit mit Touren zu den Delfinarien. Einige Meeresschutz-Organisationen brüsten sich mit Wal- und Delfinschutz, bitten um Spenden und kooperieren gleichzeitig mit Vergnügungsparks und Zoos, die selber Delfine zum Eigenprofit in Gefangenschaft halten. Deutsche Gesellschaften wie "Kids and Dolphins" verdienen ebenfalls an ihren zweifelhaften und wissenschaftlich nicht erwiesenen Therapie-Angeboten mit gefangenen Delfinen und auch das deutsche Marien-Krankenhaus in Wickede-Wimbern für die kostenpflichtige Nachsorge einer unsinnigen, für die Patienten durch die weite Anreise belastenden, Delfintherapie, die viele Eltern von autistischen Kindern finanziell enorm belastet.
Die japanische Rechtfertigung
Die japanischen Fischer rechtfertigen ihren Delfinfang mit Regierungshinweisen auf die Essgewohnheiten und die Traditionen im Land der aufgehenden Sonne. Von den zigtausenden von Tonnen des jährlich verzehrten Fleisches der getöteten Meeressäuger entfielen „nur“ rund 1000 Tonnen auf Delfine, so die japanische Regierung in einer Stellungnahme gegenüber dem WDSF. Dabei wird verschwiegen, dass ein Großteil des Delfinfleischs als "schmackhaftes Walfleisch" umdeklariert wird. Auch in Schulkantinen von Taiji konnten die Kinder das Delfinfleisch auf ihren Tellern wiederfinden, weil nach Regierungsangaben „das Lernen von Aspekten der regionalen Gesellschaft eine Rolle spielt“. Damit sollte offenbar bereits Schülern vermittelt werden, dass das Delfinfleisch in Japan zu den wichtigen Grundnahrungsmitteln gehört.
Und das, obwohl das Fleisch der Meeressäuger hochgradig mit Schwermetallgiften wie Quecksilber verseucht ist und amtliche Labor-Untersuchungen die Grenzwerte des japanischen Gesundheitsministeriums um das zig-fache übersteigen (s.a. http://www.openpr.de/news/157380/Japanische-Schulkinder-erhalten-Quecksilber-verseuchtes-Delfin-Fleisch-Weltweite-Demonstrationen.html - Labor-Untersuchungsergebnisse dem WDSF vorliegend). Nach einem persönlichen Gespräch von Jürgen Ortmüller (WDSF-Geschäftsführer) mit dem zuständigen Staatssekretär in der japanischen Botschaft in Berlin und der Vorlage der erschreckenden Laborergebisse über die erhebliche Kontaminierung des Wal- und Delfinschfleischs, die Ric O'Barry in Japan veranlasst hatte, wurde die Verteilung in den Schulkantinen in Taiji eingestellt. Der Verkauf an die japanische Bevölkerung geht jedoch weiter. Die japanische Gesundheitsministerin, Mizuho Fukishima, hat öffentlich zugegeben, dass sie über die Schwermetellbelastung des Wal- und Delfinschfleischs informiert ist. Nur wenige Japaner selbst wissen von den Delfin-Massakern und den gesundheitlichen Risiken des Verzehrs weil die japanische Regierung und die Medien das Thema tot schweigen.
WDSF-Protest vor der jap. Botschaft Berlin
Seit Jahren protestieren westliche Regierungen und internationale Tierschutzorganisationen gegen den Wal- und Delfinfang der Japaner, weitgehend jedoch ohne Erfolg. Das könnte sich allerdings jetzt ändern.
Kinofilm der besonderen Art - DIE BUCHT
NFP
„DIE BUCHT - THE COVE", ein Kino-Dokumentarfilm der besonderen Art, sorgt weltweit für schockierende Aufmerksamkeit. Ric O’Barry, Ex-TV-Trainer der Serie „Flipper“ in den 60ern, präsentiert mit Filmemacher Louie Psihoyos eine Dokumentation des Grauens. Von den japanischen Fischern und der örtlichen Polizei gejagt und immer wieder vertrieben realisierten sie einen Öko-Thriller der mit „Ocean's Eleven“ verglichen wird und der bereits mehr als zehn Filmpreise in den USA erzielte. Das Kinopublikum – geschockt, berührt und wütend. Für Kinder von der FSK ab 6 Jahren freigegeben. Die Filmbewertung Wiesbaden vergab das Prädikat "Wertvoll". Weltweit erzielte Die Bucht seit dem Kinostart über 40 Filmpreise. Bei der Oscar-Verleihung am 07. März 2010 in Hollywood erhielt Die Bucht in der Katagorie "Bester Dokumentarfilm" einen Oscar.
Ric O'Barry Ex-TV-Flipper-Trainer (WDSF-Foto)
Mit Spezialeffekten und einer Profi-Ausrüstung mit Unterwasserkameras, unbemannten Flugdrohnen und einem Kamera-Zeppelin, Infrarotgeräten und versteckten Kameras in Steinattrappen und in Bäumen aus der Produktion des Star-Wars-Teams von George Lucas gelang eine mitreißende Dokumentation über den brutalen und blutigen japanischen Delfinfang in dem kleinen beschaulichen Städtchen Taiji.
Kamera-Steinattrappen
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Zeppelin und Mini-Hubschrauber für Filmaufnahmen
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Getarnte Filmcrew
Taiji - Das versteckte Grauen
Anmutend wie ein idyllischer Meereskurort mit einem Delfinarium und einem Walmuseum mit sauberen Straßen und hübschen kleinen Häusern lässt das Örtchen Taiji in Japan Urlaubsatmosphäre aufkommen – wäre da nicht das versteckte Grauen in einer kleinen Bucht.
Hinter großen blickdichten Plastikplanen zum Schutz vor jedem unerwünschten Einblick findet das weltweit größte Gemetzel an gejagten Delfinen statt. Geräuschvoll mit Metallstangen von über 20 Fischerbooten in die Enge getrieben, gibt es kein Entkommen für die Meeressäuger vor den Lanzen und Messern der Delfinmörder. Delfinmütter mit ihren Babys versuchen verzweifelt zu entkommen und Delfinbullen wälzen sich mit durchschnittener Halsschlagader in ihrem eigenen hellroten Blut. Jeder Fluchtversuch wird durch Fischernetze zunichte gemacht. An den Schwanzflossen ausblutend aufgehängt werden die abgeschlachteten Delfine mit Kränen auf die Ladeflächen der wartenden LKW’s verfrachtet – auf ihrem Weg in die Kühlhäuser. Neuerdings schlagen die Delfinjäger außerhalb der Sichtbereiche Holzpflöcke in die Todeswunden der Tiere, damit sich die Bucht nicht mehr blutrot verfärbt und den Medien ein Tötungsstopp vorgekaukelt wird.
Abtransport der massakrierten Delfine
Währenddessen warten im angrenzenden Walmuseum die Manager der Delfin-Industrie auf den Bestand der sorgfältig ausgesuchten Show-Delfine, die den Rest ihres glücklosen Lebens in Delfinarien verbringen werden.
Ric O’Barry und seine engagierte Crew brauchten in dem Film nicht schauspielern – sie dokumentieren unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit einen eindrucksvollen Kino-Schocker im 21. Jahrhundert über das Gemetzel an einer intelligenten Spezies, die den Planeten seit rund 60 Millionen Jahren bevölkert und die durch Menschenhand drastisch reduziert wird, während sich der Mensch erst seit wenigen Millionen Jahren entwickelt hat.
Pierce Brosnan bezeichnete DIE BUCHT als spannendsten Geheimdienst-Thriller, den er je gesehen hat. Der Sänger Sting hat O'Barry seine volle Unterstützung zugesichert - ebenso bekannte Schauspieler wie Ben Stiller. Auf der Grundlage des Kinofilms "Die Bucht" wird nun eine TV-Serie mit Ric O'Barry produziert.
Gefängnis auf den Bahamas und 40.000 Dollar Geldstrafe für Ric O'Barry nach NAVY-Delfin-Auswilderung
Der Ex-Fernseh-Flippertrainer O’Barry fühlt sich mitverantwortlich für den Boom der Delfinarien und dem damit verbundenen Fang von mehreren tausend Delfinen. Nachdem der TV-Delfin Kathy, der die meisten Rollen in der Serie besetzte, am 22. April 1970 in den Armen von Ric O’Barry bewusst seine Atmung einstellte und starb, konvertierte der bestbezahlte Delfintrainer der Welt zum aktiven Delfinschützer. Seine erste Aktion unmittelbar nach Kathy's Tod zur illegalen Befreiung von Delfinen auf Bimini/Bahamas machte Schlagzeilen und O'Barry wanderte eine Woche bis zur Gerichtsverhandlung ins Gefängnis auf der kleinen Insel Bimini. Er kam mit einer Geldstrafe von fünf Dollar davon, weil die Aktion einen riesigen Presserummel ausgelöst hatte und der Richter froh war, O'Barry wieder loszuwerden.
Als er später mit Genehmigung der US-Navy drei militärisch genutzte Delfine in einem umfassenden Projekt fast zwei Jahre auf die Auswilderung vorbereitet hatte, erhielt er kurz vor der geplanten Freilassung der Tiere ein Stopp der US-Militärleitung, weil Delfinindustrielle ihr Veto eingelegt hatten, um ihr milliardenschweres Delfingeschäft mit den Shows nicht zu gefährden. Denn wenn bekannt geworden wäre, dass Delfine wieder ausgewildert werden können, hätten sie um ihren Bestand bangen müssen. O'Barry sollte der Navy wissenschaftliche Gutachten über eine zu erwartende erfolgreiche Auswilderung beibringen, die jedoch zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht existierten und kurzfristig nicht zu beschaffen waren.
Ric O'Barry mit einem auszuwildernden Delfin in Brasilien
O’Barry wilderte jedoch zwei dieser Delfine, die er dafür qualifiziert hielt, trotz des plötzlichen Verbotes aus. Die Navy fing die Delfine wieder ein und pferchte sie in Becken mit 7 Meter Durchmesser, wo die Meeressäuger kurze Zeit später verendeten. Aufgrund eines von der US-Navy eingeleiteten Zivilgerichtsverfahrens wurde O’Barry wegen Entwendung von Militäreigentum zu einer Geldstrafe von 40.000 US-Dollar verurteilt, die von dem Popsänger „Mr. Bojangels“ in einem Radio-Benefizkonzert für den Delfinbefreier wieder eingespielt wurde.
Ric O’Barry wurde 1991 mit dem Umweltschutzpreis der Vereinten Nationen (UNEP) für seine unermüdlichen Bemühungen der Re-Naturisierung von Delfinen ausgezeichnet und veröffentliche zwei Bücher über seine Aktivitäten.
Delfinarien für Besucher tabu
Ric O'Barry appellierte wiederholt auch an die deutschen Zuschauer in verschieden TV- und Radiobeiträgen im Vorfeld des Kinostarts (u.a. STERN TV bei Günther Jauch und in den ARD-Tagesthemen am 07. Oktober 2009, ARD ttt 11.10., ZDF heute journal 11.10. und WDR west.art) : "Kaufen Sie keine Tickets mehr für Delfinarien, denn das Angebot regelt die Nachfrage". Kaum jemand würde mehr ein Delfinarium besuchen, wüsste er über die extremen Hintergründe des Delfinfangs, meint der Delfinschützer.
Jeder Delfinfang trägt nach Ansicht von WDSF/ProWal zur Zerstörung des Artenschutzes bei, da durch Wildfänge ganze Populationen zerstört werden. Die Zoos argumentieren dagegen, dass sie durch das Zurschaustellen von Delfinen zum Artenschutz beitragen würden, da die Zuschauer durch das Betrachten der Tiere im Zoo zum Nachdenken angeregt würden und das Bildungsangebot den Delfinschutz fördere. Ric O'Barry dazu: "Wenn die Zuschauer in den Zoos durch ihre Besuche der Delfinarien den Delfinschutz fördern, wo sind dann die vielen Delfinschützer, die sich aktiv am Artenschutz beteiligen? Wo ist Greenpeace? Ich habe in den letzten 5 Jahren bei meinen mehrmaligen jährlichen Aufenthalten in Taiji keinen von ihnen gesehen! Wir müssen die Besucher aufklären, denn kaum einer von ihnen weiß, dass durch den lukrativen Delfinfang Zigtausende der Meeressäuger jedes Jahr grausam abgeschlachtet werden und das nicht nur in Japan. Selbst die japanische Bevölkerung hat keine Ahnung, was dort an ihren Küsten passiert, weil die Regierung und die Medien es verschweigen."
Delfin-Shows in kleinen Betonbecken locken die Zuschauer
(Delfinarium Münster)
Andreas Morlok (ProWal): "Nicht nur das Töten der Delfine ist barbarisch und ethisch unverantwortlich. Der Handel und die Zurschaustellung der intelligenten und freiheitsliebenden Tiere ist es ebenso. Aufgrund der gescheiterten und nicht selbsterhaltenden Nachzucht in Europa werden weiterhin Delfine aus der freien Wildbahn gefangen. Obwohl es keine gesetzlich vorgeschriebenen Studien und Bestandserfassungen über die Delfinpopulationen im Bereich der Wildfänge gibt, gelangen Delfine in die EU und letztendlich auch nach Deutschland - vermutlich auch über Spanien und Holland. Die Entnahmen von weiblichen Jungtieren für die Zucht in den Delfinarien kann den Zusammenbruch einer ganzen Delfinfamilie in der freien Wildbahn bedeuten. Auch die Mortalitätsrate der Tiere durch den Fang, Transport mit dem Flugzeug und der Eingewöhnungsphase in den Delfinarien ist enorm hoch."
Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) fordert zusammen mit der deutschen Organisation Projekt Walschutzaktionen (ProWal) von Andreas Morlok und mit Ric O'Barry weltweit die Schließung der Delfinarien, um die Nachfrage nach den freiheitsliebenden Meeressäugern zu stoppen – so auch in Deutschland (zur Auswilderung von Delfinen s. http://www.dolphinproject.org/the-protocol-.html ). Die Delfine, die nicht ausgewildert werden können, weil es sich z.B. um Nachzuchten handelt, sollten mit ihren bestehenden Sozialgefügen in betreute Lagunen transferiert werden (Israel/Eilat - Florida etc).
Wir fordern weiterhin, dass bei gleichzeitigem Auslaufenlassen der Delfinarien den älteren Delfinen in Ermangelung einer Auswilderungs- oder Transfermöglichkeit das Gnadenbrot gegeben werden sollte und ein Bewegungstrainig ohne Shows stattfindet. Soweit vertretbar wird der Transfer in größere Freiluftgehege favorisiert (Israel, Florida), soweit diese einer Überprüfung der Haltungsbedingungen standhalten und die Tiere nicht kommerziell missbraucht werden. Die Nachzucht von Delfinen in Gefangenschaft ist gesetzlich zu untersagen, damit die grausame Delfinhaltung in den kleinen Betonbecken gestoppt wird.
Deutsche Regierungspolitik zum Schutz der Delfine hat versagt
Jürgen Ortmüller (lks. / WDSF) und Ric O'Barry in Berlin
WDSF-Geschäftsführer Ortmüller: „Zusammen mit Ric O’Barry und Andreas Morlok haben wir am Regierungssitz in Berlin und in den Städten mit Delfinarien mehrfach öffentlich für ein ausnahmsloses Importverbot für Wale und Delfine nach Deutschland und für die Schließung der Delfinarien protestiert und mit Politikern gesprochen, haben öffentliche Fachgespräche über die wirkungslose und nicht anerkannte Delfintherapie im Bundestagsbereich geführt und haben die Haltungsbedingungen in den deutschen Delfingefängnissen bei den Aufsichtsbehörden bemängelt – bisher ohne gesetzlichen Erfolg für die sensiblen Meeressäuger, weil die nicht informierten Zuschauer die Delfinarien durch ihren Besuch aufrecht erhalten und die Politker sich weigern, gesetzliche Grundlagen herzustellen."
Die Bucht – The Cove, der Film der seit dem 11.03.2010 auch als DVD erhältlich ist (s.o.), soll aufklären und wachrütteln. Kaum einer der diesen Öko-Thriller gesehen hat, wird jemals wieder einen Fuß in ein Delfinarium setzen. Das ist unsere gemeinsame Hoffnung mit den Filmemachern, damit der Mythos Flipper auch in Deutschland ein Ende hat und die geschundenen Freunde der Menschen Freunde in Freiheit bleiben. Wir werden weiterhin alles dafür tun, dass die Delfinarien, die mittelbar wesentlicher Teil des grausamen Delfinfangs weltweit sind, geschlossen werden und bitten insbesondere die deutsche Bevölkerung die Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg nicht mehr zu besuchen.“
Delfinarium im Zoo Duisburg (in Freiheit würden Delfine niemals über Hindernisse springen - die dressierten Kunststücke haben nichts mit Forschung und Bildung zu tun)
Andreas Morlok (ProWal)
Andreas Morlok: "Die Bucht – The Cove wird die Menschen weltweit sensibilisieren. Man sollte nicht allein mit dem gestreckten Zeigefinger auf eine Gruppe japanischer Fischer und Delfinhändler zeigen, sondern man sollte sich auch einmal selbst überlegen, ob man wirklich einen Zoo besuchen möchte, in dem Delfine in Gefangenschaft leben. Ob die Tiere aus japanischen Gewässern oder anderswoher stammen, macht für sie keinen Unterschied. Ein nicht artgerechtes Leben und ein trostloses und einsames Vegetieren in viel zu kleinen und kargen Betonbecken, Krankheiten und Leid bis zu seinem Tod ist für jedes Tier ein Schicksal, für welches nur die Besucher solcher Anlagen und die Raffgier der Betreiber verantwortlich sind."
- Massenmord an Delfinen (Grindwalen) vor unserer europäischen Haustür auf den Färöer-Inseln
Seit mehr als 10 Jahren befasst sich der Wal- und Delfinschützer Jürgen Ortmüller international mit dem Wal- und Delfinschutz und nimmt als Beobachter an Tagungen der Internationalen Walfang Kommission (IWC) teil. Durch eine Aktion auf den dänischen Färöer-Inseln im Nordatlantik machte Ortmüller zusammen mit dem legendären Ex-Mitbegründer von Greenpeace, Kapitän Paul Watson, bereits im Jahr 2000 auf das alljährliche tausendfache Walmorden der Inselbewohner öffentlich aufmerksam. Paul Watson ist heute Gründer und Präsident der Sea Shepherd Conservation Society (SSCS) in den USA und Kuratoriums-Mitglied im WDSF (s.a. www.wdsf.eu/kuratorium ). Die beiden Walschützer kennen sich schon seit mehr als 10 Jahren.
Jürgen Ortmüller (lks.) und Kapitän Paul Watson auf der "Ocean Warrior" (heute "Steve Irwin")
Gefährliche Färöer-Aktion: Während Watson mit seiner Crew auf der "Ocean Warrior" (heute "Steve Irwin") außerhalb der Schifffahrtsgrenze der Färöer kreuzte, flog Ortmüller mit seinem damals 18-jährigen Sohn Maik während der Walfangsaison auf die Inselgruppe. Während ihrer Kontrollfahrten an den Küsten standen sie unter ständiger Polizeibeobachtung, weil die Färöer ihr grausames Geheimnis der blutigen Waljagd sorgsam hüten wollen und die Fischer auch vor Angriffen auf Beobachter nicht zurückschrecken. Mehrere Crew-Mitglieder von Sea Shepherd wurden wegen angeblicher Verletzung der Seerechte vorübergehend festgenommen, als sie von Watson's Schiff aus mit Schlauchbooten an Land gingen. Als deutsche Staatsbürger, die sich ordnungsgemäß auf der Inselgruppe eingecheckt hatten, blieben die Ortmüller's unbehelligt. Während ihrer Kontrollfahrten an den Küsten, bei der sie in ständigem Funkkontakt mit Watson standen, um das Schiff jederzeit bei einer Walfangaktion zum Ort des Geschehens dirigieren zu können, wurde jedoch kein einziger Wal getötet. Paul Watson über die Färoer-Aktivitäten: http://www.seashepherd.org/news-and-media/news-030616-2.html .
In den letzten fünf Jahren wurden auf den Färöer-Inseln bis einschl. 2009 insgesamt 2.101 Grindwale getötet:
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DolphinLand Antalya/Türkei:
Die Stärksten und Schönsten aus der Delfintreibjagdd aus Taiji werden auch in die Türkei transferiert
Schwimmen mit Delfinen im Minutentakt
Vier Mal pro Show müssen sich die Delfine gegen Entgelt für jeweils rund 10 Minuten streicheln lassen und ersticken dabei fast an ihrem eigenen Gewicht
Vorführungen bei Disco-Lautstärke im DolphinLand in Antalya
VIEW-Magazin Oktober 2009:
Zitat aus VIEW 10/2009: "Wie das Deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum herausfand, lebten bis 1994 auch im pfälzischen Holiday Park Tiere aus Japan. Die Delfinarien in Nürnberg, Duisburg und Münster bestreiten jedoch, Tiere aus Japan importiert zu haben."
Nachtrag
Gerichtliche Ermittlungen gegen Hauptdarsteller "Die Bucht", Richard O'Barry
Im November 2009 begann eine gerichtliche Ermittlung gegen Richard O'Barry, die der deutsche Stefan Meister, Generalmanager des Vergnügungsparks "Ocean World Adventure Park", angestrengt hat. Ric O'Barry in einem Interview im Oktober 2009 mit Stefan Adrian von "Galore Interviews": "Ja, ein deutscher Geschäftsmann namens Stefan Meister verklagt mich gerade auf 300 Millionen Dollar. (Anm.: In einem weiteren Verfahren geht es um 400 Millionen Dollar). Er ist der Besitzer von Ocean World in der Dominikanischen Republik und hat zwölf Delfine von Taiji gekauft, zu 154.000 Dollar das Stück. Wir haben ihn aufgehalten, sie in die Dominikanische Republik zu bringen, denn der Fang war brutal und illegal. Also hat er eine Klage gegen mich eingereicht. Zwei eigentlich, eine in Miami und eine in Fort Lauderdale, und dagegen muss ich mich verteidigen."
Der Präsident der Dominikanischen Republik hatte auf Intervention von Ric O'Barry den Import der mit Quecksilber kontaminierten Delfine für Vergnügungszwecke untersagt. Die Reaktion des Generalmanagers vom "Ocean World Adventure Park" ist bezeichnend für das ignorante Verhalten der Delfin-Importeure denen es ausschließlich um Profit geht. Ric O'Barry und seine Anwälte gehen davon aus, dass Stefan Meister die beiden Prozesse nicht gewinnen wird. In erster Linie ging es Meister durch die Einreichung der Klage offenbar darum, dass der Beklagte, Ric O'Barry, aufgrund der Höhe des Streitwerts und der daraus resultierenden Rechtsanwaltsgebühren von bisher über 700.000 US-Dollar in die Knie gewzungen werden soll.