WDSF Wal- und Delfinschutz-Forum

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WDSF - Tödl. Orca-Show u. Delfinarium Loro Parque

Wir nehmen Abschied von dem getöteten Loro-Parque Orcatrainer Alexis Martinez (29) und der Trainerin Dawn Brancheau (SeaWorld Orlando) und  drücken ihren Familien unser tiefstes Mitgefühl aus.


Alexis Martinez u. Dawn Brancheau
(Foto: TheOrcaProject)


Alexis Martinez (29)


Aktuell

 

06.12.2011 - Ein ausführlicher Bericht über die Hintergründe der Gefangenschaft von Meeressäuger und dem Tod von Orca-Trainern


Erneut Orca-Wal im Loro Parque auf Teneriffa in Gefangenschaft

(November 2011) Erneut wurde ein Orca im Loro Parque in Gefangenschaft genommen. Das Orca-Weibchen Morgan wurde Ende November 2011 in einer Nacht- und Nebel-Aktion aus holländischer Gefangenschaft mit Unterstützung von Brad Andrews aus den USA (SeaWorld) in den Loro Parque transportiert. Morgan war über ein Jahr nach ihrer Strandung im Jahr 2010 an der Nordsee-Küste im Delfinarium Harderwijk/Holland zur Show gestellt worden. Jetzt wird Morgan im Loro Parque kommerziell verwendet. Ursprünglich hieß es, dass Morgan nach der Aufnahme in Harderwijk wieder ausgewildert werden sollte. Setzte sich die Delfinmafia jetzt durch? Das WDSF hatte bereits im Juni 2011 nach einer Inspektion des Delfin-Gefangenschaftslager Harderwijk die Frage aufgeworfen, ob die dortige Firma "SOS Dolfijn" gestrandete Meeressäuger aufnimmt, um sie dann kommerziell zu verwenden.

02.12.2011 - Occupy LoroParque on Facebook

02.12.2011 - Posting on Facebook from a former trainer in LoroParque - Very interesting!

Eine Dokumentation über Verletzungen und Todesfällen gegenüber Menschen durch Delfine und Wale (engl.)

A Timeline of Injuries and Deaths to People,Dolphins and Whales by OPS - Dramatic Story


Thema

Nach Tod von Orca-Trainer im Loro Parque stellte das WDSF Strafanzeige gegen Park-Inhaber Wolfgang Kießling

(Hagen-Westf.) Der Geschäftsführer des Wal- und Delfinschutz-Forum, Jürgen Ortmüller, stellte nach dem tödlichem Orca-Angriff im Dezember 2009 auf den Delfintrainer Alexis Martinez (29) Strafanzeige gegen Loro Parque Besitzer Wolfgang Kiessling wegen fahrlässiger Tötung. Das WDSF appelliert nach dem weiteren Todesfall einer Orca-Trainerin in Florida an alle Urlauber, die Orca-Shows und Delfinarien zu boykottieren und fordert die deutschen Reiseveranstalter (TUI, Thomas Cook mit Neckermann und Bucher-Reisen, Rewe-Touristik mit Jahn und ITS, alltours, FTI-Touristik, Schauinslandreisen) auf, den Loro Parque aus ihrem Programm zu nehmen. Bisher hat keiner dieser Reiseveranstalter reagiert! Das WDSF empfiehlt daher den Boykott dieser Reiseveranstalter bei der nächsten Urlaubsplanung für Teneriffa aus Tierschutzgründen. Nach WDSF-Interventionen haben die genannten Reiseveranstalter wenigstens sämtliche Delfinarientouren in der Türkei gestoppt.

Dem deutschen Parkbesitzer Wolfgang Kiessling wird vorgeworfen, seine Aufsichtspflicht als Arbeitgeber des tödlich verletzten Orca-Trainers verletzt zu haben, nachdem im Jahr 2007 bereits ein ähnlicher Unfall im Loro Park passiert war. Kiessling hatte daraufhin keinerlei Massnahmen, wie z.B. die Anweisung zum Tragen von Rettungswesten, ergriffen. Die Strafanzeige lautet auf fahrlässige Tötung eines Mitarbeiters. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Orca-Show bestätigte gegenüber dem WDSF und der Staatsanwaltschaft die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen im Loro Park und hat für die Staatsanwaltschaft eine entsprechende Aussage gemacht (s.u.).

Das WDSF führte schon im Jahr 2007 eine Überprüfung der katastrophalen Orca- und Delfinshows im Loro Parque auf Teneriffa durch. Am 24.12.2009 starb der Orca-Trainer Alexis Martinez (29) nach einem Angriff des Orcas Keto. im Jahr 2007 wurde eine Orca-Trainerin im Loro Parque schwer verletzt. Im Eröffnungsjahr 2006 verwüsteten die Orcas Keto, Tekoa, Kohana und Skyla Teile des Betonbeckens, sodass die Anlage vorübergehend geschlossen werden musste. Seit Oktober 2010 lebt der Orca Adan dort in Gefangenschaft. Im November 2011 wurde ein weiterer Orca (Morgan) aus Harderwijk/Holland importiert.

Wir werden unsere bisherige Strafanzeige (s.u.) gegen den deutschen Parkbesitzer Wolfgang Kiessling jetzt erneut bei den Aufsichtsbehörden in Spanien anbringen, um auch zu klären, warum diese bisher von den Polizeibehörden totgeschwiegen wurde.

Wir benötigen für die Honorare unserer Rechtsanwälte in Deutschland und Spanien dringend Spenden. Wir müssen mit Boykott-Maßnahmen und rechtlichen Schritten gegen den Parkbesitzer Wolfgang Kiessling vorgehen, damit keine weiteren Todesfälle passieren. Weitere Wildfänge von Orcas und Delfinen müssen für Show-Zwecke und Gefangenschaft verhindert werden. Es ist dem WDSF bisher gelungen, die Delfinarien in Münster (2012) und in Soltau (2008) zu schließen. Ein Delfinarium auf Rügen wurde nach WDSF-Intervention erst gar nicht gebaut. Ebenso werden aufgrund unserer Maßnahmen Delfinarien in der Türkei geschlossen.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unsere Aktionen gegen die Mörder von Tierschutzrechten im Loro Parque finanziell unterstützen. Internationale Spenden sind auch über PayPal möglich: http://www.wdsf.eu/index.php/foerderung/wdsf-spenden.

Herzlichen Dank

Jürgen Ortmüller

(WDSF-Geschäftführer)


Please donate to stop the Orca-Show and the dolphinarium in Loro Parque/Tenerife

We as WDSF fight since 2007 against LoroParque. Next step in 2012 will be to renew our criminal complaint against the German owner Wolfgang Kiessling, because the trainer Alexis Martinez died in 2009 in the Orca-Parque by an attack of an orca. We have to proof about murder by negligence by the prosecuter. Problem is, that we are not a member organization and get no money by members. We work together with Ric O'Barry against dolphinarium and with Paul Watson against whaling, both are volunteers in the WDSF-Board of Trustees, but they have their own organization and we don't put together any money from their members. Nearly all of our donation in 2011 was used for our campaign against Turkish dolphinarium and German dolphinarium.Now our warchest is nearly empty.

If anyone has idea to collect money for our lawyers and other lawyers we need in Spain it would be great. Then we could start together big campaign against LoroParque. Nothing happens if we only stand up and protest against the Orca (and Dolphin-) - Parque on Tenerife. It is necassary to fight with paragraphs against them. By this way we closed two German dolphinarium (Muenster and Soltau) and stopped a dolphinarium in Ruegen/Germany together with ProWal. By a boycott-call and protest campaign in Turkey we hope to close dolphinarium in Turkey (many mayor promised it to us). We open our books for everyone in internet (www.ebundesanzeiger.de). It would be great, if we could get help from some friends to stop the total Orca- and Dolphin-Show in LoroParque.

International donates are possible by PayPal on WDSF Spenden.

Thanks!

Jurgen Ortmuller, Manager and Founder of WDSF


03.10.2010 - Ein Artikel der spanischen Zeitung ABC über den Autopsiebericht des tödlich verunglückten Orca-Trainers

Gerichtsmedizinischer Bericht bescheinigt Biss-Spuren des Wals auf dem Körper des jungen Mannes

Der getötete Orca-Trainer Alexis Martinez (29)

M. Á. MONTERO / SANTA CRUZ DE TENERIFE

3. OKTOBER 2010 (Deutsche Übersetzung des Berichts) 
Orca Keto griff Trainer des Loro Parks Alexis Martinez an und tötete ihn

Obwohl der Loro Park Teneriffa nach dem tragischen Ereignis in Presseinformationen immer noch versucht, klarzustellen,
dass "das Verhalten der Tiere nicht dem Angriffsverhalten in freier Wildbahn entsprach, sondern einem Rückzugsverhalten",
bescheinigen der Gerichtsmedizinische Bericht und die Staatsanwaltschaft in dem noch nicht abgeschlossenen Fall,
"Aggression" und einen "Angriff" des Orcas Keto als Ursache für den Tod des Tainers Alexis Martinez am 24. Dezember letzten Jahres.
Die Obduktion des jungen Mannes ergab verschiedene Brüche, Verletzungen und sogar Biss-Spuren des Tieres,
die „nach den vorläufigen Angaben" durch den Loro Park in Puerto de la Cruz ausgeschlossen worden waren.

Der Gerichtsmedizinische Bericht, der die Ergebnisse der Autopsie des Körpers von Alexis Martinez beinhaltet, zu dem auch „ABC“ Zugang hatte,
offenbart die charakteristischen Merkmale von Gewalt, die zum Tode des jungen 29-jährigen Trainers führten und dass die Verletzungen,
die durch den Orca „Keto“ (einer von vier Orcas im Loro Park) verursacht wurden, die Todesursache waren.
Nach dieser Analyse war ein "Lungenödem" die unmittelbar direkte Todesursache, während in der Folge als weitere Todesursache
die "mechanische Erstickung durch Kompression und Zersplitterung der Brustraums mit Verletzungen der lebenswichtigen Organe" festgestellt wurde.

Die Untersuchung zeigt nicht nur multiple Frakturen "des oberen Brustkorbs" mit Brustbein und Rippenverletzungen sondern
auch "eine gequetschte Lunge mit gebrochenen Rippenknochen und einen großen Leberriss und ebenso Biss-Spuren des Tieres.“
Nach der unabhängigen Prüfung sind die abgerundeten Abdrücke mit den Zahnabdrücken eines Orcas kompatibel.
Die Struktur und Form wurde durch den Neoprenanzug, den der Mitarbeiter während der Arbeitszeit trug, teilweise abgemildert“, formuliert der Bericht.

Am 26. Dezember, zwei Tage nach dem Vorfall, verbreitete der Tierpark eine schriftliche Erklärung, in der er sich auf die „vorläufigen Erkenntnisse“ berief
und „einen Angriff ausschließend“ erklärte, dass der Körper "keine Anzeichen von Gewalt aufweist, weder durch schlagen noch beißen,
wobei ein Mangel an Sauerstoff anscheinend die Todesursache sei.“ Doch der am Todestag erstellte vorläufige Autopsie-Bericht des Trainers bestätigte bereits,
dass es sich um einen "gewaltsamen Tod" gehandelt hat. Dies wurde durch die anschließende forensische Untersuchung bestätigt.

Drei Tage später veröffentlichte der Loro Park ein neues Statement, mit dem auf die Verletzungen und die Gewalt während der Veranstaltung eingegangen
wurde und in welchem darauf hingewiesen wird, dass "Alexis von dem Orca am Ende einer Übung durch eine unerwartete Reaktion des Tieres einen Stoß bekam."

Zudem hieß es auch, dass der Meeressäuger-Trainer "Verletzungen durch Kompression des Brust-Bereichs erlitt und somit Sauerstoffmangel die wahrscheinlichste Todesursache ist."
In dem gleichen Bericht stellt der Loro Park fest, dass sich "in der Prüfung der Details zeigt, dass das Verhalten des Tieres nicht dem entsprach,
wie diese Meeressäuger ihre Beute in freier Wildbahn angreifen, sondern eher damit, wie sie sie abdrängen."
Dies widerspricht der Aussage des Personals der Ambulanz
Servicio Canario de Urgencias, die Alexis ins Krankenhaus gebracht haben und
die in den Gerichtsmedizinischen Bericht aufgenommen wurde – beschrieben wird ein „Mann von 29 Jahren, der nach einem Orca Angriff an einem Herz- und Atemstillstand litt“.
In dem forensischen Arztbericht wurde auch vermutet, dass der Trainer "Verletzungen von einem der Orcas erlitt,
welche die Lebensorgane mit ernsten Verletzungen schädigten, die den Tod verursachten."

Die Zeugen:

Über Zeugenberichte von diesem Vorfall i.e. wurde in dieser Zeitung schon berichtet: Das übrige Trainerteam vom Loro Park erzählte,
dass Alexis von dem Tier in dem Moment "angegriffen" wurde, als er versuchte, den Pool zu verlassen. Nach den Informationen der Kollegen des jungen Mannes,
die Bestandteil der Strafverfolgung sind, schien es, „als wollte das Tier eine dritte Routineübung nicht durchführen und dabei ein "außergewöhnliches" Verhalten zeigte“.
Seitdem der Tiergarten die Show nur wenige Tage nach dem Tod des Trainers wieder fortsetzte, gehen die Trainer nicht mehr in dem Pool.
Gerade zwei Monate später hat ein Orca der gleichen Spezies im SeaWorld in Orlando die Trainerin Dawn Brancheau bei einem Angriff getötet,
die seit einem Besuch im Tiergarten im Norden von Teneriffa mit Alexis befreundet war.




Leere Ränge nach WDSF-Boykottaufrufen bei der Orca-Show im Loro Park - Juli 2010


Juli 2010 - Das Wal- und Delfinschutz-Forum hat im Juli 2010 erneut die Orca- und Delfinshow im Loro Park auf Teneriffa überprüft. Die Trainer der gefährlichen Orca-Show begeben sich inzwischen nicht mehr zu den Killerwalen in den Beckenbereich. Im Dezember war es zu einem Todesfall eines jungen Trainers (Alexis Martinez - 29) gekommen, weil ein Orca ihn aufgrund fehlender Sicherheitsvorkehrungen auf den 12 Meter tiefen Beckenboden gezogen hatte und er ertrank. Die Orca-Trainer halten inzwischen einen großen Sicherheitsabstand zu den Killerwalen.

Die Shows sind trotz Sommerzeit kaum noch besucht. Die Nachmittagsvorstellung hat nur noch einen Besucherzulauf von etwa 20 Prozent der Sitzplatzkapazität von etwa 3000 Plätzen. Auch die Mittagsvorstellung ist nur noch etwa zur Hälfte besucht. Bei lautstarker Discomusik werden die wenigen Besucher aufgefordert, rythmisch mitzuklatschen, um offenbar das Besuchermanko zu überdecken.

Da es nicht mehr zu einer direkten Interaktion zwischen Trainern und den Orcawalen kommt, haben die Shows erheblich an Attraktivität verloren und das WDSF hofft, dass auch aufgrund der mangelhaften Haltungsbedingungen die Einsicht der Parkbetreibers Wolfgang Kiessling siegt und die Shows ganz eingestellt werden.

Nach wie vor werden während der Shows im Bereich hinter der Bühne die Tiere permanent mit Wasserschläuchen und Schrubbern von Fäkalienresten gereinigt, damit die Tiere den Handzeichen der Trainer folgen können.

Während der Shows werden die Zuschauer in den ersten Reihen auf Kommando von den Orcas mit dem fäkalienbelasteten Wasser bespritzt. Vielen Besuchern ist nicht bewusst, dass sie sich mit ihren Kindern damit einem erheblichen Gesundheitsrisiko aussetzen. Das WDSF hat sich von der Ruhr-Universität Bochum bestätigen lassen, dass die Fäkalienreste im Wasser von Delfinarien toxische Verbindungen eingehen, die für die Tiere und für die Besucher gesundheitsgefährdend sein können.

Der Orca (Orcinus Orca), auch Killerwal oder Schwertwal genannt, gehört zur Familie der Delfine. Der Orca ist die größte Art der Delfine – Schwertwalbullen werden bis zu 9 m lang. Kühe bleiben mit maximal 7,7 m deutlich kleiner. Das größte dokumentierte Gewicht wurde mit 6,6 t bei einem 7,65 m langen Bullen festgestellt. Im "Orca-Ocean" im Loro Parque leben jetzt fünf Schwertwale in drei zusammenhängenden Becken, die zwischen acht und zwölf Meter tief und teilweise 120 Meter lang sind. Zum Durchschwimmen benötigen sie nur wenige Sekunden.

Bei Schwertwalen wird in Freihheit ein ausgeprägtes Sozialverhalten beobachtet, das unter anderem bei der gemeinsamen Jagd oder auch bei der Aufzucht der Kälber deutlich wird.
Dem Sozialverhalten des Schwertwals liegt eine komplexe Populationsstruktur zugrunde, deren Basis die Mutterlinie (matriline) ist. Eine typische Gruppe besteht aus einer älteren Kuh, ihren Kälbern sowie den Kälbern ihrer weiblichen Jungtiere. Es handelt sich um eine sehr enge Bindung. Nur selten bewegen sich einzelne Tiere für mehr als ein paar Stunden abseits der restlichen Mutterlinie. Die mittlere Lebenserwartung von Kühen liegt nach den ersten 6 Lebensmonaten bei etwa 50 Jahren, teilweise wird auch ein Alter von 80–90 Jahren erreicht. Bullen hingegen haben eine mittlere Lebenserwartung von etwa 30 Jahren, und werden maximal 50–60 Jahre alt.

Jagdtechniken werden an Jungtiere weiter gegeben. Die Kommunikation zwischen den Tieren ist sehr ausgeprägt. Einzelne Familien besitzen individuelle Dialekte. Diese natürlichen Verhaltensweisen und Eigenarten verkümmern meist in Gefangenschaft.

Tatsache ist, daß sich die Schwertwale im "Orca Ocean" im Loro Parque in Gefangenschaft befinden und der Möglichkeit beraubt werden, ihr Leben in freier Natur mit ihren natürlichen Gewohnheiten fortzuführen.

Bei der Delfin-Show im Loro Parque wurde festgestellt, dass sich die Anzahl der Delfine reduziert hat und davon auszugehen ist, dass es Todesfälle gegeben hat, die nicht publiziert wurden. Ebenso sind auch dort Zuschauerrückgänge zu verzeichen - nicht zuletzt vermutlich durch den Oscar-prämierten Film "Die Bucht" von Ric O'Barry, der die grausamen Hintergründe der Delfinarien aufgedeckt hat.

Foto WDSF Juli 2010

 

Das WDSF rät vom Besuch der Orca- und Delfinshows dringend ab. Beteiligen Sie sich nicht an dieser Tierquälerei!


WDSF-Strafanzeige gegen Parkbesitzer Wolfgang Kießling wegen fahrlässiger Tötung

Polizei auf Teneriffe schweigt

Ermittlungsverfahren gegen Loro-Parque Betreiber Wolfgang Kiessling: Die Staatsanwaltschaft Hagen stellt fest, dass "die Tat im betreffenden Ausland unter Strafe gestellt ist" und verweist an die ausländischen Strafverfolgungsbehörden. Das Verfahren wurde nach unserer Eingabe an die Polizei in Teneriffa bis heute (2012) dort offenbar totgeschwiegen. Wir werden uns nun an die spanische Regierung wenden und für die Saison 2012 einen internationalen Boykott der Kanareninsel Teneriffa auch über Facebook vorbereiten und sämtliche deutschen Reisebüros und Veranstalter einbeziehen.



Links zum Thema

06.12.2011 - Ein ausführlicher Bericht über die Hintergründe der Gefangenschaft von Meeressäuger und dem Tod von Orca-Trainern

26.09.2011 - Tim Zimmermann about the Orca Tekoa in Loro Parque (engl.)

06.09.2011 - Eine Delfintrainerin über den LoroPark und den Tod des Orca-Trainers Alexis Martinez (engl.) und hier ein zweiter Artikel

23.02.2011 - Todesfall in Seaworld„Free Willy“ oder Killerwal?

05.10.2010 - Orlando: SeaWorld-Orca "Kalina" tot

03.10.2010 - Ein Artikel der spanischen Zeitung ABC über den Autopsiebericht des tödlich verunglückten Orca-Trainers

08.09.2010 - San Diego: SeaWorld-Orca "Sumar" tot - Weiterer Rückschlag für Sea World in San Diego

Am 08.09.2010 starb in Sea World/Santiego Orcawal "Sumar" im Alter von nur 12 Jahren (Orcas können in Gefangenschaft bis zu 40 Jahre alt werden).
Die Todesursache ist noch unbekannt. Zuletzt wurde der Orca mit Antibiotika behandelt.

WDSF fordert Stopp sämtlicher Orca-Shows im Loro Park

http://edition.cnn.com/2010/US/09/08/california.killer.whale/#fbid=lbXGqs4vwjm&wom=false

http://latimesblogs.latimes.com/lanow/2010/09/killer-whale-dies-at-seaworld-in-san-diego-shamu-show-cancelled.html

24.08.2010 -  Florida: Killerwal "Tilikum" zerfleischte Trainerin 75 000 Dollar Strafe für Sea World

25.03.2010 - Eli Roth: Freiheit für "Sea World"-Wale gefordert

05.03.2010 - Interview mit Ric O'Barry zum Todesfall einer Trainerin mit einem Orca in Sea World/Florida -"Kein Unfall - ein Angriff"

26.02.2010 - Veranstalter streichen Delfinarien - Nicht alle ziehen mit (z.B. TUI):

26.02.2010 - Wal- und Delfinschutz-Forum fordert nach Todesfall mit einem Killerwal den Stopp der Vergnügungs-Shows

25.02.2010 - Zwei Monate nach dem im Loro Park auf Teneriffa ein Orca-Wal einen Trainer tödlich verletzt hat, tötet ein Orca im Sea World Themenpark in Florida eine Trainerin

28.12.2009 - Näheres zum tödlichen Unfall im Loro Parque - Kanaren Express

26.12.2009 - Wal- und Delfinaschutz-Forum stellt Strafanzeige nach tödlichem Unfall gegeg Loro Park-Besitzer Wolfgang Kiessling


Keine Reaktion bei Reiseveranstalter TUI

Der Reiseveranstalter TUI, der sich in den Jahren 2007 und 2008 noch scheinheilig an dem Schutzprogramm der UNEP "Year of the Dolphin" beteiligt hat, biete auch den Todestrakt der Orca-Show im Loro Park und im Sea World Orlando/Florida in seinem Programm an. Programmtext von TUI:

"Erleben Sie sensationelle Abenteuer in diesem außergewöhnlichen Meeres-Themenpark. Neben Begegnungen mit einzigartigen Meerestieren wie Wale, Delfine, Seekühe, Pinguine finden Sie auch zahlreiche Shows sowie Abenteuer pur...Oder beobachten Sie aus nächster Nähe Eisbären und Wale...Auf keinen Fall sollten Sie einen Besuch der atemberaubenden Show "Believe" verpassen, denn hier erleben Sie den bekannten Killerwal Shamu und seine Freunde."

(http://www.tui.at/dataarchive/generated/36456/tui_we_usa_kanada_s10_g-216.pdf)

14.01.2010 - Der Reiseveranstalter TUI teilt dem WDSF mit, das sie die Nachricht über den Tod des jungen Spaniers Alexis Martinez "sehr getroffen hat".  Der Leiter des Qualitäts- und Umweltmanagements der TUI, Dr. Harald Zeiss, schreibt dem WDSF, dass er bereits mit dem Eigentümer des Parks (Anm.: Wolfgang Kießling) gesprochen habe und sich Anfang Februar den Park selbst ansehen werde, "um sich ein Bild machen zu können".

Die TUI konnte sich allerdings trotz des nunmehr zweiten schweren Unfall mit den Orcas im Loro Park, der jetzt in einem tragischen Todesfall eines Trainers mündete, nicht dazu entschließen, den Park mit der Orca-Show, wie vom WDSF gefordert, aus dem Verkauf zu nehmen. Das WDSF wird sämtliche Reiseveranstalter die den Park und damit die Orca- und Delfin-Shows anbieten, auffordern, den Park aus dem Verkauf zu nehmen solange die für Mensch und Tier gefährlichen Shows angeboten werden.

Wer den Park auf Teneriffa über die TUI oder andere deutsche Reiseveranstalter wie Jahn, Schauinsland-Reisen, Neckermann, Thomas Cook, alltours etc. beispielsweise von Gran Canaria aus bucht, ist schnell für 4 Personen und ein Kind insgesamt 480 Euro nur für Anreise und Eintritt los - offenbar also ein lukratives Geschäft für alle Beteiligten in der Anbieterkette bis hin zum Park-Eigentümer

 


E-mail-Schreiben von Dr. Harald Zeiss (Leiter TUI Qualtäts- und Umweltmanagement) vom 11.02.2010 an das WDSF

 

Von: Zeiss, Harald [mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ]
Gesendet: Donnerstag, 11. Februar 2010 17:49
An: Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF
Betreff: AW: TUI / Loro Park Teneriffa

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

danke für Ihre Nachricht. Ich war in der Tat letzte Woche auf Teneriffa und habe mit H. Kiesling persönlich gesprochen. Dabei habe ich mir auch von der Anlage ein Bild gemacht.

Mein persönlicher Eindruck vom generellen Zustand der Anlage war sehr gut. Mein Kollege und ich haben kein Audit durchgeführt, aber stichprobenartig bspw. die Hygiene und die Versorgung der Tiere überprüft. Zumindest in der Haltung und Unterbringung zeigten sich auf den ersten Blick keine Abweichungen. Wir haben jedoch mit Loro Park vereinbart, zeitnah ein Travelife Audit durchzuführen um verlässlichere Daten zu erhalten.

Der traurige Unfall war ebenfalls Thema des Besuchs. Ich habe sowohl mit H. Kiesling, als auch mit dem Umweltminister Teneriffas gesprochen. Wenn die Aussagen richtig sind, wurden die Vorkommnisse von öffentlicher Seite untersucht und es konnte keine Aufsichts- oder Fürsorgepflichtsverletzung der Parkleitung festgestellt werden. In der Presse und der Wahrnehmung der Öffentlichkeit auf Teneriffa wurde ebenfalls von einem Unfall gesprochen. Die Eltern des Trainers setzen sich weiterhin stark für den Park und die Tiere ein.

Damit sind die aus unserer Perspektive wichtigen Punkte – vorerst – überprüft und unkritisch:

  1. Die Orcas und Delfine werden unseren Anforderungen entsprechend artgerecht gehalten und versorgt
  2. Es war ein Unfall, der weder vorsätzlich noch fahrlässig herbeigeführt wurde.
  3. Herr Kiesling berichtete, dass seitdem 24.12.09 die Trainer nicht mehr zu den Orcas ins Wasser dürfen. Ob dies durchgängig eingehalten wird, konnte ich während des Besuchs nicht prüfen, ich habe jedoch keine gegenteiligen Hinweise von unserem Management vor Ort.

Wir werden als nächstes das Audit in Angriff nehmen, das im März oder April durchgeführt werden soll.

Ein darüber hinausgehender Handlungsbedarf ergibt sich für uns hieraus nicht.

Für Fragen stehe ich Ihnen weiterhin gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen Harald Zeiss

 


29.12.2009 - Stellungnahme eines langjährigen Orca-Betreuers des Loro Parks in einem Schreiben an das WDSF

(s.a. Facebook: Bericht einer ehemaligen Orca-trainerin im Loro Parque (engl.) - Posting on Facebook from a former trainer in LoroParque - Very interesting!)

"Orca-Shows sind Horror"

Der Betreuer bezeichnet seine dreieinhalb-jährige Arbeit seit Beginn der Orka-Shows im Loro Park als "Horror" und fordert den Boykott des Loro Parque sowie die umgehende Schließung der Orca-Show, zumal weitere Unfälle mit den Schwertwalen vorprogrammiert seien. Was bei der Arbeit mit den Orcas im Loro Parque geschieht, wäre im "Sea World Park", dem Ursprung der vier Schwertwale, niemals erlaubt worden, schreibt der Orca-Fachmann.  Der Dompteur erhebt allerdings auch den Vorwurf, dass SeaWorld als Co-Partner der Orca Show im Loro Parque für den Tod des Trainers Alexis Martinez Verantwortung mittragen würde. Bevor der Ex-Betreuer im Loro Park tätig war, hatte er für Sea World gearbeitet und dort seine Erfahrungen mit den Meeressäugern gemacht.

Die Kanarische Regierung würde jeden Vorfall im Loro Parque vertuschen, zumal der Präsident des Loro Parks, Wolfgang Kiessling, ein ehemaliges Regierungsmitglied gewesen sei. Ebenso würden Pressemeldungen in den spanischen Medien vom Loro Parque gesteuert und Vorfälle tot geschwiegen.

Die Orcas hätten niemals in den Loro Park exportiert werden dürfen und ein Unfall wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, zumal der überwiegende Teil der Trainer keine ausreichende Erfahrung mit den Tieren hatte. Die Leitung des Loro Parque hätte keine Ratschläge der Sea World Berater angenommen, weil sie ihr "eigenes Ding" mit den Tieren machen wollten.

Der Orca-Fachmann fordet, dass die Orcas im Loro Parque unbedingt wieder "weggebracht" werden müssten.

Hinweis: Der Orca-Betreuer hat uns aktuell mitgeteilt, dass er keine weiteren Stellungnahmen abgeben möchte, da er Repressalien seitens der Leitung des Loro Parque und der Verwaltungsbehörden befürchte, da die Berichterstattung des WDSF dort beobachtet wird. Wir werden darüber berichten, falls es zu Einschränkungen gegenüber dem Orca-Betreuer kommt.

 

English report:

Thursday, 28th of July 2011

To: The Government of the Netherlands

Re: The proposal to transport the wild-born orca “Morgan” to the zoological

park Loro Parque in the Spanish Canary Islands

 

Dear Esteemed Sirs and Mesdames:

My name is Suzanne Michele Allee, and I am an American national who served as the

Director of the Image and Sound Department at Loro Parque’s killer whale venue Orca

Ocean for three and a half years. I began working at Loro Parque the day before the

orcas arrived from Sea World, on 13th February 2006, and left less than six months before

Alexis Martinez was killed by the Sea World male orca Keto. I have seen the inner

workings of Loro Parque, and as the director of the Orca Ocean shows, I was

coordinating audio, video, and two manned and five remote cameras (four underwater

cameras and one aerial camera) from a booth that has a “bird’s eye view” of the entire

venue. Additionally, I was surrounded by camera monitors that relayed the orcas’ daily

existence on the remote cameras twenty-four hours a day, seven days a week. I

documented much of the work at the park on video and in pictures, shared the trainers’

dressing rooms, and did all of my administrative work in the training staff offices (even

sharing a computer with Orca Ocean supervisor Miguel Diaz). More importantly, in

order to be able to put together the best shows possible I was in close contact with the

trainers regarding the animals’ daily health and temperament, and spent much of my time

down by the pools, on the main stage and backstage island, and inside “the tunnel” (the

underground operations’ area that lies in-between the main pool and the two back pools),

and therefore had almost no choice but to know in great detail the goings-on within Orca

Ocean.

In my opinion, Loro Parque is a wholly unsuitable facility for holding any orca, much

less a juvenile orca, and even less so a juvenile orca born in the wild. Indeed, I was so

distressed by the things I witnessed during my tenure at Loro Parque that I authored a

fourteen-page report (attached for reference) and traveled to Washington, D.C. in October

of 2010 in order to submit this report in face-to-face meetings with U.S. government

officials from the U.S. Department of Commerce: National Marine Fisheries

Service/National Oceanic and Atmospheric Association, the Marine Mammal

Commission, and the U.S. House Natural Resources Committee: Subcommittee on

Insular Affairs, Oceans and Wildlife.

Loro Parque is a very badly managed facility, and the orcas suffer as a result: Loro

Parque puts no value on or even requires higher education for its’ animal caretaking staff,

including the majority of the local trainers employed at Orca Ocean; Loro Parque’s Orca

Ocean features an unstable social group without any experienced and mature matriarch

that results in excessive aggression between the orcas (which would particularly impact

Morgan because she would be a new arrival, she would be the youngest female, and she

comes from a very different genetic and social background); and Loro Parque is set up

for entertainment and breeding, with no research or educational merit, and the

entertainment and breeding priorities of Loro Parque often have a negative impact on the

whales. These distressing factors and many more are detailed in my attached government

report. In addition, I would like to add that during my time in Washington, D.C.,

Kohana, at barely eight-years old, gave birth in Orca Ocean to her first calf at an

unnaturally young age, which she summarily rejected.

Additionally, as the lead director of the shows I was continually asked by the owner of

the park, Wolfgang Kiessling, to edit down both the content and length of the videos

produced and sent to Loro Parque by Sea World, and the trainers’ spoken text (in

Spanish) which were accompanied by text rolls in English and German. These videos

and texts were included to not only serve as segues between the entertainment portions of

the show, but also to specifically address the educational requirements per European

Union regulations. Several times I approached Loro Parque Direccion with the proposals

to install an Informational Field Trip presentation for local schoolchildren, and also to reenvision

the Aula del Mar (“Classroom of the Sea”) into a multi-media learning

experience that would feature both visual and aural elements pertaining to orcas; the Aula

del Mar was originally built to satisfy the EU requirements for education, but it serves as

nothing more noble than a holding area for the audience before the Orca Ocean stadium

is open. Both of these proposals could have been accomplished “in-house” at minimal

cost to the park but at great benefit to public education, but Loro Parque Direccion was

never interested.

I currently work in Media Outreach at Wildlife Rescue and Rehabilitation in Kendalia,

Texas, and we rescue and release more than three thousand native animals every single

year. Because this is the fundamental goal of the organization, the animal caretaking

staff limits the amount of human contact the animals are allowed to have during

rehabilitation, and as soon as they are healthy enough, the rescued animals are placed in

environments that encourage them to develop self-reliance. Last July I had occasion to

visit Dolfinarium Harderwijk, and was allowed to view and photograph Morgan just

weeks after her rescue from the North Sea. Although she had only been in the care of

humans for a few weeks, it was distressing to see how staff did nothing to try to limit her

dependence on humans in the way they cared for and fed her, which in my opinion

reveals Dolfinarium Harderwijk’s true intent from the very beginning.

I do know that public opinion in Holland is against confining Morgan to a life of

unnatural captivity, where she will no doubt be bred at a shockingly young age and give

birth to orcas that will need to be hand-raised by humans, just like Kohana and her

rejected calf Adan. It is no secret that Sea World’s captive orca gene pool is dwindling,

and the orcas born under their care are increasingly inbred (three of the Loro Parque

orcas were all fathered by Tilikum (the male Tekoa, and females Kohana and Skyla), and

two share the same mother (Keto and Skyla). The Government of the Netherlands has a

once in a lifetime opportunity to take a stand against the unnatural breeding of captive

orcas for nothing more noble than the goals of profit and entertainment, and I urge the

Government to make a decision that exemplifies the highest aspirations of humans, those of compassion and mutual respect, rather than the most base.

 

Submitted most respectfully,

 

Suzanne Michele Allee

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Überprüfung der Orca- und Delfinshows durch das Wal- und Delfinschutz-Forum bereits in 2007 mit negativem Urteil

Das WDSF hatte im Sommer 2007 die Haltungsbedingungen in der Wal- und Delfinanlage des Parks überprüft und war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Meeressäuger in viel zu großer Zahl auf zu geringer Fläche gehalten würden und dass Orcas und die Delfine nicht artgerecht gehalten werden. Die Orcas benötigen nur wenige Sekunden, um das relativ kleine Becken zu durchqueren. Auch eine größere Betonbeckenhaltung wird den Lebensbedürfnissen dieser Meeressäuger nicht gerecht, da sie in Freiheit täglich bis zu 100 Kilometer zurücklegen können und Tauchtiefen von ca. 300 Meter erreichen.

Bereits kurz nach der Eröffnung der Orca-Anlage im Februar 2006 mussten die Becken für die Öffentlichkeit wieder geschlossen werden, weil die Orcas Teile des Beckenbodens zerstört hatten (s.u. Wikipedia). Erst im Juni 2006 wurde die Show wieder eröffnet, nachdem angeblich die Sicherheitsvorkehrungen erhöht wurden und die Reparaturarbeiten abgeschlossen waren. Die unbändige Agression dieser Wildtiere aufgrund der Gefangenschaft zeigt, wie gefährlich der Umgang mit ihnen ist.

Während des Trainings am Heiligabend kam der Orca-Dompteur Alexis Martinez (29) in der Anlage ums Leben. Martinez betreute die Tiere bereits seit Ende 2007. Die Todesursache des Herzversagens des jungen Mannes ist auf Ertrinken zurück zu führen, nachdem ein Orca den Trainer offenbar beim Auftauchen behindert hatte. Es wurde auch von einem Angriff des Orcas berichtet, der dem Tiertrainer zum Verhängnis wurde. Sofortige Wiederbelebungsversuche verliefen erfolglos, sodass im örtlichen Krankenhaus nur noch der Tod des Trainers festgestellt werden konnte. An der Trainingseinheit nahmen noch sechs weitere Tiertrainer teil.

Ortmüller vom WDSF: „Aufgrund des sensiblen Sonarsystems der Tiere ist ein zufälliger Zusammenstoß mit einem Trainern ausgeschlossen. Das Wildverhalten der Orcas ist allerdings sehr ausgeprägt und somit ein Angriff in den relativ kleinen Betonbecken vorprogrammiert, zumal die Tiere in Gefangenschaft durch die lautstarken Shows mit mehreren tausend Zuschauern permanentem Stress ausgesetzt sind. Orcas und Delfine gehören nicht in Gefangenschaft.“

Das WDSF hatte bereits in 2007 nach dem damaligen Unfall von dem Leiter des Parks, Wolfgang Kiessling, gefordert, die Wal- und Delfinbecken sofort und dauerhaft zu schließen, um weitere Unfälle zu vermeiden.

(s.a. http://www.openpr.de/news/163368/Killerwale-sollen-nach-beinah-toedlichem-Unfall-aus-Loro-Park-in-Teneriffa-verbannt-werden.html). --


Infos zu dem Orca-Wal "Keto", der den Trainer im Loro Parque tödlich verletzt hat:

Keto is male orca who was born on June 17th 1995 at SeaWorld Florida. His parents are Kotar (deceased) and Kalina. In 1999 Keto was moved to SeaWorld California and then spent 10 months in Ohio before moving to SeaWorld Texas where he lives now, and if SeaWorld is planning to sell four of their orcas to Spain, Keto is among them. Keto, like his brother Keet, is second generation orca born in captivity. Keto hasn't fathered any calves. Keto means "sea monster" in Greek and may have also come from his full brother's name "Keet." His ID number is SWF-OO-9501.


Auszug aus Wikipedia: Orca-Show im Loro Parque auf Teneriffa


Die englische Wal- und Delfinschutz-Organisation WDCS (Whale and Dolphin Conservation Society)  hat eine umfangreiche Expertise zu Orcas veröffentlich.


Fotos von der Orca-Show im Loro Parque


Fotos: WDSF 2007