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Delfinarium Münster PDF Drucken E-Mail


Tierquälerei: Delfinarium im Allwetterzoo Münster für vier Delfine und sechs Seelöwen in Swimminpool-Größe mit Chlorwasser und ohne natürliches Sonnenlicht (Anm.: Der Sotalia-Delfin Paco verstarb am 30.12.2009 an Vereinsamung - s.u.)

 

 

 

 

 
08.01.10 - Westfälische Nachrichten - Kritik nach Delfin-Tod

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/nachrichten/1249032_Kritik_nach_Delfin_Tod_Zu_Tode_getrauert.html

  

06.01.10 - „Delfin Paco hat sich zu Tode getrauert“ - Delfinschützer warnten Münsteraner Delfinarium -

http://www.prcenter.de/-Delfin-Paco-hat-sich-zu-Tode-getrauert-Delfinschuetzer-warnten-Muensteraner-Delfinarium.102910.html

 

 

Pressemitteilung vom 06.01.2010 zum Tod des Delfins Paco im Delfinarium Münster 

„Delfin Paco hat sich zu Tode getrauert“ - Delfinschützer warnten Münsteraner Delfinarium 

(Münster/Hagen-Westf./Radolfzell – WDSF/ProWal) Erst am 06. Januar gab das Delfinarium im Allwetterzoo Münster den Tod des Delfins Paco bekannt. Der beliebte Sotalia-Delfin war bereits eine Woche zuvor laut Obduktion im Alter von etwa 40 Jahren an Herz-Kreislaufversagen gestorben und galt als letzter Wildfang seiner Art in deutscher Zootierhaltung. Paco war Eigentum des Tiergartens Nürnberg und wurde 1991 im Zuge eines Zuchtabkommens mit zwei männlichen Artgenossen im Delfinarium Münster eingestellt. Eine Zucht wurde in Münster allerdings nie realisiert, zumal das Todesrisiko der sensiblen Nachzuchten in der relativ alten und kleinen Beckenanlage relativ hoch ist. Sämtliche Zuchtbemühungen in deutschen Zoos sind nicht nachhaltig.

Als im September 2008 drei Jungbullen aus Holland importiert wurden, musste die bis dahin bestehende Altgruppe von drei Delfinen, zu denen auch Paco gehörte, getrennt werden. Der Delfin Nemo, der seit 1996 mit den Artgenossen Nando und Paco zusammen lebte, wurde an das Delfinarium Harderwijk in Holland abgegeben.

Das westfälische „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“, das von dem Ex-TV-Trainer der Serie „Flipper“, Richard O’Barry, unterstützt wird und die Organisation „ProWal“ hatten bereits zum Zeitpunkt der Delfinneuzugänge davor gewarnt, dass das Auseinanderreißen des 12 Jahre bestehenden Sozialgefüges ein gesundheitliches Risiko für den Altdelfin Paco darstellen würde. Dass ein Sotalia-Delfin ein von Natur aus in Gruppen lebendes Tier ist, das eine intensive Bindung zu den Delfinen solch einer Delfinschule aufbaut, gilt als wissenschaftlich bewiesen.

Das WDSF hatte sogar die Fachaufsichtsbehörde, das Landesamt für Natur und Umwelt (LANUV)  eingeschaltet, um das bestehende Sozialgefüge zu erhalten. Das LANUV gab daraufhin ein Gutachten in Auftrag, das zu dem Ergebnis kam, dass „Delfine als Säuger ein natürlich temporär aggressives Verhalten zeigen“, und es daher gerechtfertigt sei, die drei ungestümen Jungtiere von den anderen Delfinen zu trennen. Der Export des Altdelfins Nemo wurde aufgrund zu kleiner Beckengröße nach dem Import der neuen Jungbullen vom Umweltamt Münster abgesegnet. Weitere beantragte Importe wurden nicht zugelassen. Das vom WDSF angeforderte neue Tierhaltungskonzept wurde bisher von der Stadt Münster verweigert. Die Landesdatenschutzbeauftragte rügte die Umweltbehörde im Auftrage des WDSF dafür ebenfalls erfolglos. Das WDSF bereitet daher eine Verwaltungsgerichtsklage vor.

Andreas Morlok von ProWal bezeichnet das Delfinarium in Münster als eine Endstation für Delfine, in dem ausschließlich kommerzielle Interessen überwiegen und die zu Clowns degradierten Delfine bis zu ihrem Tod Showmäzchen vorführen müssen.  Morlok: „Wie viele Delfine müssen noch bis zu ihrem Tod in diesen winzigen Becken dahinvegetieren? Alle wildgefangenen Sotalia-Delfine, welche nach Deutschland verschleppt wurden, um eine Zucht aufzubauen, sind nun tot. Das Ergebnis dieser Zuchtbemühungen war eine Totgeburt im Nürnberger Delfinarium.

Bis heute verweigern alle Delfinarien in Deutschland die Einsichtnahme in die Zuchtbücher der Delfine, weil die Betreiber genau wissen, dass die Veröffentlichung dieser brisanten Daten das Aus für diese Anlagen bedeuten würde. Ein seriös betriebener Zoo, der gar auf die Unterstützung von Steuermitteln angewiesen ist, muss auf eine derartige Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft verzichten, weil Delfinarien für wildlebende Populationen eine unnötige und zusätzliche Bedrohung darstellen. Die Haltung von Delfinen in Gefangenschaft hat mit Artenschutz überhaupt nichts zu tun.“

ProWal und WDSF glauben, dass Paco die Trennung von seinen Delfinfreunden nicht verkraftet hat. Letztlich war er nur noch mit sechs Seelöwen separiert und hatte keinen Kontakt mehr zu den anderen Delfinen. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller und sein Kollege Andreas Morlok (ProWal) sprechen nun von einem vorprogrammierten Tod des Delfins. Unter biologischen und ethischen Gesichtspunkten hätte die Trennung der Delfine niemals stattfinden dürfen. „Paco hat sich zu Tode getrauert“, meint Ortmüller und fordert mit ProWal die Schließung des Delfinariums und den Rücktransfer der verbleibenden Tiere nach Holland.--

  


  

Beitrag von PD Dr. Christian Schulze -(Biologe/ Ruhr-Universität Bochum) (bitte anklicken):

Wissenschaftsbezug im Delfinarium Münster

 


 

 

 Rechtsverstöße werden im Delfinarium Münster durch das städtische Umweltamt und sogar durch die höhere Fachaufsichtsbehörde toleriert

 

(26.10.2009) Die rechtlichen Grundlagen des Säugetiergutachtens (www.wdsf.eu/rechtsgrundlagen) sehen vor, dass in einem Delfinarium sämtliche Delfine jederzeit Zugang zum gesamten Beckenkomplex haben müssen. Z.Zt. werden vier Große Tümmler getrennt von einem Sotalia-Delfin und sechs kalifornischen Seelöwen innerhalb des gleichen kleinen Beckenkomplexes gehalten, dessen Mindestgröße damit nicht mehr den Vorschriften entspricht!

 

Der Sotalia-Delfin zeigte Unverträglichkeiten mit der Gesamtgruppe und musste daher separiert werden. Aufgrund seiner Alterschwäche kann er nicht mehr transferiert werden und muss im gleichen Beckenkomplex gesondert gehalten werden, weil kein anderes gleichwertiges Becken zur Verfügung steht. Mangelhafte Haltungsplanung führt daher zu einem Gesetzesverstoß, der sogar durch die höhere Fachaufsichtsbehörde (Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz - LANUV) in Recklinghausen trotz Intervention des WDSF "aus pragmatischen Gründen toleriert werden muss".

 

Liste der z.Zt. in Münster gehaltenen Delfine:

 

Nemo (Großer Tümmler - Wurde nach 12 Jahren Zusammenlebens mit dem Delfin Nando am 25.09.2008 zwangsweise ins Delfinarium Harderwijk nach Holland transferiert. Das Sozialgefüge wurde durch die Trennung auseinander gerissen. Die Trennung erfolgte aufgrund der Versagung der Betriebsgenehmigung für ursprünglich sechs beantragte Tiere im Hinblick auf den Import von drei Jung-Delfinen im September 2008 aus Harderwijk. Genehmigungsfähig waren nur maximal fünf Delfine. Auch die drei neuen Jungbullen sollen nur einige Jahre bis zur Geschlechtsreife in den Betonbecken in Münster verbleiben und dann in anderen Delfinarien zur Zucht eingesetzt werden.

 

Bis dahin verschaffen sie dem holländischen Betreiber des "privaten" Delfinariums innerhalb des Allwetterzoos mit den Delfin-Shows eine dreiviertel Million Umsatz jährlich - dem Allwetterzoo entstehen durch die relativ geringen Pachteinnahmen nur Verluste. Ein vom WDSF in Auftrag gegebenes Wirtschaftlichkeits-Gutachten hat ergeben, dass der Allwetterzoos bei Schließung des Delfinariums durch Wegfall der Bezuschussung entsprechende Gewinne verzeichnen würde. Dem Stadtrat von Münster scheint das egal zu sein. Der Zoo wird durch die Stadt Münster jedes Jahr mit durchschnittlich 3 Millionen Euro Steuergeldern gesponsert; offenbar nach dem Motto "Gebt dem Volk Brot und Spiele" - auch auf Kosten der sensiblen Meeressäuger.

 

Nando (Großer Tümmler - seit 13 Jahren in Münster)

Paco (Sotalia-Delfin, Wildfang aus Mexiko - verstorben 30.12.2009)

 

Jungbullen-Zugang am 25.09.08 aus dem holländischen Delfinarium Harderwijk:

 

Rocco (Großer Tümmler)

Palawas (Großer Tümmler)

Kite (Großer Tümmler)


 

WDSF reagiert auf verlängerte Betriebsgenehmigung des Delfinariums Münster

http://www.echo-muenster.de/node/46341 

 

WDSF erzielt Erfolge zur Zoo-Delfinhaltung – Landesumweltamt erteilt Münster Auflagen

http://www.prcenter.de/Delfinschutzorganisation-WDSF-erzielt-Erfolge-zur-Zoo-Delfinhaltung-Landesumweltamt-erteilt-Muenster-Auflagen.33965.html 

    

Westfälische Nachrichten:

Protest vor Rathaus

Tierschützer fordern Aus für Delfinarium

 

Von Hyun-Ho Ch am 18.07.2009 13:33 Uhr
MÜNSTER Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus Hagen hat am Samstag vor dem Rathaus Münster protestiert. Schon seit längerem fordert das WDSF die Schließung des Delfinariums im Allwetterzoo.
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Mit Transparenten und einem Planschbecken haben Tierschützer aus Hagen am Samstag gegen das Delfinarium im Allwetterzoo Münster protestiert.
Foto: Cha
Die Protestaktion ist Teil einer bundesweiten Kampagne gegen die Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller sagte, die Delphinarium Münster GmbH, die das Gebäude im Allwetterzoo gepachtet habe, quäle die fünf Delfine durch die Haltung in den Betonbecken, die zu klein für die Tiere seien.

Jahresbilanz 2007 untersucht

Ortmüller behauptet, dass eine Schließung des Delfinariums wirtschaftlicher für den Allwetterzoo sei als eine Fortführung des umstrittenen Betriebs. Zu diesem Schluss ist Ortmüller gekommen, nachdem er die Jahresbilanz 2007 des Allwetterzoos selbst untersucht hat. 
 
Unterschriften hat das WDSF vor Ort nicht gesammelt, Ortmüller sagte, dass Unterschriftenlisten auf der politischen Ebene in Berlin nicht sonderlich effektiv seien.  

 


  

Die Delfinschutz-Demonstrationen "Zoo ohne Delfine" am Samstag, den 18. Juli 2009 in der Münsteraner Innenstadt und am Sonntag, den 19. Juli 2009 vor dem Duisburger Zoo von WDSF und ProWal waren ein voller Erfolg für die Delfine. Wir bedanken uns sehr herzlich bei den vielen Helfern, bei der Bevölkerung und den Sponsoren in Münster und Duisburg für ihre Mithilfe, Aufmerksamkeit und Verständnis für unseren Protest gegen die Gefangenhaltung der Delfine in den kleinen Betonbecken der Zoos (s.a. Fotos unten). 

 

 

 

 

 

  

                                                                                      Delfine gehören nicht in kleine Betonbecken

Presseberichterstattung Münster:

http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Muenster;art993,616029

http://www.echo-muenster.de/node/53191 

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/hohenlimburg/2008/10/3/news-81073488/detail.html

http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Muenster;art993,287736

http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Muenster;art993,336450

http://www.echo-muenster.de/node/46341

 http://www.echo-muenster.de/node/34264

 


 


Liste der in Deutschland in Gefangenschaft gehaltenen Delfine:


18 Tiere (Stand Juli 2009)

 

Nürnberg:


Moby (M), Wildfang 

Geboren ca. 1960, Küstengewässer Florida

Am 09.07.1971 an den Zoo Duisburg

Seit 07.08.1971 in Nürnberg

Vater von Nemo, Nando, Noah, Naomi


 
Anke (F),
Wildfang

Geboren ca. 1983, Florida

Am 18.01.1985 nach Gulfport

Am 16.07.1987 nach Münster

Seit 28.12.1990 in Nürnberg

Am 28.09.2008 ins Delfinarium Harderwijk nach Holland gebracht!


Nynke (F), Wildfang

Geboren ca. 1983, Florida

Am 18.01. 1985 nach Gulfport

Am 16.07.1987 nach Münster

Seit 28.12.1990 in Nürnberg
 
Am 28.09.2008 ins Delfinarium Harderwijk nach Holland gebracht!




Eva (F), Wildfang (gestorben am 22.07.2009)

Geboren ca. 1969, Küstengewässer Ciudad del Carmen, Mexiko

Übernahme von Societe Bilogique des Caraibes, Curacao

Seit 08.01.1982 in Nürnberg

Mutter von Nemo, Nando, Noah, Naomi

 

Naomi (F), Nachzucht

Geboren am 28.01.1998 in Nürnberg

Eltern Eva/Moby

Am 28.09.2008 ins Delfinarium Harderwijk nach Holland gebracht!




Jenny (F), Wildfang

Geboren ca. 1987, Kubanische Küste

Im Februar 1990 in die Schweiz, Connyland

Seit 11.03.1991 in Nürnberg
 

Noah (M), Nachzucht

Geboren am 16.11.1993 in Nürnberg

Eltern Eva/Moby
 

Sunny (F), Nachzucht

Geboren am 16.05.1999 in Soltau

Seit 11.09.2005 in Nürnberg

Eltern Daisy/Fritz


Joker (Nachzucht) kam im November 2008 aus Soltau

Arnie (Nachzucht) kam im November 2008 aus Soltau

 

 

Heidepark-Soltau:


Delfinarium im November 2008 geschlossen.

Fritz (im April 2008 gestorben)

Joker (kam im November 2008 nach Nürnberg)

Arni (kam im November 2008 nach Nürnberg)

 

 

 

Delfinarium im Allwetterzoo Münster:

 


Nemo (Großer Tümmler) 

Wurde am 25.09.2008 ins Delfinarium Harderwijk nach Holland gebracht!

Nando (Großer Tümmler)

Paco
(Sotalia-Delfin aus Mexiko) verstorben am 30.12.2009

 

Zugang am 25.09.08 aus dem holländischen Delfinarium Harderwijk:

 

Rocco (Großer Tümmler)

Palawas (Großer Tümmler)

Kite (Großer Tümmler)

 

 

Delfinarium im Zoo Duisburg:



Ivo (Großer Tümmler) Wildfang

Pepina (Großer Tümmler) Wildfang

Delphi (Großer Tümmler)

Daisy (Großer Tümmler)

Dolly (Großer Tümmler)

Donna (Großer Tümmler)

In Einzelhaltung: Amazonas-Flussdelfin "Baby"



Delfine aus Kuba für deutsche Delfinarien


Traurige Bilanz deutscher Delfinarien

Stolz verweist man im Delfinarium in Münster auf das hohe Alter des Sotalia-Delfins PACO (etwa 40 Jahre alt). Verschwiegen wird aber wohlwissenlich, dass alle anderen Sotalia-Delfine in Deutschland frühzeitig verstorben sind.

Wenn es den Sotalias in Gefangenschaft so gut geht, warum sind dann alle anderen Sotalias in Deutschland gestorben? Keines dieser Tiere erreichte ein hohes Alter:

COCO - aus Kolumbien - 04/2001

SABU - aus Kolumbien - 05.05.1992 - gestorben an Enteritis, Gastriitis

ROSITA - Kolumbien - 23.11.1978 - TuberKulose

INES - 01.02.1987 Leberdegeneration, bedingt durch Schwangerschaft u. Fehlgeburt

1. BABY von INES - 01.02.1987 - Totgeburt

JUAN - Kolumbien - 24.02.1966 - Hirnödem, Hautenzündung

EVITA - Kolumbien - 20.10.1993 - Papavorvirus, Hautkrebs

Wohlgemerkt, das sind nur die SOTALIAS, die in Deutschland gestorben sind.

Eine erfolgreiche Nachzucht gelang in keinem Delfinarium in Deutschland.

Mit Artenschutz hat dies nichts zu tun, eher mit der Ausplünderung der Natur und der Gefährdung wildlebender Populationen. Kein einziges Tier wurde jemals wieder in die Natur zurückgebracht, obwohl dies zu den Aufgaben der Delfinarien in Deutschland gehört. 

 

Quelle: http://www.walschutzaktionen.de/155501/336601.html 

 

Die Kampagne gegen die Delfinarien in Deutschland steht stellvertretend für alle Delfinarien, in der Meeressäuger gefangen gehalten und für kommerzielle Ziele ausgebeutet werden.

Die meisten Freizeitparks und Zoos in Europa verzichten bereits auf die Haltung von Delfinen. In England wurden bereits alle der über 30 Einrichtungen geschlossen!

Auch in South Carolina (USA) dürfen keine Delfine mehr gehalten werden und auch Australien verbietet den Bau neuer Delfinarien.
Erst im Mai 2007 wurde der Bau eines neuen Delfinariums mit geplanter Delfintherapie in Vodnjan (Kroatien) vom Bürgermeister gestrichen! Dank der vielen weltweiten Proteste konnte der Bürgermeister von Vodnjan in Kroatien davon überzeugt werden, dass Delfinarien Gefängnisse sind. 2009 beschloss Kroatien als erstes europäisches Land, den Import von Delfinen für Delfinarien zu verbieten.

In Deutschland ist man diesbezüglich weitaus rückständiger. Noch immer sind drei von ehemals neun Delfin-Anlagen in Betrieb. Diese befinden sich in Nürnberg, Duisburg und Münster. Soltau (Schließung 2008) 

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Machen Sie mit und entscheiden auch Sie sich für den Schutz der ausgebeuteten Meeressäuger.

Zusammen mit ProWal ist das WDSF die einzige Wal- und Delfinschutz-Organisation in Deutschland, die bereits seit Jahren Protest- und Aufklärungsaktionen in allen Delfinstädten mit Delfinarien durchführt. 

 


 

s.a.: http://www.walschutzaktionen.de/451301.html 

zum Thema Delfinarium Münster


 

Pressemitteilung vom 17.04.2009:

Eklat in Berlin
Münsteraner Zoodirektor lässt Bundestagsfraktionsgespräch mit WDSF-Chef platzen

IMG_1662(Berlin/Hagen-Westf.) Anlässlich eines bereits im letzten Jahr vorbereiteten Antrags der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen an den Bundestag „Die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich beenden“ hatte die parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Undine Kurth, den Zoodirektor des Allwetterzoos Münster, Jörg Adler, Mitglieder der Münsteraner Grünen und den Geschäftsführer des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) aus Hagen-Hohenlimburg, Jürgen Ortmüller, am Donnerstag (16.4.09) zu einem gemeinsamen Gespräch nach Berlin eingeladen.


(Undin Kurth, parl. Geschäftsführerin und J. Ortmüller WDSF)


Kurz vor der geplanten Aussprache weigerte sich Zoodirektor Jörg Adler an dem Gespräch teilzunehmen, solange der WDSF-Chef dabei sei. Das WDSF kritisiert seit längerem die Delfinhaltung in den engen Betonbecken im Allwetter Zoo und bemüht sich mit Unterstützung der Grünen-Bundestagsfraktion, die drei verbliebenen Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg zu schließen, nachdem bereits sechs Delfinarien bundesweit die Haltung der intelligenten Meeressäuger aus Artenschutzgründen aufgegeben haben. Erst im vergangenen Jahr hatte der Heide-Park Soltau seine Delfinhaltung auf Druck der Tierschützer eingestellt und mitteilen lassen, dass der Vergnügungspark-Betreiber die Positionen des WDSF dahingehend mitträgt, dass Delfine sich nicht den biologischen Bedürfnissen entsprechend in Gefangenschaft halten lassen.

Der Zoodirektor aus Münster ließ sich auch nicht von der Grünen-Geschäftsführerin überreden, das für die Entwicklung des Zoos wichtige Gespräch mit allen Beteiligten gemeinsam zu führen. So kam es zu einer getrennten Aussprache mit den eingeladenen Gästen. Inhaltlich gab es keine  Übereinstimmung der gemeinsamen Forderung der Bundes-Grünen mit dem WDSF gegenüber dem Zoo-Chef, das Delfinarium in Münster mittelfristig auslaufen zu lassen, da eine Auswilderung aufgrund der langen Gefangenschaft und der Nachzuchten ausscheidet.

Undine Kurth äußerte gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller völliges Unverständnis für die ablehnende Haltung des Münsteraner Zoo-Direktors Jörg Adler. Auch die Haltung der Grünen aus Münster, die in Berlin zwar ein Gespräch mit dem WDSF-Chef nicht gescheut hätten, sich aber für das Delfinarium im Allwetterzoo einsetzen, erntete auf Bundestagsfraktionsebene nur Kopfschütteln.

Aufgrund eines vorgelegten Steuerberater-Gutachtens für das Fraktionsgespräch in Berlin hatte das WDSF auf der Basis der Wirtschaftsprüfer-Bilanz für den Allwetter Zoo festgestellt, dass der Zoo alljährlich rund 80.000 Euro sparen könnte, wenn die Delfinhaltung eingestellt würde, da der Zoo im Jahr 2007 per Saldo 742.800 Euro an das eigenständige Delfinarium abgeführt hat und bei einer Schließung Einnahmeausfälle von lediglich 663.000 Euro bei einem Durchschnittserlös pro Besucher von 4,42 Euro (lt. Bilanzangabe 2007) und rund 150.000 Besuchern des Delfinariums (lt. Angabe des Zoos) zu erwarten seien.

Der Allwetterzoo hat in den vergangene Jahren jeweils Zuschüsse der Stadt Münster zwischen 3,2 Mio. und über 4 Mio. Euro erhalten, um die jährliche Verlustsituation abzudecken. Durch die Konzentration der Zoo-Konkurrenz in Nordrhein-Westfalen gerät der Allwetterzoo immer weiter in die roten Zahlen.

Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen in Berlin kündigte an, den Antrag nun unverändert mit dem Ziel der Schließung der Delfinarien und dem Verbot eines Imports der Meeressäuger in den Bundestag einzubringen.--

 


 

LVM-Versicherungszentrale stimmt WDSF-Delfinschützern zu und entfernt Logo von Delfinarium-Internet-Seite des Allwetterzoos Münster

IMG_3153(Hagen/Münster 04.05.2009) Die gemeinnützige Organisation „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF) mit Sitz im westfälischen Hagen war bereits im letzten Jahr zusammen mit dem Delfinschützer Andreas Morlok, Buchautor zum Thema Wale und Delfine, in die Schlagzeilen geraten, als sie zum Boykott des Besuchs des Münsteraner Delfinariums im Allwetterzoo aufrief. Das Delfinarium sei mit seinen Betonbecken viel zu klein für die fünf intelligenten Meeressäuger, die in Freiheit täglich über 100 Kilometer zurücklegen könnten und sich den engen Platz in den Becken mit sechs kalifornischen Seelöwen teilen müssten (Bild: Jürgen Ortmüller und Andreas Morlok vor dem Münsteraner Delfinarium im Allwetterzoo).

Als ein Kleinkind im Sommer während der vollbesetzten Vorführung beinah in das Delfinbecken gefallen war, stellte der Geschäftsführer des WDSF, Jürgen Ortmüller, Strafanzeige wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen.

Gegen den Hauptsponsor des Zoos, den Landwirtschaftlichen Versicherungsverein Münster (LVM), der auf der Internetseite des Allwetterzoos und des Delfinariums mit seinem Logo wirbt, hatte das WDSF zusammen mit den Wal- und Delfinschützern Morlok und dem Leverkusener Norbert Kochhan und seinem Team eine bundesweite Kampagne angekündigt, wenn der LVM seine Unterstützung für den Zoo aufrecht erhalten würde. Mehrere Tausend Unterstützer der Delfinschützer sollten dabei helfen.

Die LVM-Versicherungszentrale in Münster teilte dem WDSF jetzt mit, dass sie dem WDSF in einem offenen Dialog zustimmt, dass „gewichtige Gründe gegen das Betreiben von Delfinarien sprechen“. Die Lösung der Probleme der Delfinarien sieht die LVM-Zentrale „in einer Veränderung der Willensbildung der politischen Parteien sowie einer Veränderung der Haltung der Bevölkerung“. Dort gelte es den Hebel anzusetzen, meint LVM-Pressesprecher Jobst Berensmann.

Der LVM folgt nun dem Vorschlag des WDSF, „das Logo des LVM auf der Homepage des Allwetterzoos Münster von der Delfin-Internetseite zu entfernen“. Zusammen mit den anderen Zooförderern sollen die Logos statt wie bisher auf allen Seiten nur noch an einer Stelle zu finden sein, aber eben nicht mehr auf den Seiten des Delfinariums, so der LVM.
WDSF-Geschäftsführer Ortmüller sieht den Rückzug der Internetdarstellung und die Kritik des LVM an der Delfinhaltung als weiteren Erfolg auf dem Weg, die drei von neun verbliebenen Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg wegen der Tierquälerei an den Meeressäugern zu schließen.

 

Beachten Sie bitte unsere aktuellen Aktionen und unterstützen Sie den Schutz der Wale und Delfine und die Aktivitäten des WDSF mit einer Spende. Jeder Spender erhält einen WDSF-Aufkleber (s. Info-Leiste "Spenden" oben oder: http://www.wdsf.eu/wdsf-spenden

 

  

 

 

 

 


 

 

 

  


 

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