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Delfinarium Duisburg PDF Drucken E-Mail

Duisburger Delfinarium:

Lebenslänglich in kleinen Betonbecken hinter Stahl und Rost eingesperrt


In Freiheit schwimmen Delfine in Delfinschulen mit rund 10 -50 anderen Delfinen täglich bis zu 100 Kilometer und können Tauchtiefen bis zu 300 Meter erreichen (WDSF-Foto)


In Gefangenschaft müssen antrainierte Delfine über Hindernisse springen - in Freiheit vermeiden sie dies instinktiv, weil das Meer barrierefrei ist (WDSF-Foto)



Das WDSF hat festgestellt, dass dem Umweltamt der Stadt Duisburg die für das Delfinarium erforderlichen jährlichen Prüfberichte durch den Zoo nicht vorlegt wurden - offenbar wurden sie gar nicht erstellt. Ebenso fehlen aktuelle wissenschaftliche Arbeiten, die für eine Betriebsgenehmigung gesetzlich vorgeschrieben sind. Die Landesdatenschutzbeauftragte hat auf Intervention des WDSF die Stadt Duisburg mehrfach vergeblich aufgefordert, der gesetzlichen Auskunftspflicht gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer nachzukommen. Sämtliche Schreiben und Mahnungen der Datenschützer (vom 25.11.2009, 04.01.2010, 22.01.2010 und 05.03.2010) wurden von der Stadt bisher ignoriert.

 

Das WDSF hat nun Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg und gegen die für den Zoo veranwortlichen Mitarbeiter beim zuständigen Ministerium in Düsseldorf gestellt, nachdem die Stadt Duisburg eine gleichlautende Beschwerde gegenüber dem WDSF abgelehnt hatte. Ebenso wurde vom WDSF das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz als höhere Fachaufsichtsbehörde eingeschaltet.

 

Das WDSF fordert die umgehende Schließung des Delfinariums, zumal nach 20 Delfin-Todesfällen von einer nachhaltigen Zucht nicht gesprochen werden kann. Die Anlage, die in erster Linie für die Zuschauer vergrößert wurde, entspricht nicht den Bedürfnissen der Tiere.

 

Seit Jahren bemüht sich das WDSF auch auf politischer Ebene um Schließung der kleinen Betonbecken. Noch vor den NRW-Wahlen im Mai 2010 erwartet das WDSF von allen Landtagsfraktionen eine Stellungnahme zur Schließung der NRW-Delfinarien.

 

Die Umwelt-Expertin der Grünen, Bärbel Höhn, hat sich bereits eindeutig geäußert:

 

08.03.2010 - Bärbel Höhn: "Definarien schließen" http://www.rp-online.de/nachrichten/Baerbel-Hoehn-Delfinarien-schliessen_aid_829332.html

 

 

Delfine im Delfinarium des Zoo Duisburg:


Ivo (Großer Tümmler) Wildfang

 

Pepina (Großer Tümmler) Wildfang

Delphi (Großer Tümmler) Nachzucht 1992

Daisy (Großer Tümmler) Nachzucht 1996

Dolly (Großer Tümmler) Nachzucht 2007

Donna (Großer Tümmler) Nachzucht 2007

 

Anmerkung: Die Anzahl der verstorbenen Tiere übersteigt die Nachzuchten bei weitem - Der Zoo Duisburg verweigert bisher eine genaue Angabe über die Todesraten. Die Schätzung liegt bei über 40 vorzeitig verstorbenen Delfinen.

 

In sep. Einzelhaltung: Amazonas-Flussdelfin "Baby"

 

 


 

10.03.2010 - Delfinarium Duisburg unter Druck : "Frau Höhn darf gerne kommen...Die Tiere überleben nur dank vieler Medikamente" - http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Delfinarium-Frau-Hoehn-darf-gerne-kommen_aid_830006.html

 


08.03.10 - Offener Brief an die Verantwortlichen der Stadt Duisburg

(s.a. Rp-online: http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/nachrichten/Noch-kein-Kind-geschaedigt_aid_829588.html)


Bootsrennen mit Kindern im Duisburger Zoo-Delfinarium
Gefährdung für Kind und Delfine


Im SeaWorld in den USA gab es vor wenigen Tagen einen weiteren Todesfall einer Delfintrainerin, nach dem Unglück im Dezember im LoroPark auf Teneriffa, bei dem ein Delfintrainer getötet wurde. Der in Gefangenschaft lebende Orca, welcher zur Spezies der Delfine zählt, tötete in Florida zum dritten Mal einen Menschen. Angriffe auf Menschen sind von diesen Tieren in freier Wildbahn nicht dokumentiert.


Es ist hingegen längst bekannt, dass diese Tiere in Gefangenschaft durch das lethargische Leben in den tristen Betonbecken äußerst aggressiv  werden können. Auch Übergriffe von Großen Tümmlern auf Menschen in Delfinarien sind bekannt und selbst ein Nürnberger Delfintrainer äußerte sich in einem Zeitungsinterview, dass die Delfine ihn schon ein paar Mal mehrere Meter hoch aus dem Wasser katapultiert hätten -  wohlgemerkt einen erwachsenen Menschen. Oftmals wird ignoriert, dass Delfine Wildtiere sind und ihnen kein artgerechter Lebensraum geboten werden kann. Mit solchen temporär aggressiven Reaktionen muss gerechnet werden – auch in Duisburg!


In der jeweils 30minütigen Vorführung im RWE-Delfinarium in Duisburg treten ausgewählte Kinder jeweils mit den Delfinen in Kontakt. Die Kinder werden ohne eine Begleit- und Schutzperson in einem winzigen Boot von einem Delfin mit hoher Geschwindigkeit durch das Becken gezogen. Außerdem darf das betreffende Kind den Delfin zur Belohnung füttern – wenigstens hier im Beisein eines Tierpflegers.


Wir betrachten dies als grob fahrlässig und gefährlich und möchten Sie bitten, alles dafür zu tun, dass dies in Zukunft nicht mehr stattfindet. Sie sind politisch mitverantwortlich, was in dem kommunalen Delfinarium in Ihrer Stadt geschieht und Sie haben die Möglichkeit, dass dieses Show-Element unverzüglich und ersatzlos gestrichen wird, weil Verletzungen oder gar Todesfälle nicht auszuschließen sind.


Schützen Sie die Kinder und beenden Sie auch endlich die Delfinhaltung in Ihrer Stadt. Lassen Sie das defizitäre Delfinarium auslaufen und schließen Sie es mittelfristig. Stellen Sie die Zucht ein und nehmen Sie keine weiteren Tiere mehr auf. Duisburg ist mit der größte Massenfriedhof für Delfine und Wale in Deutschland. Handeln Sie endlich ethisch vertretbar und unterstützen Sie keine weitere Ausplünderung der Meere in Zukunft. Die Delfinhaltung ist zeitlich überholt und trägt nicht zum Schutz der Arten bei, da diese Tiere nicht mehr ausgewildert werden.


Herr Winkler, der Direktor des Zoos, ist in seinen öffentlichen Aussagen sehr widersprüchlich und verkauft die Öffentlichkeit für dumm: „Wir halten die Tiere nicht in Gefangenschaft, sondern in Menschenobhut.“


Weiter äußert er sich, „Wir sind froh, dass es in Deutschland keine kommerziellen Delfinshows mehr gibt.“


Nichts anderes findet aber im Duisburger Delfinarium statt! Der Bildungsauftrag ist vorgeschoben, denn während der 30minütigen Vorführung beläuft sich der verbale Vortrag über das Verhalten von Delfinen auf gerade mal 3 Minuten. Der Tierpfleger Roland Edler äußerte sich dazu, dass „die Leute das nicht hören wollen“. Ein Skandal!


Ohne wildgefangene Delfine käme kein Delfinarium und auch kein Zuchtprogramm aus, weil die Zucht insgesamt in Europa nicht nachhaltig ist. Deshalb ist die Äußerung von Herrn Winkler gerade zu grotesk, wenn er öffentlich fordert: „Gejagt wird nicht nur in Japan, sondern überall auf der Welt - und das muss gestoppt werden. Die internationale Walfangkommission muss endlich ein Jagdverbot für kleine Wale und Delfine verhängen.“


Gehen Sie einmal in sich und fragen Sie sich, warum die Stadt Duisburg die Offenlegung der Zuchtdaten scheut. Sie können versichert sein, kämen die gesamten Todes- und Krankheitsdaten und Antibiotika-Behandlungen an die Öffentlichkeit, nicht nur das Delfinarium, sondern auch der Zoo und das Image Ihrer gesamten Stadt hätte ein gewaltiges Imageproblem.


Mit freundlichen Grüßen


Andreas Morlok

Geschäftsführer ProWal


Offener Brief: in Kopie an alle Verantwortlichen der Stadt Duisburg und örtlichen Medien

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Projekt Walschutzaktionen (ProWal)
Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft
gUG (haftungsbeschränkt) –
St-Nr.: 18158/02431
Amtsgericht Freiburg HR B 704171
Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok

Haydnstrasse 1
D-78315 Radolfzell
Tel: 0049 (0)7732 14324
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Internet:
www.walschutzaktionen.de

ProWal in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/ProWal




Aktuell zum Oscar-prämierten Kinofilm DIE BUCHT

WDR-Fernsehen - Interviews Delfinarium Duisburg/Stellungnahme WDSF:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/10/20/lokalzeit-duisburg-umstrittene-delfinhaltung.xml

WDR: Duisburger Zoodirektor rechtfertigt Delfinarium-Haltung

http://www.wdr.de/themen/wissen/zoologie/delfine_film/index_091021.jhtml?stdComments=1#stdComments

Delfinschützer decken Missstände in Deutschland auf - Zoodirektoren in Rechtfertigung

http://www.presseportal.de/pm/43450/1497925/journal_society_gmbh?search=bucht#

Delfinarien: Zoodirektoren wehren sich

http://www.rp-online.de/public/article/duisburg/773089/Delfinarien-Zoodirektoren-wehren-sich.html



Die Delfinschutz-Demonstrationen "Zoo ohne Delfine" am Samstag, den 18. Juli 2009 in der Münsteraner Innenstadt und am Sonntag, den 19. Juli 2009 vor dem Duisburger Zoo von WDSF und ProWal waren ein voller Erfolg für die Delfine. Wir bedanken uns sehr herzlich bei den vielen Helfern, bei der Bevölkerung und den Sponsoren in Münster und Duisburg für ihre Mithilfe, Aufmerksamkeit und Verständnis für unseren Protest gegen die Gefangenhaltung der Delfine in den kleinen Betonbecken der Zoos (s.a. Fotos unten).

Pressebericherstattung aufgrund der Kundgebung am Sonntag, den 19. Juli 2009 vor dem Zoo Duisburg gegen die Delfhaltung im Delfinarium mit TV-Bericht:

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/7/19/news-126292645/detail.html -



Radio-Meldung "Der Westen" Zoo-Direktor Winkler: "Großen Profit für RWE-Delfinarium herausschlagen": http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2008/2/28/news-26904009/detail.html

 

Zeitungsmeldung der WAZ zur Kritik des WDSF am Delfinarium Duisburg: http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/5/17/news-120027672/detail.html

 

 

 

WDR-Interview mit WDSF-Geschäftsführer Ortmüller vor dem Duisburger Zoo -

Link: http://www.prcenter.de/WDSF-RWE-beteiligt-sich-an-Delfin-Quaelerei-Anbieterwechsel-empfohlen.14969.html

s.a. :  www.walschutzaktionen.de/246006.html zum Thema Delfinarium Duisburg

 


 

Aktuelle Pressemitteilung zur Demonstration in Duisburg:

Todesgefahr für Delfine im Duisburger Zoo durch Gummi-Luftballon

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller macht Delfintrainer Roland Edler auf die Gefahr aufmerksam

22.07.09 - Pressemitteilung zur Kundgebung http://www.dailynet.de/UmweltNatur/47728.php

(Duisburg/Hagen/Radolfzell – 22.07.2009) - Im Rahmen einer bundesweiten Aufklärungskampagne demonstrierten am Sonntag vor dem Duisburger Zoo das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus Hagen und ProWal aus Radolfzell gegen die Delfinhaltung in den Delfinarien und am Samstag in Münster. Große Banner waren gespannt und es wurden Flyer und Luftballons mit dem Motto „Zoo ohne Delfine“ verteilt. Der Ex-Fernseh-Trainer von Flipper, Richard O'Barry, der z.Zt. aufgrund des erfolgreichen Kinofilms "The Cove" auf Promotiontour in den USA und Australien unterwegs ist, unterstützt die deutsche Kampagne der Delfinschützer als Mitbegründer des WDSF.


Nach Aussage der Kundgebungs-Initiatoren von WDSF und ProWal erfüllt eine Haltung der sensiblen Tiere in den relativ kleinen Betonbecken niemals die biologischen Grundbedürfnisse der intelligenten Meeressäuger. Die Delfinschützer verbuchten die Kundgebungen gegen die Delfinarien als Erfolg. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Wir haben mit unseren Informationen über die grausamen Ursachen der Delfinhaltung in beiden Städten mehr als Tausend Besucher erreicht und freuen uns, dass die meisten davon auf unser Anraten die Delfinarien nicht mehr besuchen wollen. Das war auch der Sinn unserer Luftballon-Aktion, denn wir wollten natürlich nicht, dass unsere mit den Warnhinweisen versehenen Luftballons in die Delfinarium gelangen.“


Die Luftballons der Delfinschützer wurden den Kindern nach Betreten des Zoos in Duisburg von Zoo-Mitarbeitern jedoch wieder abgenommen – angeblich freiwillig. Stattdessen erhielten sie eigene Zoo-Ballons mit der Aufschrift „Zoo Duisburg“ und dem Delfinsymbol. Offenbar besuchten diese Kinder mit ihren Eltern doch das Delfinarium, denn im Delfinarium selbst schwebte mindestens einer dieser mit Gas gefüllten Luftballons des Zoos direkt unter dem hohen Dach über dem Delfinbecken in der Nähe der heißen Flutlichtstrahler.


Andreas Morlok von ProWal: „Diese zooeigenen Gummiballons im Delfinarium sind eine Todesgefahr für die Delfine. Das Gas entweicht innerhalb von 24 Stunden und die Ballons mit den Plastikbändern fallen dann in das Delfinbecken, wo sich zwei unerfahrene Jungtiere und vier ausgewachsene Delfine jederzeit aufhalten können und die Ballons als Nahrung betrachten, zumal sie es gewohnt sind, gefüttert zu werden. Während die Besucher durch den Trainer recht dürftig über die biologischen Eigenschaften und die Gefahren durch Fischernetze in freier Wildbahn aufgeklärt werden, schwebte die Gefahr für die Delfine in Duisburg direkt über ihnen.“


Besucher dürfen bei Betreten des Delfinariums keine Speisen mit hinein nehmen, denn diese könnten eine Infektionsgefahr für die Delfine darstellen, wenn sie in das Becken gelangen. Die Zoo-Ballons wurden den Kindern allerdings belassen, denn man wollte ihnen offenbar nicht ein zweites Mal, wie am Haupteingang, den Ballon wieder wegnehmen.


WDSF-Chef Ortmüller machte den Delfintrainer Roland Edler auf die Gefährlichkeit des schwebenden Gasluftballons aufmerksam und forderte die sofortige Sperrung des Beckens für die Delfine, um diese nicht zu gefährden. Edler hatte die Gefahr noch gar nicht erkannt, lehnte eine Sperrung ab und versprach, den Ballon, der unter dem rund 15 Meter hohen Hallendach schwebte, nach Feierabend zu entfernen.
Tatsächlich sind bereits mehrfach, wie im Nürnberger Delfinarium,  Delfine durch die Unvernunft von Zuschauern gestorben. In ihren Mägen entdeckte man bei der Autopsie z.B. Geldmünzen. --

 

19.07.09 - Protest gegen Delfinhaltung im Zoo Duisburg - mit Video - http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/7/19/news-126292645/detail.html

 


 

Datenschutzbeauftragte mahnt erneut Stadt Duisburg auf Antrag des WDSF

Nach Geheimniskrämerei der Stadt nun Demonstration vor dem Zoo am Sonntag, den 19.07.2009

(Hagen/Duisburg-13.07.2009) Bereits am 4. Februar 2009 hatte das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) bei der Stadt Duisburg Unterlagen zur Überprüfung der Haltungsbedingungen der Delfine beantragt, die bis heute nicht vollständig erbracht wurden. Das WDSF schaltete daraufhin erneut die Landesdatenschutzbeauftragte ein, die nun nochmals die Stadt Duisburg gerügt und zur vollständigen Auskunft gegenüber dem WDSF aufgefordert hat.

Nach dem Informationsfreiheitsgesetz sind Anfragen von Bürgern und Organisationen innerhalb zwei Monaten von Behörden zu beantworten. Erst am 3. Juni 2009 übersandte die Stadt dem WDSF eine völlig veraltete Zusammenfassung über das Delfinarium aus dem Jahr 1999 und verweigerte ausdrücklich die Vorlage weiterer Unterlagen. Hinsichtlich der vom WDSF nachgefragten Prüfberichte für das Delfinarium, die nach dem sog. Säugetiergutachten teilweise täglich zu führen sind, teilte die Stadt dem WDSF mit, dass „insoweit keine Informationen vorhanden sind“.

Im Hinblick auf die 72 Prozent-Beteiligung der Stadt an der Duisburger Zoo AG, ist es für das WDSF umso verwunderlicher, dass keine amtlichen Unterlagen vorhanden seien. § 11 Tierschutzgesetz und § 68 Landschaftsgesetz NRW regeln die Erlaubnis für das Führen eines Zoos und erfordern einen Erlaubnisantrag für jede Tierart und einen Sachkundenachweis des Personals sowie einen Nachweis über die Haltungsbedingungen und ein fortlaufendes Verzeichnis über den jeweiligen Tierbestand. Das Umweltamt Duisburg schreibt am 03.06.09: „In der dem Zoo Duisburg erteilten Erlaubnis sind keine spezifischen Informationen über das Delfinarium enthalten“ - für das WDSF ein klarer Gesetzesverstoß.

Die Landesdatenschutzbeauftragte für Informationsfreiheit bemängelt gegenüber der Stadt Duisburg in ihrem neuerlichen Schreiben vom 26. Juni 2009 die Auskunft des veralteten Tierbestands, den fehlenden Herkunftsnachweis für die importierten Delfine „Ivo“ und „Pepina“ und die umfangreichen Schwärzungen in den übermittelten Unterlagen, die eine Überprüfung laut WDSF unmöglich macht. Auch der Gebührenbescheid der Stadt über 201 Euro für 10 Fotokopien gegenüber dem WDSF stößt auf Kritik der Datenschutzbeauftragten, sodass die Stadt aufgefordert wurde „den Bescheid vom 03.06.2009 unter den dargelegten Aspekten nochmals zu überprüfen“ und eine Begründung für die lückenhafte Offenlegung gegenüber der Aufsichtsbehörde einzureichen.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Das Umweltamt und der Zoo Duisburg haben vermutlich niemals damit gerechnet, dass jemand die gesetzlichen Haltungsbedingungen der Delfine im Detail hinterfragt – beide Stellen haben offensichtlich gegen gesetzliche Grundlagen verstoßen. Nach rund 20 frühzeitig verstorbenen Delfinen und überwiegend misslungenen Nachzuchten in 44 Jahren des Bestehens des Delfinariums Duisburg muss die Tierquälerei mit den Shows der intelligenten Meeressäuger in den kleinen Betonbecken zugunsten der Zoo-Kasse ein Ende haben. Für kommenden Sonntag, den 19. Juli, werden wir eine genehmigte Demonstration vor dem Haupteingang des Zoos durchführen, um auch die Bevölkerung zu informieren.“--

 


Beachten Sie bitte unsere aktuellen Aktionen und unterstützen Sie den Schutz der Wale und Delfine und die Aktivitäten des WDSF mit einer Spende. Jeder Spender erhält WDSF-Aufkleber und Info-Flyer (s. Info-Leiste "Spenden" oben oder: http://www.wdsf.eu/wdsf-spenden )

 

 

 

 

 

 

 

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