WDSF Wal- und Delfinschutz-Forum

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WDSF Delfinarium Duisburg Infos & Links

04.11.2011 - Tierschützer verklagen Duisburger Zoo - DerWesten
02.09.2011 - Delfinschützer drohen mit Klage gegen die Stadt Duisburg
10.08.2011 - Millionengeschäfte mit Delfinen. Delfinarium unter Beschuss
30.05.2011 - DerWesten: Delfinarien "Putzige Show oder Quälerei?" Delfinschützer gewinnen Klage gegen Delfinarium Nürnberg.


Wohin mit den Delfinen?

Es wird immer wieder die Frage gestellt, was mit den Delfinen passiert, wenn die Delfinarien geschlossen werden.
In Deutschland liegt die Verwendung der Tiere in erster Linie in der Verantwortung der drei verbliebenen Zoo-Delfinarien in Duisburg, Münster und Nürnberg.
Diese müssen ein entsprechendes Zookonzept in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) vorlegen.
In der EG-Verordnung 338/97  sind die Kriterien des Handels mit Wildtieren zu deren Schutz festgelegt.

In der sog. EU-Zoorichtlinie (http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:1999:094:0024:0026:DE:PDF) heißt es bezogen auf die Zoos:
"Sie beteiligen sich an Forschungsaktivitäten, die zur Erhaltung der Arten beitragen, und/oder an der Ausbildung in erhaltungsspezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten und/oder am Austausch von Informationen über die Artenerhaltung und/oder gegebenenfalls an der Aufzucht in Gefangenschaft, der Bestandserneuerung oder der Wiedereinbürgerung von Arten in ihren natürlichen Lebensraum" (aus RICHTLINIE 1999/22/EG DES RATES vom 29. März 1999 über die Haltung von Wildtieren in Zoos).

Das WDSF hat den Zoodirektoren der drei noch vorhandenen Delfinarien in Deutschland seine Unterstützung bei der Frage der Verwendung der Delfine angeboten. Wir haben mehrfach vorgeschlagen, die Meeressäuger aus den Betonbecken in teiloffene Meereslagunen unter menschlicher Obhut zu transferieren, um sie auf eine evtl. Auswilderung vorzubereiten. Nicht jeder Delfin lässt sich aufgrund seiner langjährigen Gefangenschaft wieder auswildern - für Nachzuchten scheidet eine vollständige Auswilderung weitgehend aus. Durch die monotone Haltung in den kleinen Gehegen mit Swimmingpool-Größe haben die Delfine die eigene Nahrungsjagd verlernt. Das Sonar ist meist völlig verkümmert. Eine bedingungslose Auswilderung wäre der sichere Tod der Tiere.

Nachdem die Zoos mit ihren Delfinarien jahrzehntelang Millionen verdient haben, ist ihnen durchaus zuzumuten, die finanziellen Mittel für die Transfers zur Verfügung zu stellen und für eine lebenslängliche Betreuung der Meeressäuger in weitgehender Freiheit zu sorgen. Seit Jahren setzen wir uns mit ProWal dafür ein, dass die Bundesregierung ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine und Wale (Cetacea) beschließt, zumal die Bundesratsermächtung für solch einen Bundestagsbeschluss bereits in § 13 Tierschutzgesetz verankert ist - bis heute hat keine der Regierungskoalitionen dafür plädiert.

 


 

11.09.2010 - Delfinarium Münster schließt nach fast 3-jähriger Intervention des WDSF/ProWal

Druck auf Duisburg u. Nürnberg erhöhen


Stellungnahme des jetzigen NRW-Umweltminister Johannes Remmel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW)

vom 20.04.2010 gegenüber dem WDSF zur möglichen Schließung der Delfinarien:


Sehr geehrter Herr Ortmüller,

in unserem Wahlprogramm heißt es unter der Überschrift "Ökologisches NRW - Schutz für Mensch und Umwelt" unter Punkt 2 "Tiere brauchen Rechte" auf Seite 93:

"Wir setzen uns dafür ein, dass die Haltung, das Mitführen und die Verwendung von Wildtieren in Zirkusbetrieben sowie die Dressur von Wildtieren in Zoos, Zirkussen, Tiershows u. Ä. ebenso beendet werden wie die Tierhaltung zur Pelzgewinnung. Wir fordern die Veröffentlichung der Tierbestandsbücher sowie mehr Transparenz und Überwachung von Zoos, Zirkusbetrieben und Tierparks. Wir setzen uns für eine Verschärfung der Richtlinien für die Zootierhaltung und für konkrete Haltungsvorschriften für Wildtiere ein."

Dies bedeutet in Bezug auf die Delfinarien, dass wir die Dressur beenden, eine stärkere Überwachung einführen und die Haltungsformen verschärfen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen wollen. Unter diesen Voraussetzungen und in diesem Zusammenhang wird dann zu prüfen sein, inwieweit die Haltung von Delfinen in Zoos beendet werden kann.

In Bezug auf Durchführung, Zeitpunkt und Art und Weise im Hinblick auf die Delfinarien in NRW hat der letzte Landesparteitag einen Auftrag erteilt, dies im Rahmen von ExpertInnengesprächen und Gesprächen mit Beteiligten in einen Lösungsvorschlag einfließen zu lassen, der im Frühjahr 2011 diskutiert und beschlossen werden soll.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Remmel

Parlamentarischer Geschäftsführer
und Sprecher für Umwelt, Naturschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von
Nordrhein-Westfalen

 


In Freiheit schwimmen Delfine in Delfinschulen mit rund 10 - 50 anderen Delfinen täglich bis zu 100 Kilometer und können Tauchtiefen bis zu 300 Meter erreichen

In Gefangenschaft müssen antrainierte Delfine über Hindernisse springen -
in Freiheit vermeiden sie dies instinktiv, weil das Meer barrierefrei ist

Nur durch Füttern vollführen Delfine "Kunststücke"

Energieversorger RWE sponsort 5 Millionen Euro und fördert damit die Tierquälerei
WDSF empfiehlt: Anbieterwechsel! (s.a. http://www.verivox.de)


Fäkaliendusche für Zuschauer

(Die Duisburger Delfine hinterlassen jeden Tag mehr als 100 Kilogramm Kot und Urin in den Becken)

Pressemitteilung: Fäkaliendusche im Delfinarien - Gefahr für Mensch und Tier?


 

Bootsrennen mit Kindern im Duisburger Zoo-Delfinarium Gefährdung für Kind und Delfine

WDSF-Foto

WDSF-Fotos Auch Duisburger Delfine zeigen Blessuren

 

In der jeweils 30minütigen Vorführung im RWE-Delfinarium in Duisburg treten ausgewählte Kinder jeweils mit den Delfinen in Kontakt. Die Kinder werden ohne eine Begleit- und Schutzperson in einem winzigen Boot von einem Delfin mit hoher Geschwindigkeit durch das Becken gezogen. Außerdem darf das betreffende Kind den Delfin zur Belohnung füttern – wenigstens hier im Beisein eines Tierpflegers.

 

 

Gefährliche Streicheleinheiten wegen Infektionsgefahr für die Delfine

WDSF-Foto Edler (links) im Gespräch mit dem WDSF-Chef Jürgen Ortmüller


WDR: Duisburger Zoodirektor rechtfertigt Delfinarium-Haltung

Delfinschützer decken Missstände in Deutschland auf - Zoodirektoren in Rechtfertigung

Delfinarien: Zoodirektoren wehren sich


Todesgefahr für Delfine im Duisburger Zoo durch Gummi-Luftballon

WDSF-Fotos WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller macht Delfintrainer Roland Edler auf die Gefahr aufmerksam

22.07.09 - Pressemitteilung zur Kundgebung http://www.dailynet.de/UmweltNatur/47728.php