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 - WDSF-Beiträge zu umstrittenen Delfintherapie-Anbietern:

 

dolphin aid e.V.

 

Branko Weitzmann, Delphin-Netzwerk, Schattenkinder e.V.

 

Kids and Dolphins

 

Norbert Trompisch

 


  - AKTUELL

 

Copyright des Fotos wurde dem WDSF übertragen 

 

 

 

08.09.2016 - Der Mythos der heilenden Delfine (der Standard.at)

18.06.2016 - Eine großartige und sehr bewegende Alternative zur Delfintherapie - Musik und Gesang

 

Darius Mutter, Christa Koch, hat zu ihren Erfahrungen mit der Defintherapie mit Darius einen sehr interessanten Bericht geschrieben, den wir auf der WDSF-Seite veröffentlicht haben: https://business.facebook.com/notes/wdsf/bericht-einer-mutter-%C3%BCber-die-delfintherapie-ihres-behinderten-kindes-deutsch-un/10152716142097747

 

 

16.04.2016 - Spiegel Ausgabe 16/2016 vom 16.04.2016 - Wissenschaft: „Der nette Dr. Flipper"

Spiegel: "In der Karibik lässt eine Deutsche behinderte Kinder mit Delfinen schwimmen. Doch die Therapie ist umstritten: Psychologen glauben an eine heilsame Wirkung - Verhaltensforscher sorgen sich um das Wohl der Tiere.“

 

Das WDSF zu dem Spiegel-Artikel: Die Therapie mit Delfinen ist wissenschaftlich und medizinisch nicht anerkannt und kann im Umgang mit den Meeressäugern, die auch in Gefangenschaft Wildtiere bleiben, für Mensch und Tier gefährlich sein. Das natürliche Habitat der sensiblen Tiere ist die Freiheit der Meere. Für die Therapie werden die Delfine kommerziell missbraucht. Sie werden nach dem Futterbelohnungsprinzip trainiert und agieren nur auf Anweisung des Personals.

 

Der Spiegel-Autor Philip Bethge hat sich im Curacao Dolphin Therapy & Research Center (CDTC) über das Angebot des Düsseldorfer Delfin-Therapievermittlers dolphin aid informiert und sich beim WDSF über Hintergründe informiert. Dolphin aid, gegründet von Kirsten Kuhnert, ist ein fragwürdiger und finanzkräftiger Unterstützer der DHT (Dolphin Human Therapy) in Deutschland. Jährlich findet eine Gala im Hotel Intercontinental Düsseldorf statt, an der etliche Promis und Firmen teilnehmen und eine Menge Geld zusammentragen - wofür genau ist fraglich. Auf Mallorca vergnügen sich Funktionäre von dolphin aid mit Alt-Promis und Teilnehmern bei einem jährlichen Golfturnier und sammeln Geld bei einer Tombola.

 

Kirsten Kuhnert ist Programmdirektorin des CDTC. Sie unterstützt mit dem von ihr gegründeten Verein dolphin aid Spendenaktionen, die oft einseitig und emotional von Printmedien begleitet werden. Wenn genügend Geld für die Teilnahme an einer Therapie wie in Curacao gesammelt wurde, vermittelt dolphin aid Familien mit ihren Kindern, meist mit Entwicklungsstörungen, auch nach Curacao. 7590 Euro kostet dort eine zweiwöchige Flipper-Therapie im CDTC. Hinzu kommen die Kosten für die anstrengende Flugreise und einen Hotelaufenthalt in dem meist angebotenen Dolphin Suites-Resort, sodass eine vierköpfige Familie schnell bei 15000 Euro angelangt ist und fehlende Spendengelder aus eigener Tasche oder mit Krediten aufbringen muss, wie dem WDSF vom Bundesverband „autismus Deutschland e.V.“ bestätigt wurde . Kirsten Kuhnert soll an dem Hotel Dolphin Suites-Resort auf Curacao mit ihrem Onkel Kay Evers (Geschäftsführer von dolphin aid) partizipieren, so wurde es dem WDSF mitgeteilt.

 

Nach Angaben des Spiegel gehen rund 400 Kranke jährlich mit den Delfinen auf Curacao baden. Dazu schreibt der Spiegel: „Die Vorwärtsverteidigung (Anm.: von Kirsten Kuhnert) gehört zum Geschäft. Denn kaum eine Tiertherapie ist so umstritten wie die mit Delfinen.“ Spiegel-Autor Bethge hinterfragt, ob das Angebot „wirklich medizinisch wirksam ist oder doch nur ein esoterischen Firlefanz, eine Art Ringelpiez mit Meeressäugern.“

 

Dabei zitiert Bethge auch die amerikanische Neurowissenschaftlerin Dr. Lori Marino, dass die Delfine unter“chronischem Stress“ stehen würden. Zu Kuhnert bemerkt Bethge, dass sie, nachdem ihr damals zweijähriger Sohn Tim während einer Tauffeier unbemerkt in ein Schwimmbecken gefallen war und nach einer Gehirnunterversorgung mit Sauerstoff 15 Monate lang im Koma lag, seither auf einer Mission ist. Dabei propagiere sie, dass der Delfin „einfach ein guter Motivator für therapiemüde Dauerpatienten sei“.

 

Bethge hat sich auch mit dem Rehabilitationspsychologen Erwin Breitenbach unterhalten. Dessen Veröffentlichung über die Wirksamkeit der Delfintherapie (sog. Breitenbachstudie) hält allerdings wissenschaftlichen Untersuchungen nicht stand, wie auch Die Welt in dem Artikel "Delfintherapie hält nicht, was sie verspricht" berichtete (http://www.welt.de/…/Delfintherapie-haelt-nicht-was-sie-ver…). Der Privatdozent von der Ruhr-Universität Bochum, PD med. Dr. phil Christian Schulze, schreibt gegenüber dem WDSF zu der kritisierten "Breitenbachstudie" in einer Rezension: "Allerdings weist die Untersuchung nicht unerhebliche, v. a. methodische Mängel auf, die aus wissenschaftlichem Fokus heraus nicht nur vermeidbar gewesen wären, sondern die in ihrer Kombination mit den in der Titelei genannten Sponsoren den Verdacht der Auftragsarbeit nicht ganz entkräften können. … Die wohl gravierendste Kritik an der Studie ergibt sich aus methodischen Gründen.“

 

Der vom Spiegel ebenso zitierte Entwicklungspsychologe Rolf Oerter, emeritierter Professor, hält die „delfingestützte Therapie“ für wirksam. Auf der Internetseite von dolphin aid wird als Beweisgrundlage für die angeblich wissenschaftliche Effektivität Bezug auf einen Beitrag von Rolf Oerter und Nicole Kohn genommen. Die dort aufgeführten "wissenschaftlichen Befunde" sind allerdings inzwischen völlig überholt und entsprechen nicht mehr den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. So wird bei den Schwärmereien von Rolf Oerter auf die Versuche von Prof. Nathanson, vormaliger Direktor von Dolphin Human Therapy, bei der Delfintherapie verwiesen. Der Wissenschaftsjournalist Colin Goldner bezeichnet die Erfahrungen von Nathanson allerdings als "ausschließlich von Kommerzgedanken geleitete Experimente".

 

Oertel und Kohn weisen in ihrer Studie allerdings auch auf die schwierigen Umstände einer Delfintherapie hin: Eine Delfintharapie sei "mit hohen Kosten, den Mühen einer bis jetzt noch weiten Reise und einem hohen Engagement der Eltern verbunden“. Die Erhebung für die Studie fand in den Jahren zwischen 2000 und 2002 statt. Als Grundlage wurden auch Fragebögen von Eltern und einigen Fremdbeurteilern herangezogen, wobei die Werte der Fremdbeurteiler im Wesentlichen niedriger als die der Eltern waren. Völlig laienhaft und unwissenschaftlich kommt die Studie zu folgendem Ergebnis: „Die sorgfältige statistische Prüfung und die Gewinnung mathematisch geprüfter Dimensionen sowie der Vergleich zweier Beurteilergruppen lassen die Behauptung zu, dass die Effektivität der Delphintherapie wissenschaftlich nachgewiesen ist.“

 

Die US-Wissenschaftlerin Dr. Marino: „Traurigerweise ist den verzweifelten Menschen vielleicht nicht klar, dass die Delfine, von denen sie sich Hilfe erhoffen, psychologisch und physisch ähnlich traumatisiert sind wie sie selbst. Hinter dem freundlichen Lächeln der Delfine verbergen sich Wildtiere, die ihr Leben unter enormem Stress verbringen und jeden Anschein eines normalen Soziallebens verlieren.“ Dabei verweist Marino darauf, wie auch der Spiegel sie zitiert, dass wer zu Delfinen ins Wasser steigt, mit einem Tier im Wasser ist, das wahrscheinlich frustriert und hyperaggressiv ist, weil es in Gefangenschaft leben muss und dies zu Verletzungen bei Patienten und Übertragungen von Krankheiten zwischen Delfin und Mensch führen kann. Eher sei eine positive Wirkung auf das angenehme Klima und die gemeinsame Zeit mit der Familie zurückzuführen.

 

Der Spiegel weist darauf hin, dass die blutigen Treibjagden, wie in der japanischen Taji-Bucht, deshalb stattfinden, weil die Fischer die Tiere für viel Geld an Delfinarien in aller Welt verkaufen. „Auch in der Anlage in Curacao tummeln sich nicht nur Delfine, die dort geboten wurden“, schreibt Bethge. Neun der Delfine in der Dolphin Academy Curacao sind nach eigenen Angaben Wildfänge. Dies hatte das WDSF dem Spiegel-Autor auf Anfrage mitgeteilt.

 

Abschließend zitiert der Spiegel die „Beteuerungen“ von Kirsten Kuhnert, dass die Tier „alle paar Tage auf den offenen Ozean hinausgelassen würden und alle freiwillig zurückkehren.“ Leider wurde nicht darauf hingewiesen, dass die Delfine ihr natürliches Jagdverhalten in der Gefangenschaftshaltung verlernt haben und auf dem „offenen Ozean“ ebenso wie in der Delfinanlage gefüttert werden und dass dies der einzige Grund ist, dass die Tiere „freiwillig zurückkehren“.




16.03.2016 - Howard Carpendale ebenfalls nicht mehr Mitglied bei "dolphin aid" (ots)

 

15.03.2016 - Skandal - Dolphin aid „missbraucht“ Hugo Egon Balder für Sponsoring von Delfintherapien (MND)

 

27.01.2016 - Spenden für Delfintherapie in großem Umfang veruntreut (Kölner Stadtanzeiger)

Vorbericht aus 2006: Hausdurchsuchung bei „dolphin kids“


 

 

- "dolphin kids": Spenden für Delfintherapie in die eigene Tasche
Untreue in 122 Fällen

 

27.01.2016 - Spenden für Delfintherapie in großem Umfang veruntreut (Kölner Stadtanzeiger)

Vorbericht aus 2006: Hausdurchsuchung bei „dolphin kids“

 

(28.01.2016) - Nachdem die Kaufhof AG 200.000 Euro an den dubiosen Verein "dolphin kids" gespendet hatte und Revisoren des Konzerns bereits im Jahr 2003 Unregelmäßgikeiten festgestellt hatten, stellte die Kaufhof AG Strafanzeige. Die Vereinsvorsitzende von "dolphin kids", Gabriele Rossek, hatte daraufhin einen Insolvenzantrag gestellt. Das Bonner Landgericht verurteilte das Ehepaar Rossek jetzt – zehn Jahr später – zur gemeinsamen Zahlung von 121 391,53 Euro. Die Ehefrau haftet als Vereinsvorsitzende mit weiteren 66 798,48 Euro. Insgesamt sind es also knapp 190 000 Euro, die beide an den Insolvenzverwalter des Vereins zahlen müssen. Für die 13. Zivilkammer des Bonner Landgerichts steht außer Frage, dass die Eheleute sich hemmungslos an den Spendengeldern bedient haben.

Unter anderem auf Galas (ähnlich wie der Verein dolphin aid) mobilisierte sie zahlreiche prominente Unterstützer. Boxer Axel Schultz war unter anderem dabei, Kabarettistin Annette Frier, Tennisspielerin Anke Huber, Sänger Rainhard Fendrich, Moderatorin Britta von Lojewski und ihr Kollege Jörg Draeger sowie Big-Brother-Gewinnerin Alida Kurras. Als Schirmherrin wurde Corinna Prinzessin von Anhalt gewonnen. Der damalige NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers schickte ein Grußwort: "Der Verein hilft nicht nur den Kindern, ein Stück Lebensfreude zurückzugewinnen. Die Organisation ist auch ein Segen für die Eltern", wurde der CDU-Politiker auf der „dolphin“-Homepage zitiert.

 




- Kinderhilfswerk "Inter-National Children Help (ICH)" steigt aus Delfintherapie aus

Das Kinderhilfswerk verwendet nach Verhandlungen mit dem WDSF seit dem 14. April 2015 nach dem Ausstieg aus der Delfintherapie-Förderung nachfolgende Stellungnahme, die an alle Interessenten einer Delfintherapie lt. Angaben des Vorsitzenden Dr. Kindermann versandt wird:


 

 

10.03.2015 - Das unseriöse Geschäft mit der Delfintherapie (PR)

Das unseriöse Geschäft mit der Delfintherapie
Das unseriöse Geschäft mit der Delfintherapie

09.03.2015 - Die Gefahren einer Delfintherapie (WDSF)


08.03.2015 - Massaker überlebt, jetzt zur „Therapie“ missbrauchtDas Geschäft mit Delfinen
aus der Todes-Bucht
- hier: Vollständiger Artikeltext (BILD am Sonntag)

 

 



 

Foto: privat WDSF-Copyright



- Das große Geldgeschäft mit der Delfintherapie und der Missbrauch von Delfinen in Gefangenschaft
 

Die Delfintherapie ist wissenschaftlich und medizinisch nicht anerkannt und kann im Umgang mit den Delfinen, die auch in Gefangenschaft Wildtiere bleiben, lebensgefährlich sein (s. Kurzfilm und Berichte). Die Delfine werden für die Delfin-Therapie missbraucht und leiden in Gefangenschaft. Lesen Sie dazu unten auch die Stellungnahme des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V. und des Logopäden/Meeresbiologen Norbert Kochhan.

DelfintherapieDie Eltern von behinderten Kindern greifen verständlicherweise nach jedem Strohhalm, um ihren Kindern zu helfen. Viele Eltern verschulden sich hochgradig, da Krankenkassen die Kosten einer Delfintherapie i.d.R. nicht übernehmen. Das bestätigte uns auch der Bundesverband autismus Deutschland e.V..

Spendenaktionen, die von den Medien meist begleitet werden, erwirtschaften nur einen Teil der immensen Kosten. Durch die Medienveröffentlichungen über Spendenaktionen setzen sich die betroffenen Eltern oft selbst unter Druck, die geplante Maßnahme einer Delfintherapie kurzfristig durchzuführen. Den größten Teil der Kosten müssen die Eltern aber meist aus eigener Tasche tragen. Der Bundesfinanzhof als höchste Instanz für das Steuerrecht hat eine steuerliche Berücksichtigung der Therapiekosten mit der Begründung abgelehnt, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass die Therapie einen medizinischen Erfolg erbringt. Dolphin.aid kassiert nach uns vorliegenden Informationen 2 % der Teilnahmegebühr und vermutlich auch an der Vermittlung von Unterkünften. Eine Verzinsung der langjährig auflaufenden Spendenbeträge zugunsten betroffenener Eltern gibt es nicht (s.u. Stellungnahme Betroffener zu dolphin.aid).

 

Aus einem Spiegel-Artikel:

 

 

"Argumentationshilfe für die Delfinariumsgegner könnte nun jedoch von dritter Seite kommen. Experten wie Dietmar Todt, Leiter des Berliner Instituts für Verhaltensbiologie, halten es für "extrem bedenklich, das, was in Meeres-Freigehegen unter optimalen Bedingungen stattfindet, in Delfinarien nachzumachen". Solange niemand wisse, woher der angebliche Heilungseffekt kommt, würden bei den Patienten völlig falsche Hoffnungen geweckt, sagt Todt, der im israelischen Eilat den Effekt des Delfinultraschalls erforscht. "Wer sagt, wir brauchen Delfine für eine Therapie, instrumentalisiert die Tiere." Auch der Berliner Psychologe Rainer Brockmann, Fachmann in Sachen tiergestützter Psychotherapie, hält das Projekt in Nürnberg (Anm. Delfintherapie) für überflüssig. "Forschungen mit Delfinen haben in unserem Lebensraum keinerlei Perspektive", empört sich der Psychologe. Die "Eisbrecherfunktion", die den Delfinen beim Umgang mit kontaktgestörten Menschen nachgesagt wird, sei bei landestypischen Vierbeinern, die auf dem Trockenen leben, längst gut belegt. Wenn es den Sonderpädagogen um neue Erkenntnisse in der Mensch-Tier-Begegnung gehe, rät Brockmann, sollten es die Würzburger doch "erst einmal mit Hunden, Katzen oder Pferden" versuchen.




Krankheiten durch das Schwimmen mit Delfinen

 


Es ist mehrfach wissenschaftlich bewiesen, dass duch das Schwimmen mit Delfinen Bakterien auf den menschlichen Körper übertragen werden und schwere Krankheiten auslösen können.

Kronen-Zeitung vom 22.04.2015:

"Einmal im Leben gemeinsam mit Delfinen zu schwimmen steht für viele Menschen ganz oben auf der Wunschliste. Doch für die Tiere ist die Haltung in den winzigen Becken der Delfinarien eine Qual. Wie der Dokumentarfilm "The Dark Secrets Surrounding Dolphins" jetzt aufdeckt, birgt das Schwimmen mit den Meeressäugern auch noch große gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier.

Küsschen und "Flosse geben", Menschen im Kreis durch das Becken ziehen - für Dutzende Delfine auf der ganzen Welt ist das "Arbeitsalltag". Den Besuchern bleiben Erinnerungsfotos, die Tiere fristen ihr Dasein in einer nicht artgerechten Umgebung. Doch nur wenige wissen, wie gesundheitsgefährdend das Schwimmen mit Delfinen eigentlich sein kann - und zwar für Tier und Mensch. Diese Tatsache deckt der Dokumentarfilm "The Dark Secrets Surrounding Dolphins" ("Die dunklen Geheimnisse, die Delfine umgeben") jetzt auf.

 

Meeresbiologin Naomi Rose meldet sich in dem Film zu Wort: "Ich finde es dumm, das Schwimmen mit Delfinen überhaupt zu erlauben, denn es ist einfach nicht sicher. Tatsache ist, dass bereits zahlreiche Menschen dabei verletzt worden sind." Und auch hygienisch sei das Angebot bedenklich, so Ex-Delfintrainer Russ Rector: "Ein Delfin uriniert und kotet drei- bis fünfmal häufiger als der Mensch. Die Tiere schwimmen also quasi in ihren eigenen Fäkalien und dem Wasser muss deswegen viel Chemie zugesetzt werden." Doch das zeigt nicht immer Wirkung, und vor allem die Delfintrainer, aber auch Besucher erkranken aufgrund schädlicher Bakterien im Wasser.

 

Mensch und Tier können schwer erkranken

 

Nicht nur sterben nachweislich immer wieder Delfine an Infektionen, bedingt durch die teils sehr schlechte Wasserqualität. Auch Menschen, die das Wasser verschlucken oder kleine Wunden an der Haut haben, nehmen Bakterien und Viren auf. Dazu kommt, dass die Besucher die Meeressäuger mit Krankheiten anstecken können - und umgekehrt. Dabei handelt es sich etwa um Tuberkulose, Pilzinfektionen, Bronchitis, Bindehautentzündung und Leptospirose. Methoden wie die Zwangsfütterung, um die Tiere am Leben zu erhalten, seien überdies keine Seltenheit, so Tierschützer.

 

Delfinarien vertuschen Verletzungen an Besuchern

 

Dazu kommt das Risiko, von einem Delfin verletzt zu werden. Der erzwungene enge Kontakt zu Hunderten Menschen führt bei den Tieren zu massivem Stress, der sie nicht nur krankheitsanfällig, sondern auch frustriert und teils aggressiv macht. Trainer und Besucher enden oftmals mit gebrochenen Fingern oder Rippen, blauen Flecken und Prellungen. Im Film werden Aufnahmen von kleineren Angriffen durch Delfinen gezeigt. "Solche Zwischenfälle werden den Behörden aber fast nie gemeldet. Das liegt wohl auch daran, dass die Delfinarien den Opfern Geld anbieten, wenn sie schweigen", so Meeresbiologin Naomi Rose. "Echte Tierfreunde können auf einen solch zweifelhaften 'Spaß' gut und gerne verzichten", fasst "Krone"-Tierexpertin Maggie Entenfellner zusammen."

Film mit wissenschaftlichen Aussagen zur Bakterienübertragung beim Schwimmen mit Delfinen und den Gefahren bei der Delfintherapie (engl.) - Teil I
(Swimming With Dolphins, The Dark Secrets Surrounding Dolphins )

 

Film mit wissenschaftlichen Aussagen zur Bakterienübertragung beim Schwimmen mit Delfinen und den Gefahren bei der Delfintherapie (engl.) - Teil II
(The Truth Behind Swimming with Dolphins )

 

 

 

Wissenschaftsbezug

 

 

Die Whale and Dolphin Conservation (WDC) kommt in einer Studie  "Delfintherapie, eine Faktensammlung“ zu der Erkenntniss, dass eine Delfintherapie wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhält und medizinisch unwirksam ist, wie auch Die Welt ("Delfintherapie hält nicht, was sie verspricht") berichtete. Dr. Karsten Brensing von der WDC äußerte sich in einem Interview zu der Studie. Die sehr teure Behandlung zeige keine langfristigen Wirkungen bei den Patienten und die Delfine litten massiv unter der Haltung in den Aquarien, bilanzierte auch die Verhaltensforscherin Carola Otterstedt in Hamburg in dem Artikel von „Die Welt“.


PD Dr. Christian Schulze - WDSF-Foto
Der einem Hochschulprofessor gleichgestellte Privatdozent von der Ruhr-Universität Bochum, PD med. Dr. phil Christian Schulze,  schreibt zu der von der WDC kritisierten "Breitenbachstudie" in einer Rezension: "Allerdings weist die Untersuchung nicht unerhebliche, v. a. methodische Mängel auf, die aus wissenschaftlichem Fokus heraus nicht nur vermeidbar gewesen wären, sondern die in ihrer Kombination mit den in der Titelei genannten Sponsoren den Verdacht der Auftragsarbeit nicht ganz entkräften können. … Die wohl gravierendste Kritik an der Studie ergibt sich aus methodischen Gründen.“

 

 

 

 

 

Krankenkassen gegen Delfintherapie

 

Die Krankenkasse AOK zur Delfintherapie: "...In einer aktuellen Veröffentlichung stellen die Wissenschaftler fest, dass bisherige Untersuchungen keine zuverlässigen Anhaltspunkte für den Nutzen der Delfintherapie hergeben. Andererseits gibt es vereinzelt Verletzungen der Kinder durch die Delfine, im Übrigen sind die Kosten der Therapie sehr hoch. Da die Delfine (eigentlich wilde Tiere mit einem großen Bewegungsdrang/-radius) für diese Therapieform in Gefangenschaft gehalten werden, mehren sich auch Stimmen von Tierschutzorganisationen, die sich gegen dieses Verfahren aussprechen. ..."

 

 

Christa Koch, Mutter eines kranken Kindes**: "Mein Sohn hat bis heute noch kein einziges mal "Mama" zu mir gesagt"

 

"Ich glaube, es wäre für einige Eltern ein großer Vorteil, wenn sie ihre Energie nicht in einen Spendenmarathon stecken würden, sondern einfach mit den Kindern privat in einen Urlaub ohne Delphine starten würden. Dieselbe Energie die sie für die Organisation der Therapie aufwenden, könnten sie einfach in ihre eigene Familie stecken mit ebenfalls großem Erfolg für ihre Kinder. Das kann ja nicht sein, dass sie sich verschulden und aufreiben und sie kommen nach Hause und haben immer noch das kranke Kind und noch Ratenzahlungen dazu am Hals. Es gibt keinen einzigen Fall wo ein krankes, behindertes Kind gesund geworden ist und mein Sohn hat bis heute noch kein einziges mal "Mama" zu mir gesagt, obwohl er 2x eine solche Therapie hatte (Anm.: bei dolphin aid). Und wenn ich so alles zusammenrechne aus den letzten 15 Jahren - ohne Delphine - so kann ich nur sagen, dass er große Fortschritte gemacht hat, eben nur langsamer dafür aber dauerhaft."

 

* Die Begriffsverwendung "Mörder von Tierschutzrechten" wurde dem WDSF mit Gerichtsbeschluss des Landgerichts Hagen ausdrücklich gestattet
** Kontaktdaten der Mutter liegen dem WDSF vor

 

 

Ein  offener Brief  des WDSF-Geschäftsführers an betroffene Eltern vom 18.04.2016:

 

Sehr geehrte Familie xxxx,

 

ich habe den heutigen Artikel in der RP-online gelesen. Sie haben mein vollstes Verständnis wegen Ihres Wunsches für Ihr Kind xxxxx alles zu tun, damit es ihr besser geht. Die Kosten für eine Delfintherapie sind hoch und die Wirkung erwiesenermaßen leider gering.

 

Ich möchte Sie in aller Höflichkeit über die Hintergründe von dolphin aid und der Delfintherapie (insbesondere in Marmaris) informieren. Vielleicht möchten sie Ihre Entscheidung bezüglich einer Delfintherapie überdenken, zumal diese wunderbaren Meeressäuger regelmäßig für diese Zwecke kommerziell missbraucht werden. Es gibt ja durchaus Alternativen mit domestizierten Tieren (Pferde, Rettungshunde etc.) die durch geschulte Pädagogen und Logopäden begleitet werden (s. auf unserer HP dort unten: http://www.wdsf.eu/index.php/delfintherapie) und dem Kind ein Erlebnis bieten.

 

Eine Delfintherapie mit Delfinen in engster Gefangenschaft in den kleinen Becken und Gehegen (Marmaris) ist für das Kind nicht ungefährlich, wie Sie aus dem Hauptlink entnehmen können. Auch besteht für Mensch und Tier eine Infektionsgefahr, wie die renommierte "Kronen-Zeitung" nach wissenschaftlichen Forschungen berichtete ("Tuberkulose, Pilzinfektionen, Bronchitis, Bindehautentzündung und Leptospirose"): (http://www.krone.at/Tierecke/Schwimmen_mit_Delfinen_ist_ein_Gesundheitsrisiko-Doku_deckt_auf-Story-449461).

 

dolphin-aid: http://www.wdsf.eu/index.php/delfintherapie/dolphin-aid

 

Marmaris: http://www.wdsf.eu/index.php/delfinarien/delfinarien-tuerkei/marmaris

 

Gerne stehe ich Ihnen als Geschäftsführer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) für evtl. Rückfragen gerne zur Verfügung. Eine betroffene Mutter, die mich mit ihrem Sohn besucht hat, konnte mir bestätigen, dass sie die Delfintherapie nach zweimaligen Versuchen mit dolphin aid ablehnt: https://www.facebook.com/notes/wdsf/report-about-dolphin-assisted-therapy-dat-by-a-mother-of-a-disabled-child/10152716142097747.

 

Im Hinblick auf die Hintergründe in Zusammenhang mit dolphin aid sind kürzlich erst die beiden bisherigen "Botschafter" von dolphin aid, Hugo Egon Balder und der Schauspieler Ralf Moeller, dort ausgestiegen. Howard Carpendale hat seine Mitgliedschaft bei dolphin aid schon vor einem Jahr aufgegeben.

 

Mit besten Grüßen
Jürgen Ortmüller
www.wdsf.de


 

- Informationslinks zum Thema Delfintherapie:

  • Stellungnahme der Gesellschaft für Neuropädiatrie und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (2008)

    Auszug:

    Zusammenfassung zur Delphintherapie

    In einer ausgedehnten Literaturrecherche konnte – mit Ausnahme des Nachweises eines Effektes bei psychiatrisch kranken Erwachsenen - keine Arbeit gefunden werden, die objektiv einen positiven, der Delphin-Therapie im engeren Sinne zuzuordnenden Effekt bei behinderten Kindern beschreibt. Ein spezifischer Effekt des Delphins an sich konnte in der bisher veröffentlichten Literatur nicht bewiesen werden. Die Feststellung bezieht sich sowohl auf Kinder mit Bewegungsstörungen als auch mit psychiatrischen Erkrankungen. Am plausibelsten erscheint es immer noch, die „Delphin-Therapie“ als tiergestützte Erziehung / tiergestützte Pädagogik zu klassifizieren, wie sie Breitenbach et al. definierten (S. 13).

    Auch die beiden letzten Studien, die „Nürnberger-Studie“ und die von Frau Kohn / München, konnten diesen Beweis nicht antreten. Auch sie - wie zahlreiche andere Publikationen - konnte für das Kindesalter „nur“ feststellen, dass die Eltern ihre Kinder nach der Delphin-Therapie besser bewerteten. Der objektive Nachweis von auch längerfristig andauernden Zugewinnen wurde bisher nicht erbracht, auch wenn die Fremdbeurteilungen durch eine heterogene Gruppe von Therapeuten einen Zugewinn von Fertigkeiten dokumentierten.

    Die Delphin-Therapie kann daher nicht als eine neue wirksame Therapie angesehen werden. Es ist viel wahrscheinlicher, dass speziell von den Eltern beobachtete und erlebte / wahrgenommene Effekte dem Setting von spezifischen und unspezifischen Förderungsmaßnahmen (Urlaubssituation, starker und neuer Stimulus für das behinderte Kind und die Eltern, begleitende, allerdings intensivierte konventionelle „Rehabilitationstherapie“, Elterntreff im Sinne einer Selbsthilfegruppe, Angebot zur Hilfe bei der Bewältigung der Grundkrankheit des Kindes) zuzuordnen sind.

 

 

 


- Fachgespräch über die Delfintherapie im Bundestagsbereich mit dem WDSF

 

Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. sieht Delfintherapien in Delfinarien weiterhin als bedenklich an

 

Maria Kaminski, Vorsitzende des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V.:

„Trotz intensiver Forschungsarbeiten gibt es nach wie vor keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass eine Delfintherapie Kindern mit Autismus zu Förderung und Heilung verhilft. Um Menschen mit Autismus zu helfen, empfiehlt der Bundesverband dringend eine liebevoll konsequente Erziehung,Verhaltenstherapie mit Sprachanbahnung und Sozialtraining. Delfine sind Wildtiere. Es ist eine Frage der Ethik, ob wir Menschen diese Tiere ihrer Freiheit berauben dürfen, um sie für fragwürdige Zwecke auszunutzen.“

gez. autismus Deutschland e.V. Maria Kaminski (Vorsitzende) Mitglied bei: 
WAO

 

v.lks.: Jürgen Ortmüller (WDSF-Geschäftsführer),  Ric O'Barry (Dolphin Project, WDSF-Förderer, Oscar für "Die Bucht" und Bambi-Preisträger) Undine Kurth (MdB, Ex-parl. Geschäftführerin Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen), Maria Kaminski (Bundesvorsitzende autismus Deutschland e.V.)


 

- dolphin aid e.V.


Foto: privat WDSF-Copyright

 

 

01.12.2013 - "Alkoholkranke Blondine - Jenny Elvers im Ganzkörper-Einsatz für den guten Zweck" - (Bild.de)


02.12.2013 - Jenny Elvers zeigt tiefe Einblicke bei "Dolphin Aid" - B-Promis amüsieren sich köstlich (RP-online)

 

02.12.2012 - Über 160.000 Euro auf Benefiz-Party von dolphin aid in 2012 gesammelt - "Törtchen von Pastrami-Lachs und Medaillons vom argentinischen Rinderfilet und Himbeer-Thymian-Sorbert" für die Promis" (Die Welt)

 

(Bericht "Therapie ohne Delfine" von Meeresbiologe/Logopäde Norbert Kochhan s.u.)

Foto: privat WDSF-Copyright

 

 

 

 

15.03.2016 - Skandal - Dolphin aid „missbraucht“ Hugo Egon Balder für Sponsoring von Delfintherapien (MND) 


(WDSF - 15.03.2016) - Der Düsseldorfer Delfintherapie-Vermittler „dolphin aid“ verwendete jahrelang für seine Spenden- und Sponsorenaufrufe als Aushängeschild auch den bekannten RTL-Moderator, Fernsehproduzenten und Kabarettisten Hugo Egon Balder gegen seinen Willen. Er wird als „Botschafter“ der Organisation gelistet. Jetzt deckte das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) auf, dass Balder nach eigenen Angaben schon lange kein „Botschafter“ mehr für „dolphin aid" ist, weil er von dem kommerziellen Missbrauch der Delfine bei den Delfintherapien erfahren hat. Trotz Aufforderung durch Balder habe dolphin aid ihn als "Botschafter" nicht gelöscht. Dies geschah jetzt erst nachdem das WDSF das Thema öffentlich gemacht hat. Hugo Egon Balder hatte sich in einer RTL-Sendung von "Mario Barth deckt auf" im Oktober 2015, in der auch der WDSF-Geschäftsführer in einem Filmbeitrag zu Wort kam, für die "Freiheit für Flipper" ausgesprochen.

 

 

16.03.2016 - Howard Carpendale ebenfalls nicht mehr Mitglied bei "dolphin aid" (ots)

Copyright: Hergen Schimpf/Heimat2050 - https://www.presse-service.de/data.cfm/static/927627.html" style="margin: 8px; float: left;" title="Copyright: Hergen Schimpf/Heimat2050 - https://www.presse-service.de/data.cfm/static/927627.html" height="210" width="157">

 

WDSF 19.03.2016 - Das Büro des Sängers Howard Carpendale teilte dem WDSF am 16.03.2016 mit, dass "die Mitgliedschaft bei der Organisation vor ca. einem Jahr beendet wurde". Das Büro wolle sich "um die fehlerhafte Informationen im Internet" von dolphin aid kümmern, heißt es in der Mitteilung an das WDSF. Hugo Egon Balder und der Schauspieler Ralf Moeller wurden als "Botschafter" auf der Homepage von dolphin aid inzwischen entfernt. Die drei Promis sind nach wie vor werbeträchtig für ein Golftunier von "dolphin aid" im Mai 2016 auf Mallorca eingebunden, das im Jahr 2015 nach Angaben von RP-online für dolphin aid knapp 40.000 Euro an Erlösen einbrachte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alljährliche Abzocke von "dolphin aid"?

 

Dolphin aid, gegründet von Kirsten Kuhnert, ist ein fraglicher und finanzkräftiger Unterstützer der DHT (Dolphin Human Therapy) in Deutschland. Jährlich findet eine Gala im Hotel Intercontinental Düsseldorf statt, an der etliche Promis und Firmen teilnehmen und eine Menge Geld zusammentragen - wofür genau ist fraglich. Auf Mallorca vergnügen sich Funktionäre von dolphin aid mit Alt-Promis und Teilnehmern bei einem jährlichen Golfturnier und sammeln Geld bei einer Tombola. Im Jahr 2015 war auch der Schauspieler Heiner Lauterbach dabei, hieß es. Eltern beklagen sich über dolphin aid, da es sich nicht um eine Therapie handeln soll, sondern lediglich um das Schwimmen mit Delfinen (s.u. "Öffentliche Kritik an dolphin aid"). Die Mutter eines behinderten Kindes übermittelte dem WDSF einen Bericht über ihre negativen Erfahrungen mit dolphin aid (facebook). Sie spricht davon, dass "auch die Menschen (Anm.: Delfintherapieanbieter) mit der teuren Delphin-Therapie eine recht erträgliche und einfache Art des Einkommens gefunden haben." Dies gehe alles zu Lasten der Delfine. Die Verlierer bei dieser "Delphin-Therapie" seien eigentlich alle Beteiligten, außer dem Anbieter/Veranstalter dieser Therapieform.

 

In einem Artikel vom 15.11.2015 auf Express.de heißt es zu den Geldsammelaktionen von dolphin aid: "Auch Schauspieler Bernd Herzsprung, seit 13 Jahren Botschafter, erleichterte die Gäste um Geld. ... Weitere Gäste des Abends: Ron Williams mit Tochter Ariane Roth und Sohn Julian, Ex-Fußballprofi Uli Stein mit Tochter Jenny, Prinzessin Ursula zu Hohenlohe, Lindenstraße-Star Andrea Spatzek. Spendenergebnis: 147.000 Euro!"

 

Auf der Homepage der Organisation heißt es: "Es gibt keine wirtschaftlichen Verbindungen zu den Therapiezentren. dolphin aid betreibt kein eigenes Therapiezentrum, sondern ist eine reine Hilfsorganisation und somit völlig unabhängig" ...und weiter ... "Nach § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Abgabenordnung fördern wir nachfolgende, gemeinnützige Zwecke: Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege." Diese Aussage als Grundlage für die Steuerfreiheit und Gemeinnützigkeit von dolphin aid halten wir für fragwürdig, weil die Delfintherapie nicht zum "öffentlichen Gesundheitswesen" gerechnet werden kann. Es wird von Teilnehmern einer Delfintherapie vermutet, dass die eigenen Reisen und die Vorstandsaufwendungen (Gehälter?) des dolphin aid-Vorstands auch aus den steuerbegünstigten Spendentöpfen bezahlt wird (s. Blog-Beitrag unten). Die Organisation selbst veröffentlicht darüber keine eigenen Angaben.

 

Aufgrund einer dem WDSF übermittelten E-Mail aus November 2015 soll die dolphin aid-Gründerin Kirsten Kuhnert an dem Hotel "Dolphin Suites-Resort" auf Curacao mit ihrem Onkel Kay Evers (Geschäftsführer von dolphin aid) beteiligt sein, in dem die behinderten Kinder mit ihren Eltern untergebracht werden könnten. Wir können diesen Hinweis derzeit (noch) nicht bestätigen.

 

"Der Arzneimittelhersteller STADA unterstützt u.a. seit 2007 als Hauptsponsor den Verein dolphin aid e.V." heißt es in den dolphin aid news. Etliche andere Firmen-Förderer werden auf der Internetseite von dolphin aid aufgeführt.

 

 

Kooperation mit fragwürdigen Delfinarien - Eltern durch "Dolphin Kids" betrogen

 

"dolphin aid" zählt zu den finanziell best ausgestatteten Vermittlern von Delfintherapien. Die Therapien werden lt. Angaben des Vereins in Key Largo, Florida, im Dolphin Therapy Center Curacao, im Dolphin Reef in Eilat/Israel und im türkischen Marmaris (Onmega Dolphin Therapy) durchgeführt. Sämtliche Anlagen gelten bei Delfinschützern als fragwürdig und umstritten. Die "Delfin-Therapie-Zentren" in Curacao, Florida und Eilat wurden vom "medizinisch-wissenschaftlichen Beirat" von dolphin aid selbst "zertizifiert" und nicht von unabhängigen Prüfstellen! Ebenso förderte dolphin aid nach eigenen Angaben im Tierpark Mundomar in Benidorm (Spanien) ein Projekt, das auch von dem radikalen Pseudo-Delfintherapeuten Branko Weitzmann angeboten wird, der in einem Delfinpark in Tunesien mit Delfinen aus der grausamen Delfintreibjagd aus Taiji/Japan "arbeitete", wie auch die Bild am Sonntag berichtete. Nach Angaben der "Fundación Aqualandia Mundomar" in einem Informationsblatt, das noch im Herbst 2015 verteilt wurde, arbeitet die Stiftung "mit verschiedenen Organisationen zusammen, wie z.B. Dolphin aid, Dolphin Kids  ...".

 

In einem Bericht im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 27.01.2016 zu Dolphin Kids heißt es, dass das Bonner Landgericht in einem Zivilverfahren das Gründerehepaar wegen Veruntreuung von Spendengelder verurteilt hat: "Es verurteilte das Ehepaar – zehn Jahr später – zur gemeinsamen Zahlung von 121.391,53 Euro. Die Ehefrau haftet als Vereinsvorsitzende mit weiteren 66.798,48 Euro. Insgesamt sind es also knapp 190.000 Euro, die beide an den Insolvenzverwalter des Vereins zahlen müssen. Für die 13. Zivilkammer steht außer Frage, dass die Eheleute sich hemmungslos an den Spendengeldern bedient haben." Im Jahr 2013 wurde ein Strafverfahren gegen das Gründer-Ehepaar wegen Untreue in 122 Fällen gegen Zahlung einer vierstelligen Summe sowie dem Ableisten von jeweils 150 Sozialstunden eingestellt. Der Fall war aufgeflogen, weil Eltern plötzlich die teuren Delfin-Therapien aus eigener Tasche zahlen mussten. Angeblich seien die Spenden noch nicht beim Verein eingegangen, sei ihnen gesagt worden.

 

Zum Onmega Dolphin Center in Marmaris (Türkei), das sich im Angebot von dolphin aid befindet, hat sich das WDSF wie folgt geäußert: "Die Delfine werden dort unter katastrophalen Bedingungen in viel zu kleinen Meereskäfigen gehalten und leiden unter der kommerziellen Ausbeutung und dem Stress. Der Delfinpark mit seinem deutschen Inhaber Axel Linke ist einer der Mörder von Tierschutzrechten. Bei über 40 Grad Sonnentemperaturen verbrennen die Tiere regelrecht, weil ein erforderlicher Sonnenschutz fehlt. Die Delfinqual und der Missbrauch der Delfine in diesem "Therapiezentrum" ist katastrophal. Einen Gerichtsprozess bezüglich dieser Aussagen hat das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) vor dem Landgericht Hagen und auch in zweiter Instanz vor dem OLG Hamm im wesentlichen gewonnen.

 

 

Delfintherapie und Delfin-Shows

 

Öffentlicher YouTube-Film - https://www.youtube.com/watch?v=scOo7RSEE0E" style="margin: 8px; float: left;" title="Öffentlicher YouTube-Film: https://www.youtube.com/watch?v=scOo7RSEE0E" Immer wieder wird behauptet, dass in den von dolphin aid angebotenen "Therapiezentren" (Curacao Dolphin Therapy Center, Island Dolphin Care (Florida, Key Largo) und im Onmega Delphintherapie in Marmaris/Türkei) keine Delfin-Shows stattfinden würden. Das ist eindeutig und nachgewiesen falsch! In einem Werbefilm vom 01.03.2016 des Therapiezentrums in Curacao unter dem YouTube-Titel „Curacao Dolphin Therapy Center“ ist ab 1:40 Min des Films zu sehen, dass die Delfine auf Anweisung der Delfintrainerin reagieren und nicht freiwillig agieren (der Futtereimer steht direkt neben der Trainerin). In der Filmsequenz ab 1:55 Min. weisen die vier Delfintrainerinnen (knieend im Vordergrund - s. Foto) die Delfine an, zu springen. Jede der Trainerinnen hat einen Futtereimer neben sich stehen. Etwa 16 Zuschauer nehmen an der Show teil. 

 

Die Delfine machen nichts freiwillig bei einer Delfintherapie und in Gefangenschaft, sondern reagieren nach dem Futter-Belohnungsprinzip. Das gilt für jede Delfinhaltung in Gefangenschaft - auch in Curacao, Florida und der Türkei. In Curacao können die Delfine nicht in das offene Meer schwimmen, weil sie in einer Lagune gefangen sind und dort gefüttert werden. Nur deshalb machen sie ihre Show-Kunststücke und reagieren auf Anweisung der Delfintrainer für das Schwimmen mit den Delfinen und der angeblichen "Delfintherapie" mit den kleinen Patienten. Da sollten sich betroffene Eltern ernsthaft fragen, ob sie ein Leid (ihres Kindes) mit dem anderen (der Delfine in Gefangenschaft) ersetzen möchten.

 

 

Wissenschaftsbezug von dolphin aid zur Delfintherapie hält neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht stand

 

Auf der Internetseite von dolphin aid wird als Beweisgrundlage für die angeblich wissenschaftliche Effektivität einer Delfintherapie Bezug u.a. auf einen Beitrag von Nicole Kohn und Rolf Oerter genommen. Die dort aufgeführten "wissenschaftlichen Befunde" sind allerdings inzwischen völlig überholt und entsprechen nicht mehr den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. So wird auf die Versuche von Prof. Nathanson, vormaliger Direktor von Dolphin Human Therapy, bei der Delfintherapie verwiesen. Der Wissenschaftsjournalist Colin Goldner bezeichnet die Erfahrungen von Nathanson allerdings als "ausschließlich von Kommerzgedanken geleitete Experimente". In dem Beitrag von Kohn und Oertel heißt es, dass im "Dolphin Reef" in Israel Delfintherapien durchgeführt würden und es wird Bezug auf die dortigen Erkenntnisse genommen. Vom "Dolphin Reef" wird allerdings nur das Schwimmen mit Delfinen angeboten und keine Delfintherapie. Dolphin aid schreibt selbst widersprüchlich auf seiner Internetseite an anderer Stelle: "Die Einrichtung weist ausdrücklich darauf hin, dass sie keine Therapie durchführt, sondern ein „unterstütztes Erlebnis mit Hilfe der Delphine“.

 

Kohn und Oertel weisen auch auf die schwierigen Umstände einer Delfintherapie hin: Eine Delfintharapie sei "mit hohen Kosten, den Mühen einer bis jetzt noch weiten Reise und einem hohen Engagement der Eltern verbunden“.

 

Die Erhebung für die Studie fand in den Jahren zwischen 2000 und 2002 statt. Als Grundlage wurden auch Fragebögen von Eltern und einigen Fremdbeurteilern herangezogen, wobei die Werte der Fremdbeurteiler im Wesentlichen niedriger als die der Eltern waren. Völlig laienhaft und unwissenschaftlich kommt die Studie zu folgendem Ergebnis: „Die sorgfältige statistische Prüfung und die Gewinnung mathematisch geprüfter Dimensionen sowie der Vergleich zweier Beurteilergruppen lassen die Behauptung zu, dass die Effektivität der Delphintherapie wissenschaftlich nachgewiesen ist.“

 



Die Whale and Dolphin Conservation (WDC) kommt in einer Studie  "Delfintherapie, eine Faktensammlung“ zu völlig anderen Erkenntnissen. Dr. Karsten Brensing von der WDC äußerte sich in einem Interview zu der Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Delfintherapie wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhält, wie auch Die Welt ("Delfintherapie hält nicht, was sie verspricht") berichtete. Die sehr teure Behandlung zeige keine langfristigen Wirkungen bei den Patienten und die Delfine litten massiv unter der Haltung in den Aquarien, bilanzierte auch die Verhaltensforscherin Carola Otterstedt in Hamburg in dem Artikel von „Die Welt“.

 


PD Dr. Christian Schulze - WDSF-Foto
Der einem Hochschulprofessor gleichgestellte Privatdozent von der Ruhr-Universität Bochum, PD med. Dr. phil Christian Schulze,  schreibt zu der von der WDC kritisierten "Breitenbachstudie" in einer Rezension: "Allerdings weist die Untersuchung nicht unerhebliche, v. a. methodische Mängel auf, die aus wissenschaftlichem Fokus heraus nicht nur vermeidbar gewesen wären, sondern die in ihrer Kombination mit den in der Titelei genannten Sponsoren den Verdacht der Auftragsarbeit nicht ganz entkräften können. … Die wohl gravierendste Kritik an der Studie ergibt sich aus methodischen Gründen.“

 

 

 

 

 

 

 

Öffentliche Kritik an "dolphin aid"

 

Foto: privat WDSF-Copyright

Teilnehmer einer Delfintherapie über dolphin aid kritisieren dolphin aid in einem Blog:

 

(Anm.: Schreibfehler innerhalb der Eltern-Beiträge wurden übernommen)

 

"Wir waren ja mit DA (Anm. dolphin aid) in Curacao und ich habe Kinder kennengelernt, die bezuschusst wurden von DA.

Wir hätten nie eine Chance dazu, vermutlich sind das die Harz4-Empfänger, deren Einkommen wirklich am Minimum liegt, Normalfamilien haben keinerlei Chancen. Zwei Familien bekamen sogar zweimal Zuschüsse vom Verein. Als wir uns damals anmeldeten dachten wir auch, die sammeln auch für uns, haben sie uns aber schnell gesagt dass wir das selbst regeln müssen, sie lediglich das Spendenkonto zur Verfügung stellen.

Wir haben uns angemeldet, da war schon offiziell klar, dass Florida direkt entscheidet wer wann einen Platz bekommt, DA damit nichts zu tun hat, unsere Anmeldung ging auch nicht zu DA sondern zum DHT.

Da wir aber nicht in Florida waren kann ich nur zu Curacao was sagen. Dort kann man für 7000 Dollar die Therapue selbst buchen auch ohne DA. Nur, welchen Sinn macht es, wenn man üebr DA gebucht nur 5500 Dollar zahlt ? Also haben wir damals 1500 Dollar gespart da der Verein Rabatt bekommt.

Was richtig ist, sie behalten 2 % als Bearbeitungsgebür, steht im Anmeldeformular, ich gebe es zum ich habe es auch überlesen.

 

Und die Zinsen kassieren sie auch, bei unseren 8000 Euro die ein Jahr liegen nun und Festgeld eine gute Große Summe.

Es ist unfair dann auch noch 2 % zu erheben, warum wird das nicht aus dem Gesamtspendentopf bezahlt ? MEINE Spenden für andere Kinder oder die verwaltung zu nutzen - fragwürdig. Ich dachte immer, aus meinen zinsen bekommen andere arme Kinder Zuschüsse was ich gut gefunden hätte. Dass davon Reisen des Vorstandes bezahlt werden und Festgehälter... Naja."

 

und ein weiterer Blog-Teilnehmer:

 

"wir sind seid über 2 Jahren bei einem Verein der Delphintherapien unterstützen soll. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf ca. 100 Euro. Im 1. Jahr passierte gar nichts außer eine Gala zu der wir, in der Hoffnung einen Paten für unser Kind bekommen zu können, für viel Geld anreisten. Natürlich bekamen wir keinen Paten.

 

Im letzten Sommer dann durften wir mit unserem Kind 1 Woche zur Delphintherapie. Der Verein kümmerte sich um die Oranisation und buchte zudem noch ein völlig überteuertes Hotel. Das war alles was wir von denen als Unterstützung bekamen. Wir haben für unser Kind Spenden gesammelt..privat..und diese dann an den Verein überwiesen. Dieses Geld wurde dann für diese Therapie verwendet.

 

Wofür brauche ich also den Verein? Ich bin alleinerziehend mit 3 Kindern, werde mir also nie ohne fremde Hilfe eine solche Therapie leisten können. Den Jahresbeitrag könnte ich auch für mein Kind verwenden und mir bei einem Gemeinnützigen Verein oder Pfarramt ein Spendenkonto einrichten lassen.


Bei der Therapie lernten wir eine 4 Köpfige Familie kennen, diese nahm 1 Woche an der Therapie teil und machte noch eine Woche Urlaub. Diese Familie hat für 2 Wochen , 2 Erwachsene und 2 Kinder, mit Hotel,Flug,Leihauto 400 EUR aus eigener Tasche bezahlt, den Rest hat sie vom Verein bekommen. Einen Spendenaufruf oder ähnliche Aktionen hat diese Familie für ihr Kind nie gemacht.

 

Auch wissen wir von vielen anderen Fällen die sich ungerecht behandelt fühlen. Was passiert mit den ganzen Geldern die der Verein nicht spezifisch für 1 Kind bekommt sondern welche in die Allgemeinheit übergehen sollen? Für diesen Verein gibt es eine Menge Sponsoren,auch große Kaufhäuser. Also müssen ja einige 100 000 Euro wenn nicht sogar mehr übrig sein. Leider erfuhren wir immer wieder im Laufe der Zeit das z.B. immer die gleichen Familien einen Paten bekommen, manche sogar schon seid Jahren jedes Jahr zur Therapie fahren können. Ich weiß nicht nach welchen Gesichtspunkten die Familien,die gefördert werden,ausgewählt werden. Ich weiß auch nicht, wofür dann soviele Gelder gesammelt werden wenn doch offiziell sowieso keine Familien unterstützt werden können? Unser Problem liegt jetzt darin das wir noch eine kleine Summe Geld bei dem Verein für unser Kind liegen haben. Da ich allein mit den Kindern bin , war es mir in diesem Jahr auch nicht möglich den Beitrag zu zahlen. Wenn ich jetzt kündige ist das Geld welches ich hart erkämpft habe einfach weg. Bekommt jemand anders. Wenn ich nicht kündige, geht es wahrscheinlich Jahre so weiter und es passiert nichts.

 

Mit der Therapie selbst war ich auch nicht zufrieden und teilte das auch mit. Für unser Kind war diese eben nichts. Nur Delphinschwimmen... keine Therapie, für andere sicher sinnvoll, für unser Kind ohne Erfolg."

 

Norbert Kochhan (Logopäde, Meeresbiologe - Bericht s.u.) dazu: "Liebe Eltern: Glauben Sie wirklich, dass die hohen Kosten, die Sie für solche "Therapien" mit leidenden Delfinen in Gefangenschaft tragen müssen, das Hoffen auf Wunder rechtfertigen? Für das Geld können sie mit Ihrem Kind mehrfach in den Urlaub fahren und eine noch schönere Zeit genießen."

 

Wie zweifelhaft Vereine für Delfintherapie sein können, können Sie am Beispiel von dolphin kids nachlesen: Hausdurchsuchung bei "dolphin kids" und am 27.01.2016: "Spenden für Delfintherapie in großem Umfang veruntreut".

 

 

"Botschafter" von dolphin aid - manche steigen aus

16.03.2016 - Howard Carpendale ebenfalls nicht mehr Mitglied bei "dolphin aid" (ots)

15.03.2016 - Skandal - Dolphin aid „missbraucht“ Hugo Egon Balder für Sponsoring von Delfintherapien (MND)

 

Als "Botschafter von dolphin aid" beteiligen sich Prominente nach eigenen Angaben von "dolphin aid" mittelbar an dem Missbrauch der Delfine und an der medizinisch unsinnigen Delfintherapie:

 

Barbara Becker (Ex-Ehefrau von Boris Becker)
Bernd Herzsprung (Schauspieler)
Birgit Lechtermann (Moderatorin)
Bobby Brederlow (Schauspieler)
Claudine Wilde (Schauspielerin)
Götz Otto (Schauspieler)
Irena Möbius (Schauspielerin)
John Jürgens (Schaupieler)
Juliane Hilscher (Journalistin)
Howard Carpendale (Sänger)
Nomi Baumgartl (Fotografin)
Norbert Dobeleit (TV-Moderator)
Olivia Pascal-Kanitz (Schauspielerin)
Peter Kanitz (Fotograf)
Philipp Danne (Schauspieler)
Prinzessin Ursula zu Hohenlohe
Rolf Milser (Ex-Gewichtheber/Hotelier)
Tatjana Patitz (Ex-Model)
Thomas Rupprath (Ex-Schwimmer)

 


Als "Botschafter" von dolphin aid sind inzwischen ausgestiegen Hugo Egon Balder und Ralf Moeller. Das Büro von Howard Carpendale teilte dem WDSF in einem Schreiben vom 16.03.2016 mit, dass seine "Mitgliedschaft vor ca. einem Jahr beendet wurde".

 

Für den Schutz der Delfine sprechen sich gegenüber dem WDSF folgende Prominente aus:

 

Pierce Brosnan - Schaupieler
Hugo Egon Balder (RTL-Moderator)

Olli Banjo (Oliver Otubanjo) - Hip-Hop-Musiker
Mario Adorf (Schauspieler)
Bülent Sharif ( Schauspieler )
Anne-Sophie Mutter (Violinistin)
Kaya Yanar (Comedy)
Louie Psihoyos (Regisseur "Die Bucht" - Oscar-prämiert)
Cécile Bredie (Sängerin)
Elischeba Wilde (Model)
Peter Illmann (Moderator/Schauspieler)
Prinzessin Maja von Hohenzollern
Cornelia Corba (Schauspielerin)
Ric O'Barry (Ex-TV Trainer von "Flipper", Bambi-Preisträger)
Paul Watson (Greenpeace-Mitbegründer, Sea Shepherd-Gründer)

 


- Branko Weitzmann - Pseudo-Delfintherapie mit Delfinen aus der
grausamen Treibjagd in Taiji/Japan im Friguia Park in Tunesien

 

Branko Weitzmann pleite - Anzahlungen für Delfintherapie veruntreut?

 

(WDSF - akt. 14.09.2015) Nach uns vorliegenden Angaben ist der deutsche Pseudo-Delfintherapeut Branko Weitzmann mit seiner tunesischen Firma "Dolphin Therapie Tunesia" (eine tunesische GmbH) pleite und hat seinen Anwalt nach eigenen Angaben beauftragt, das Insolvenzverfahren einzuleiten. Derzeit soll sein Eigentum dort versteigert werden. Nach Angaben von Weitzmann habe das Delfinarium in Tunesien (mit importierten Delfinen aus Taiji) ebenfalls Insolvenz angemeldet. Eine Frau, die Anzeige gegen ihn einreichen will und die Ihre Anzahlung von 750 Euro (ebenso wie 23 andere betroffene Eltern eine Anzahlung leisteten) für eine Delfintherapie in Tunesien von Weitzmann zurückforderte, bezeichnet er sogar gegenüber ihren Rechtsanwälten als "geistig minderbemittelt". Das Geld wurde nachweislich und wunschgemäß auf ein spanisches Konto von Branko Weitzmann an seinem spanischen Wohnsitz (Denia/Alicante) überwiesen. Eine Rückerstattung der Anzahlung wird derzeit von Weitzmann verweigert.

 

Die sog. Delfintherapie in Tunesien bewirbt Weitzmann nicht unter der von ihm zitierten tunesischen GmbH, sondern im Impressum unter seiner spanischen Adresse.  Er betreibt sein Unwesen mit der Delfintherapie weiter in Spanien in Benidorm im Mundomar. Ebenso bietet Weitzmann neuerdings ein weiteres Unsinns-Projekt auf seiner facebook-Seite an "Branko Weitzmann's Das Keiko-Projekt". Dort heißt es:

 

"Das Keiko Konzept sieht seine Aufgabe in der fördernden und unterstützenden Begleitung von verhaltensauffälligen jungen Menschen und solche mit besonderen Bedürfnissen. Ziel ist es die Entwicklungsstörungen bzw. seelische Behinderungen zu verhindern, zu beseitigen oder deren Auswirkungen auf das Kind und sein Lebensumfeld tolerierbar zu machen. ... Die jungen Menschen der Projekte des Keiko Konzeptes sind zwischen 6 und 27 Jahre alt."

 

Im Hinblick auf die fortlaufend verwendete Vulgärsprache und die maßlosen und strafbaren Beleidigungen des Pseudo-Delintherapeuten Branko Weitzmann gegenüber seinen Kritikern (s.u.) ist "Das Keiko-Projekt" sicherlich nicht für Kinder und Jugendliche geignet, zumal erhebliche Zweifel an den pädagogischen Fähigkeiten von Weitzmann bestehen.

 


Angelika Riegmann-Matthies vom Verein Schatttenkinder e.V. arbeitet mit Weitzmann eng zusammen. Wie wir in nachfolgenden Berichten (und Weitzmann selbst auf seiner Homepage) darstellen, heißt es bei Weitzmann stereotyp, dass die Teilnahme an einer Delfintherapie in Benidorm/Mundomar kostenlos sei und die Eltern mit ihren Therapie-Kindern nur Flug und Unterkunft bezahlen müssten. Wie wir vom WDSF recherchiert haben, ist diese Aussage falsch. Der Verein Schattenkinder ruft 550 Euro zusätzlich für die Teilnahme auf (incl. Parkspende und Therapeuten). Im Oktober 2015 ist durch Schattenkinder eine weitere Therapie mit 10 Kindern im Mundomar geplant. Die Therapieplätze werden von Angelika Riegmann-Matthies von Schattenkinder e.V. dort gekauft und an die Eltern weitervermittelt.

 

Obwohl Weitzmann mit seiner tunesischen Firma nach eigenen Angaben insolvent ist, bietet er nach wie vor über seine Homepage die Delfintherapie für 1.495 Euro in Tunesien an. Die Terminabsprachen und Anmeldungen laufen über Angelika Riegmann-Matthies, die nach eigenen Angaben in Valencia/Spanien wohnt. Das grenzt an Betrug!

 

Wegen Beleidigungen (s.u.) wurde nun Strafanzeige gegen Weitzmann gestellt. Straftaten, die im Ausland gegen einen Deutschen begangen werden, sind nach § 7 S.1 StGB ebenfalls nach deutschem Strafrecht zu beurteilen, wenn die Tat auch am Tatort mit Strafe bedroht ist oder der Ort keiner Strafgewalt unterliegt. Eine Zuständigkeit kann sich daneben allerdings auch für ein Gericht ergeben, in dessen Bezirk ein Beschuldigter ergriffen wurde, wo also dessen Festnahme bzw. Verhaftung erfolgte. Die spanischen Polizeibehörden werden über die Strafanzeige informiert. Ebenso wird Weitzmann bei einer Einreise nach Deutschland ggf. mit einer Festnahme rechnen müssen. Der Fall Matthies-Riegmann wird dabei ebenfalls eine Rolle spielen.

 

 

Facebook-Eintrag einer betroffenen Weitzmann-Kundin:

Die Rechtsanwälte von Frau Heindel schreiben dazu: "Dass er Sie dort als geistig minderbemittelt bezeichnet, ist nicht nur eine Frechheit, sondern stellt auch eine Straftat dar, nämlich Beleidigung."

 

 

Angelika Riegmann-Matthies im Verbund im Branko Weitzmann in Tunesien mit der Verwendung von gefangenen Delfinen aus der blutigen Treibjagd in Taiji/Japan:

 

 

 

Weitzmann's fortlaufenden Beleidigungen gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller auf seiner facebook-Seite:

 

 

 

27.02.2015 - Delfintreibjagd-Saison in Taiji beendet - "Deutscher missbraucht Taiji-Delfine für Delfintherapie"


Blutiger Delfinfang in Taiji - Foto: Dieter Hagmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blutiger Delfinfang in Taiji - Foto: Dieter Hagmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

28.04.2015 - Kinderhilfswerk "Inter-National Children Help (ICH)" steigt aus Delfintherapie aus (mynewsdesk)

 

01.04.2015 - Rezension zum Buch von Branko Weitzmann "Das große Buch der Delfintherapie" auf amazon.de

 

08.03.2015 - Massaker überlebt, jetzt zur „Therapie“ missbrauchtDas Geschäft mit Delfinen
aus der Todes-Bucht
(BILD am Sonntag - Text s. nachfolgend)

18.03.2015 - The Dubious Dolphin Therapy Business (Newsdesk)

 

09.03.2015 - Die Gefahren einer Delfintherapie (WDSF)

 

Facebook: Delfintherapie - Aufklärung

 

 

 

"Das Geschäft mit Delfinen aus der Todesbucht" über Branko Weitzmann - Text Bild am Sonntag 08.03.2015
(ein Bericht von Marcus Hellwig)
:


"Morgen früh geht es wieder los. Dann wird Branko Weitzmann im tunesischen Friguia-Freizeitpark mit acht Teilnehmern eine neue „Delfin-Therapie" starten. Für den einwöchigen, knapp 1500 Euro teuren Kurs stehen Weitzmann fünf große Tümmler zur Verfügung. Unter der Aufsicht des Deutschen sollen die Tiere zusammen mit den Kurs-Teilnehmern täglich für jeweils 30 Minuten in einem Wasserbecken planschen – auch streicheln ist erlaubt. So könne unter anderem misshandelten Kindern geholfen werden, die düstere Vergangenheit aufzuarbeiten.


Ein Mädchen wird von Delfinen geküsst - Küsschen von Flipper: Mit Fotos von Kindern und scheinbar handzahmen Tieren werben zweifelhafte „Delfin-Therapien". Für die gefangenen Tiere ist der Kontakt mit Menschen nicht freiwillig, sondern dressiert.

Was seine auch aus Deutschland stammenden jungen Patienten nicht wissen: Auch die Tiere haben schreckliche Erfahrungen hinter sich. Denn sie stammen aus dem japanischen Taiji. Einer Bucht, die durch beispiellose Massaker an Delfinen zu trauriger Bekanntheit gelangte.

Es ist wieder soweit: Vor der Küste Japans werden Hunderte Delfine von Fischern zusammengetrieben und brutal abgeschlachtet. Die dort ansässigen Fischer machen jedes Jahr von September bis Ende Februar Jagd auf die Säugetiere. Dann werden große Gruppen mit Schnellbooten zur Küste getrieben. „Dort picken sich die Fischer zuerst die schönsten Exemplare heraus, fangen sie ein", sagt Jürgen Ortmüller (61).

Das miese Geschäft mit den Delfinen aus der Todesbucht von Taiji verspreche dubiosen Tierhändlern viel Geld. Der Geschäftsführer des deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) weiß: „Ein Delfin bringt beim Verkauf zwischen 19 000 und 200 000 US-Dollar."

Nachdem die zum Verkauf bestimmten Tiere abtransportiert sind, werden die übrig gebliebenen Delfine einfach mit Messern oder Lanzen abgeschlachtet. Das blutige Spektakel gelangte bereits 2009 zu trauriger Berühmtheit, als der Oscar-prämierte Dokumentarfilm „The Cove" das Massaker bekannt machte.

Doch trotz internationaler Proteste wird die Treibjagd in Taiji unvermittelt fortgesetzt. Allein in der gerade abgelaufenen Jagdsaison töteten Fischer dort 751 Delfine, weitere 80 Tiere wurden gefangen. Für „Delfin-Therapeut" Branko Weitzmann kein Problem: „Ja, meine Delfine kommen aus Japan, aus Taiji. Doch die sind ja gerettet worden."

Auch ein Leben in Gefangenschaft sei, so Weitzmann, für die Tiere keineswegs problematisch. Er erklärt: „Delfine sind Säugetiere. Die sind von Natur aus faul. Die brauchen keinen Auslauf, wenn sie ihr Futter nicht selbst fangen müssen." Und seine „Delfin-Therapie" sei auch für die Tiere selbst ein Geschenk. Weitzmann sagt: „Während der Therapie-Stunden müssen sie nicht in einer Show arbeiten, sondern bewegen sich satt, frei und natürlich."


Anm. WDSF: Die zweifelhafte Delfintherapie von Branko Weitzmann im Friguia Park in Tunesien wird ebenfalls von dem Verein Schattenkinder e.V. (s.u.) beworben!

 

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-Copyright
Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien

 

 

 

 

Kind von Delfin bedrängt - Weitzmann rammt Delfin mit Ellenbogen

 

"Delfine sind faul" - Zitat Branko Weitzmann gegenüber der BILD am Sonntag

 

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightBranko Weitzmann bietet seine Pseudo-Delfintherapie im spanischen Mundomar/Benidorm und auch im Friguia Park in Tunesien an, wo nach Angaben von Ceta-Base sechs Delfine ihren Tod fanden. Im Friguia Park  befinden sich noch mdst. vier Delfin-Wildfänge aus der grausamen Delfintreibjagd in Japan und ein weiterer Wildfang (s.a. Dokumentation auf Facebook "Dolphins in captivity in Tunisia"). Fünf Taiji-Delfine wurden im April 2011 in den Friguia Park transferiert. Mindestens einer davon verstarb demnach bereits beim Import. Nach Angaben auf der Homepage des Friguia Parks wird das Schwimmen mit den Delfinen kostenpflichtig angeboten. Der Missbrauch der Delfine aus Taiji/Japan für die Pseudotherapie und das Schwimmen mit den Delfinen fördert die grausamen Delfintreibjagden. In Japan finden alljährlich blutige tausendfache Delfin-Massaker statt, die weltweit verurteilt werden. Die schönste Delfine werden vor dem Abschlachten aussortiert, antrainiert und für bis zu 200.000 US-Dollar weltweit an Delfinarien verkauft. Die Bundesregierung kritisierte die Delfin-Massaker in Taiji und fordert, die Delfine unter Schutz zu stellen (s. TV-Bericht auf RTL2).

In einem öffentlichen YouTube-Film ist zu sehen, dass die Delfine im Friguia-Park in Tunesien von der sengenden tunesischen Sonne schwarz gebrannt sind, weil ein Sonnenschutz über den Delfinbecken fehlt. Die Delfine werden von den Teilnehmern des "Delfinschwimmens" mehrfach angefasst und geküsst. Dabei besteht eine hohe Infektionsgefahr für Delfin und Mensch. 


Ein weiterer im Netz verfügbarer öffentlicher Facebook-Film beweist, wie unprofessionell Weitzmann seine Delfintherapie betreibt. Als die Bedrohung durch das Springen des Delfins offenbar für einen behinderten Jugendlichen zu groß wird, zieht Weitzmann sich in das Nebenbecken zurück und rammt einen ihn bedrängenden Delfin mit dem Ellenbogen weg.

 

 

Gefährliches Wildverhalten der Delfine in Benidorm beim Weitzmann-Einsatz

 

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightWeitzmann in einem öffentlichen YouTube-Film in Mundomar/Benidorm mit einem behinderten Kind und vier Delfinen auf engstem Raum: "Die haben heute Nacht den Hauptpool gechlort. Deshalb haben wir die Gruppe aufgeteilt - die jungen und die Weibchen (?) bei mir und die Erwachsenen (Anm: Delfine) sind hinten im anderen Pool. Deswegen ist das hier auch so verrriegelt und verrammelt, das da keiner rüber springt. Das ist ein bisschen stressig in dem Pool hier, weil das sehr eng ist und die sind die ganze Nacht schon hier drin." Die gesamte Situation wirkt "therapeutisch" laienhaft und Weitzmann beobachtet permanent die Delfine offenbar respektvoll und fast ängstlich. 

 

In einem weiteren Video (YouTube) ist zu sehen, dass sich ein 12-jähriger Junge mit frühkindlichem Autismus teilnahmslos mit einer Pseudo-Therapeutin im Delfinbecken von Mundomar befindet und die Delfine um ihn herum schwimmen. In dem Film schlägt ein Delfin kräftig und für Kinder durchaus lebensgefährlich mit seiner Schwanzflosse auf das Wasser (ab 4:43). Ebenso ist zu sehen, dass der Delfin sich klatschend auf das Wasser fallen lässt. Es sind etliche Fälle von Verletzungen mit diesen Wildtieren in Gefangenschaft bekannt. Eine therapeutische Behandlung ergibt sich aus dem Filmstreifen nicht. Der Film offenbart allerdings eingangs eine starke Lärmbelästigung durch Maschinen in der Nähe des Delfinbeckens.


Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightIm Mundomar (Benidorm) werden 16 Delfine ebenfalls für die Delfin-Shows missbraucht. So schreibt ein Besucher auf dem Portal ParkScout: "Nur die Shows finde ich ziemlich heftig. Toll gemacht jedoch in einer Lautstärke, die als Mensch schon kaum zu ertragen ist. Wie es wohl die Tiere empfinden????." Der satte Eintrittspreis von € 25 pro Erwachsenem und € 20 für Kinder bis 12 Jahren wird mit dem Park-Sponsering der "Delfintherapie" begründet. Die Delfinhaltung wird auf etlichen Seiten im Netz als Tierquälerei bezeichnet. Selbst der Duisburger Zoo-Direktor Achim Winkler spricht bei der Delfinhaltung in Vergnügungsparks von einem Skandal und fordert, dass diese Haltung gestoppt werden müsse.Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-Copyright


Unsinnige Weitzmann-Delfintherapie medizinisch und wissenschaftlich nicht hinterlegt


Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightWeitzmann schreibt auf seiner Mundomar-Homepage: "Die Schwerpunkte unserer Therapie liegen in der Behandlung der psychischen Komponenten der verschiedenen Krankheiten. Natürlich legen wir aber auch Wert auf eine gezielte physiotherapeutische Behandlung, wenn nötig." Weitzmann vermittelt hier fälschlicherweise den Eindruck, dass es sich bei seiner Delfintherapie um eine "Behandlung" handeln würde. Diese ist jedoch nicht medizinisch hinterlegt. Durch seine Wortwahl könnte man vermuten, dass er selbst eine physiotherapeutische Behandlung favorisiert. Dabei ist aber vermutlich gemeint, dass er auf eine (externe) "physiotherapeutische Behandlung" Wert legt, die sich aber nicht in seinem Programm findet.

Auch spricht er wiederholt von "Therapie" und nicht nur von "Delfintherapie". Hier erweckt er den Anschein einer medizinischen Maßnahme, die allerdings so nicht zutreffend ist. Zu seiner Philosophie gehört, dass "die Delfine während der Therapie nicht arbeiten müssen". Das heißt nichts anderes, als dass es sich eigentlich um das Schwimmen mit Delfinen handelt und schon gar nicht um eine medizinisch therapeutische Maßnahme. Es darf auch bezweifelt werden, dass es sich bei den Mitarbeitern seiner "Delfintherapie" um medizinisch ausgebildete Therapeuten handelt - eher wohl um einfaches Personal, das mit den Kindern ein bisschen im Wasser planscht, wie das Video einer betroffenen Mutter (s.o. YouTube) beweist.

Preise für die Weitzmann-Delfintherapie in Tunesien (lt. seiner Homepage):

"Die Therapie im Friguia Park, Tunesien, dauert eine Woche (Montag bis Samstag) und kostet 1495 € (Erwachsene mit Wellnessprogramm: 1495 bis 1950 €) (Anm.: pro Person)". In diesem Preis enthalten sind der Transport vom Urlaubsort Port El Kantaoui zum Delphinarium und zurück für den Patienten und eine Begleitperson, 6 Einheiten Delphintherapie zu je 30 Minuten, die Eingangsbesprechung und der Abschlussbericht. Angehörige müssen einmalig - pro Person - den Eintritt (10 Dinar) ins Delphinarium zahlen, dann haben sie freien Zutritt für die ganze Woche."


"Psychotherapeutisch" ist einzig und alleine Weitzmann's Preisabrechnung:


Beitrag von Branko Weitzmann am 05.05.14 auf seiner Facebook-Seite

 

 

Weitzmann's angebliche Therapeuten-Ausbildung nicht wissenschaftlich


Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightDer Pseudo-Delfintherapeut Branko Weitzmann maßt sich an, ein "Bildungsprogramm der Stiftung Aqualandia Mundomar" mit "Kursen zur Zusatzqualifikation Delphintherapeut" im Freizeitpark Mundomar anzubieten. Es heißt dort: "Der Kurs richtet sich an alle Delphin-interessierte Menschen ab 18 Jahre ohne besondere Qualifikationen und Vorraussetzungen." Das zeigt bereits die wahre Motivation von Weitzmann. U.E. sollen unqualifizierte Menschen in seinen Maschen hängen bleiben, um dann wahrscheinlich von ihm für die unqualifizierte Delfin-Therapie eingesetzt zu werden. Erforderlich für die unbedarften Teilnehmer ist allerdings eine Kranken- und Unfallversicherung, die ebenfalls aus eigener Tasche bezahlt werden soll.


Die sechs praktischen Teile des Therapeuten-Ausbildungs-Kursus sind ein u.E. (wissenschaftlicher) Witz: Dazu gehören das "Beobachten der Mundomar-Delfine", eine Filmvorführung, das Erkennen der Delfine, eine Interaktion mit den Delfinen wie folgt: "Sie sitzen im Neoprenanzug am Beckenrand und lernen aus nächster Nähe unsere Delphinfamilie kennen. ...", Besuch der Delphin-, Seelöwen- und Papageienshow, für Taucher mit bereits vorhandenem Tauchschein: "Ein Tauchgang mit Delphinen in unserem Delphinarium, um den Trainern bei der Instandhaltung, Reinigung und Reparatur der Becken zu helfen". So zieht man sich nebenbei u.E. noch kostenlose Arbeitskräfte heran für die Drecksarbeiten.

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightDafür müssen die unqualifizierten Delfin-Therapeuten-Anwärter € 695 plus Unterkunft bezahlen. Der Kurs wird von dem selbsternannten Delfintherapeuten Weitzmann und der Sekrätarin des Mundomar-Vergnügungsparks, Camino Herreros Paris, geleitet. Mit anerkannter Wissenschaft hat die Delfintherapie und der Unqualifizierten-Kurses jedoch rein gar nichts zu tun, sondern nur mit einem Missbrauch der Delfine. Wir raten daher dringend von der Teilnahme ab!

 

 

 

 

Kritiker des selbsternannten Delfin-Therapeuten Branko Weitzmann auf seiner Facebook-Seite werden umgehend mundtot gemacht, indem die Beiträge gelöscht werden und der kritische Nutzer für das Kommentieren auf der Seite gesperrt wird. Auch drastische Beschimpfungen über seine Kritiker lässt Weitzmann nicht aus.



 

 

Weitzmann's Partnerin reagiert auf kritische Facebook-Kommentare mit Drohungen:

 



 

Auch auf der Facebook-Seite des mit Branko Weitzmann verbandelten "Delphin-Netzwerk" von Hildegard Thoene wurde jegliche Kritik ebenfalls sofort gelöscht und kritische Nutzer gesperrt. Auf der Homepage des Dolphin-Netzwerk wurde auch die zweifelhafte Therapie von Weitzmann beworben. Erst nach intensiven Protesten und der Aufklärung über die Herkunft der Delfine im Friguia-Park in Tunesien durch das WDSF wurden die Querverweise vom Delphin-Netzwerk auf ihrer Homepage gelöscht.

Nach eigenen Angaben betreibt Weitzmann die medizinisch unsinnige und wissenschaftlich nicht bewiesene Delfin-Therapie zu Lasten der Tiere, die unter Stress leiden, seit etwa 15 Jahren. So tritt er beispielsweise im Vergnügungspark Mundomar (Touristenhochburg Benidorm/Spanien) in Erscheinung in dem mdst. sieben Delfine ihren Tod fanden (Ceta-Base). Die in Tunesien im Friguia Park von Weitzmann verwendeten Wilddelfine aus der grausamen und blutigen Delfintreibjagd in Taiji/Japan für Zwecke einer offenbar lukrativen Delfintherapie sind ein übler Missbrauch und stellen eine mögliche Gefahr für Patienten dar.

 

(Branko Weitzmann Homepage)

Branko Weitzmann öffentlich auf Facebook

 

 

"Delphin-Netzwerk" unterstützte Branko Weitzmann's Pseudo-Delfintherapie -
Nach detaillierten Informationen des WDSF löscht das Netzwerk den Bezug

 

Aus einer Pressemeldung ergibt sich, dass das "Delphin-Netzwerk" von Hildegard Thöne die Weitzmann-Delfintherapie in Tunesien mit den Delfinen aus der grausamen Treibjagd in Taiji/Japan unterstützt. Nachfolgende Aussage in der Pressemeldung des Netzwerks entbehrt jeglichen wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen: "Der Delphin dient als Therapeut. Er sendet Ultraschallwellen aus, um sich Unterwasser zu orientieren und zu kommunizieren. Diese Wellen bringen die Patienten in einen Zustand, in dem sie bis zu 10-mal aufnahmefähiger sind als in anderen Therapien, im Klassenraum oder am Arbeitsplatz."

Nachdem das WDSF dem Delphin-Netzwerk auf deren Facebook-Seite einige kritische aber sachliche Fakten über die Weitzmann-Therapie übermittelt hatte, erfolgte umgehend die Löschung der kritischen Beiträge durch den Netzwerk-Seitenbetreiber. Der Geschäftsführer des WDSF wurde anschließend auf der Seite bezüglich einer Kommentierfunktion gesperrt.

Nach mehrfachen Kontakten per E-Mail zwischen dem WDSF und Frau Hildegard Thöne vom "Delphin-Netzwerk" und etlichen weiteren krtischen Stimmen auf Facebook, löschte das Delphin-Netzwerk den Bezug zur Weitzmann-"Therapie" und teilte mit, dass nach dem Oscar-prämierten Film Die Bucht (The Cove) fast alle Stiftungen mit denen das Delphin-Netzwerk zusammenarbeitet, die Bezuschussung von Delphintherapien eingestellt und auf alternative Angebote ausgewichen seien, da vielen offensichtlich nicht bewusst gewesen wäre, dass der Delfintherapie-Boom die Kehrseite hat, dass weitere Delfinarien eröffnet werden und dafür neue Delfine gefangen werden müssten. Thöne schrieb, dass sie in diesem Bereich auch nicht inaktiv sei, aber es komplett verhindern könne sie jedoch nicht. In der Herbstausgabe 2014 des Print-Magazins des Delphin-Netzwerk wolltel Thöne auch darüber informieren, warum sie das Delfintherapieangebot in Tunesien rausgenommen hat, denn sie habe erst nach der Veröffentlichung des WDSF über die Herkunft der Delfine im Friguia-Park in Tunesien aus der Treibjagd in Taiji/Japan erfahren (Anm.: Dieser angekündigte Beitrag ist jedoch u.E. nie erschienen).

 




- "Schattenkinder e.V." weiterhin auf der Linie des Delfin-Missbrauchs

 

Der Verein "Schattenkinder e.V." vertreten u.a. durch Angelika Riegmann-Matthies und Marina Schumacher unterstützt die zweifelhafte Delfintherapie mit den Delfinen aus der Treibjagd aus Taiji/Japan von Branko Weitzmann in Tunesien ebenfalls auf seiner Homepage. Wenigstens ist der Verein so ehrlich und schreibt auf ihrer Homepage, dass die Delphintherapie keine Wundertherapie sei. Sie könne auch keine Krankheiten heilen, heißt es dort. Auf der Facebook-Seite von Branko Weitzmann verteidigte Angelika Riegmann-Matthies allerdings vehement seine zweifelhaften Methoden in einem Beitrag vom 10.05.2014 und bezeichnete die Weitzmann-Delfintherapie: als "therapeutisches Handlungswissen" und hebt die Qualität der "Arbeit" von Weitzmann hervor, die ihm keiner streitig machen könne. Das Wohlbefinden der Tiere und damit die Sicherheit für Mensch und Tier ständen immer im Vordergrund.

Wenn das Wohlbefinden der Tiere im Vordergrund stehen würde, dann dürfte eine Therapie mit Delfinen, die in einer nicht-verhaltensgerechten Gefangenhaltung kommerziell missbraucht werden und auch noch aus grausamen Treibjagden in Taiji/Japan stammen, gar nicht durchgeführt werden. Es gibt ausreichend Alternativen von tiergestützten Thearapien mit domestizierten und entsprechend ausgebildeten Tieren (z.B. Pferde, Hunde und selbst Lamas), die von ausgebildeten und examinierten Therapeuten begleitet werden und die meist weitaus preisgünstiger sind und ein stressfreies Urlaubserlebnis für die kleinen Patienten in Deutschland bieten (s.u.).

 

 


- Der Missbrauch mit gefangenen Delfinen für die "Delfintherapie" durch
"Kids and Dolfin" ("Kemer-Methode") und Norbert Trompisch ("Alpha-Therapie")

 

(WDSF) Im Jahr 2008 wurden sieben weibliche und drei männliche Delfine aus der grausamen Delfintreibjagd in Taiji für einen Sonderpreis von 280.000 US-Dollar in die Türkei (Alanya/Sealanya-Delfinarium) für Show- und Pseudo-Therapiezwecke geliefert. Davon verstarben im Februar 2010 vier Delfine innerhalb von neun Tagen. Die überlebenden Delfine werden, wie in den meisten türkischen Delfinarien, auch in Alanya für sog. Therapiezwecke missbraucht. Im Sommer 2011 wurden von den verbliebenen sieben Delfinen im Sealanya-Delfinarien nur noch vier Tiere gesichtet. Es kommt in der Türkei immer wieder vor, dass verstorbene Delfine bei Nacht- und Nebelaktionen von den Eigentümern "entsorgt" werden.

In der Türkei werden Delfine in zehn Delfinarien in Gefangenschaft gehalten - in Belek, Bodrum/Mumcular, Antalya, Alanya, Kemer, Kas (geschlossen), Marmaris, Kusadasi und zwei in Istanbul. Die meisten türkischen Delfinarien bieten das Schwimmen mit Delfinen und/oder eine angebliche Delfintherapie für viel Geld an. Deutsche Institutionen wie "Kids and Dolfins" aus Bergheim (Angebot in der Türkei/Kemer) und dolphin aid e.V. in Düsseldorf (Angebote in Florida u. Curacao - Vorstand u.a. Kirsten Kuhnert und der Arzt für plastische Operationen u. HNO Dr. Jürgen Lindemann), Norbert Trompisch (Antalya/Türkei) und Branko Weitzmann (Mundomar in Benodorm/Spanien und Tunesien) bieten die umstrittene Delfintherapie an, deren Erfolg definitiv nicht wissenschaftlich bewiesen und medizinisch als völlig unsinnig eingestuft wird. Therapien mit domestizierten Tieren (z.B. ausgebildete Rettungshunde und Pferde) oder Delfinlauten sind preislich zumindest weitaus günstiger (z.B. http://www.dog-water-therapie.de/ und Aquawelle).

Der Österreicher Norbert Trompisch bietet in der Türkei in Antalya (Dolphinland) seine selbst kreierte "Alpha-Therapie" (http://www.dolphinswim.net/) im DolphinLand an. Dort konnte das WDSF duch Filme und Fotos im April 2011 vor Ort beweisen, dass ein Beluga-Wal eitrige Geschwüre auf dem Kopf hat, wobei sich der Trainer während der Show genau auf diese Verletzungen stellte. Einer der beiden Seelöwen ist auf einem Auge völlig erblindet und muss weiterhin an den Shows teilnehmen. Die drei Delfine (Große Tümmler) sind durch die starke Sonnenstrahlung (kein Sonnenschutz) schwarz gebrannt und weisen tiefe Riefen, vermutlich durch gegenseitige Bisse, an ihren Atemlöchern auf.

 

Tiergarten Nürnberg arbeit mit "Pseudo-Delfintherapeut" Norbert Trompisch zusammen

 

Belugawal im Antalya Dolphinland mit Geschwüren auf dem Kopf wird in der Show missbraucht
(akt. 11.03.2013) In dem katastrophalen Delfinarium "DolphinLand" in Antalya (Türkei) bietet der Österreicher Norbert Trompisch die umstrittene Delfintherapie an. Die Aufmachung seiner Internet-Seite (Alpha-Therapie/Dolphin-Swim Delfintherapie) vermittelt die Illusion, dass die Delfintherapie dort wissenschaftliche Erfolge aufzuweisen hätte. Es ist von "Institut, Akademie und Forschung" die Rede: "So sind unsere Programme immer garantiert am letzten Stand der Wissenschaft und damit ist auch sichergestellt, dass Ihr Erlebnis mit unseren Delphinen niemals auf Kosten der beteiligten Tiere geht." WDSF und ProWal konnten gerade in diesem Delfinarium in Antalya an der türkischen Riviera aufdecken, dass verletzte Meeressäuger für die Shows missbraucht werden (s. Filmbericht). Keiner der großen deutschen Reiseveranstalter bietet dieses Delfinarium noch an. Auch Trompisch gehört damit zu den "Mördern von Tierschutzrechten". Wir raten dringend von der Inanspruchnahme seines zweifelhaften Delfintherapie-Angebots ab.

 

Der Pseudo-Delfintherapeut Norbert Trompisch arbeitet nach Angaben des Internet-Portals Infowelt der Tiere auch mit dem Tiergarten Nürnberg zusammen. Dort heißt es: "Da es keine geschützte Ausbildung (Anm.: zum Delfintherapeuten) gibt, arbeitet Nürnberg mit Norbert Trompisch zusammen. Er bildet Therapeuten in einem Delfinarium auf der Krim aus und arbeitet u.a. mit einem Delfinarium in Antalya (Anm.: DolphinLand Antalya). Die von ihm entwickelte und so genannte Alphatherapie beruht auf der angeblichen Wirkung des Sonars der Delfine, was die oben genannte Studie allerdings in Abrede stellt. Trompisch unterhält das Unternehmen Dolphinswimm, 1 Woche in Antalya kostet um die 3.500 €."

Trompisch wird auch im Zusammenhang mit der Studie der Universität Würzburg (Forschungsprojekt Delfintherapie - Fragen und Antworten vom 10.01.2008) genannt (dort S. 2 zu der Frage "Wie wird man Delfintherapeutin"). Diese Studie wurde in der Fachwelt stark kritisiert, weil sie keinen neutralen wissenschaftlichen Grundlagen stand hielte (s.u.). Inzwischen wurde die Studie abgeschlossen, so dass keine weitere Teilnahme daran mehr möglich ist. Der Tiergarten Nürnberg hat angekündigt, ab 2014 wieder in das Geschäft mit der Delfintherapie einzusteigen.

Die Kosten für die Teilnahme an der zweifelhaften Delfintherapie belaufen sich bei Trompisch auf bis zu 3.900 Euro zzgl. Unterkunft und Anreise.

 

 

Als Delfintrainer und Delfintherapeut braucht man bei Trompisch nur schwimmen können - Armutszeugnis für Tiergarten Nürnberg

 

Trompisch macht sein Geld auch mit seinem zweifelhaften Angebot der Ausbildung zum "Delfintherapeuten" - eine offiziell nicht anerkannte Berufsausbildung in Deutschland. Sein Angebot: Einem Theoriekurs von einer Woche in Österreich schließt sich ein "4-wöchiges Praxismodul im DolphinLand in Antalya/Türkei an". Damit ist die Ausbildung zum "Delfintherapeuten" dann abgeschlossen. Trompisch's Erläuterung (Anm.: Screenshot liegt uns vor): "Sie erfüllen die Voraussetzungen zur DelphintherapeutInnen-Ausbildung nicht? Kein Problem: Unsere DelphintrainerInnen-Ausbildung, (Anm.: zu der keinerlei pädagogische Voraussetzungen erforderlich sind) für die lediglich Schwimmkenntnisse erforderlich sind, ist Ihr Einstieg in die DelphintherapeutInnen-Ausbildung und Berufswelt mit Delphinen in Therapie und Training." Selbst Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind gefragt. Die Kosten für die einwöchige theoretische Delphintrainer-Ausbildung belaufen sich auf 840 Euro (zzgl. Flug und Unterkunft in Österreich - Stand Mai 2014). Die sich anschließenden Kosten als "Delfintherapeut" in Antalya/Türkei betragen 2.500 Euro zzgl. Flug und Unterkunft für 4 Wochen in Antalya. Für uns stellt sich das als Abzocke dar und der Tiergarten Nürnberg, der nach Außen hin immer einen großen Wert auf einen wissenschaftlichen Bildungsauftrag legt, stellt sich ein Armutszeugnis aus, wenn er mit solchen Leuten zusammen arbeitet.

 

Delfintherapie* Anm.: Bei der mehrfach erwähnten "Studie" handelt sich um eine Studie der Uni Würzburg zur Wirkung der Delfintherapie, die in der wissenschaftlichen Fachwelt allerdings äußerst umstritten ist. Interessanterweise war in dem Projektteam zu dieser Studie auch der Verhaltensbiologie des Tierparks Nürnberg, Lorenzo von Fersen, vertreten. Ebenso nahmen zwei Delfin-Dompteure an der Studie teil (Armin Fritz und Daniel Zieger). Fachkundige Delfinschutz-Organisationen waren nicht zu gelassen. PD Dr. Christian Schulze von der Ruhr-Universität Bochum kommt in einer Rezension zu dieser sog. "Breitenbach-Studie" zu folgendem Ergebnis : "Allerdings weist die Untersuchung nicht unerhebliche, v. a. methodische Mängel auf, die aus wissenschaftlichem Fokus heraus nicht nur vermeidbar gewesen wären, sondern die in ihrer Kombination mit den in der Titelei genannten Sponsoren den Verdacht der Auftragsarbeit nicht ganz entkräften können."

 

WDSF-Foto

WDSF-Foto

Eitrige Geschwüre bei einem Beluga-Wal im Delfinarium "DolphinLand" in Antalya und halbblinde Seelöwen - Das Delfinarium wird auch von Norbert Trompisch als Therapie-Zentrum genutzt.

 

 

 

Kosten von über 10.000 Euro für 14 Tage Pseudo-Therapie bei der deutschen Organisation "kids & dolfins"

(WDSF) Die Kids and Dolfins GmbH, Geschäftsführer Siegfried Wozny, (Sitz in 50127 Bergheim/Deutschland) bietet die Pseudo-Delfintherapie in viel zu kleinen Betonbecken in Kemer/Türkei an - Wozny ist für uns ebenfalls einer der "Mörder von Tierschutzrechten"

Auf der Homepage des fragwürdigen Angebots heißt es in der Überschrift: "Delphin unterstützte Therapie für behinderte Patienten". Bei der Preisangabe ist dann nur noch von "Delfinschwimmen" die Rede.

Die Kosten für die Teilnahme an dem "Delfinschwimmen und Physiotherapie" belaufen sich bei "Kids and Dolphin" für 10 Tage in Kemer/Türkei auf mdst. 5.732 Euro. Hinzu kommen die entspr. Kosten für weitere Mitreisende, so dass bei einer 4-köpfigen Familie ein 14-Tage-Aufenthalt je nach Unterkunft und Flug über 10.000 Euro kosten kann.

In Deutschland hatte das Marienkrankenhaus in Wickede-Wimbern (Dr. Rupert Sobotta) und Dr.med. F.W. Steinweg (Katharinen-Hospital Unna) ein kostenpflichtiges "offizielles Nachsorgezentrum" für die türkische Delfintherapie nach der "Kemer-Methode" eingerichtet. Damit beteiligten sich selbst Krankenhäuser und Ärzte mittelbar an der Tierquälerei. Das Angebot des Marienkrankenhauses endete zum 31.12.2011 und es steht nunmehr kein weiteres Nachsorgeangebot zur Verfügung.

Von Dummheit kaum zu übertreffen ist die Aussage auf der Homepage (letzter Absatz) des kommerziellen Unternehmens "Kids and Dolfin GmbH": "Das häufig geäußerte Argument, dass man die Delphin-unterstützte Therapie auch mit anderen domestizierten Tieren durchführen könne, ist falsch und auf Nichtwissen zurückzuführen." Gleichzeitig offeriert Kids and dolfins aber auf einer weiteren Seite ihrer Homepage die Hippotherapie mit Pferden. Hier verweisen wir auf die Aussage (s.o.) der Bundesverbandes autismus e.V. Deutschand, die dieser Aussage eindeutig widerspricht, wobei die Delfintherapie als bedenklich eingestuft wird.

Dr. med. F.W. Steinweg von "kids and dolphins" beruft sich in einem Statement auf der Homepage auf die Aussagen zur Delfintherapie von Dr. Betsy Smith sowei Dr. David E. Nathanson, die angeblich die Delfintherapie favorisieren. Genau das Gegenteil ist allerdings der Fall, denn die beiden amerikanischen Wissenschaftler haben sich inzwischen von der Delfintherapie distanziert. Die "Methode KEMER" ist ebenso wie die gesamte Delfintherapie wissenschaftlich und medizinisch nicht haltbar und schadet den Delfinen in der Gefangenschaft in den viel zu kleinen Betonbecken. Die Delfine werden für Therapien missbraucht und die Kinder unnötigen Gefahren ausgesetzt.



 

 

Hans-Peter Riek und Jürgen Kalwey mit im Boot

 

Hans-Peter Riek, der mit seinem Pseudo-Delfintherapie-Verein "lucky dolfins for lucky children" mit dem türkischen Troy-Delfinarium in Belek finanziell kooperiert, ist mit Jürgen Kalwey befreundet, der 2003 die Delfin-Therapy-Organisation "kids and dolfins" in Kemer mitgegründet hat und auch in Belek beteiligt ist. In allen türkischen Delfinarien werden die Delfine unter katastrophalen Bedingungen gehalten und verbrennen oft ohne Sonnenschutz in den Delfinarien. Vier Delfine aus der Delfintreibjagd in Taiji/Japan starben in Alanya innerhalb weniger Tage. Die Partnerin von Hans-Peter Riek witterte offenbar auch das große Geld und gründete den Verein "oneLife one Care e.V.". Mit dem Druck auf die Tränendrüse lebt es sich offenbar ganz gut.

Eltern behinderte Kinder wollen verständlicherweise ihren behinderten Kindern helfen. Dabei wäre es viel billiger auf die Hippotherapie mit Pferden oder die Therapie mit ausgebildeten Rettungshunden zurückzugreifen.

 


 - Alternativen zur Delfintherapie

Dog-Water-Therapie

Die Dog-Water-Therapie-Academy steht seit 10 Jahren im Dienst für das Wohl der Kinder


 "Seit 2011 rechnen Sie mit allen Kassen mit IK Nr. "

 

 

 

 


 

 

Aquawelle - Therapie mit Delfinlauten

 

  


 

Delfintherapie ohne Delfine in Österreich

 

„Liquid Dolphins“
 

Das Delfin-Erlebnisbad des Jugend- und Familiengästehauses in Sigmundsberg / Mariazel

 

 


 

- WDSF-Kurzfilm über die Lebensgefahr einer Delfintherapie für Kinder in der Türkei

Lebensgefahr für Kinder bei Delfintherapie

Im nachfolgenden Video schlagen Delfine in der Türkei (Bodrum bzw. Kas) mit ihrer Schwanzflosse immer wieder monoton und kräftig auf das Wasser. Durch die jahrelange Gefangenschaft in den kleinen Drahtkäfigen sind die Delfine stark verhaltensgestört. Diese Delfine sollen für die Delfintherapie mit Kindern eingesetzt werden. Das kann für die behinderten Kinder lebensgefährlich werden. Das WDSF rät dringend von dem Besuch der Delfinarien und der Delfintherapie insbesondere in der Türkei ab. Den Eigentümern der Delfine und der Delfinarien geht es darum, möglichst schnell viel Geld zu machen und das auf Kosten der sensiblen Meeressäuger und der Gesundheit der Menschen.

YouTube-Video: Gefährliche Delfine ( Dangerous Dolfphins ) für Delfintherapie mit Kindern

Hier: Ein weiterer Film über die Verletzung eines kleinen Mädchens beim Füttern von Delfinen im Delfinarium

 


Sealanya-Todesdelfinarium in Alanya - dort starben innerhalb weniger Tage
insgesamt vier Delfine die zuvor aus der blutigen Treibjagd in Taiji/Japan
importiert worden waren.


 

- TUI streicht das Onmega Dolphintherapie Center in Marmaris/Türkei

(Anm.: Nach WDSF-Dokumentationen über die katastrophalen Delfinarien-Zustände in der Türkei bietet seit 2010 kein deutscher großer Reiseveranstalter mehr Delfinarien-Touren in der Türkei an - TUI, FTI, alltours und Schauinsland Reisen haben das Angebot von Delfin- und Orca-Shows inzwischen weltweit gestoppt)

Von: Lawitschka, Lena [mailto: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ]
Gesendet: Freitag, 17. Juni 2011 15:39
An: Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF
Betreff: Ihr Schreiben vom 09.06.2011

Guten Tag Herr Ortmüller,


Vielen Dank für Ihre Stellungnahme, welche wir heute erhalten haben.  Bezüglich der Onmega Ltd. kann ich Ihnen nur wiederholt mitteilen, dass wir unseren Gästen keine Ausflüge/ Delphintherapien in das Onmega Dolphintherapie Center anbieten.

Mit freundlichen Grüßen

Lena Lawitschka
Referentin Nachhaltigkeitsmanagement
TUI Deutschland GmbH
Karl-Wiechert-Allee 23
30625 Hannover


 

- Bundesverband autismus Deutschland e.V. sieht Delfintherapien
in Delfinarien weiterhin als bedenklich an

Maria Kaminski, Vorsitzende des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V.:

„Trotz intensiver Forschungsarbeiten gibt es nach wie vor keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass eine Delfintherapie Kindern mit Autismus zu Förderung und Heilung verhilft. Um Menschen mit Autismus zu helfen, empfiehlt der Bundesverband dringend eine liebevoll konsequente Erziehung,Verhaltenstherapie mit Sprachanbahnung und Sozialtraining. Delfine sind Wildtiere. Es ist eine Frage der Ethik, ob wir Menschen diese Tiere ihrer Freiheit berauben dürfen, um sie für fragwürdige Zwecke auszunutzen.“

gez. autismus Deutschland e.V. Maria Kaminski (Vorsitzende) Mitglied bei: 
WAO

 


 

 


 

- Deutsche Reiseveranstalter boykottieren Delfinarien

Sämtliche großen deutschen Reiseveranstalterwie TUI, REWE-Touristik (mit Jahn Reisen und ITS), Schauinslandreisen, Thomas Cook (mit Neckermann und Bucher-Reisen), Öger Tours und alltours boten bis 2010 ihren Hotelgästen noch Ausflugstouren in türkische Delfinarien an. Nach Interventionen und Boykottaufrufen des WDSF aufgrund der mangelhaften Haltungsbedingungen in den Delfinarien und nach den Todesfällen haben die genannnten Veranstalter ihre Angebote in der gesamten Türkei aus dem Programm gestrichen.



(s.a. http://www.n-tv.de/reise/Boykott-tuerkischer-Delfinarien-article2977066.html und

http://www.derwesten.de/leben/reise/Deutsche-Reiseveranstalter-boykottieren-Delfinarien-in-der-Tuerkei-id4515343.html )

Verrostete Meeressäuger-Boxen im Delfinarium in Antalya


 

- Delfintherapie - Dolphin Assisted Therapy (DAT) von Norbert Kochhan (Meeresbiologe, Logopäde)

Erfolge medizinisch und wissenschaftlich nicht erwiesen

Die meist kommerziellen Delfintherapien werden in der Öffentlichkeit leider nur einseitig, also im Sinne der Anbieter dargestellt. Eine kritische Sichtweise wird nicht zugelassen, da sie sich geschäftsschädigend auswirken würde. Trotzdem muss auch die andere Seite des Themas "Delfintherapie" geschildert werden, die gerne in der Öffentlichkeit verschwiegen wird.

Etliche Ärzte und Therapeuten arbeiten in diesem Bereich und geben der Delfintherapie dadurch nach außen den zweifelhaften Anschein der „Wissenschaftlichkeit“. Sie kooperieren weltweit mit Delfinarien oder Therapieeinrichtungen, unter anderem auch in Europa und in der Türkei mit Kidsanddolfins, dolphin aid, mydolphins GmbH und einigen anderen.

Wissenschaftlich belegt sind diese Therapien bisher nicht und gesetzliche wie private Krankenkassen lehnen die Kostenübernahmen wegen bisher nicht erwiesener positiver Effekte weiterhin ab, allein aber auch schon wegen der negativen Kosten-Nutzen-Rechnung.

Das von den DAT-Anbietern oft vorgetragene Argument "Warum müssen Heilungserfolge auch immer gleich wissenschaftlich belegt werden?", rechtfertigt nicht den Einsatz von Delfinen. Hier sollte ethische, moralische und tierschützerische Denkweise im Vordergrund stehen. Alle seriös Tätigen im Therapiebereich wissen, dass bestimmte Störungsbilder/ Behinderungen nicht in einem Schnellverfahren behandelt werden können, sondern sich oft sogar über Jahre hinziehen. Einige Eltern betroffener Kinder werden im Laufe einer Therapie ungeduldig und erwarten schnellere Entwicklungsschritte ihrer Kinder. Sie wechseln die Therapeuten in der Hoffnung, der Nächste mache es besser. So entsteht durch diese hohe Erwartungshaltung eine immer niedriger werdende Frustrationsgrenze.

Ergotherapie und Logopädie staatlich anerkannt

Hier setzen die Anbieter der Delfintherapie bewusst an und sprechen von "4 mal schnelleren Ergebnissen" und werben damit für ihre Delfintherapie. Das ist grundsätzlich unseriös. Konventionelle Behandlungen, die seit langem wissenschaftlich belegt und staatlich anerkannt sind, wie etwa Ergotherapie oder Logopädie, können Eltern bei fundierter Beratung sicherlich den zeitlichen Druck nehmen und werden i.d.R. von den Krankenkassen übernommen. Gerade im Bereich von Mehrfachbehinderungen oder komplexen Krankheitsbildern ist Geduld gefragt und nichts kann „schnell“ erreicht werden und zugleich langfristig und nachhaltig sein.

Dazu kommt, dass Delfine nur Säugetiere sind, denen man zwar eine hohe Intelligenz nachgewiesen hat, die aber nichts Mystisches haben, magische Sonarwellen aussenden oder sich gar als Therapeuten eignen. Diese Tiere leiden unter den engen Haltungsbedingungen, unter der Kontaktpflicht zum Menschen und sind als nicht domestizierbare Wildtiere in diesen Einrichtungen unter Dauerstress.

Grundsätzlich ist daher jegliche Haltung von Delfinen zu Therapiezwecken abzulehnen, sei es in sogenannten offenen Lagunen, in wissenschaftlich geführten Delfinarien wie etwa Nürnberg oder besonders in den katastrophalen Delfinarien der Türkei. Dazu muss die Frage geklärt werden: Woher stammen die Delfine in den Einrichtungen? Nachzuchten sind definitiv weltweit nicht nachhaltig, die Delfinarien Duisburg und Nürnberg etwa gelten als die größten Delfinfriedhöfe Europas. Dem stehen in Duisburg nur wenige Nachzuchten gegenüber. Wenn die Nachzuchten nicht gelingen, muss man die Tiere über Umwege beziehen, ein Direktimport ist innerhalb der EU verboten. In der Türkei gibt es nachweislich Delfine aus den berüchtigten japanischen Treibjagden in Taiji. In der Delfinlagune Nürnberg soll nach Neueröffnung voraussichtlich ab 2012 die DAT (Dolphin Asstisted Therapy/delfingestützte Therapie) angeboten werden. Diese beruht hier auf der Grundlage einer fast 13-jährigen Forschungsstudie der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Tiergarten Nürnberg.

Der Studie werden von fachkundiger Seite methodische Mängel vorgeworfen (http://www.wdcs-de.org/docs/Delfintherapie.pdf). Die Breitenbach-Studie findet in der Fachwelt keine Anerkennung, sodass die Krankenversicherer die Kostenübernahme weiterhin verweigern.

Was betroffene Eltern auch wissen sollten: In Japan finden jährlich die blutigen Delfin-Treibjagden statt, bei denen bis zu 20.000 Delfine und Kleinwale gefangen und abgeschlachtet werden. Ein toter Delfin kostet etwa 450 Euro. Ein geringer Teil der Fänge (die Schönsten und Stärksten) wird am Leben erhalten, antrainiert und für bis zu 100.000 Euro an Vergnügungsparks und Delfinarien in aller Welt verkauft, der Rest wird brutalst abgeschlachtet und zum Verzehr oder als Tierfutter verwertet. Ein Milliardengeschäft mit den Meeressäugern. Siehe dazu Delfinfang in Taiji/Japan: http://www.walschutzaktionen.de/1119701/1119901.html .

Solange es Delfinarien gibt oder Organisationen, die Delfintherapien anbieten, wird es diese Treibjagden geben! Welche andere Therapieform, außer der Delfintherapie, wird so mit dem Leid von Tieren durchgeführt? Tatsache ist aber auch, dass mehr Delfine durch Beifang, Netze, Lärm oder andere Ursachen im Meer verenden, als in Delfinarien und Vergnügungsparks. Dieses Argument rechtfertigt aber in Nichts die zusätzlichen Fänge von Delfinen zu Therapie- und Vergnügungszwecken und deren sinnlose Todesfälle.

All diese Informationen werden betroffenen Eltern vorenthalten. Einige Familien geraten in finanzielle Schwierigkeiten, da sie die teilweise völlig überzogenen Kosten einer solchen Therapie mit Flug- und Unterkunftskosten nicht selbst aufbringen können und somit auf Hilfe Dritter angewiesen sind. Oft entsteht ein öffentlicher Druck durch Spendenaufrufe, wenn letztendlich die eingegangenen Spenden den Gesamtpreis nicht erbringen. Eltern müssen dann zusätzlich hohe Kredite aufnehmen, um den häufigen Anfragen in den Medien nach Spendenverwertung im Anschluss an Spendenaufrufe, auch gerecht zu werden. Maria Kaminski, die Bundesvorsitzende von autismus Deutschland  e.V., hat diese Sachverhalte bestätigt.

Die Kosten einer Delfintherapie stehen in keiner Relation zum scheinbaren Ergebnis. Eltern mit zwei Kindern bezahlen für einen 14-tägigen Hotel-Aufenthalt incl. der Pseudo-Therapie oft bis zu 15.000 Euro – dazu kommt eine kostenpflichtige Nachsorge wie z.B. im Marienkrankenhaus in Wickede-Wimbern (Dr. Rupert Sobotta) und im Katharinen-Hospital Unna (Dr.med. F.W. Steinweg ). Dazu berichten kritische Eltern, die bereits DAT-Erfahrung gemacht haben, dass die lange Anreise in eine klimatisch völlig andere Gegend mit allen dazugehörigen Strapazen oft auch Stress für ihre kranken Kinder bedeutet. Eltern, die verständlicherweise alles für ihre Kinder tun würden, müssen über das Genannte aufgeklärt werden und es ist Aufgabe von seriösen Ärzten, Psychologen und Heilmittelerbringern, diesen Eltern den Druck zu nehmen, schnelle und erkennbare Heilungsprozesse bei ihren Kinder in Kürze zu erwarten und ihnen fundierte und erprobte Behandlungsmethoden nahezulegen.

Die therapeutischen Ansatzpunkte innerhalb der delfingestützten Therapien sind so bunt, wie der gesamte Ansatz. Während der eine Anbieter die positive Wirkung des Ultraschalls in den Vordergrund stellt, lehnt sie der andere ab (Nürnberg/ Würzburg). Ein Anbieter spricht von "Heilung", während der nächste es tunlichst vermeidet oder gar ins Esoterische abdriftet.

Wer soll da noch durchblicken? Patienten müssen zwischen Seriosität, die manche Institute nach außen vermitteln und Hokuspokus, sowie Showtherapien anderer unterscheiden. Diese grundlegenden innerstrukturellen Differenzen gibt es bei keiner anderen Therapieform, die ihre Daseinsberechtigung seit langem erhalten hat.

Das therapeutisches Konzept einiger bekannter Organisationen mit Unterkunft, entsprechender klimatischer Umgebung und einer hohen Anzahl ausgebildeter, fürsorglicher Fachleute unter einem Dach, im Sinne einer umfassenden und interdisziplinären Behandlung, ist ja nicht einmal zu kritisieren ... aber ohne die Meeressäuger, die eine zentrale Rolle dabei spielen müssen, der sie nicht gerecht werden können.

Norbert Kochhan, Biologe und Logopäde im März 2011

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