WDSF Wal- und Delfinschutz-Forum

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WDSF Delfinarien Türkei Aktuell

Aktuell

Delfinschützer siegen vor Gericht

Anmerkung WDSF: Nach Angaben des Richters des OLG
ist jedoch ein Boykottaufruf zulässig, der sich auf die genannten
Tatsachenbehauptungen stützt!

Türkisch:

27. Nisan 2012: Report Turkish: Timurca – Ana Sayfa (Kültür-Sanat-Politika)
WDSF’in Marmaris’teki Onmega Yunus Parkına ve Diğerlerine Karşı Adalet Zaferi

 


Tourismus-Boykott-Aufruf für die türkischen Städte mit Delfinarien !!!

ANTALYA - ALANYA - BELEK - BODRUM & MUMCULAR - KAS - KEMER - MARMARIS - ISTANBUL - KUSADASI

DerWesten: Deutsche Reiseveranstalter boykottieren Delfinarien in der Türkei

(s.a. Bericht in T-Online News über den Boykott deutscher Reiseveranstalter aufgrund des WDSF-Aufrufs)


18.04.2012 - TV-Beitrag des türkischen Fernsehens über die strittige Delfinhaltung

18.04.2012 - Ausgewilderte Delfine Tom & Misha in der Türkei (Kurz-Video)

In der Meeresauswilderungsstation für die Delfine Tom & Misha in der Türkei
v.lks.: Jürgen Ortmüller (WDSF), Jeff Foster (Born Free), Andreas Morlok (ProWal)


19. April 2012 - Reiseveranstalter TUI bietet weiterhin keine Delfinarienausflüge in der Türkei an

Verletztes Walross bei Delfinshow in Belek
Schwer verletztes Walross bei Delfin-Show in Belek/Türkei

 

Von: Opolka, Mareike [mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ]
Gesendet: Donnerstag, 19. April 2012 17:06
An: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Betreff: AW: Türkei-Delfinarien

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

In Absprache mit Herrn Köpers übersenden wir Ihnen hiermit die erneute Bestätigung, dass die TUI Deutschland keine Ausflüge in das Troy Aquarium oder andere Delfinarien in der Türkei anbietet. Die Busse unserer Zielgebietsagentur TanTur mit TUI Logo werden von diversen Veranstaltern gechartert. Es ist durchaus möglich, dass diese Ausflüge in Delfinarien anbieten. Darauf haben wir keinen Einfluss. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nur über das Ausflugsangebot der TUI Deutschland bestimmen können, nicht aber über das anderer Reiseveranstalter.

Mit freundlichen Grüßen,

Mareike Opolka
Unternehmenskommunikation
TUI Deutschland GmbH
Karl-Wiechert-Allee 23
30625 Hannover
Telefon: +49 (0) 511 5672105
Fax:      +49 (0) 511 5672111
Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.tui-deutschland.de

 

Tui-Pressesprecher Mario Köpers schrieb dem WDSF am 13.07.2009:

Guten Morgen Herr Ortmüller,

wie versprochen, hier nun unser Informationspaket:

1. Stellungnahme:

Die Auditierung des Delfinariums in Belek nach den für uns relevanten Kriterien von Travel Life verlief negativ. TUI Deutschland hat darauf hin
seine für den Verkauf von Ausflügen in der Türkei zuständige Incoming-Agentur angewiesen, ab sofort keine Ausflüge mehr in besagtes Delfinarium mehr anzubieten.
Eine Auditierung des Delfinariums in Antalya erfolgt in Kürze.

2. Das komplette Ergebnis der Auditierung senden wir Ihnen gesondert mit heutiger Post zu. Die Datei ist zu umfangreich, als das ich sie Ihnen elektronisch zuschicken könnte.

3. Beigefügt unsere Konzernrichtlinien zum Thema "Tierschutz" (Group Captive animal welfare), die unsere Position sehr deutlich widerspiegelt.

Sehr geehrter Herr Ortmüller, uns ist bewußt, dass wir den Ansprüchen des WDSF wahrscheinlich niemals ganz und gar werden entsprechen können. Dennoch möchte ich festhalten, dass die TUI in Sachen "Tierschutz" eine klare LInie verfolgt und deutlich konsequenter vorgeht als die meisten anderen Reiseveranstalter. Ich hoffe, wir konnten das auch in diesem Fall dokumentieren und würde mich freuen, wenn Sie das auch in Ihrer Pressemitteilung deutlich zum Ausdruck bringen würden.

Freundliche Grüße

Mario Köpers
Executive Director
Unternehmenskommunikation

Bildbericht über die Tierquälerei im Troy-Delfinarium in Belek


17.02.2012 - Filmbericht: Meeressäuger-Misshandlung In Marmaris/Mugla

Übersetzung des türkischen Zeitungsbeitrags (mit Filmbericht):

"Der Seehund Badem, der seit 3 Jahren in einem Rehabilitationsbecken in Gemeinde Karacasöğüt vom Landkreis Marmaris Muğla gehalten wird, wird zwecks Abrichtung mit dem Stock geschlagen. Dieses Video wurde am 3. April 2008 aufgenommen und es fehlt uns die Information, wer es aufgenommen hat. Nur man hört sehr deutlich, wie die Person, die das Video aufnimmt dem Abrichter/Veterinär „Schlag-Hau drauf!“ sagt und der Abrichter daraufhin das Tier schlägt. Badem reagiert auf dieses Mißhandlung mit Schreien. Veteriner Avni Gök hat aufgrund der Aufnahmen erzählt, dass die Art des Benutzens des Stocks, die Methode sei, das Tier von Menschen zu entfernen. Experten haben einstimmig geäußert, dass diese Methode völlig falsch sei. Generaldirektor von Koc Holding Mustafa Koc hat erklärt, dass der Seehund als kleines Baby damals gestrandet sei und man ihn nach der Rettung aufgepeppelt habe und Badem genannt habe."


 

Petitionseite auf Facebook gegen die Gefangenhaltung von Delfinen

Erneut Delfine in Drahtkäfig-Delfinarienin Kas und Bodrum eingesperrt

Bürgermeister von Kas (Abdullah Gültekin) und Bodrum (Mehmet Kocadon)

"Lügner und Mörder von Tierschutzrechten"

Januar 2012 - Im April 2011 wurde uns von den Bürgermeistern in Kas und Bodrum noch versichert, dass das Delfinarium in Kas endgültig geschlossen bleibt und Bodrum geschlossen werden soll und es nie wieder Delfinarien in Kas und Bodrum geben werde.

Im November 2011 wurden jedoch die vier, teilweise verletzte, Delfine aus Bodrum in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Meereskäfig-Delfinarium in Bodrum nach Kas transportiert. Bei dem "Delfinarium" in Kas handelt es sich ebenfalls um kleine verrostete und verkrustete Drahtkäfige, die schon vor Jahren in einer Bucht im Uferbereich installiert worden waren. Im Jahr 2010 war das Delfinarium in Kas geschlossen worden, nachdem sich der russische Betreiber aufgrund finanzieller Pleite nach Russland abgesetzt hatte. Zwei der ursprünglichen Kas-Delfine befinden sich in einem Auswilderungsprogramm einer türkischen Tierschutz-Organisation.

Das Delfinarium in Bodrum wurde am 27.12.2011 erneut mit drei Delfin-Wildfängen aus der Ukraine bestückt. Sämtliche Meeressäuger sollen kommerziell für die sog. Delfintherapie eingesetzt werden, die von Krankenkassen nicht bezuzuschusst wird, weil die Delfintherapie medizinisch und wissenschaftlich unwirksam ist.

Jürgen Ortmüller (WDSF): "Alle Versprechungen der Bürgermeister in Kas und Bodrum waren eine Lüge. Das sind Mörder von Tierschutzrechten. Die Delfine sollen für die unsinnige Delfintherapie missbraucht werden und den Eigentümern möglichst viel Geld in die Kassen spülen."

Das WDSF erhielt trotz erneuter Anfragen im Dezember 2011 keine weitere Stellungnahme des Bürgermeisters von Kas, Abdullah GÜLTEKIN. Der Bürgermeister von Bodrum, Mehmet KOCADON, schrieb am 05.01.2012 dem WDSF, dass er nun nicht mehr zuständig sei, denn jetzt wäre die Gemeinde Mumcular verantwortlich (s. E-mail unten). KOCADON hatte genügend Zeit, sein Versprechen zu erfüllen nachdem er im Mai 2011 geschrieben hatte: "Ihre Sorgen und Bedenken bezüglich der Tiere und Umwelt empfinde ich von ganzem Herzen nach und fühle mit Ihnen mit und ich möchte Ihnen versichern, dass dieser Delfinpark in Zukunft nicht mehr in Bodrum existieren wird." All das war nur vorgeschoben und eine freche Lüge. Jetzt versucht der Bodrumer Bürgermeister, sich geschickt aus der Affäre zu ziehen.

Das WDSF bereitet nun einen internationalen Boykott-Aufruf für die türkischen Touristenstädte vor. Kas ist die Partnerstadt des rheinischen Brühl.


Lebensgefahr für Kinder bei Delfintherapie

Im nachfolgenden Video schlägt einer der Kas-Delfine (damals noch in Bodrum) mit seiner Schwanzflosse immer wieder monoton und kräftig auf das Wasser. Durch die jahrelange Gefangenschaft in den kleinen Drahtkäfigen sind die Delfine inzwischen völlig verhaltensgestört. Diese Delfine sollen für die Delfintherapie mit Kindern in Kas eingesetzt werden. Das kann für die behinderten Kinder lebensgefährlich werden. Das WDSF rät dringend von dem Besuch der Delfinarien in Kas und Bodrum ab. Den  Eigentümern geht es nur darum, schnell viel Geld zu machen und das auf Kosten der sensiblen Meeressäuger und der Menschen.

 

YouTube-Video: Gefährliche Delfine ( Dangerous Dolfphins ) für Delfintherapie für Kindern ?

 

Eine Dokumentation über Verletzungen und Todesfällen gegenüber Menschen durch Delfine und Wale (engl.)

A Timeline of Injuries and Deaths to People,Dolphins and Whales by OPS - Dramatic Story

 


Schreiben des Bodrumer Bürgermeisters Mehmet KOCADON an WDSF und ProWal vom 02. Mai 2011 - Inzwischen stellte sich alles als Lüge heraus

Wie Sie wissen, hatte ich Ihnen bei Ihrem Besuch am 08. April 2011 mitgeteilt, dass ich Ihre Bedenken und Sorgen bezüglich des Delfinparks in Bodrum – Güvercinlik von ganzem Herzen nachempfinde. Ich hatte Ihnen auch gesagt, dass ich bis zum 17. April 2011 Ihnen meine Antwort zukommen lassen würde. 

Ihre Sorgen und Bedenken bezüglich der Tiere und Umwelt empfinde ich von ganzem Herzen nach und fühle mit Ihnen mit und ich möchte Ihnen versichern, dass dieser Delfinpark in Zukunft nicht mehr in Bodrum existieren wird. Unsere Rechtsabteilung wird der Sache nachgehen und wir werden Sie darüber informieren, wann und wie der Delfinpark von uns aufgelöst werden wird. 

Ich möchte Sie auch wissen lassen, dass eine Stadt wie Bodrum, die dabei ist, sich neu zu orientieren und zu erneuern, viele Probleme mit sich bringt. Ich möchte Ihnen aber vorab garantieren, dass die in Bodrum gefangenen Delfine auf jeden Fall ihre Freiheit bekommen werden.

Und verbleibe mit freundlichen Grüssen

Mehmet KOCADON
Bürgermeister von Bodrum


 

Erneute Schreiben des Bodrumer Bürgermeisters Mehmet KOCDON vom 05.01.2012 an das WDSF. Obwohl der Bürgermeister in o.a. Brief noch mitgeteilt hatte, dass "dieser Delfinpark in Zukunft nicht mehr in Bodrum existieren wird" und er Zeit genug hatte, das Delfinarium zu schließen, teilt er jetzt mit, dass die Verantwortung an die Nachbarstadt Mumcular abgegeben wurde:

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

zwischen unseren Schriftverkehr hat sich ein intensives Sommerseason geschoben. Für Güvercinlik Delfinpark, welcher sich im Verantwortungsbereich von Bodrum befindet, sind von uns zunächst, trotz des intensiven Sommers, einige neue Auflagen eingeführt worden.

Laut der Verordnung von Umweltministerium vom 03 August 2011, wurde Güvercinlik, Bezirk Gökceler, wo sich der Delfinpark befindet, in den Verantwortungsgebiet von Stadverwaltung Mumcular einbezogen, wodurch jegliches Eingreifen seitens unserer Stadverwaltung ausgeschlossen wurde.


Mit freundlichen Grüßen

Mehmet KOCADON, Bürgermeister von Bodrum

Englische Übersetzung (English translation of the letter from Bodrum mayor Mehmet KOCADON - January, 5th, 2010):

To: Jürgen ORTMULLER

WDSF Manager

Dear Mr. ORTMULLER,

We had a very hectic summer season this year and therefor our activities as a municipality enabled us to respond to you after our talks about the dolphin park.

Changes regarding regulations have occurred during this summer season .The district of Güvercinlik Village in which the dolphin park is situated ; was under the responsibility of the Bodrum Municipality; is now under the control of “Gökçeler District Mumcular Municipality” this information concerning the changes in the regulations has been sent to us on 03 August 2011 by the “Ministry of Environment & Urban Planning” – General Directorate of Spatial Planning section.


Thus ; we have been and are unable to take any kind of measures as of 03 August 2011 concerning this dolphin park, since it is  located in a district controlled by “Mumcular Municipality” which is outside our borders.

Regards;

Mehmet KOCADON
Head of Bodrum Municipality

 

15.12.2011 - Türkische Zeitung Haber: 4 yunusun Kaş'taki esareti 8. gününde

22.12.2011 - Türkische Zeitung Haber: Türkischer Zeitungsbericht und Videofilm der vier in einem Drahtkäfig eingesperrten Delfine in Kas/Türk

13.12.2011 - Zeitung Bodrum Baskesi: Yunuslar Antalya’ya Gönderildiler


WDSF/ProWal-Video der Protestaktionen in der Türkei

Mehr als 500 Presseberichte begleiten die WDSF/ProWal-Protestaktionen in der Türkei


Nachfolgende Antwort erhielten wir am 19.12.2011 vom Bürgermeisteramt Kas nach Ankündigung unseres Boykott-Aufrufs. Die Antwort ist eine Farce. Wenn keine Genehmigung bestehen würde, die Delfine dort zu halten, müsste das Delfinarium unverzüglich wieder geschlossen werden. Die Bauarbeiten zur Restaurierung des alten Drahtkäfig-Delfinariums in Kas wurden jedoch fortgesetzt.

 

Von: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. [mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ]
Gesendet:
Montag, 19. Dezember 2011 15:51
An:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Betreff:
Kaş'taki Yunuslar

Sehr geehrter Herr Jürgen Ortmüller,

vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich möchte aber mitteilen, dass der besagte Platz vom Liegenschaftsamt Kaş verpachtet wurde
und danach ohne die Stadtverwaltung zu benachrichtigen von einer Firma aus Muğla namens Yunfo zu besagtem Ort als
4 Delphine untergebracht wurden um den Platz als Delfinunterkunft zu benutzen.
Diesbezüglich besteht keine Genehmigung oder Einverständnis seitens der Stadtverwaltung.Ausserdem hat die besagte Firma keine Betriebsgenehmigung.
Sobald die Firma eine gewerbliche Tätigkeit nachgeht, wird sie von unserer Stadtverwaltung geahndet werden. MfG

Türkisch:

Sayın Jürgen Ortmüller,

Duyarlılığınıza teşekkür ederiz.  Ancak söz konusu yer Kaş Mal Müdürlüğü tarafından kiraya verilmiş olup daha sonra belediyemizin bilgisi olmadan Yunfo adı altında bir Muğla firması
4 adet yunusu barınak amaçlı belirtilen çiftliğe getirmiştir. Bu hususta belediyemiz tarafından verilmiş bir izin veya muvafakat bulunmamaktadır. Ayrıca ilgili işletmenin işletme ruhsatı yoktur.
Herhangi bir ticari faaliyete geçtiği zaman belediyemiz yaptırım uygulayacaktır. Teşekkürler....

Fotoalbum des Käfig-Delfinariums in Kas auf facebook:

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10150439353973736.358858.215061988735&type=3

Das "Delfinarium" in Kas - ein viel zu kleiner Drahtkäfig

Bodrumer Bürgermeister Mehmet Kocadon beim Empfang der WDSF/ProWal-Delegation im April 2011

Besprechung mit Bürgermeister Mehmet Kocadon (Bodrum) mit der WDSF/ProWal-Delegation

 


 

WDSF-Foto Delfine in türkischem Hotel-Pool