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WDSF Delfinarium Nürnberg Aktuell

- Steinbruch-"Delfinlagune" im Tiergarten Nürnberg -
Ein Fass ohne Boden

 

 

AKTUELL

 

01.07.2016 - Delfinarien in der Kritik (TV SWR)

20.06.2016 - Tiergartendirektor verstößt scheinbar selbst gegen Rauchverbot (Radio RPR1.)
20.06.2016 - Was fehlt … Mülleimer im Zoo (TAZ)
20.06.2016 - Qualvoller Pinguintod im Tiergarten Nürnberg – Tierschützer fordern Rücktritt des Direktors Encke (MND)
20.06.2016 - Tote Tiere durch ignorante Zoobesucher (inFranken.de)

17.06.2016 - Tod im Tiergarten: Pinguin starb durch Zigarettenstummel (nordbayern.de)
16.06.2016 - Tiergarten Nürnberg - Mobiltelefone bedrohen die Gorillas (Mittelbayerische)



(WDSF - 20.06.2016) - 
Qualvoller Pinguintod im Tiergarten Nürnberg – Tierschützer fordern Rücktritt des Direktors



Am vergangenen Freitag veröffentlichte “nordbayern” einen Bericht über einen tragischen Vorfall, dass im Nürnberger Tiergarten ein Pinguin qualvoll an einer achtlos weggeworfenen Zigarettenkippe gestorben ist. Die Tierschutz-Organisation WDSF veröffentlichte jetzt Fotos auf seiner Homepage, die den Tiergarten-Direktor Dag Encke im Rauchverbotsbereich der Delfinlagune mit Zigarette zeigen und fordert seinen umgehenden Rücktritt.

Der Zoopädagoge Christian Dienemann weist in „nordbayern“ darauf hin, dass die Leute nicht daran denken würden, dass Nikotin ein Nervengift ist und Müll die Tiere krank mache oder sie umbringe. Der Tod des Pinguins war allerdings nicht die einzige bedrohliche Situation für die Tiere im Tiergarten, heißt es in dem Bericht.


Einem Tiger musste per Blasrohr ein Brechmittel injiziert werden, weil er ein Kuscheltier gefressen hatte, das ihm jemand zugeworfen hatte. Auch außerhalb der Zoomauern sei das Verhalten der Menschen ein Problem. Immer wieder würden Plastik oder sonstige Abfälle auf den Wiesen des Tiergartens landen und so ins Futter gelangen, wenn das Gras abgemäht und an die Tiere verfüttert wird. Dies sei eine Katastrophe für die Tiere.

Die Organisation ProWal hatte bereits vor drei Jahren das Müllproblem im Tiergarten aufgegriffen und dokumentiert. ProWal hatte angeboten, den Unrat zum Schutz der Tiere zu entsorgen. „Der Leiter des Tiergartens, Dr. Dag Encke, konnte über Morloks Anschuldigungen nur noch müde lächeln“, hieß es damals in einem Bericht der Augsburger Zeitung.

Andreas Morlok von ProWal gegenüber „nordbayern" erneut vor zwei Jahren: „Das gesamte Zoogelände erscheint uns wie eine Müllhalde, denn in fast allen Tiergehegen befand sich Müll, den manche Tiere fraßen.“ Tiergartendirektor Dag Encke dazu: „Das ist nicht wahr. Da kann jeder in den Tiergarten kommen und selbst sehen, wie es dort aussieht.“

Das WDSF beklagt, dass sogar Encke selbst in Rauchverbotszonen des Zoos rauchen würde. Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des WDSF: „Wie auf einem Hinweisschild mit den Verhaltensregeln für die Delfinlagune eindeutig zu sehen ist, besteht dort ein Rauchverbot. Encke befand sich während unserer Fotoaufnahmen rauchend im Bereich der Delfinlagune unmittelbar hinter dem Verbots- bzw. Verhaltens-Maßnahmeschild.“



WDSF-FotoDas WDSF und ProWal beklagen auch das Konzert in der Delfinlagune am vergangenen Freitag. Ortmüller: „Das Martina Eisenreich Quartett verwendete drei Lautsprecheranlagen mit umfangreicher Elektrik, um die Besuchertribüne auf der gegenüberliegenden Seite des Beckens von einer Plattform aus direkt am Beckenrand musikalisch zu erreichen. Ebenso wurde ein Schlagzeug mit einer Bass-Drum eingesetzt. Während der Vorstellung hielten sich Delfine unmittelbar vor der Bühne in dem Becken mit einem Tierpfleger auf, der sich auch noch an den empfindlichen Brustflossen eines Delfins durch das Becken ziehen ließ. Wenn eines der elektrischen Geräte, die unmittelbar am Beckenrand standen, in das Wasser gefallen wäre, hätte es für Mensch und Tier übel ausgehen können.“

Solche Show-Vorstellungen fänden sich regelmäßig in den katastrophalen Vergnügungsparks mit Delfinarien im Ausland und dies habe mit einem Bildungsauftrag des Tiergartens, der sich gerne als „wissenschaftlich geführt“ nennt, absolut nichts mehr zu tun, meinen WDSF und ProWal. Es wurde zusammen mit der Rücktrittsforderung des Tiergartendirektors Fachaufsichtsbeschwerde bei der Regierung von Mittelfranken eingelegt.

 

 

 

Tiergartendirektor Dag Encke mit Zigarette im Rauchverbotsbereich der Delfinlagune (WDSF-Fotos)

Tiergartendirektor Dag Encke (mit Zigarette im Rauchverbotsbereich der "Delfinlagune") - WDSF-Foto 8/15

 

 

 

 

 

Martina Eisenreich Quartett direkt in der Delfinlagune (17.06.2016)

 



 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

06.06.2016 - EU-Parlamentarier für die Freiheit der Delfine (Video - YouTube)
06.06.2016 - EU-Parlamentarier für die Freiheit der Delfine (MDE Stefan B. Eck Facebook)
06.06.2016 - EU-Parlamentarier für die Freiheit der Delfine - WDSF und ProWal Demo in Brüssel (MND)
02.06.2016 - TV-Beitrag: Demonstranten vor dem Duisburger Zoo (Studio 47)
31.05.2016 - Tierschützer demonstrieren vor dem Zoo Duisburg und fordern von der EU Meerwasser für Delfinarien (MND)
24.05.2016 - Zoo-Förderverein stellt sich Tierrechtsaktivisten entgegen (WAZ)

08.05.2016 - Delfinarien-Gegner starten Demo-Tour in Nürnberg (nordbayern.de)

 

Hier: Fotostrecke von der Demo am 07. Mai 2016 vor dem Nürnberger Tiergarten gegen die katastrophale Delfinhaltung

 

04.05.2016 - Tierquälerei im Tiergarten Nürnberg vorprogrammiert? - Tierschützer auf Demo-Tour (ots)

Demo vor dem Tiergarten Nürnberg (WDSF-Foto)


 

 



- 31.05.2016 - Tiergarten: Leichtsinnige Besucher am Tiger-Gehege (nordbayern.de)

Delfine: Zoo-Förderverein stellt sich Tierrechtsaktivisten entgegen
31.05.2016 RSS Feed abonnieren Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen

Zoo-Förderverein stellt sich Tierrechtsaktivisten entgegen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/zoo-foerderverein-stellt-sich-tierrechtsaktivisten-entgegen-id11854493.html#plx42630693

- 26.05.2016 - Steckdosen-Skandal im Tiergarten Nürnberg? (MND)

 

 

Delfine ruhiggestellt? (ARD/Bay. Rundfunk)

 



RTL-TV-Beitrag: Mario Barth deckt auf - Freiheit für Flipper

 

 

 

 

 

 

Zum Filmbeitrag (10 Min.) bitte Bild anklicken

 

 

 

Zusammenfassung der tiermedizinischen Berichte nach WDSF-Akteneinsichten




"Delfinlagune" im Tiergarten Nürnberg - WDSF-Foto

 

 

 


- Steckdosen-Skandal im Tiergarten Nürnberg?

  

 

(WDSF 26.05.2016) Nach einem ​Bericht der Mediengruppe DerWesten will das Elektro-Unternehmen Gira jetzt in einer riesigen Rückrufaktion defekte Bauteile von Kinderschutz-Steckdosen aus dem Verkehr ziehen. „Fehler bei unsachgemäßen Umgang mit der Steckdose könnten unter Umständen zu lebensgefährlichen Verletzungen führen“, heißt es in dem Beitrag. Bereits am 7. Mai hatte die Tierschutz-Organisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) im öffentlichen Delfinarienbereich des Tiergarten Nürnberg festgestellt, dass Schutzabdeckungen bei öffentlich zugänglichen Steckdosen, die unter Spannung stehen, fehlen und sofort die Behörden informiert.



In dem Schreiben an die Stadt Nürnberg heißt es durch das WDSF, dass mehre Steckdosen im „Blauen Salon“ unterhalb des Delfinariums nachweislich unter Strom stehen und eine Lebensgefährdung insbesondere für Kinder darstellen. Der Aufsichtsbehörde wurden mehrere Fotos und eine Videoaussage vorgelegt. Daraus ergibt sich, dass die Steckdosen über keine Abdeckungen verfügen und in einem Fall das Sicherheitsschild abgerissen ist.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Weder die Stadt Nürnberg noch die Regierung von Mittelfranken und auch nicht das bayerische Staatsministerium, denen wir sämtlich unsere Warnhinweise übermittelt hatten, haben auf unser Schreiben reagiert. Der sogenannte Blaue Salon mit der Sichtzone zum Unterwasserbereich des Delfinariums wird in erster Linie von Eltern mit Kindern besucht. Auf einem der Fotos ist zu sehen, dass ein Kind völlig unbeaufsichtigt in unmittelbarer Nähe der Steckdosen spielt.“



Das WDSF spricht von einem Skandal und hat nach eigenen Angaben festgestellt, dass mindestens fünf Steckdosen in dem Zuschauerbereich unter Spannung stehen und eine Lebensgefährdung darstellen würden. Ortmüller: "Selbst wenn die Dosen mit Kindersicherungen ausgestattet sind, kann man diese einfachst mit zwei Drähten oder Nägeln aushebeln, wenn diese gleichzeitig in solch eine Steckdose gesteckt werden. Jeder kann das mit zwei Spannungsprüfern ausprobieren, die gleichzeitig eingesteckt werden und dann die volle Spannung aufweisen. Die Rückrufaktion des Elektro-Unternehmens Gira beweist, wie brisant das Thema ist."

Die Redakteurin der Nürnberger Zeitung, Ute Wolf, die offenbar an das Warnschreiben des WDSF an die Behörden gelangt war, macht sich in einem redaktionellen ​Blog-Beitrag der Nürnberger Zeitung über die Reaktion des WDSF gar lustig.


In ihrem Beitrag schreibt Wolf, dass Ortmüller’s Warnhinweise nur peinlich wären. Ihm sei mit dem WDSF jedes Mittel recht, um den Stopp der Delfinhaltung zu erreichen. Sein „neuster Coup“ sei, dass er festgestellt habe, „dass sich die Steckdosen im Blauen Salon der Delfinlagune unter Strom befinden“ und Wolf wirft die Frage auf, was daran verwerflich wäre. Gleichzeitig kritisiert Wolf, dass der WDSF-Geschäftsführer mit den Beweisfotos, bei denen zum Nachweis der Stromspannung ein Handy-Ladegarät in eine Steckdose gesteckt wurde, er offenbar auf Kosten des Tiergartens nur sein Handy aufladen wollte.

 


Tiergarten Nürnberg: hohe Besucherzahlen - höhere Preise? (04.01.2016 inFranken.de)

 

(WDSF - 04.01.2016) Zahlende Besucher im Tiergarten Nürnberg in 2015 mit 3 Prozent nur geringfügig erhöht - Dauerkartenverkäufe führen zu einem effektiven Einnahmeverlust

 

Folge: "Wir denken darüber nach, die Eintrittspreise zu erhöhen", bestätigte Bürgermeister Christian Vogel.
 
Die ursprünglich kalkulierte Zahl von 1.180.000 zahlenden Besuchern, um alleine das städt. Darlehn von 20 Mill. Euro für die Baukosten der "Delfinlagune" von über 31 Mill. Euro zu bedienen, wurde erneut nicht erreicht. Die Sanierung des stillgelegten Notfall-Delfinariums, das etwa 100 Meter von der "Delfinlagune" entfernt liegt, ist mit mdst. 1,2 Mio. Euro kalkuliert. Die Sanierungskosten der "Delfinlagune" selbst können bis zu 20 Millionen Euro betragen (Zitat aus der TV-Sendung "Mario Barth deckt auf" am 07.10.2015). Ein neues Nilpferdhaus ist mit 1 Mill. Euro kalkuliert.
 
In den vom Tiergarten verkündeten "Besucherzahlen" für 2015 von 1.124.737 sind 7.656 Dauerkartenbesitzer mit einer Steigerung von 17% enthalten, die pro Jahr vom Tiergarten jeweils mit 20 Besuchen kalkuliert sind. Demnach sind in den Besucherzahlen für 2015 rund 153.000 Dauerkartenbesuche enthalten.
 
Im Jahr 2014 waren es insg. 1.071.753 Besucher. Da die Dauerkartenbesitzer im Jahr 2014 noch etwa 6.700 betrugen (jetzt 17% mehr) mit 134.000 kalkulierten Besuchen (2015: 153.000), beliefen sich die Besucherzahlen ohne Dauerkartenbesitzer im Jahr 2015 demnach auf etwa auf 972.000 und im Jahr 2014 auf rund 938.000 Besucher. Das sind etwa 34.000 Besucher (3,08 %) im Jahr 2015 mehr als im Jahr 2014. Der Tiergarten spricht jedoch von einem Besucherplus von 52.984 Besuchern.
 
Da bei den Besucherzahlen des Tiergartens auch Schulklassen und Ermäßigungskarten erfasst sind, ist die Anzahl der zahlenden Besucher, wenn überhaupt, nur geringfügig mit etwas über 3 Prozent gestiegen; selbst wenn man die erhöhte Anzahl der verkauften Dauerkarten einbezieht. Tatsächlich hat der Tiergarten durch den Anstieg von rund 950 mehr verkauften Dauerkarten in Relation zu bezahlten Einzelbesuchen der Dauerkartenbesitzer einen Verlust in Relation zu 2014 erzielt. Eine Dauerkarte kostet pro Jahr 65 Euro. Ein Einzelbesuch kostet 13,50 Euro und hätte bei den kalkulierten 20 Besuchen von 950 Dauerkartenbesitzern insgesamt Einnahmen von 258.000 Euro erbracht. Der Verkauf von zusätzlich 950 Dauerkarten á 65 Euro hat jedoch nur 61.750 Euro erzielt. Selbst wenn man nur von ursprünglich 10 Besuchen pro Dauerkartenbesitzer ausgeht, hätten diese Einnahmen bei 128.500 Euro gelegen.


In dem Interview mit der RTL-Reporterin (s.u. "Marion Barth deckt auf") sprach Tiergarten-Direktor Dag Encke bereits zum Zeitpunkt der TV-Aufzeichnung im August 2015 von einer beabsichtigten Eintrittspreiserhöhung.


Derzeitige Eintrittspreise im Tiergarten Nürnberg.




Historie zum Desaster der "Delfinlagune" mit Baukostenexplosion

(Stellungnahme von Steuerberater Jürgen Ortmüller)

 

Urspünglich wurde dem Planungskonzept für den Neubau der "Delfinlagune" in einer Kulturausschussitzung am 21. Oktober 2005 mit "Gesamtkosten von 10,3 Mio. Euro" von SPD und CSU zugestimmt. Die Verantwortung wurde dem Tiergarten übertragen. In der Tagesordnung zur Sitzung heißt es: "Die Umsetzung der Baumaßnahme soll in Eigenregie erfolgen, da der künftige Betrieb auf jeden Fall durch den Tiergarten erfolgen wird. Der Tiergarten als Betreiber ist damit für die Ausführung im Rahmen des Projekvolumes und die anschließende wirtschaftliche Betriebsführung verantwortlich. Unter der Federführung des Tiergartens und des Hochbauamtes erfolgt eine weitere Präzisierung der Planung, um Kostensicherheit zu erreichen." Damit steht der Tiergartendirektor Dag Encke für die Baukostenexplosion in der Verantwortung, ebenso wie die politisch Verantwortlichen der Stadt Nürnberg Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und die 2. und 3. Bürgermeister Christian Vogel (SPD) und Klemens Gsell (CSU).

Bis zur Fertigstellung der "Delfinlagune" im städtischen Tiergarten im Jahr 2011 lagen die Gesamtbaukosten bei 31 Millionen Euro. 20 Millionen Euro wurden durch einen verbürgten städtischen Kredit vorgestreckt, der durch den Tiergarten je nach Besucherzahlen in 20 bis 30 Jahren abgetragen werden soll. Knapp acht Millionen kamen durch Spendengelder und 3,5 Millionen Euro durch Steuermittel für die Baukosten zusammen. Da die Stadt Nürnberg jedoch alljährlich den Tiergarten mit mehr als 2,5 Millionen Euro subventioniert, zahlt die Stadt über diesen buchungstechnischen Trick das eigene Darlehn selbst zurück. Diese Subventionen stammen wiederum aus Steuermitteln.

 

Bürgermeister Christian Vogel spricht von lediglich 3,5 Millionen Steuermitteln, die den Bürger für den Neubau belastet hätten. Dabei verschweigt er die zusätzliche jährliche Subention von über 2,5 Mio. Euro für den Tiergarten aus kommunalen Mitteln, mit denen auch der städtische Kredit abgetragen wird. Demnach sind aus Steuermitteln seit 2011 bis einschl. 2015 mdst. 16 Millionen Euro geflossen (Bauzuschuss 3,5 Mio. und p.a. rund 2,5 Mio. Zuschüsse). Für den 20 Millionen-Kredit sollen lt. Stadtkämmerer Harald Riedel bisher vom Tiergarten 5,4 Millionen Euro abbezahlt worden sein (s. Zeitungsmeldung u.). Diese sind allerdings aufgrund der Darlehnsgewährung durch die Stadt (20 Mio. Euro) nur ein durchlaufender Posten. Jetzt kommen für die anstehende Sanierung der Delfinbecken durch einen Salzwasserschaden vermutlich nochmals mehrere Millionen Euro hinzu, wobei die Renovierung einer bisher stillgelegten Delfinhalle für den Aufenthalt der Delfine während der Sanierungsphase zusätzlich mdst. 1,2 Millionen Euro kosten wird. Der offensichtliche Schaden durch das Planungsbüro Adler & Olesch sei lediglich mit 300 000 Euro versichert, heißt es. Je nach Ausgang der Schuldfrage wird die Stadt und damit der Bürger für die Millionenkosten der Sanierung aufkommen müssen, meint auch Walter Lindl, Leiter des Rechtsamtes der Stadt Nürnberg.

Anm.: Bereits im Jahr 2007 hatte der Verein «Menschen für Tierrechte» den Steuerberater Jürgen Ortmüller beauftragt, das ursprüngliche Wirtschaftlichkeitsgutachten der Wirtschaftsprüfer Rödl & Partner für den Neubau der sog. "Delfinlagune" zu überprüfen. Schon damals konnte laut Ortmüller festgestellt werden, dass die Zinsen für die hohe Neuverschuldung, die die Stadt Nürnberg durch den Bau der Lagune eingeht, für den Tiergarten zum Problem werden dürften.

 

 

Besucher-Entwicklung
(incl. Dauerkartenbesitzer und ermäßgte Eintrittskarten) - Kalkuliert sind 1.180.000 zahlende Besucher pro Jahr, um den städtischen Kredit von 20 Millionen Euro für die Baukosten von insg. 31. Millionen Euro vollständig bedienen zu können. Diese Zahl wurde seit der Eröffnung der "Delfinlagune" im Jahr 2011 nie erreicht.

Jahr / Besucher

2005: 1.130.453
2006: 1.101.716
2007: 1.062.000
2008: 1.281.286 (Eisbären-Baby Flocke geboren)
2009: 1.039.115
2010: 933.107
2011: 1.223.304 (Eröffnung „Delfin-Lagune“)
2012: 1.095.481
2013: 997.474
2014:
1.071.754 (incl. ca. 6.700 Dauerkartenbesitzer mit 134.000 kalkulierten Besuchern - s.o. Meldung vom 4.1.2016)
2015: 1.124.737 (incl. 7.656 Dauerkartenbesitzer mit 153.000 kalkulierten Besuchern s.o. )

 

 


 

- Finanzierungsskandal im Tiergarten Nürnberg


Pressemeldungen

 

29.04.2016 - Nicht ganz dicht: Delfinlagune macht weiter Probleme (norbayern.de)
30.03.2016 - Tierschützer in Hagen: Zoos sind Auslaufmodelle (Westfälischer Anzeiger)

04.12.2015 - Tierschutz-Fundis wollen Nürnberger Zoo lahmlegen (Bay. Staatszeitung)
18.11.2015 - Nürnberg: Streit um Ausweichbecken für Delfinlagune (nordbayern.de)
15.11.2015 - 1000 Nadelstiche gegen den Tiergarten (Mittelbayerische Zeitung)
07.11.2015 - Sanierung der Delfinlagune: Muss der Steuerzahler einspringen? (nordbayern.de)
06.11.2015 - Journalist deckt Finanzierungsskandal beim Delfinarium Nürnberg auf - "Refinanzierung buchungstechnischer Trick der Stadt"
(Focus online)

 

Umgehende Schließung der "Delfinlagune" in Nürnberg

(WDSF 07.11.2015) Nordbayern.de (Nürnberger Zeitung/Nürnberger Nachrichten) hat die Pressemitteilung des WDSF aufgegriffen. Nach einem persönlichen Gespräch des zuständigen Redakteurs mit dem WDSF erfolgte jetzt nach eigener weiterer Recherche der Zeitung ein Bericht, der darauf hinweist, dass der Steuerzahler, entgegen der bisherigen Behauptungen des Bürgermeisters Christian Vogel (SPD), voraussichtlich die Hauptlast der millionenschweren Sanierung der Delfinlagune tragen muss, zumal die Versicherungssumme des betroffenen Planungsbüros Michael Adler & Michael Olesch von 300 000 Euro für Schadensersatzforderungen nach redaktionellen Angaben und Aussage des Nürnberger Rechtsamtes (s. nachfolgenden Zeitungsbericht) nicht ausreichen würde.

 

Bisher ist die Schuldfrage des Austritts von mehr als 80 Tonnen Salz, der die Umwelt auf einer Fläche von rund 2 000 Quadratmetern schwer geschädigt hat und der in den Akten der Aufsichtsbehörde als "Unfall" deklariert wird, nicht geklärt. Das Planungsbüro weist jede Schuld von sich.

 

Alleine die Erneuerung des Ausweichbeckens für die Delfine, die während der Sanierung der Steinbruch-"Delfinlagune umquartiert werden sollen, wird mehr als die bisher genannten 1,2 Mio. Euro kosten. Der Stress für die Delfine ist vorprogrammiert.

 

Das WDSF und ProWal fordern die umgehende Schließung des Delfinariums und den Transfer der Meeressäuger in eine menschenbetreute Meeresbucht. Die politisch Verantwortlichen und Tiergartendirektor Dag Encke sind in die Verantwortung des Disasters zu ziehen.

 

 

 

 

 

 

Reporter Helmut Reister berichtet über Finanzierungsskandal nach "Mario Barth deckt auf"
(Nürnberger Zeitung 13.10.2015)

 

18.11.2015 - Negativrekord: Nürnberg sitzt auf riesigem Schuldenberg (nordbayern.de)

29.07.2015 - Tiergarten Nürnberg - Zusammenfassung der Mängel (ENA)

28.07.2015 - Delfin-Lagune: Leck wird zum Fass ohne Boden (Abendzeitung)

22.07.2015 - Salzwasser-Austritt: Stadt muss Delfinlagune doch sanieren (nordbyern.de)

26.06.2015 - Delfinzucht in der Kritik (Donaukurier)

05.06.2015 - Was ETT so alles behauptet - Interview mit Tiergartendirektort Dag Encke (NZ-Blogs)

03.06.2015 - Tiergarten findet kein Mikrofon für Fragen bei Delfin-Show (nordbyern.de)

08.05.2015 - Undichte Delfinlagune - Salzwasser-Lösung in Sicht (BR)

07.05.2015 - Undichte Delfinlagune: Längere Schließung droht (nordbayern.de)

19.04.2015 - - Undichtes Delfinarium vergiftet die Böden (Stern)

09.04.2015 - Delfinbecken-Streit wird immer grotesker (Abendzeitung)

04.12.2014 - Ein Filmbeitrag über den Salzwasseraustritt in der Delfinlagune und die Umweltzerstörung (Bayerischer Rundfunk)

02.12.2014 - Delfin-Lagune: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tiergarten wegen Salzwasseraustritt (nordbayern.de)

Obwohl der Tiergarten nach eigenen Angaben den Wasserspiegel in der "Steinbruch-Delfinlagune" abgesenkt hat, um einen weiteren Austritt des Salzwassers zu vermeiden, schwappt immer noch Wasser durch die Abflusskantenfuge und damit in den umgebenden Naturbereich. Bisher brachte das austretende Salzwasser mit etwa 86 Tonnen Salz die Flora auf hunderten Quadratmetern zum Absterben. Das WDSF hat am 09.12.2014 und 09.04.2015 (ebenso wie PETA) Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegen die Verantwortlichen der Umweltkatastrophe gestellt.

 

Salzwasseraustritt nicht gestoppt - Fotobeweis am 02.12.2014
(Das Salzwasser schwappt immer noch in die Ablauffuge - trotz abgesenktem Wasserspiegel)

 

Delfinarium Tiergarten Nürnberg - Salzwasser gerät in die Ablauffuge (WDSF-Foto 02.12.2014)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

- "Mario Barth deckt auf", Stern Magazin, Bild-Zeitung und ARD berichten
nach den Veröffentlichungen des WDSF zum Psychopharmakaskandal



25.06.2015 - Tiergarten Nürnberg - Psychopharmaka für die Delfine - mit WDSF-Stellungnahme (ARD)

 

27.10.2015 - Psychopharmaka bei Delfinen - Aufsichtsbehörden und Staatsanwaltschaft tatenlos (Yahoo News)

 

 26.10.2015 - Psychopharmaka bei Delfinen - „Tiergartendirektor nach Höhenflug auf Parterre“ (WDSF)

 

RTL 07.10.2015: "Mario Barth deckt auf" -
... jetzt auch den Skandal über das Delfinarium des Nürnberger Tiergartens

 

 

Mario Barth deckt auf - Freiheit für Flipper im Tiergarten Nürnberg (RTL/WDSF-Foto)

 

Auszüge aus dem RTL-Filmbeitrag „Mario Barth deckt auf“ am 07. Oktober 2015

 


Tiergartendirektor Encke: „Missverständnis bei Besucherprognosen“ und „Kompensation durch Eintrittspreissteigerung“

 

Moderatorin für „Mario Barth deckt auf“, Nina Heinemann: „Dieses großartige Projekt hatte eine kleinen Haken, denn es war hinterher dreimal so teuer als vorher angenommen, nämlich genau 31 Millionen Euro. Aber die Stadt hat Kredite und Zuschüsse gewährt und für dieses Projekt hat die Stadt eine Prognose der Besucherzahlen herausgegeben, die lag bei 1,18 Millionen Besucher. Damit würde sich der Kredit decken. Blöd nur, diese Prognose hat sich nicht bewahrheitet, denn schon in ersten Jahr nach der Eröffnung kamen 130 000 Besucher weniger und im Jahr darauf nochmal 100 000 weniger. Jetzt bin ich gespannt, was Dr. Encke der Zoodirektor dazu sagt.



Dag Encke: „Die Besucherprognosen haben sich wahrscheinlich deswegen nicht erfüllt, weil wir einem Missverständnis aufgesessen sind. Normalerweise kommen die Leute nicht für etwas, was neu gemacht ist, sondern nur für etwas was ganz neu ist in erhöhter Anzahl.“



Nina Heinemann: „Aber jetzt sind die Besucherzahlen stetig zurückgegangen.“

Dag Encke: „Ja, das ist aber wirtschaftlich nicht so schwierig auszugleichen. Sie können bei dem Durchschnittserlös von sieben Euro, das erreicht man mit einer Eintrittspreissteigerung, das aber wieder kompensieren.“


Nina Heinemann:
„Fakt ist, dem Nürnberger Zoo fehlen die Besucher und dadurch ist es schwierig, den Kredit zurückzuzahlen.“

 


Salzwasserschaden mit 86 Tonnen ausgetretenem Salz - Sanierung „bis zu 20 Millionen Euro“

 

Nina Heinemann: „Und jetzt muss natürlich saniert werden, knappe drei Jahre lang. Erneute Kosten in Millionenhöhe; Experten befürchten bis zu 20 Millionen Euro. Die Stadt prozessiert zwar gegen die verantwortlichen Baufirmen, aber wer schlussendlich hier diese ganzen Kosten trägt, das weiß keiner, nicht einmal der Bürgermeister der Stadt Nürnberg.“



Christian Vogel (Bürgermeister): „Wenn ich das wüsste, dann würde ich definitiv am Samstag Lotto spielen, denn dann gehe ich davon aus, dass ich auch gewinnen würde. Also ist es spekulativ, wir wissen es nicht, wir wissen es wirklich nicht.“

 


Psychopharmaka und Beruhigungsmittel für die Delfine

 

Nina Heinemann: „Ich habe hier eine offizielle Liste sogar vom Tiergarten vorliegen, da stehen Substanzen drauf, die ich als Sport- und Ernährungsexpertin noch nie in diesem Zusammenhang gehört habe. Fragen wir doch mal einen der sich damit auskennt, Doktor Beck, unabhängiger Fachtierarzt. Sagen Sie, was ist denn Diazepam?

Wieland Beck (Tierarzt): „Diazepam ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Psychopharmaka und wird eingesetzt bei Schlafstörungen und bei Spannungszuständen. Das bewirkt beim Tier genau dasselbe wie auch beim Menschen, wenn die Tiere erregt sind, wenn die unruhig sind, dass man sie ruhig stellt, dass man sie quasi in Watte packt. Aber man sollte immer auch darauf achten, dass das keine Langzeittherapie ist.“


Nina Heinemann: „Aber das haben sie hier ja völlig missachtet, denn im ganzen Jahr durch sieht man Diazepam, mal 20, mal 10, mal 30 Milligramm. Beruhigungspillen und Aufputschmittel? Das hat mit artgerechter Haltung absolut gar nichts zu tun.“


 

 

Alternative - Für die Freiheit der Delfine


Nina Heinemann: „Herr Ortmüller, Sie sind Gründer des Wal- und Delfinschutz-Forums. Gibt’s denn eigentlich Alternativen für die Delfine in Nürnberg?


Jürgen Ortmüller: „Natürlich gibt es Alternativen. Im Tiergarten Nürnberg sind inzwischen über 30 Delfine verstorben, wo 10 Delfine sich derzeit tümmeln. Das ist natürlich ein Skandal. Wir haben ja letztes Jahr das Project Dolphin Care gegründet und wollen das im Roten Meer realisieren wo Delfine eben untergebracht werden können, ähnlich wie im Dolphin Reef in Eilat in Israel. Das ist eine relativ große Lagune mit mehreren hundert Quadratmetern und die Delfine dort ihre Freiheit wieder genießen können, soweit das möglich ist.“


Nina Heinemann: Wie man sieht, es gibt Alternativen und es wäre doch wünschenswert, wenn Nürnberg hier seine Millionen in die Hand nimmt, anstatt in die Sanierung zu verprassen, einfach die Delfine in eine delfinwürdige Meeresbucht entlassen würde.“

—

Mario Barth: „Diazepam ist ja echt heavy, Valium. … Früher wusste man es nicht besser, aber wir haben ja reagiert. Vielleicht bekommen wir das Thema mit den Delfinen noch in den Griff. Ich glaube, man braucht’s nicht. Wir möchten einen Aufruf machen. Die junge Generation, Sie haben ja Facebook, Whats App, Twitter. Macht doch mal bitte einen kleinen Film. Wir haben da mal was vorbereitet - macht es auch. Postet das bei Facebook, You Tube, Instagram. Vielleicht kriegen wir das dann gestoppt.

 

 

 

07.10.2015 - RTL-TV "Mario Barth deckt auf - Freiheit für Flipper"
10.10.2015 - RTL-Aktion: Mario Barth deckt auf: "Freiheit für Flipper - Delfine endlich artgerecht halten!" (RTL)
08.10.2015 - "Märchenstunde": Komischer Beitrag zur Delfinlagune (nordbayern.de)

07.10.2015 - Mario Barth deckt auf - Freiheit für Flipper (Märkische Zeitung)

07.10.2015 - Mario Barth prüft Lagune: Bürgermeister Vogel verärgert (nordbayern.de)


 

2015 - Hier: WDSF-Akteneinsicht in die Akten der "Regierung vom Mittelfranken RvM" 2012/2015 (pdf) -
(RvM: Höhere Naturschutzbehörde und obere Rechtsaufsichtsbehörde beim Vollzug aller Rechtsfragen des Naturschutzes)

 

In der fachlichen Stellungnahme des Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) (ab Seite 5) heißt es: "Wir sind der Meinung, dass die Tiere Diazepam nicht ausschließlich, außer beim Transport von Anke, zur Appetitanregung verabreicht bekamen (Anm.: wie der Tiergartendirektor Dag Encke und die Tierärztin Baumgartner immer behauptet hatten). ... Es ist demnach davon auszugehen, dass das Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen oder Aggressionen eingesetzt worden war. ... Auch bei dem Delfin Sunny wird Diazepam (Anm.: Valium) nach Aktenlage zur Beeinflussung von Verhaltensproblemen eingesetzt." Weiterhin bemängelte die Aufsichtsbehörde, dass es sich bei der Nichtdokumentierung des Anwendungsbeginns von Serenin (Anm.: Nahrungsergänzungsmittel gegen Angst und Aggression) bei Arnie und Joker durch den Tiergarten um "eine mögliche Ahndung als Ordnungswidrigkeit gem. § 15 Nr. 8 TÄHAV handelt".

Zum Thema Tierschutz äußert sich das LGL: "Bei der arzneimittelrechtlichen Überprüfung wurde festgestellt, dass entgegen den Angaben des Tiergartens mindestens drei Delfine (Arnie, Joker und Sunny) Diazepam zur Behandlung von Verhaltensproblemen erhalten haben. Seit dem 26.08.2011 wird Serenin bei Arnie und Joker fortgesetzt eingesetzt. Aus Sicht des Tierschutzes ist eine dauerhafte Haltung von Tieren nicht verhaltensgerecht, wenn sie nur mit Einsatz von Medikamenten zur Anxiolyse/Beruhigung möglich ist. Hier muss eine dauerhafte Lösung des Problems gefunden werden."




WDSF übergibt den Medien Akteninhalte der Aufsichtsbehörden des Nürnberger Tiergartens - Skandale aufgedeckt -

Durche Bisse verletzte Delfine im Tiergarten Nürnberg (WDSF-Foto)(WDSF akt. 14.10.2015) Die Aufgabe des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) als Tierschutzorganisation ist es auch aufzuklären und vorhandene Mängel bei der unsäglichen Delfinhaltung aufzudecken. Seit Jahren recherchiert das WDSF zusammen mit der Organisation ProWal in den Akten des Tiergartens und vor Ort im Delfinarium. Für die neue Staffel der Sendung mit Mario Barth (RTL 07.10.2015) über die Geldverschwendung und die katastrophalen Haltungsbedingungen der Delfine mit über 30 verstorbenen Meeressäugern stellte das WDSF Akteninhalte aus dem Tiergarten, von den Aufsichtsbehörden und eigene autentische Berichte zur Verfügung die das Ausmaß des Skandals offenbaren. Tierschützer hatten bereits im letzten Jahr den Sender gebeten, über die "Delfinlagune" und die vermutete Tierquälerei zu berichten. In der Sendung haben sich mehrere Prominente gegen die Delfinhaltung ausgesprochen. "Spürhund" für die Sendung war Nina Heinemann (TV-bekannte Hotel- und Restauranttesterin).

Zwei Wochen nach der RTL-Sendung mit rund 3,5 Millionen Zuschauer veröffentlichte das Magazin Stern einen Bericht über die Psychopharmakaverabreichung an die Delfine im Nürnberger Tiergarten (s.u.) mit den vom WDSF zur Verfügung gestellten Unterlagen. Der Stern hat eine verkaufte Auflage von 730.000 Expl. und eine Reichweite für 6,5 Mill. Menschen. Immer mehr Menschen werden dadurch über die skandalösen Hintergründe der Delfinhaltung informiert. Die Nürnberger Kommunalpolitiker, vorneweg der verantwortliche Bürgermeister Christian Vogel, und die Aufsichtsorgane bei der Regierung von Miittelfranken und im Bayerischen Staatsministerium sitzen den Skandal bisher noch aus.

 

 

Der Aufnahme von geschundenen Delfinen in einer menschenbetreuten Meeresbucht stehen nur die Politiker und der Tiergarten im Weg

 

Dolphin Reef (Israel) - ProWal/WDSF-FotoIn dem Sendebeitrag wird durch den WDSF-Geschäftsführer auf die Möglichkeit von menschenbetreuten Meeresbuchten für Delfine hingewiesen. Es gibt bereits betreute Meeresbuchten für Delfine in vormaliger Gefangenschaft, um die Delfinhaltung in den kleinen und engen Betonbecken zu beenden. Erfolgreiche Wiederansiedlungs- bzw. Auswilderungsprojekte von Delfinen gab es u.a. bereits in Indonesien (National Park in Central Java), in Südkorea und auch in der Türkei (s.a. Beiträge auf: https://www.facebook.com/groups/867735719912287/). Ebenso hat das “Dolphin Reef” in Israel Delfine aus ehemaliger Gefangenschaft in seiner Obhut in einem menschenbetreuten Meeresbereich. Die European Association for Aquatic Mammals (EAAM), ein gemeinnütziger Verband von Tierärzten, Biologen, Tierpark- und Meerespark-Direktoren und Managern, Trainern und Betreuern, Forschern, Studenten und anderen Personen, dem auch der Tiergarten Nürnberg und der Zoo Duisburg angehören, berichtet über ein Auswilderungsprojekt unter der Betreuung von Richard O'Barry. Dementsprechend soll im Karimun Jawa Nationalpark das weltgrößte Delfin-Rehabilitationsprogramm für 70 Große Tümmler aus überwiegender vormaliger Gefangenschaftshaltung stattfinden, um die Delfine "wieder in ihrem natürlichen Lebensraum in den Gewässern vor der Nordküste von Java" freizugeben. Das Forstministerium des Landes unterstützt das Projekt.

Auf die missbräuchliche Verwendung von gestrandeten Delfinarten, wie z.B. durch die holländische Pseudo-Organisation "SOS Dolfijn" in Harderwijk, hat das WDSF
in einem Filmbeitrag hingeweisen, der inzwischen rund 70.000mal auf YouTube aufgerufen wurde.

 

ProWal und WDSF haben im November 2014 das Projekt “Dolphin Care – Rescue Center Red Sea” gegründet, das sich mit einer entsprechenden Auswilderungs- und Betreuungsbucht in Ägypten befasst. Das Projekt steht noch in den Anfängen, wobei bereits ein Erkundungsbesuch in Israel (Dolphin Reef) stattgefunden hat und Architektenunterlagen eines ähnlichen Projekts in Marokko freundlicherweise von der Schweiz Organisation "firmm" zur Verfügung gestellt wurden.

 

Hätten die verantwortlichen Politiker und der Tiergarten Nürnberg die in den Sand gesetzten rund 35 Millionen Euro, die unter dem Strich nach der jetzt erforderlichen Sanierung der Steinbruch-"Delfinlagune" auch wegen des umweltschädlichen Salzwasseraustritts von mehreren Hundert Tonnen stehen werden, für solch ein Vorzeige- und Bildungsobjekt investiert, wäre ihnen eine weltweite Vorbildfunktion sicher gewesen. Insbesondere mit der Teilnahme des Tiergartens am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) wäre eine länderübergreifende Unterstützung und Darstellung solch eines Alternativprojekts darstellbar gewesen – aber es ist ja vielleicht noch nicht zu spät dafür, denn das Delfinarium wird neben den laufenden Kosten auch in Zukunft beträchtliche Zuschüsse in Millionenhöhe verschlingen.

 

 

Aufruhr und Panik bei Nürnberger Bürgermeister Christian Vogel (SPD)  und Delfinarienbefürwortern bereits vor der Mario Barth - Sendung



Aufgrund eines Vorab-Zeitungsbericht der Nünberger Nachrichten zur Sendung äußert sich der 2. Nürberger Bürgermeister Christian Vogel aufgebracht auf seiner Facebookseite (Anm.: Aufgrund einer falschen Tatsachenbehauptung mussten die Nürnberger Nachrichten (nordbayern.de) den online-Bericht wieder "depublizieren" - ein zweiter Kurzbericht wurde nachgeschoben).

 

Verkannt wird bei der öffentlichen Kritik an der RTL-"Spürhündin" Nina Heinemann im Zeitungsbericht der Nürnberger Zeitung durch die Autorin Ute Wolf ganz offensichtlich, dass Nina Heinemann lediglich einen Moderationsbereich in der Sendung übernommen hat. Ute Wolf selbst ist bekennende Befürworterin von Delfinen in Gefangenschaft - so wie in der Nürnberger Steinbruch-"Delfinlagune". Gleichwohl kritisiert sie in ihrem Bericht, dass eine Medienmitarbeiterin für RTL (Nina Heinemann) sich privat für Delfine in Freiheit ausspricht, obwohl das nicht der einzigste Promi ist, der sich für "Freiheit für Flipper" ausspricht. Ute Wolf wird ein innniges Verhältnis zum Tiergartendirektor Dag Encke nachgesagt - das meinen wir natürlich rein tiergärtnerisch.

 

Die monatelange Recherche für den Sendebeitrag wurde intensiv und genauestens durch die Produktionsfirma Constantin Film in München für RTL durchgeführt. Dass Nina Heineman sich privat schon lange für Delfine in Freiheit einsetzt, scheint der Verfasserin des Artikels in der Nürnberger Zeitung ein Dorn im Auge zu sein - ebenso die verbale Unterstützung durch Nina Heinemann für das WDSF/ProWal-Projekt "Dolphin Care - Rescue Center Red Sea".

 

In einem Posting auf der Facebook-Seite von verbal-militanten Delfinarienbefürwortern schrieb Ute Wolf ein paar Tage vor der Sendung, dass sie sich noch im Urlaub befände, sich aber um das Thema kümmern wolle. Das hat sie nun getan mit ihrem unsachlichen und ganz offensichtlich angsterfüllten Beitrag über aufgedeckte Skandale im Tiergarten Nürnberg durch die Mario Barth-Sendung.  

 

Die politisch Verantwortlichen mit Rückendeckung der Delfinarienbefürworterin und Nürnberger Zeitungsautorin Ute Wolf ahnen offenbar, dass ihnen nach Ausstrahlung des RTL-Beitrags mit rund 3,5 Millionen Zuschauern und dem Bericht des Stern Ungemach droht.

 

 

WDSF fordert: Verantwortlicher Oberbürgermeister Maly, Bürgermeister Vogel und Gsell sowie Tiergartendirektor Encke sollten sofort abtreten

 

Die politischen Oberhäupter in Nürnberg wie Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) und die 2. und 3. Bürgermeister Christian Vogel (SPD) und Klemens Gsell (CSU) tragen die Verantwortung für das Debakel. Bürgermeister Vogel echauffierte sich bereits auf seiner Facebook-Seite am 26.06.2015 über das WDSF: “Nur der schnellen Schlagzeile wegen Fakten unter den Tisch zu kehren und Halbwahrheiten verkünden – wie es der WDSF macht – ist nicht nur ein schlechter Stil sondern schlicht unverschämt.” 

Für die eigenen “Unverschämtheiten”, dem Bürger tief in die Tasche gegriffen zu haben, werden sich die Stadtoberhäupter verantworten müssen. Der Bürger sollte diesen Politkern mit ihren Parteien bei den nächsten Kommunalwahlen die Quittung zu geben. Der CSU und SPD-dominierte Kulturausschuss der Stadt Nürnberg hat die als “Vorzeigeprojekt” geplante Delfinlagune in einer Sitzung am 21. Oktober 2005 einstimmig befürwortet und der damalige Stadtrat hat das Projekt beschlossen. Darauf verweist geschickt auch Tiergartendirektor Dag Encke in einer Pressekonferenz zur Schadensbilanz am 29. Juli 2015, um sich mit dieser Aussage wohl aus der Verantwortung zu stehlen. Encke versucht, seinen Kopf aus der sich enger werdenden Schlinge zu ziehen. Aber auch er ist verantwortlich für das Fass ohne Boden im Tiergarten Nürnberg und gehört wie die drei Bürgermeister umgehend abgesetzt.

Das WDSF fordert insbesondere nach den dargestellten Skandalen in "Mario Barth deckt auf" den sofortigen Rücktritt der Nürnberger Bürgermeister Maly, Vogel, Gsell und des Tiergartendirektors Dag Encke.

 

 

Magazin Stern - Ausgabe 22.10.2015 - auszugsweise:

 

 

 

24.06.2015 - „Skandal“: Psychopharmaka nicht nur bei Appetitlosigkeit - WDSF fordert Schließung des Nürnberger Delfinariums (mynewsdesk)

 

Bild-Zeitung 25.06.2015

Bild Zeitung Nürnberg (WDSF-Foto)

 

 

26.01.2015 - Bundesregierung verurteilt Psychopharmaka-Verabreichung in Zoos als Tierquälerei (Presseportal)

Tabellarische Gesamtübersicht der Psychopharmaka-Gabe bei den Großen Tümmlern
im Tiergarten Nürnberg 1.1.2008 - 1.8.2012

Zusammenfassung der medizinischen Tageberichte des Tiergartens Nürnberg für Große Tümmler
(Tursiops truncatus) von 01.01.2008 bis 08.08.2012

 

Tabellarische Gesamtübersicht Medikamentengabe für Große Tümmler
01.08.2012 - 12.03.2015 (pdf)

Tabellarische Einzelübersicht Medikamentengabe für Große Tümmler 01.08.2012 - 12.03.2015 (Excel)
(die Medikamentengaben der jeweiligen Delfine -in der Überschrift anklicken- sind einzeln namentlich u. chronologisch aufgeführt)

 

 Hier: Abschlussbericht 2013 der tiermedizinischen Akteneinsicht des WDSF im Tiergarten Nürnberg

für das Delfinarium durch die Biologin Anna Mayer-Löbbecke (Master Sc.) -  Hamburg

 

(ZDF) Tiermedizinische Berichte des Nürnberger Delfinariums beweisen:
Tiere werden fortlaufend mit starken Psychpharmaka und Antibiotikum behandelt

 

 

27.01.2015 - BILD-Zeitung Nürnberg  - "Drogenmissbrauch" bei Delfinen und Gorillas im Tiergarten Nürnberg? Anlässlich einer aktuellen Akteneinsicht durch das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) wurde weiterhin die fortlaufende Verabreichung des Psychopharmaka Diazepam festgestellt. Das WDSF hat bereits bei der oberen Aufsichtsbehörde (Regierung von Mittelfranken) interveniert, die Vorfälle zu untersuchen und umgehend zu unterbinden.

 

 

 


 

- Tierschützer sorgen sich um Delfin-Kalb -
Illegale Delfinhaltung in Nürnberg?
(11.07.2015 MND)

 

 

 Bild Zeitung Nürnberg (WDSF-Foto)

(Bildzeitung Nürnberg 14.07.2015)

 

Zoos trainieren, dass Delfine nicht mehr ausgewildert werden können

 

Die zuständige Tierpflegerin behauptete im Juli 2015 zum Delfinkalb Nami: "Fisch mag sie noch nicht, aber vielleicht mischen wir ein paar Fischstücke zwischen die Eiswürfel, damit sie sich drangewöhnt." Tatsächlich bekam Nami bereits seit dem 07. März 2015 Fisch-Sprotten, obwohl das Kalb ein Jahr lang von der Mutter gesäugt wird. Durch die Fütterung mit totem Fisch werden Delfine für die Gefangenschaft gefügig gemacht, denn ein satter Delfin würde niemals die antrainierten Show-Kunststückchen absolvieren. Aufgrund der Futterbelohnung (und zur Atmung) kommen die Delfine an die Wasseroberfläche, um den Zuschauern präsentiert zu werden. Durch die Fütterung erreicht der Zoo auch, dass Gefangenschafts-Delfine nicht mehr ausgewildert werden können, weil sie das natürlich Jagdverhalten verlernt haben.

 

 Tiermedizinischer Tagesbericht Delfinarium Nürnberg (WDSF-Foto)


 

 


 

- Nachwuchs im Tiergarten Nürnberg nicht nachhaltig

 

Delfinbaby Nami mit Mutter Sunny (Foto: Heike M. Meyer)

Delfinbaby Nami mit Mutter Sunny

 

 

23.11.2015 - Die Ära der Killerwal-Show geht dem Ende zu (Die Welt mit Video SW und TG Nürnberg)
05.05.2015 - Neue Delfin-Shows sollen Besucher locken (Bayerischer Rundfunk)
08.03.2015 - Nachwuchs im Delfinarium  - Ist das noch Flipper? (FAZ) - HInweis: Beitrag geht im online-Bereich über zwei Seiten)
21.01.2015 - Tierschützer warnen vor Ozonkatastrophe im Tiergarten Nürnberg (Mynewsdesk)

 



Die Größe der Steinbruch "Delfinlagune" entspricht dem Bruchteil eines Fussballfeldes (ProWal-Grafik)


Beckenplan (ProWal-Grafik)


- Aktuell 2014

 

30.12.2014 - Tiergarten Nürnberg: Tierschützer laufen Sturm; Psychodroge für Delfin (Abendzeitung)

- Zusammenfassung der tiermedizinischen Berichte des Delfinkalbs "Nami" ab der Geburt am 31.10.2014
- Hintergrund des Beitrags der Abendzeitung München
 

22.12.2014 - WDSF: "Delfinmutter mit Psychopharmaka zugepumpt" (Presseportal)
17.12.2014 - Stürmische Wasser (Delfinarien in Duisburg und Nürnberg) - (Süddeutsche)
15.12.2014 -"Ozongas-Austritt": ProWal kritisiert Tiergarten erneut (nordbayern.de)
14.12.2014 - Tiergarten: Brehm kritisiert "die nächste Vogel-Nummer“ (nordbayer.de)
08.12.2014 - Ermittlungen in Nürnberg - Zoo droht weitere Durchsuchung (SZ)
08.12.2014 - Trotz Pannen: Tiergarten vertraut auf Wassertechnik der Lagune (nordbayer.de)
04.12.2014 - Undichte Delfin-Lagune – Ermittlungen gegen Nürnberger Tiergarten (Bayerischer Rundfunk)
02.12.2014 - Delfin-Lagune: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tiergarten (nordbayern.de)
26.11.2ß14 - Tiergarten Nürnberg verstärkt in Kritik (Mittelbayerische)
28.11.2014 - Die Angstliste des Zoodirektors im Tiergarten Nürnberg (SZ)
27.11.2014 - Pannen und Unfälle: Tiergarten Nürnberg unter Druck (nordbayer.de)
26.11.2014 - Vorkommnisse im Tiergarten Nürnberg (TG Nürnberg)
20.11.2014 - Delfin-Nachwuchs im Tiergarten Nürnberg gesund und munter (Focus)
07.11.2014 - Finanzspritze für Tiergarten: ÖDP übt scharfe Kritik (nordbayern.de)
04.11.2014 - Teure Lagune: Stadt greift dem Tiergarten unter die Arme (nordbayern.de)
03.11.2014 - „Delfinbaby in Nürnberg zur Hölle verurteilt“ - Kritik von Tierschutzorganisationen (mynewsdesk)
02.11.2014 - Kritische Tage für das Delfin-Baby (SZ)
01.11.2014 - Tiergarten: Delfinbaby ist noch nicht über den Berg (nordbayern.de)
15.10.2014 - Tiergarten: Aggressiver Delfin Rocco zieht nach Malaga um (nordbayern.de)
21.09.2014 - Delfinhaltung in Zoos auf der Kippe (RP-online)
20.09.2014 - Delfinarium in den Medien: "Drastische Rufschädigung" (nordbayern.de)
19.09.2014 - Tiergarten Nürnberg erwartet sein Delfinbaby (inFranken.de)
19.09.2014 - Nürnberg hofft auf einen gesunden Delfin (Mittelbayerische)
27.08.2014 - Tiergarten räumt zu optimistische Prognose bei Lagune ein (nordbayern.de)
30.06.2014 - Interview Die Welt mit WDSF-Geschäftsführer "Gefangenschaft treibt Delfine in den Selbstmord"
06.05.2014 - Delfine gewöhnen sich ein (Bayerischer Rundfunk)
06.05.2014 - Duisburger Delfinarium trennt Delfinfamilie (Hannover Zeitung)
07.04.2014 - Kritik am Nürnberger Tiergarten - Chlor-Tank neben Pinguin-Becken (Bayerischer Rundfunk)
20.03.2014 - Encke: "Delfine bekommen vom Baulärm so gut wie nichts mit" (nordbayern.de)
19.03.2014 - Tierquälerei? Nürnberger Tiergarten droht Anzeige (nordbayern.de)
12.03.2014 - Sollen Kritiker der Delfinhaltung im Tiergarten Nürnberg mundtot gemacht werden? (ptext)
12.03.2014 - Delfine ohne Sonnenlicht (süddeutsche.de)
12.03.2014 - Erneut Kritik an Nürnberger Delfin-Haltung (Focus online/dpa)
12.03.2014 - Tiergarten kontert ProWal-Kritik: Kampagne eines Einzelnen (Nürnberger Zeitung)
11.03.2014 - Skandalöse Zustände im Nürnberger Delfinarium (Hannover Zeitung)
17.01.2014 - Besucherschwund im Tiergarten wirft Fragen auf (Nürnberger Nachrichten)
12.01.2014 - Delfinarien in der Kritik (WDR-Fernsehen)
09.01.2014 - Besuchereinbruch: Tiergarten muss Ersparnisse anzapfen (Nordbayern.de)

Quartalszahlen Nürnberg

 

Besucher-Entwicklung (incl. Dauerkartenbesitzer und ermäßgte Eintrittskarten)

Jahr / Besucher

2005: 1.130.453
2006: 1.101.716
2007: 1.062.000
2008: 1.281.286 (Eisbären-Baby Flocke geboren)
2009: 1.039.115
2010: 933.107
2011: 1.223.304 (Eröffnung „Delfin-Lagune“)
2012: 1.095.481
2013: 997.474
2014:
1.071.754


- ProWal zum Delfinarium Nürnberg




Foto: C. Weaver
Immer wieder lastet die Zooleitung die sinkenden Besucherzahlen auch dem angeblichen schlechten Wetter an.

2013: http://www.mittelbayerische.de/region/nuernberg/artikel/tiergarten-litt-unter-schlechtem-wetter/1003537/tiergarten-litt-unter-schlechtem-wetter.html

Dass dies eine klare Ausrede für eigene Fehleinschätzungen ist, dürfte wohl jedem klar sein.

Nicht das angebliche seit Jahren herrschende schlechte Wetter ist Schuld an der Misere des Nürberger Tiergartens!

Die Gründe für das Fernbleiben der Besucher ist die Gefangenschaftshaltung von Delfinen in winizigen Betonbecken, welche die Besucher nicht begeistert, sondern abschreckt und für das Fernbleiben sorgt!

Massen von Besuchern hätte die "Delfin-Lagune" anlocken, die dann auch noch nach dem Zoo-Besuch in der Innenstadt shoppen gehen sollten, so die völlige Fehleinschätzung von vielen Verantwortlichen in Nürnberg.

Der Zoodirektor Dag Encke 2007: "Der einzig richtige Weg ist die Delfin-Lagune." Sie sollte 200 000 Besucher mehr in den Tiergarten locken und somit eine Rückzahlung des städtischen Darlehens ermöglichen. Nach Jahren der Diskussion soll im Herbst 2008 der erste Spatenstich erfolgen."

http://www.welt.de/wams_print/article1421359/Streit-um-Delfine-im-Nuernberger-Zoo.html

Fakt ist, dass der Zoo nach der Fertigstellung der Delfin-Lagune im Jahre 2011 in den Folgejahren seit 2012 durchschnittlich weniger Besucherzahlen aufweist, als in den Jahren 2005 und 2006 vor dem Bau dieser nicht mehr zeitgemäßen Anlage. Siehe Statistik untenstehend.

Die sich erhofften Shopping-Massen gab es in Nürnberg nicht.

Für diese Fehleinschätzungen sollen nun die Nürnberger Bürger mit ihrem Steuergeld über die kommunalen Abgaben gerade stehen! Wie lange lassen sich diese das gefallen, bis endlich Konsequenzen gezogen werden?

 

Von den etwa 31 Millionen €, welche für den Bau der "Delfin-Lagune" ausgegeben wurden, ist für die Zucht von Delfinen fast nichts investiert worden! Zwei Schwimmschleusen und der Einbau einer Hebebühne in ein 25 Jahre altes Gebäude (Rundbecken), welches noch nicht einmal halb so groß ist, wie das wegen zu wenig Platz bietende und vorübergehend stillgelegte frühere Zuchtbecken, sind keine wirkliche Verbesserungen. Nur etwa 6 % des Gesamtareals der „Delfin-Lagune“ besteht aus Wasserfläche, welche die Delfine auch nur eingeschränkt nutzen können – Wasser-Fläche der „Delfin-Lagune: 1.580 m2 – Gesamtareal: 23.000 m2. Das gesamte Delfinarium bietet eine Wasserfläche, die gerade mal so groß ist, wie die Fläche eines halben Fußballfeldes!

Die „Delfin-Lagune“ ist hauptsächlich auf die Interessen des Zoos ausgerichtet und nicht auf die Bedürfnisse der Delfine!

Die Delfine haben rein gar nichts von 900 Tribünenplätzen (Sitzplätze) und etwa 750 Stehplätzen (Blauer Salon und Wege), sondern viel zu wenig Platz!


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Nürnberger „Delfin-Lagune“ gefloppt - Ein Millionengrab mit Ansage! Schuldenerlass und Griff in die Trickkiste! – Wo bleiben die Konsequenzen?

Während vor kurzem noch dutzende Zeitungen über die Geburt eines Delfinbabys im Nürnberger Delfinarium berichteten und die Zoomitarbeiter dieses Ereignis als bilderbuchmäßig bezeichneten und feierten, kommt nun durch eine einzige Nürnberger Zeitung ans Tageslicht, worüber man bei der Stadtverwaltung oder im Zoo selbst lieber schweigt. Der Zoo ist nicht in der Lage, seine für den Bau der sogenannten „Delfin-Lagune“ aufgenommenen Kredite zurückzubezahlen! Ohne Zuschuss von Steuergeldern wäre der Tiergarten Nürnberg gar pleite!

„Die Stadt greift dem verschuldeten Tiergarten unter die Arme und entlastet ihn um mehrere Millionen Euro. Das saftige Minus in der Bilanz des Tiergartens schlägt sich wegen des Baus der Delfinlagune nieder. Die Stadt greift allerdings tief in die Trickkiste, um dem Tiergarten die Schulden zu erlassen“:

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/teure-lagune-stadt-greift-dem-tiergarten-unter-die-arme-1.3986692


Tierschützer und Kritiker bemängelten schon vor Jahren die Pläne für den Ausbau des Delfinariums im Nürnberger Zoo.

ProWal schrieb bereits am 20.11.2008 auf seiner Webseite: „Hier schaufelt sich der Tiergarten Nürnberg sein eigenes Millionengrab. Auch die verantwortlichen Politiker, die diesem zukunftslosen Projekt zugestimmt haben, werden in diesen Betonlöchern baden gehen! Die Besucher werden fern bleiben, denn kaum jemand möchte sich heute noch an der traurigen Delfingefangenschaft mehr ergötzen und erst recht nicht unterstützen!“

Jede Warnung, alle Interventionen, negative Gutachten, negative Meinungsumfragen und alle kritischen Stimmen wurden von Seiten der Verantwortlichen der Stadt Nürnberg selbstgefällig ignoriert. Die Gegner des Delfinariums wurden damals gar als dumm bezeichnet, die keine Ahnung von der Realität hätten!

Selbst die Empfehlungen eines 50.000 € teuren Wirtschaftlichkeits-Gutachtens wurden nicht vollständig übernommen und behauptet wird nun in dem oben genannten Bericht der Nürnberger Zeitung einfach lapidar: „Heute weiß man, dass die (Besucher-)Prognosen einer Beratungsfirma für den Bau der Lagune nicht aufgehen.“

12.10.2010 - „Der Verein «Menschen für Tierrechte» hatte den Steuerberater Jürgen Ortmüller aus Hagen damit beauftragt, das vom Tiergarten veranlasste Wirtschaftlichkeits-Gutachten zur Lagune noch einmal zu überprüfen. Schon jetzt kann laut Ortmüller festgestellt werden, dass die Zinsen für die hohe Neuverschuldung, die die Stadt Nürnberg durch den Bau der Lagune eingeht, für den Tiergarten zum Problem werden dürften.“

http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/2.192/gutachten-soll-auf-den-prufstand-1.885639/kommentare-7.639104


Am 25.05.2010 hieß es vom stellvertretenden Zoo-Direktor Helmut Mägdefrau: „Auch das Geld-Argument zieht für ihn nicht, da der Lagunenbau über Kredite finanziert werde, den Stadtsäckel nicht belaste.“

http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nuernberg/artgerechte-delfin-haltung-ist-nicht-moglich-1.782566


Völlige Fehleinschätzung

Bei den angekündigten Kosten von 24 Millionen € für die zusätzlichen kleinen Außenbecken des Delfinariums, der sogenannten „Delfin-Lagune“, blieb es nicht.

http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1002887&kat=11&man=3


Schon nach der Eröffnung der „Delfin-Lagune“ in 2011 explodierten die Baukosten auf ca. 31 Millionen Euro.

http://www.tierrechte-nuernberg.de/index.php/themen/tiergaerten/delfinlagune


Ob die in dem ganz oben genannten Artikel von der Stadt angegeben Kosten von 30 Millionen € tatsächlich stimmen, lässt sich nicht überprüfen! Das ist schon ein Skandal für sich, denn der Zoo ist eine öffentliche Einrichtung, der sich nicht selbst trägt und deshalb schon seit vielen Jahren auf Steuergelder angewiesen ist und dennoch jegliche Transparenz vermissen lässt.

Nun ist der Nürnberger Zoo und die Stadt in der Realität angekommen!

Entgegen allen Beteuerungen der Lokalpolitik und der Tiergartenleitung muss nun der Steuerzahler herhalten!

Mit dem nun veröffentlichten Bericht in der Nürnberger Zeitung werden jetzt die Bürger der Stadt scheibchenweise darauf vorbereitet, dass die Kosten für den Bau der „Delfin-Lagune“ nun eben doch von Steuergeldern über die kommunalen Gebühren zu bezahlen sind!

„Von sieben Millionen Euro Mehrbelastungen beim Bau der Lagune, die dem Tiergarten nicht anzulasten seien, übernimmt die Stadt mit 3,5 Millionen Euro schon einmal die Hälfte. Darüber hinaus wird die restliche Rückzahlung so gestreckt, dass der Tiergarten jährlich nur noch 900.000 Euro zurückzahlen muss, weniger als bisher.“

Diese Aussage sagt alles!


Der Tiergarten baut und die Kosten, die nie realistisch geplant waren, sind dem Tiergarten nicht anzulasten?

Auch die jährliche Rückzahlungsrate für den Kredit von 900.000,- € ist völlig realitätsfremd!


Am 22.06.2010 veröffentlichte ProWal auf seiner Webseite:

„Seit Jahren erwirtschaftet der Tiergarten keine Gewinne (jährlicher Verlust ca. 3 Millionen €). Selbst im „Flockejahr 2008“ gab es ein dickes Minus. Wie der Tiergarten den von der Stadt erhaltenen Kredit in den nächsten 20 Jahren zurückbezahlen soll, steht in den Sternen. Die angenommenen Besucherzahlen werden sicherlich nur anfangs erreicht werden. Das Projekt „Lagune“ war schon vor dem Bau zum Scheitern verurteilt gewesen. Ein Millionengrab sinnlos vergeudeten Millionenbeträge, für die letzten endlich der Steuerzahler aufkommen muss.“

Die Delfin-Lagune als Alleinstellungsmerkmal sollte die Besucher in Massen in die Metropol-Region Franken locken!

Die vom Zoo und der Stadt angenommenen und notwendigen Besucher von jährlich 1,18 Millionen blieben aus, was schon vor Jahren absehbar war!

Die Besucher-Entwicklung:

Jahr / Besucher

2005: 1.130.453
2006: 1.101.716
2007: 1.062.000
2008: 1.281.286 (Flocke-Jahr)
2009: 1.039.115
2010: 933.107
2011: 1.223.304 (Eröffnung „Delfin-Lagune“)
2012: 1.095.481
2013: 997.474
2014: Aufgelaufener Stand Ende August zu 2013: + 63.261. Insgesamt voraussichtlich: 1.060.000

27.08.14 - „Zum dritten Mal in Folge dürfte der Tiergarten das selbst gesetzte Ziel von 1,18 Millionen Besuchern im Jahr nicht erreichen. Direktor Dag Encke zieht die Konsequenz und richtet die wirtschaftlichen Kalkulationen auf bis zu 1,1 Millionen Gäste aus.“

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/tiergarten-raumt-zu-optimistische-prognose-bei-lagune-ein-1.3850891

Alleine in den Jahren 2005 und 2006 kamen mehr Besucher in den Zoo, als vorletztes, letztes und voraussichtlich in diesem Jahr, also nach dem Bau dieses so hoch angepriesenen und angeblichen „Besuchermagneten Delfin-Lagune“.

Wie soll der Tiergarten, der auf dem Besucher-Niveau vor dem Bau der „Delfin-Lagune“ angekommen ist und jährliche Verluste erwirtschaftet, 900.000 € im Jahr zurückbezahlen? Ein Investitionsstau für weitere Aus- und Umbaumaßnahmen der anderen Tiergehege ist absehbar.

Es ist allerhöchste Zeit, dass das Delfinarium in Nürnberg baldmöglichst geschlossen wird und alle Verantwortlichen für dieses finanzielle Desaster zur Rechenschaft gezogen werden!

 

 


 

- AKTUELL 2012/2013

 

 

09.08.2013 - Nürnberger Delfin-Lagune gefährdet Tiere und Besucher (Umweltjournal)

14.06.2013 - Zwei neue Delphine im Nürnberger Tiergarten (Franken.de)

16.06.2013 - Demo gegen die Delfinhaltung in Nürnberg (Nordbayern)

05.06.2013 - Keine negative Auswirkung für den Zoo Münster nach Delfinarienschließung (Westf. Nachrichten)

27.02.2013 - Grüne fordern Ende der Delfinhaltung in Deutschland - Auch Delphinarium Nürnberg nicht artgerecht gestaltet (Beate Walter-Rosenheimer - Die Grünen)

 

2012:

18.12.2012 - Vermehrungsverbot für Delfine gefordert (Nürnberger Zeitung)
25.09.2012 - Kampf um die Delfinhaltung Arme Stars oder Retter ihrer Art? (Stuttgarter Zeitung)
28.07.2012 - RTL: Tiergarten Nürnberg: Delfine mit Psychopharmaka vollgepumpt
10.07.2012 - Schluss mit der Delfinschau in Nürnberg (Welt online)
27.07.2012 - WDSF fordert Entlassung des Nürnberger Tiergartendirektors  (PR)
27.07.2012 - Zoo-Delfine mit Psychopharmaka vollgepumpt? (Bild-Zeitung)
26.07.2012 - Radiointerview mit WDSF-  Valium für Delfine (Radio detector.fm)
25.07.2012 - Tierschützer kritisieren Nürnberger Delfinlagunge (Hamburger Abendblatt)
25.07.2012 - Streit um Psychopharmaka für Delfine im Tierpark (Welt online)
25.07.2012 - Delfinschützer: Delfinarium im Tiergarten Nürnberg „Intensivstation“ (Pressrelations)

 


 

- Umstrittene Delfintherapie im Tiergarten Nürnberg

(24.01.2013) Der Tiergarten Nürnberg wollte nach eigenen Angaben bereits ab 2013 die umstrittene Delfintherapie mit den Wildtieren anbieten. Aufgrund einer WDSF-Strafanzeige gegen den Tiergarten wegen der bisherigen Therapie-Versuchsreihe (teilweise mit Wildfängen) wurde auf Anregung der Staatsanwaltschaft vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in einem angeforderten Gutachten bestätigt, dass eine kommerzielle Verwendung von Delfinen für die Delfintherapie im Tiergarten grundsätzlich verboten ist. Die bisherige Phase der Delfintherapie in den Vorjahren diente nach Angaben des Tiergartens wissenschaftlichen Zwecken. Die entsprechende Studie ist jedoch abgeschlossen und endete mit dem Ergebnis, dass keine therapeutischen Effekte bei den Patienten festgestellt werden konnten. Die Meeressäuger haben den höchsten Schutzstatus des Washingtoner Artenschutzübereinkommens.

 

In der "Delphinlagune/Manatihaus fanden Mensch-Delphin-Interaktionen in Kooperation mit der Lebenshilfe e.V. zu folgenden Terminen im Tiergarten Nürnberg statt" (Quelle: Tiergarten Nürnberg, Herr Klopsch gegenüber dem WDSF):
 

2016: 18. bis 22. Januar
2015: 12. bis 16. Oktober
2015: 15. bis 19. Juni
2014: 28.Juli bis 1. August

 

Aufgrund einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 25.07.2007 auf Seite 10 bezüglich der Verwendung von Delfinen für eine Delfintherapie mit: "Da Delfine im Anhang A der Verordnung (EG) Nr. 338/97 aufgeführt sind, sind Einfuhren für überwiegend kommerzielle Zwecke ausgeschlossen. Delfintherapien sind als überwiegend kommerzielle Nutzung anzusehen (s.a. VERORDNUNG (EG) Nr. 338/97)."

 

Tiergarten arbeit mit "Pseudo-Delfintherapeut" Norbert Trompisch zusammen


Verletzter Belugawal im Delfinarium in Antalya (WDSF-Foto)(akt. 11.03.2013) In dem katastrophalen Delfinarium "DolphinLand" in Antalya (Türkei) bietet der Österreicher Norbert Trompisch die umstrittene Delfintherapie an. Die Aufmachung seiner Internet-Seite (Alpha-Therapie/Dolphin-Swim Delfintherapie) vermittelt die Illusion, dass die Delfintherapie dort wissenschaftliche Erfolge aufzuweisen hätte. Es ist von "Institut, Akademie und Forschung" die Rede: "So sind unsere Programme immer garantiert am letzten Stand der Wissenschaft und damit ist auch sichergestellt, dass Ihr Erlebnis mit unseren Delphinen niemals auf Kosten der beteiligten Tiere geht." WDSF und ProWal konnten gerade in diesem Delfinarium in Antalya an der türkischen Riviera aufdecken, dass verletzte Meeressäuger für die Shows missbraucht werden (s. Filmbericht und Foto). Keiner der großen deutschen Reiseveranstalter bietet dieses Delfinarium noch an. Auch Trompisch gehört damit zu den "Mördern von Tierschutzrechten". Wir raten dringend von der Inanspruchnahme seines zweifelhaften Delfintherapie-Angebots ab.

 

Der Pseudo-Delfintherapeut Norbert Trompisch arbeitet nach Angaben des Internet-Portals Infowelt der Tiere auch mit dem Tiergarten Nürnberg zusammen. Dort heißt es : "Da es keine geschützte Ausbildung (Anm.: zum Delfintherapeuten) gibt, arbeitet Nürnberg mit Norbert Trompisch zusammen. Er bildet Therapeuten in einem Delfinarium auf der Krim aus und arbeitet u.a. mit einem Delfinarium in Antalya (Anm.: DolphinLand Antalya). Die von ihm entwickelte und so genannte Alphatherapie beruht auf der angeblichen Wirkung des Sonars der Delfine, was die oben genannte Studie* allerdings in Abrede stellt. Trompisch unterhält das Unternehmen Dolphinswimm, 1 Woche in Antalya kostet um die 3.500 €."

Trompisch wird auch im Zusammenhang mit der Studie der Universität Würzburg (Forschungsprojekt Delfintherapie - Fragen und Antworten vom 10.01.2008) genannt (dort S. 2 zu der Frage "Wie wird man Delfintherapeutin"). Diese Studie* wurde in der Fachwelt stark kritisiert, weil sie keinen neutralen wissenschaftlichen Grundlagen stand hielte (s.u.). Inzwischen wurde die Studie abgeschlossen, so dass keine weitere Teilnahme daran mehr möglich ist.

 

 

Als Delfintrainer und Delfintherapeut braucht man bei Trompisch nur schwimmen können - Armutszeugnis für Tiergarten Nürnberg

 

Trompisch macht sein Geld auch mit seinem zweifelhaften Angebot der Ausbildung zum "Delfintherapeuten" - eine offiziell nicht anerkannte Berufsausbildung in Deutschland. Sein Angebot: Einem Theoriekurs von einer Woche in Österreich schließt sich ein "4-wöchiges Praxismodul im DolphinLand in Antalya/Türkei an". Damit ist die Ausbildung zum "Delfintherapeuten" dann abgeschlossen. Er schreibt: "Sie erfüllen die Voraussetzungen zur DelphintherapeutInnen-Ausbildung nicht? Kein Problem: Unsere DelphintrainerInnen Ausbildung, (Anm.: zu der keinerlei pädagogische Voraussetzungen erforderlich sind) für die lediglich Schwimmkenntnisse erforderlich sind, ist Ihr Einstieg in die DelphintherapeutInnen-Ausbildung und Berufswelt mit Delphinen in Therapie und Training." Die Kosten für die Delphintrainer-Ausbildung belaufen sich auf 3.500 Euro (zzgl. Flug und Unterkunft in Antalya). Die sich anschließenden Kosten als "Delfintherapeut" betragen 2.500 Euro wieder zzgl. Flug und Unterkunft für 4 Wochen in Antalya. Für uns als WDSF stellt sich das als Abzocke dar und der Tiergarten Nürnberg, der nach Außen hin immer einen großen Wert auf einen wissenschaftlichen Bildungsauftrag legt, stellt sich ein Armutszeugnis aus, wenn er mit solchen Leuten zusammen arbeitet.

 

Beispiel-Foto Delfintherapie* Anm.: Es handelt sich um eine Studie der Uni Würzburg zur Wirkung der Delfintherapie, die in der wissenschaftlichen Fachwelt allerdings äußerst umstritten ist. Interessanterweise war in dem Projektteam zu dieser Studie auch der Verhaltensbiologie des Tierparks Nürnberg, Lorenzo von Fersen, vertreten. Ebenso nahmen zwei Delfintrainer an der Studie teil (Armin Fritz und Daniel Zieger). Fachkundige Delfinschutz-Organisationen waren nicht zu gelassen. Dr. Christian Schulze von der Ruhr-Universität Bochum kommt in einer Rezension zu dieser sog. "Breitenbach-Studie" zu folgendem Ergebnis : "Allerdings weist die Untersuchung nicht unerhebliche, v. a. methodische Mängel auf, die aus wissenschaftlichem Fokus heraus nicht nur vermeidbar gewesen wären, sondern die in ihrer Kombination mit den in der Titelei genannten Sponsoren den Verdacht der Auftragsarbeit nicht ganz entkräften können."

 

 

Mai 2008: PD Dr. phil Christian Schulze (Ruhr-Universität Bochum) Rezension zu: „Delfintherapie für Kinder mit Behinderungen“

 

4/2010: Psychologie heute - - - Doc Dolphin - magischer Heiler oder ausgebeutete Kreatur?

 

29.06.2010: 3sat - Keine wissenschaftlichen Beleg für eine Delfintherapie

 

Die Eltern von behinderten Kindern greifen verständlicherweise nach jedem Strohhalm, um ihren Kindern zu helfen und verschulden sich meist hochgradig, da keine Krankenkasse diese Kosten vollständig übernimmt. Der Bundesfinanzhof als höchste Instanz für das Steuerrecht hat eine steuerliche Berücksichtigung der Therapiekosten mit der Begründung abgelehnt, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass die Therapie einen medizinischen Erfolg erbringt.

 

Die Bundesvorsitzende des Vereins autismus e.V., Frau Maria Kaminski, rät von der Delfintherapie und der damit oft verbundenen Verschuldung vieler Eltern von authistischen Kindern ab
(s.a. Pressemitteilung autismus.e.V. vom 23.02.2011).

 


 

 

 

 

 

 

- Delfinhaltung aufgeben

 

 

13.07.2012 - Münster wird flipperfrei - Allwetterzoo der Stadt schließt das Delfinarium / Zoo: Haltung passt nicht mehr in die Philosophie (Badische Zeitung)

Anm.WDSF: Der Nürnberger Zoo-Direktor wird in diesem Beitrag zitiert (letzter Absatz): "Es sei ein Poker, räumte Zoodirektor Dag Encke damals gegenüber der Süddeutschen Zeitung ein. Wenn die Nachzucht weiter nicht funktioniere, könne das auch zur Schließung des Projektes führen." Nach zehn verstorbenen Delfin-Babys seit 2004 fragen wir uns, wann der Zeitpunkt erreicht ist, dass "die Nachzucht weiter nicht funktioniere". Das "pokern" mit einer Spezies durch einen Zoodirektor grenzt an Tierquälerei. Insgesamt blickt der Nürnberger Tiergarten nun auf 33 verstorbene Delfine zurück (drei davon waren in Harderwijk/NL "geparkt"). 

 


10.07.2012 -
Schluss mit der Delfinschau in Nürnberg (Welt online)

"Delfinarien sind Auslaufmodelle" (Jürgen Ortmüller/WDSF)

WDSF-Info in Nürnberg (Foto Stefan Brennhäuser)(WDSF) - Nach langen Jahren erfolgloser nachhaltiger Zucht und mehr als 100 verstorbener Delfinen alleine in den Zoos in Duisburg und Nürnberg fordert das WDSF, dass die Delfinhaltung endlich aufgegeben wird. Seit 40 Jahren Zuchtbemühungen gibt es in Europa keinen einzigen Delfin, der in dritter Generation überlebt hat. Weitere Wild-Importe von Delfinen sind daher zu befürchten. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Die Zeichen der Zeit stehen auf Schließung aller Delfinarien – sie sind Auslaufmodelle. Wir lehnen diese Anlagen ab, weil klar geworden ist, dass Zoos keinen Beitrag zur Arterhaltung von freilebenden Delfinpopulationen leisten können. Noch nie wurde überhaupt ein Delfin aus einem Delfinarium in Europa wieder ausgewildert. Die wenigen gelungenen Nachzuchten können nicht ausgewildert werden, weil sie im Zoo das Nahrungs-Jagdverhalten verlernt haben. Einen angeblichen Zoo-Bildungsauftrag mit über 100 verstorbenen Delfinen zu erfüllen, ist makaber. In erster Linie geht es den verbleibenden Zoos mit Delfinarien in Duisburg und Nürnberg darum, zahlende Zoo-Besucher durch das Delfinarium-Angebot zu locken."

Aber auch bei den Zoo-Besuchern entstehen inzwischen durch die jahrelange Aufklärung des WDSF mit Jürgen Ortmüller und Richard O'Barry (Oscar- und Bambi-Preisträger und Ex-TV-"Flipper"-Trainer) und vielen Helfern Vorbehalte gegen die Delfin-Gefangenschaft. Mehr als 70.000 Aufklärungs-Flyer hat das WDSF seit 2010 an die Zoo-Besucher und Passanten verteilt.

Münster schließt

Nach WDSF-Interventionen schließt nun das Delfinarium im Allwetterzoo Münster im Herbst 2012. Der Münsteraner Zoo-Direktor Jörg Adler dazu gegenüber der Münsterschen Zeitung: "Die Haltung entspricht allen Anforderungen, aber wohl nicht mehr dem allgemeinen Zeitgeist. Für eine zeitgemäße Haltung der Delfine wären 20 Millionen Euro nötig und die haben wir einfach nicht." Das WDSF hatte ursprünglich festgestellt, dass in Münster keine ausreichenden Lichtverhältnisse in den maroden Delfinhallen vorhanden waren. Aufgrund der Mängelaufdeckung hätte ein völliger Umbau des Delfinariums erfolgen müsssen. Das WDSF schaltete die Höhere Aufsichtsbehörde (LANUV) ein, die dem Delfinarium in Münster über das Umweltamt entsprechende Auflagen erteilte, die der Zoo finanziell nicht mehr stemmen konnte. Jürgen Ortmüller dazu: "Wir hatten allen Delfinarienbetreibern bereits 2008 mitgeteilt, dass wir dafür sorgen werden, dass alle Delfinarien in Deutschland schließen werden müssen. Heute wiederholt der Münsteraner Zoodirektor unsere damaligen Aussagen, dass Delfinarien nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen. Das Delfinarium im Heidepark Soltau haben wir in Abstimmung mit dem Eigentümer, Merlin Entertainments, bereits im Jahr 2008 schließen können. Auf der Insel Rügen wurde nach intensiven Interventionen der Plan fallen gelassen, ein neues Delfinarium zu bauen. Das Delfinarium im Vergnügungspark Connyland in der Schweiz muss nun auch schließen, nachdem wir in jahrelanger Kooperation mit ProWal katastrophale Mängel aufgedeckt hatten und in Abstimmung mit Schweizer Politikern jetzt ein Delfin-Importverbot gesetzlich beschlossen wurde."

Von ursprünglich neun Delfinarien in Deutschland verbleiben jetzt nur noch die beiden im Duisburger Zoo und im Nürnberger Tiergarten. Das WDSF fordert die Schließung der Anlagen und bittet die Besucher, keine Eintrittskarten zu kaufen.

Rheinische Post (30.03.12): "Die Aufdeckung von Haltungsmängeln durch das WDSF im Delfinarium des Allwetterzoo-Münster führte zu einer angekündigten Schließung für dieses Jahr, weil das Geld für ein komplett neues lichtdurchlässiges Dach nicht vorhanden ist."

Westfälische Rundschau:

 

10.07.2012 - Tierschützer für die Schließung von Delfinarien (dapd WELT-online)

07.07.2012 - WDSF-Information in Nürnberg über die Delfinhaltung (by Stefan Brennhäuser und Claudia Dietz)

 

26.06.2012 - ÖDP zur Kostenexplosion bei der Nürnberger Delfin-Lagune
19.06.2012 - Nürberger Lagune: "Kosten sind ein Skandal" (Nürnberger Nachrichten)
16.05.2012 - Tiergarten zeigt PETA an (Abendzeitung)
11.05.2012 - Lagune verliert Wasser- Warum haben Sie das verschwiegen, Herr Encke (Abendzeitung Nürnberg)
23.03.2012 - Tiergarten: Wal- und Delfinschutz-Forum stellt Strafanzeige wegen Delfintransport
(Nürnberger Zeitung)


Neuer Ärger um Delfine - Tierschützer zeigen Tiergarten an (Bayerischer Rundfunk)

 

(WDSF - 22.03.2012) Wir halten es nicht für vertretbar, dass dieses Delfinkarussel (hier mit dem Delfin Anke) zu Lasten der sensiblen Meeressäuger aufrecht erhalten wird. Der Delfin Anke wurde bereits sechs mal während seines Lebens zwischen den Delfinarien „verschoben“. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) dient ganz offensichtlich auch dazu, die kommerzielle Ausbeutung der Delfine bei katastrophalen Haltungsbedingungen in viel zu kleinen Betonkäfigen zu fördern. Es wurden (wieder einmal) umfangreiche Fehler bei dem Transport des Delfins gemacht, die wir am 08. Mai 2012 bei einer Akteneinsicht im Umweltamt der Stadt Nürnberg aufdecken konnten, nachdem wir Strafanzeige gestellt hatten (s.a. http://www.br.de/franken/inhalt/aktuelles-aus-franken/nuernberger-tiergarten-delfine-anzeige100.html). Demnach war das Umweltamt (u.E. rechtswidrig) nicht über den Transport des Delfins Anke von Harderwijk/Holland nach Nürnberg informiert – ganz klar ein Dienstvergehen von Dag Encke, der das Umweltamt hätte informieren müssen. Ebenso fehlten Stempel der zuständigen Behörde auf der Transport-Handelsbescheinigung.

 

19.03.2012 - Delfin Anke nach zwei Totgeburten und einer Odyssee von
sechs Delfinstationen wieder im Nürnberger Tiergarten - Schwer verletzt

 

 

(WDSF – akt. 20.03.2012) Der Nürnberger Delfin Anke wurde am Sonntag-Abend in einer Nacht- und Nebel-Aktion aus dem holländischen Delfinarium Harderwijk in einer sargähnlichen Kiste auf einer acht Stunden-Tour zurück nach Nürnberg transportiert. Nach gravierenden Fehlern bei dem bereits sechsten Transport des Delfins spricht das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) von Tierquälerei und stellt Strafanzeige.

 

Pressefoto: Tiergarten Nürnberg

 

Bereits zwei Totgeburten

 

Um 5 Uhr am Montagmorgen wurde die Delfindame Anke recht unsanft in das kalte Wasser der künstlichen Steinbruch-"Delfin-Lagune" befördert.

Vor der Bauphase der "Delfin-Lagune" in Nürnberg war Anke im Jahr 2008 mit Nynke und Naomi, die weiterhin in Harderwijk bleiben, in das holländische Delfinarium Harderwijk transferiert worden. Dort sollte mit den Delfindamen nach den vielen Todesfällen in Nürnberg "auf Teufel komm raus", wie es WDSF-Chef Jürgen Ortmüller formuliert, gezüchtet werden.


Anke hatte am 15.10.2011 in Harderwijk erneut eine Totgeburt, nachdem sie am 18.03.2010 bereits ein Delfinbaby verloren hatte. Die Ex-Nürnberger Delfindame Naomi hat im Delfinarium Harderwijk am 30.04.2012 gekalbt. Offenbar hat sie ihr Delfinbaby nicht angenommen, sodass das Delfinweibchen Finagain ihr Baby groß zieht (Finagain's eigenes Delfinbaby war zwei Tage zuvor gestorben). Aber das Delfinbaby, wenn es denn überlebt, wird niemals die Freiheit der Meere erleben können,
da Nachzuchten nicht ausgewildert werden können. In den Betonbecken der Delfinarien werden sie mit totem Fisch gefüttert und lernen niemals sich selbst zu ernähren.

Pressefoto: Tiergarten Nürnberg

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Tiergarten-Direktor Dag Encke (lks.) hebt den Delfin mit einem Mitarbeiter an der Schwanzflosse (Fluke)

 

 

Unsachgemäßer Transport

Dass die Delfindame Anke nicht mit einem Spezialkran fachgerecht in das Beckenwasser in einem üblichen Spezialgurt, der die Brustflossen und die Schwanzflossefreihält, eingelassen wird, grenzt an Tierquälerei. Den Höhepunkt des mangelnden Sachverstandes setzt der Tiergarten-Direktor Dag Encke selbst (auf dem Foto ganz links), der mit einem Mitarbeiter, wie auf dem Foto zu sehen ist, an der Schwanzflosse des Delfin-Weibchens zieht, um es ins Wasser zu  befördern. Niemals würde ein Delfin-Fachmann einen Delfin an der Schwanzflosse ziehen. Dies kann schwere innere Wirbel-Verletzungen auslösen. Der Delfin Anke wurde bereits zum sechsten Mal in seinem Leben international transferiert. Bereits zwei Delfinbabys verlor sie kurz nach deren Geburt. Delfinweibchen halten sich in Freiheit meist ihr Leben lang in denselben Sozialverbänden auf. Anke wurde während des achtstündigen Transports von Holland nach Nürnberg offensichtlich, wie bei Delfintransporten sonst üblich, nicht persönlich betreut, sie war lediglich an Messgeräten angeschlossen, die vom Fahrerhaus kontrolliert wurden.

Der tiermedizinische Bericht des Tiergartens beweist intensive Transportverletzungen von Anke:

06.03.12 (Tagesbericht) Für Delfintransport werden noch Reisetabletten „Superpep-Kaugummis“ gebraucht

 

18.03.12 Fangaktion zwecks Transport von Harderwijk nach Nürnberg



→ 18:00 Uhr 30 mg Diazepam

 

Zeitspanne von Hebebühne bis Transportbeginn in Kiste: 18:35 – 20:10 Uhr

 

Verletzungen bei Fangaktion: aufgeschlagen an Finne (blutet am meisten), re. Flipper und Fluke sowie hinter Blasloch, 21:00 Uhr umpositioniert da Schieflage

 

19.03.12 Ankunft im Zoo (Nürnberg) und zurück ins Becken (Anm.WDSF: ca. 5 Uhr morgens)

 

Auffälligkeiten: alte Injektionsstelle links von Finne, Zähne stark abgenutzt, Flipper aufgeschürft

 

 

Delfin-Karussel

 

Den Transfer aus der bedeutend größeren Freiluft-Lagune im holländischen Harderwijk in die Nürnberger Steinbruch-Lagune bezeichnet WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller als tierquälerisches Delfin-Karussel: „Die Delfindame Anke wurde in ihrem Leben jetzt zum sechsten Mal erneut aus einem den Umständen entsprechend funktionierenden Sozialverband gerissen und in die bedeutend kleineren Betonbecken der Steinbruch-Lagune gepfercht. Dieser permanente Transfer ist Tierquälerei im biologischen Sinne. Anke kam 1983 als Wildfang aus Florida in ein Delfinarium in Gulfport/USA. Danach war sie bis 1987 schon einmal in Harderwijk/Holland, um dann nach Münster transferiert zu werden. Im Dezember 1990 ging die Tour dann von Münster nach Nürnberg, im September 2008 zurück nach Harderwijk und jetzt wieder nach Nürnberg. Das permanente Delfin-Karussel der Delfinarienbetreiber im selbst gegründeten Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) dient einzig und allein dem Profit für die Nachzucht, die natürlich aufgrund des psychologischen Stresses für die Meeressäuger nicht funktionieren kann. Gier ist kein guter Ratgeber und hat mit Tierschutz nicht das Geringste zu tun. Für mich sind solche Leute wie Dag Encke und seine Freunde im EEP Mörder von Tierschutzrechten.“

Lebensgefährlicher Transfer

 

Den Transport der anderen vier vorhandenen Delfine ebenfalls in einer Plastikplane vom geschützten Innen- in den Außenbereich bei angesagten Frosttemperaturen hält das WDSF für lebensgefährlich für die sensiblen Meeressäuger. Ortmüller: "Zwei der Delfine, Moby und Jenny, haben schwere Nierenschäden und müssen täglich mit Flüssigkeit zwangsernährt werden. Da kann ein Temperaturschock tödlich wirken. Leider geht es dem Tiergarten offenbar nur um Profit und darum, die Delfine schnellstmöglich den Besuchern zu präsentieren. Den Tiergarten-Verantwortlichen scheint durch den finanziellen Druck der Baukostenexplosion der Steinbruch-Lagune von ursprünglich 10 auf jetzt 27 Millionen Euro jeglicher Sachverstand abhanden gekommen zu sein." Das WDSF hat am 20.03.2012 aufgrund des unsachgemäßen Transports wegen des Verdachts der Tierquälerei Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Tiergartens Nürnberg gestellt.


 

- WDSF-Bericht zur Eröffnung der Steinbruch-Lagune

 

17.03.2012 - Nürnberger Delfine: Tierschützer warnen vor Kältetod (Abendzeitung München)

Pressefoto: Tiergarten Nürnberg14.03.2012 - Nürnberger Delfine schwimmen wieder in der Lagune

 

Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat die Winterpause beendet, obwohl weiterhin Frosttemparaturen angesaget sind.

Ab sofort sind die Delfine wieder in der künstlichen Steinbruch- Lagune. Am Mittwoch, 14. März 2012, hat der Tiergarten die vierköpfige Gruppe mit Moby, Sunny (s. Foto lks.), Jenny und Noah in die Lagune geworfen, damit schnellstmöglich Geld in die gebeutelte Kasse des Tiergartens gespült wird. Die Kosten der neuen Betonbecken belaufen sich nach ursprünglich geplanten 10 Millionen inzwischen auf mehr als 27 Millionen Euro.

 

Da das Rundbecken, das das Delfinarium mit den Außenbecken verbindet,
noch nicht mit Wasser befüllt werden kann, haben Mitarbeiter die Großen
Tümmler in einer Plastikplane transportiert und regelrecht ins Wassser
geworfen. Das Rundbecken kann voraussichtlich in zwei Wochen wieder geflutet werden. Derzeit härtet dort noch das Dichtungsmaterial an der beschädigten, inwzischen ausgewechselten, Scheibe aus.

 

 

 

 

 


- Dag Encke will Tierschützern nicht das Feld überlassen - Datendieb hat erneut zugeschlagen

 

(WDSF - 30.01.2012) Erneut wurde dem Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) ein Schriftstück zugespielt (s.u.). Der Nürnberger Tiergartendirektor Dag-Encke hat demnach am 24.01.2012 an "seine Kollegen" u.a. im Todestrakt-Connyland-Delfinarium geschrieben haben, dass man den Tierschützern nicht das Feld überlassen solle. Offenbar wollen sich die Direktoren der Zoo- und Vergnügungspark-Delfinarien vernetzen, um der Öffentlichkeit den aufgesetzten Eindruck einer gemeinsamen Kompetenz zu vermitteln, über die sie  nach eigener Aussage von Encke gar nicht verfügen. Genau wie Dag Encke lt. dem uns übermittelten Schreiben vorgegeben hat, gaben Connyland-Pressesprecher Erich Brandenberger und Besitzer Roby Gasser daraufhin ihre Statements für die Presse: Keiner der den Tod der beiden Delfine kommentiere, habe Ahnung, wenn er nicht ein Wissenschaftler ist, der mit dem Fall vertraut sei. Damit sollten vermutlich alle Kritiker mundtot gemacht werden. Als weiteres sollen die "Kollegen" u.a. im Connyland aufgrund des Encke-Vorschlags gegenüber der Öffentlichkeit bezweifeln, dass eine Vergiftung mit Antibiotika die Todesursache sei, obwohl die Universität Zürich bei der Obduktion definitiv festgestellt hatte, dass der Tod durch eine Gehirnschädigung aufgrund von Antibiotika eingetreten war. Eine Anstiftung zur Lüge?

Connyland-Besitzer Roby Gasser am 29.01.2012 gegenüber 20Minuten Online:

«Antibiotika hat noch niemanden umgebracht», sagt Gasser. Es könne doch etwas nicht stimmen, wenn das Connyland die Untersuchungsunterlagen nicht einsehen könnten. «Es wirkt auf mich, wie wenn etwas verheimlicht würde.» Auf die Frage, wer die Delfine denn vergiftet habe, antwortete Gasser: «Es gibt so viele Idioten auf dieser Welt.» Eine neue, unabhängige Instanz müsse nun ermitteln, nicht mehr die Thurgauer Staatsanwaltschaft. «Ich hoffe, die Wahrheit kommt an den Tag.»

WDSF-Kommentar dazu: "Dass die Wahrheit an den Tag kommt, wie Gasser fordert, werden wir uneingeschränkt und aktiv unterstützen. Die medizinische Unkenntnis des Connyland-Mitinhabers Roby Gasser äußert sich alleine schon darin, dass er meint, dass "Antibiotika noch niemanden umgebracht" hätte. Tatsächlich kann eine Antibiotikumgabe jedoch zur sog. "Herxheimer Reaktion" mit tödlichem Ausgang führen, wenn diese nicht rechtzeitig erkannt wird.

Wir machen darauf aufmerksam, dass es sich bei nachfolgendem Schreiben von Dag Encke an seine "lieben Kollegen" um eine Übermittlung von dritter Seite an uns handelt.

Schreiben von Dag Encke:

 

24.01.2012

Liebe Kollegen,



vielen Dank dafür, dass Ihr uns informiert habt. In einem Punkt bin ich unterschiedlicher Meinung als Ihr: Ich glaube, dass es nicht sinnvoll ist, nicht mit den Medien zu sprechen, wenn nach einem Statement gefragt wird. Die WDCS, Peta und das WDSF und alle anderen werden oder haben bereits ihre Darstellung an die Presse abgegeben. Auf der Homepage der WDCS wird der Tod durch die Vergiftung mit Antibiotika als Fakt publiziert.



Ich glaube, genau andersherum ist es richtig: Wer auch immer von uns von den Medien nach einem Kommentar gefragt, sollte auch einen abgeben. So können wir den vereinfachenden und unprofessionellen Einschätzungen der Tierschutz-Organisationen, die uns schädigen wollen, etwas entgegensetzen. Wir sollten zumindest alle offen kommunizieren, dass niemand die komplexen pathologischen und veterinärmedizinischen Zusammenhänge beurteilen kann, ohne Einsicht in alle wissenschaftlichen Daten, vor dem Tod gestellten Diagnosen, den individuellen Lebenslauf der verstorbenen Tiere, die histologischen und pathologischen Befunde usw. gehabt zu haben. Jeder Kommentar über Ursache für den Tod der beiden verendeten Delfine muss falsch sein, wenn er nicht von wissenschaftlichen Spezialisten kommt, die mit dem Fall vertraut sind. Zumindest dieses Statement könnten alle von uns abgeben. Und mehr noch, wir könnten angeben, dass wir bezweifeln, dass eine Vergiftung mit Antibiotika die wahrscheinliche, plötzliche Todesursache ist. Mir ist nicht mal bekannt, ob es ähnliche Fälle gegeben hat (Ich bin kein Tierarzt, daher werden die meisten von Euch in dieser Hinsicht professioneller Einschätzungen als ich abgeben können…).


Gar kein Statement an die Öffentlichkeit abzugeben bedeutet, dass dieser Schauplatz komplett den Tierschützern überlassen wird



Herzliche Grüße an Euch alle,
Dag Encke

Dr. Dag Encke
Leitender Direktor
Tiergarten Nürnberg
Am Tiergarten 30
90480 Nürnberg

T: +49-911-5454 812/816
F: +49-911-5454 802
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WDSF-Hinweis: Dieses Schreiben wurde ursprünglich von Zoo-Direktor Encke in Englisch verfasst und von uns ins Deutsche übersetzt. Hier der Originaltext:

Dear Colleagues,



thank you for informing us. My point of view differs in one aspect from yours: I think that not talking to the media – when asked for a statement  - is not clever. WDCS, Peta, WDSF and whoever will certainly give and have already given their statements to the press. On the website of WDCS the death caused by antibiotica is published as a fact of matter. I stand for the opposite strategy: whoever from our community is asked by the press to give a comment, should do so to oppose the simplifying an unprofessional statements of organizations that aim for harming us. We should at least openly state that no one can judge about complicated and complex pathology and veterinary matters without having all scientific data, without having knowledge about the diagnosis preceding death, without having insight in the life history of the dead animals, without having knowledge about histological and toxicological results, and so on. Any comment about the causes of death of these two dolphins must be false, if not coming from the specialists scientifically involved in the matter. That at least anyone of us can state. And even more, we can state that we doubt that there is a high probability of  antibiotics causing sudden death. I am not even sure, if comparable cases are known (I am not a vet, so most of you can even make more professional statements than I can do…)



Not talking to the public means to leave the space in the media to the activists…



Best wishes to all of you

Dag Encke

Dr. Dag Encke
Leitender Direktor
Tiergarten Nürnberg
Am Tiergarten 30
90480 Nürnberg

T: +49-911-5454 812/816
F: +49-911-5454 802
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- Tierschützerkritik

 



01.02.2012 -
Traglufthalle über der Delfinlagune war undicht

 

04.11.2011 - Welt-Online: Nürnberg-Tierschützer kritisieren Zoo nach Delfin-Totgeburten

 

04.11.2011 - Pressrelation: Erneut totes Delfinbaby des Nürnberger Tiergartens - Tierschützer legen 100-Tage-Negativbilanz der Delfin-Lagune vor

Moby und Jenny, zwei Delfine im Nürnberger Steinbruch-Delfinarium,
müssen mit Süsswasser zwangsernährt werden, weil sie schwere Nierenschäden haben (Foto WDSF)

 


 

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