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 - AKTUELL

 

06.06.2016 - EU-Parlamentarier für die Freiheit der Delfine (Video - YouTube)
06.06.2016 - EU-Parlamentarier für die Freiheit der Delfine (MDE Stefan B. Eck Facebook)
06.06.2016 - EU-Parlamentarier für die Freiheit der Delfine - WDSF und ProWal Demo in Brüssel (MND)

02.06.2016 - TV-Beitrag: Demonstranten vor dem Duisburger Zoo (Studio 47)
02.06.2016 - ProWal- WDSF-Demo vor dem Duisburger - Fotostrecke (Facebook)
01.06.2016 - Duisburger Delfinarien-Befürworter zeigen erstmals Flagge (WAZ)
31.05.2016 - Tierschützer demonstrieren vor dem Zoo Duisburg und fordern von der EU Meerwasser für Delfinarien (MND)
24.05.2016 - Zoo-Förderverein stellt sich Tierrechtsaktivisten entgegen (WAZ)

Delfine: Zoo-Förderverein stellt sich Tierrechtsaktivisten entgegen
31.05.2016 RSS Feed abonnieren Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen

Zoo-Förderverein stellt sich Tierrechtsaktivisten entgegen | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/zoo-foerderverein-stellt-sich-tierrechtsaktivisten-entgegen-id11854493.html#plx42630693


04.05.2016 - Tierquälerei im Tiergarten Nürnberg vorprogrammiert? - Tierschützer auf Demo-Tour (ots)

13.01.2016 - Kampf aus Elsey gegen Delfinarium in Duisburg geht weiter (DerWesten)

 

 

 

29.04.2016 - Rechnungsstreit bleibt ungeklärt - Zoo-Aufsichtsrat vertagt Diskussion (Radio Duisburg)

20.04.2016 - Erneut Skandal im Duisburger Zoo (Lokalkompass)


20.04.2016 - Umstrittene Abrechnungen im Zoo Duisburg - Rechnungsprüfer ermitteln (WAZ)


30.03.2016 - Tierschützer in Hagen: Zoos sind Auslaufmodelle (Westfälischer Anzeiger)

30.03.2016 - Tierschützer kritisieren Energiekonzerne wegen Zoo-Sponsoring (stromauskunft)

 

WDSF-Foto (Timm Ortmüller Photography)

24.03.2016 - Zoo Duisburg: OVG lässt Berufung von WDSF-Tierschützern gegen Urteil wegen Delfinhaltung zu (ots)


hier: Erstinstanzliches Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 17.10.2014

hier: Berufungsbeschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 17.03.2016





 

- Zwei Delfinbabys sterben innerhalb von fünf Monaten nach wenigen Tagen - Zoodirektor täuscht die Öffentlichkeit

 

 

 28.01.2016 - Der Zoo Duisburg und die Delfine (WDR)

oder auf Facebook

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller im WDR-Interview

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Derzeit überlebendes Delfinbaby "Debbie" (WDSF-Foto)17.02.2016 - Delfin-Baby "Debbie" ist wohlauf "Zoo züchtet auf Teufel komm raus" (WDR-Text)

17.02.2016 - Delfin-Nachwuchs „Debbie“ im Duisburger Zoo wohlauf - WDSF Kritik (Focus online)


11.02.2016 - Todesursache des Duisburger Delfin-Babys weiter unbekannt (DerWesten)

Anm. zum Beitrag in DerWesten vom 11.02.2016:
Bis heute wurden noch niemals Ergebnisse von pathologischen Untersuchungen der vielen verstorbenen Großen Tümmler vom Zoo Duisburg veröffentlicht!

 

05.01.2016 - WDSF-Tierschützer fordern Schließung des Duisburger Delfinariums (Berliner Kurier)

 

 

Zoodirektor Winkler hat "keine Ahnung" über Todesursachen

 

Am 25.08.2015 vermeldete der Zoo nach dem plötzlichen Tod des Delfinbabys von Pepina: "Um PEPINAs Jungtier den Start ins Leben zu erleichtern, erhielt es am zweiten Lebenstag eine einmalige antibiotische Unterstützung." Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) kritisierte, dass auch die Delfinmutter Pepina selbst während der Schwangerschaft an mdst. 13 Tagen ein Antibiotikum wegen eines Hustens und ein Actinobacterium aufgrund eines Pilzbefalls verabreicht bekam, wie sich aus den tiermedizinischen Berichten des Zoos ergibt. Da sich die Tiermedizin bei der Behandlung von Delfinen an der Humanmedizin orientiert, stellt sich die Antibiotikagabe als tiermedizinische Fehlbehandlung dar, die während der Schwangerschaft auch ein Risiko für das ungeborene Delfinbaby bedeutete. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Antibiotika bei Hustenviren, wobei der Husten meist mit einer Bronchitis einhergeht, völlig wirkungslos sind (Quellen: Wenzel, R.P. et al.: N. Engl. J. Med. 2006; 355 : 2125-2130 und Denne, C. et al.: Arzneiverordnung in der Praxis 2007; Heft 4:  99-100). Durch einen Schnelltest lässt sich feststellen, ob ein Husten durch Viren oder Bakterien ausgelöst ist. Das Risiko von Nebenwirkungen (z.B. Darmentzündung und Antibiotikaresistenz) wird in der Humanmedizin heute weitaus höher eingeschätzt, als die Behandlung eines Hustens mit Antibiotika.

In dem Homepage-Beitrag vom 25.08.2015 hieß es zuerst vom Zoo, dass Pepinas Baby an einer Lungenentzündung verstorben sei. Damit wollte man offenbar die unsinnige Antibiotikabehandlung begründen. Kurze Zeit später wurde auf der Zoo-Homepage am 15.09.2015 darauf hingewiesen, dass "Herz-Kreislaufversagen" die Todesursache gewesen sein soll. Gegenüber dem WDR sagte Winkler dann am 28.1.16, dass er "überhaupt keine Ahnung habe" woran die Delfine verstorben sind. Was soll man dem Zoo da noch glauben?

Gegenüber der WAZ äußert Zoodirektor Achim Winkler am 11.02.2016: "Wir haben, bis auf eine Ausnahme, im Delfinarium noch nie ein Jungtier durch Krankheit verloren, das die ersten beiden Wochen überlebt hat.“ Eine glatte Lüge, denn Winkler verschweigt, dass mindestens sieben Delfinbabys kein halbes Jahr überlebt haben und fast alle an Erkrankungen verstorben sind. Dies ergibt sich sogar aus dem eigenen Homepage-Beitrag des Zoos. Ebenso wird verschwiegen, dass seit Bestehen des Delfinariums über 60 Wale und weitere Delfinarten im Zoo Duisburg verstorben sind. Wie lange soll die Öffentlichkeit noch belogen werden? Eine der Lösungen ist ein Boykott des Zoos aus Tierschutzgründen, zumal es weitaus schönere und attraktivere Freizeiteinrichtungen gibt.

 

Der Allwetterzoo Münster hatte nach der Schließung des Delfinariums (2013) steigende Besucherzahlen (knapp 40.000 in 2013). Der damalige Zoo Chef in Münster, Jörg Adler: "Der Weggang der Delfine hat keine negativen Auswirkungen für den Allwetterzoo gehabt." Der Zoo Duisburg und der Tiergarten Nürnberg hatten zeitgleich mehr als 100.000 Besucher verloren und schoben das auf das schlechte Wetter, welches allerdings in Münster aufgrund der geografischen Nähe nicht viel anderes war als in Duisburg.

 

 

Zoochef Winkler vergleicht Delfin mit Wellensittich

 

Der Duisburger Zoodirektor Achim Winkler in dem WDR-Beitrag vom 28.02.2016: "Der Delfin ist ein Tier wie ein Elefant, eine Giraffe oder ein Wellensittich auch, wenn man sie richtig hält, und das meinen wir zu tun. ... Das Becken ist wesentlich tiefer, als der ursprüngliche Lebensraum, wo unsere Tümmler ursprünglich herstammen, eben aus den Buchten und Lagunen vor Florida, wo die Beckentiefe (?) gemein nur zwei, drei, vier Meter tief ist und da ist unser Becken tatsächlich tiefer. Wir haben nicht hier, was immer falsch dargestellt wird, Hochseedelfine die im offenen Meer leben in großen Gruppen, die tief tauchen - das können unsere Delfine, die aus den Küstengebieten Floridas kommen von Natur aus gar nicht. ... Trotz allerintensivster pathologischer Untersuchungen sind keinerlei Befunde gegeben, was die Todesursache bei den Deflinen ist. Das heißt wir stehen völlig im Dunkeln, haben überhaupt keine Ahnung, woran sind die Tiere letztendlich gestorben."

WDSF-Stellungnahme zu diesen Aussagen: "Der Delfin ist eben nicht ein Tier "wie ein Elefant, eine Giraffe oder ein Wellensittich", wie Winkler sich äußert, weil es sich im Gegensatz zu den genannten Tieren bei Delfinen um sensible Meeressäugetiere handelt, die schon gar nicht mit einem Wellensittich verglichen werden können und ein ganz anderes Habitat benötigen, als die von Winkler genannten Tiere. Giraffen leben in Freiheit in sehr heißen Gegenden Afrikas und verfügen meist über einen Lebensraum von acht bis 50 Quadratmeilen. Sie grasen in gemächlichem Tempo in einem überschaubaren Bereich. Nur in kritischen Situationen erreichen Giraffen eine relativ hohe Fluchtgeschwindigkeit. Der Lebensraum für Elefanten in Zoos ist ebenfalls wie bei Delfinen weit von dem entfernt, den sie in freier Wildbahn vorfinden. Es ist nicht das erste Mal, dass der Zoodirektor Winkler Delfine mit völlig andersartigen Tieren vergleicht. Zum Thema der Delfinhaltung äußerte sich Winkler in der NRW-Landtagsanhörung am 28.04.2014: "So, wie bei uns zu Hause unser Dackel gut dressiert ist, sind es unsere Delfine auch."   



Winkler's Flachwasserlüge

Winkler bezieht sich bei der Herkunft der Delfine im Duisburger Delfinarium immer wieder pauschal auf die Fanggebiete Mexiko und Kuba, die an den Golf von Mexiko angrenzen (Winkler bei der NRW-Landtagsanhörung: "Unsere Tiere stammen aus dem Golf von Mexiko vor Florida."). Winkler will damit den Anschein erwecken, dass die Delfine in Duisburg ursprünglich aus Flachwasserzonen stammen und er behauptet, dass die Duisburger Delfine "nicht tief tauchen können". Damit will Winkler die Beckenhaltung in Duisburg rechtfertigen, die nur eine Tiefe von rund fünf Metern aufweist. Die Gewässer um Kuba und Mexiko sind jedoch sehr unterschiedliche Lebensräume für Große Tümmler. Bei den derzeit noch lebenden Wildfängen handelt es sich um Ivo (Mexiko) und Pepina (Kuba). Die Delfinmutter Flapine des noch lebenden Delfins Delphi wurde 1981 aus Texas/USA (Golf von Mexiko) importiert und starb 1994. Ebenfalls in 1981 kam das Männchen Playboy aus den Gewässern der Isla Cozumel in Mexiko in das Duisburger Delfinarium und starb 2000 (Nachzuchten durch Playboy sind die beiden noch lebenden Delfine Delphi und Daisy).

Cozumel/Mexiko ist eine der östlichen Küste der mexikanischen Halbinsel Yucatán vorgelagerte Insel. Selbst die Flachwasserbereiche haben eine Tiefe von bis zu 40 Metern. Cozumel war ursprünglich eine einzige Korallenbank, die flach auf einem etwa 600 Meter tiefen Sockel im Meer lag. Die Gesamtoberfläche des Golfs von Mexiko beträgt etwa 1.550.000 km², von denen das südliche Drittel in den Tropen liegt. Das Mexikanische Becken im Zentrum erreicht eine Tiefe von 4375 m. Dass die Duisburger Delfine, wie von Winkler stereotyp behauptet wird, von Natur aus nicht tiefer als wenige Meter tauchen könnten, ist natürlich völliger Unsinn und soll lediglich eine Rechtfertigung für die kleinen und flachen Betonbecken sein.

 

 

(Sat1 23.12.2015 - Delfinarium Duisburg - WDSF: Von 27 Nachzuchten überlebten nur sieben Delfine)

 

(ARD/WDR) Die Nachzucht von Delfinen in Gefangenschaft ist völlig unsinnig

 

 

 

Zoo Duisburg verschweigt Untersuchungsergebnisse

15.01.2016 - Nach dem Tod eines Jungtiers soll ein neues Drama unbedingt verhindert werden (BILD)


Die Duisburger Tierärztin Kerstin Ternes gegenüber der Bild-Zeitung am 15.01.2016: „Ich lerne nur dann von den Toten, wenn ich etwas über die Todesursache erfahre.” Sie wartet "derweil gespannt auf die Ergebnisse der histologischen und bakteriologischen Untersuchung des toten Delfin-Babys." (Anm.: Von dem verstorbenen Delfinbaby von Daisy, das am 3.1.2016 nach 12 Tagen verstorben war.) Wie bereits erwähnt: Gegenüber dem WDR sagte Zoodirektor Winkler am 28.1.16, dass er "überhaupt keine Ahnung habe" woran die Delfine verstorben sind.

Bis heute wurden noch niemals Ergebnisse von pathologischen Untersuchungen der vielen verstorbenen Großen Tümmler vom Zoo Duisburg veröffentlicht.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat im Oktober 2014 aufgrund einer WDSF-Klage den Zoo verurteilt:

"Die Beklagte (Anm.: Zoo Duisburg AG) wird verurteilt, der Klägerin (Anm.: WDSF) vollständige Informationen ‑ soweit diese vorliegen – für den Zeitraum ab 01.01.2000 bis 31.12.2007 betreffend die tiermedizinischen Tagesberichte einschließlich der Ergebnisse der Blutuntersuchungen, die Revierberichte mit Vorkommnissen und die Akten der Futterberichte betreffend alle heute noch im Delfinarium der Beklagten gehaltenen Delfine, ferner für die Zeit ab 01.01.2008 bis gegenwärtig die Ergebnisse der Blutuntersuchungen der heute noch im Delfinarium der Beklagten gehaltenen Delfine zu gewähren."

Das schließt selbstverständlich die fortlaufenden Ergebnisse ein!

Gegenüber dem Medium DerWesten meinte Ternes in einer Veröffentlichung am 13.1.2016, dass das Urteil nur dazu verpflichte, die Behandlungen zu veröffentlichen, nicht aber die Untersuchungen. Wir hatten beanstandet, dass bis heute weder tiermedizinische Behandlungen noch Untersuchungen während der Schwangerschaft der Delfinmutter Daisy veröffentlicht wurden im Gegensatz zur Delfinmutter Delphi, deren Baby am 24.1.2015 geboren wurde.

Die letzte medizinische Medikation bei Daisy fand angeblich im Jahr 2010 mit insg. 95 Milligramm Diazepam (Valium) statt. Seit dem findet sich bei Daisy keine Medikamention mehr auf der Homepage-Veröffentlichung des Zoos, außer 2,5 Tabletten des Antibiotikums Amox/Clav für 5 Tage direkt nach der Geburt von Darwin im Jahr 2011. Vor der Geburt des Delfinbabys Darwin von Daisy wurden 2011 noch Ultraschalluntersuchungen veröffentlicht; ebenso wie jetzt bei Delphi. Kerstin Ternes in DerWesten: „Wir veröffentlichen bereits mehr als wir eigentlich müssten, zum Beispiel Futtermengen. Eigentlich nur für Herrn Ortmüller, weil sich das sonst keiner anschaut.“ (Anm.: Diese Angaben sollten entsprechend der gerichtlichen Forderung des WDSF dazu dienen, um zu überprüfen, ob die Delfine vor den Shows überhaupt gefüttert werden oder ob sie ihre "Kunststücke" aufgrund von Futterentzug nach dem Belohungsprinzip machen. Da der Zoo nur die täglichen Futtermengen veröffentlicht, ist derzeit nicht feststellbar, wann die Delfine tatsächlich gefüttert werden.)

Der Zoo hat ganz offensichtlich seine eigene Auslegung des Gerichtsurteils. Das WDSF wird daher bei den Aufsichtsbehörden die bisher unterschlagenen Informationen einfordern und ggf. erneut klagen, denn die Öffentlichkeit hat einen Anspruch darauf, was sich hinter den Kulissen des Show-Delfinariums abspielt.

 

04.01.2016 - Duisburger Zoo: Delfin-Baby stirbt plötzlich 13 Tage nach der Geburt (Westdeutsche Zeitung)

04.01.2016 - Wieder Drama im Zoo - Delfinbaby in Duisburg gestorben! (Bild Zeitung)

04.01.2016 - Duisburger Delfinbaby gestorben -
WDSF spricht von mangelnder Fürsorgepflicht und fordert Einschreiten der Aufsichtsbehörden (MND)

04.01.2016 - Delfin-Baby im Duisburger Zoo gestorben (RP-online)

25.12.2015 - Delfin-Dame Delphi beschert Duisburger Zoo zu Weihnachten (DerWesten)

23.12.2015 - Delfingeburt im Zoo Duisburg - von 27 Nachzuchten überlebten bisher nur sieben Meeressäuger (SAT1 - TV-Film)

23.12.2015 - Kritik nach Delfingeburt - Delfindame bringt im Zoo Duisburg Jungtier zur Welt (Textbeitrag SAT1)

21.12.2015 - Zoo Duisburg erwartet Delfinnachwuchs zu Weihnachten - WDSF-Tierschützer kritisch (ots)


15.09.2015 - Zoo Duisburg: "Verdacht auf Lungenentzündung bei PEPINAs Jungtier hat sich nicht bestätigt" - Akutes Herz-Kreislaufversagen Todesursache


Wir erinnern an die WDSF-Pressemitteilung vom 24.08.2015:

"Delfinkalb stirbt nach nur einer Woche - WDSF kritisiert "Ferrari-Show" im Zoo"

Am 25.08.2015 vermeldete der Zoo: "Um PEPINAs Jungtier den Start ins Leben zu erleichtern, erhielt es am zweiten Lebenstag eine einmalige antibiotische Unterstützung." Das WDSF kritisierte, dass auch die Delfinmutter Pepina während der Schwangerschaft an mdst. 13 Tagen ein Antibiotikum wegen eines Hustens und ein Actinobacterium aufgrund eines Pilzbefalls verabreicht bekam, wie sich aus den tiermedizinischen Berichten des Zoos ergibt.

Zoo Duisburg am 15.9.2015:

"Die Obduktionsergebnisse des am 23. August 2015 verstorbenen Delfinjungtiers von PEPINA weisen auf ein akutes Herz-Kreislaufversagen hin.

Ursprünglich wurde von den Pathologen eine Lungenentzündung vermutet, da Teile der Lunge augenscheinlich verändert waren und eine Lungenentzündung bei neugeborenen Delfinen aufgrund ihres fehlenden Immunitätsstatus keine Seltenheit darstellt. Nach ausführlichen histologischen (feingeweblichen) Untersuchungen konnte eine Lungenentzündung als Todesursache jedoch ausgeschlossen werden. Auch eine in einem Ohr des Jungtieres diagnostizierte eitrige Mittelohrentzündung mit Pilzbeteiligung - ein nicht seltener Befund bei z.B. Schweinswalen in der Nordsee - kam als Todesursache nicht in Frage. Zudem wies das Jungtier einen guten Ernährungszustand und keinerlei Verletzungen auf.

Der Tod trat letztendlich durch akutes Herz-Kreislaufversagen ein, allerdings bleibt der Grund dafür nach den bisherigen pathologischen Befunden weiterhin ein Rätsel, weshalb weiterführende Untersuchungen in der Pathologie angefordert wurden.

Der Tod des Delfinjungtiers und die Schwierigkeit, trotz modernster Diagnostik die genaue Todesursache ermitteln zu können, zeigen auf, dass auch heute noch Vieles erforscht werden muss, um die Tierwelt in Gänze zu verstehen."

Zoodirektor Achim Winkler am 28.01.2016 widersprüchlich gegenüber dem WDR: "Trotz allerintensivster pathologischer Untersuchungen sind keinerlei Befunde gegeben, was die Todesursache bei den Deflinen ist. Das heißt wir stehen völlig im Dunkeln, haben überhaupt keine Ahnung, woran sind die Tiere letztendlich gestorben."

Anm.: Obwohl der Zoo Duisburg nach dem Tod des Delfinkalbs angekündigt hatte, die tiermedizinischen Berichte kurzfristig zu aktualisieren findet sich bis heute der letzte Eintrag für die Delfinmutter Pepina am 18.06.2015.

 

26.08.2015 - Delfinschutz-Forum: "Falsche Tatsachenbehauptung nach Delfinbabytod im Zoo Duisburg" (Hammaburger Wissenschaft)

24.08.2015 - Delfinkalb stirbt nach nur einer Woche - WDSF kritisiert "Ferrari-Show" vor Delfinarium (WDSF)

17.08.2015 - Delfinschutz-Forum kritisiert Delfinzucht in Duisburg - Delfinbaby am Wochenende geboren
 - WDSF

29.07.2015 - Shows in Duisburg: Streit um eins der letzten Delfinarien (WDSF-Gerichtsklage) - N24

 


 

 

- Zoo Duisburg verurteilt - Angaben zur Delfinhaltung müssen herausgegeben werden - WDSF beantragt Berufung wegen zurückgehaltener Veröffentlichungen

WDSF-Foto (Timm Ortmüller Photography)

24.03.2016 - Zoo Duisburg: OVG lässt Berufung von Tierschützern gegen Urteil wegen Delfinhaltung zu (ots)


hier: Erstinstanzliches Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf

hier: Berufungsbeschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster

29.07.2015 - Shows in Duisburg: Streit um eins der letzten Delfinarien (WDSF-Gerichtsklage) - N24

30.12.2014 - Delfinschützer aus Hagen klagen weiter gegen Duisburger Zoo (DerWesten)

 

 

(WDSF - akt. Dez. 2014) Die Klägerin (WDSF) hatte vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen den Zoo Duisburg beantragt:

Die Beklagte zu verurteilen, ihr vollständige Einsicht zu gewähren in die verfügbaren Unterlagen betreffend des Zucht- und Tierhaltungskonzeptes der Delfine, die tiermedizinischen Tagesberichte einschließlich der Ergebnisse der Blutuntersuchungen, die Revierberichte mit Vorkommnissen, und die Akten der Futterberichte, - beschränkt auf die Zeit ab dem 01.01.2000 bis gegenwärtig – und zwar in elektronischer Form, hilfsweise, soweit die Informationen nicht in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden können, durch Akteneinsicht vor Ort.

 

Das Urteil des Verwaltungsgerichts:

Die Beklagte (Anm.: Zoo Duisburg AG) wird verurteilt, der Klägerin (Anm.: WDSF) vollständige Informationen ‑ soweit diese vorliegen –

- für den Zeitraum ab 01.01.2000 bis 31.12.2007 betreffend die tiermedizinischen Tagesberichte einschließlich der Ergebnisse der Blutuntersuchungen, die Revierberichte mit Vorkommnissen und die Akten der Futterberichte betreffend alle heute noch im Delfinarium der Beklagten gehaltenen Delfine,

- ferner für die Zeit ab 01.01.2008 bis gegenwärtig die Ergebnisse der Blutuntersuchungen der heute noch im Delfinarium der Beklagten gehaltenen Delfine zu gewähren.


Erst unmittelbar vor der Hauptverhandlung kam der Zoo Duisburg am 29.09.2014 verfahrenstaktisch teilweise der Klageaufforderung durch das WDSF nach Transparenz nach, indem auf einer gesonderten Homepage des Zoos Daten teilweise veröffentlicht werden. Bereits dabei können Verabreichungen von Psychopharmaka, Antibiotika und anderer Medikamente festgestellt werden. Ebenso wird u.a. bei dem Delfin Ivo über Verletzungen, Entzündungen oder Bisswunden auch durch andere Delfine berichtet. In 2011 heisst es: "Hat vermutlich eine 4 cm lange Schraube verschluckt - ist dem Wissenschaftler der Uni St. Andrews beim Einbau der Hydrophone ins Wasser gefallen." (Anm.: Wissenschaftler von der Universität St. Andrews, die im Duisburger Delfinarium geforscht haben, waren auch Prof. Vincent M. Janik und Dr. Stephanie King). Am 16.01.2014: "(Ivo) wurde von Diego beim Fischklauen in den Gaumen gebissen. Etwa 3 cm lange Rissverletzung... ."

Aber auch die anderen Delfine weisen Verletzungen auf. Bei Pepina heißt es über die Jahre: "rechte Seite Flukenansatz Bissverletzung, ... wurde gestern von Ivo rostral in die linke Oberlippe gebissen ..., hat dunkle Flecken ventral der Fluke, an einem Flipper und auf dem Schnabel, Haut löst sich z.T. ..., Flecken auf der Haut bekommen einen weißen Rand."

Delfin Delphi: "...Wunden sind sehr gut verheilt... , ... hat im rostralen linken Oberkieferbereich eine etwa 5x10 cm große Schwellung.... auf der Innenseite zeigt sich, daß 3 Zähne massiv entzündet sind und eitern... .

Sämtliche durch den Zoo Duisburg veröffentlichen Angaben der tiermedizinischen Berichte in den Jahren ab 2008 erscheinen lückenhaft und teilweise unlogisch, zumal vereinzelt jahrelang angeblich keine medizinische Behandlung stattgefunden hat. Wir werden diesen Angaben auf den Grund gehen und haben gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Berufung beantragt, weil dem Klageantrag nicht vollständig entsprochen wurde und keine vollständige Einsichtnahme gewährt wurde. Das Verwaltungsgericht war davon ausgegangen, dass die Angaben entsprechend der Aussage von Zoochef Achim Winkler vollständig dargestellt sind. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre das ein Skandal, der personelle Konsequenzen fordern würde.

 

17.10.2014 - Delfinschützer fordern tiermedizinische Berichte (WDR-TV Lokalzeit)
17.10.2014 - Zoo Duisburg muss weitere Daten zur Delfinhaltung veröffentlichen (DerWesten)
17.10.2014 - Für Flippers Krankenakte vor Gericht (WDR)
17.10.2014 - Klage: Tierschützer wollen Einblick in Delfinariums-Akten (RP-online)
16.10.2014 - Tierschützer verklagen Zoo Duisburg (Rheinische Post online)
16.10.2014 - Tierschützer verklagen Zoo Duisburg - Delfinarium ist der größte Delfinfriedhof Europas (Hannover Zeitung)
16.10.2014 - Zoo Duisburg spielt „Katz und Maus“ mit Tierschützern (mynewsdesk)
02.10.2014 - Streit um Krankenakten der Duisburger Delfine (Ruhr Nachrichten)
01.10.2014 -Tierschützer vermuten Medikamentenmissbrauch im Delfinarium Duisburg (ots/dpa)
01.10.2014 - Klage von Delfinschützern kommt vor Gericht (DerWesten)

 

 

Jürgen Ortmüller (WDSF) klagt vor dem  Verwaltungsgericht Düsseldorf (WDSF-Foto)

WDSF verklagt Zoo Duisburg

 
November 2012 - (WDSF) - Entsprechend des Protokolls des Verwaltungsgerichts Düsseldorf aus Juli 2012 wegen der WDSF-Klage gegen die Stadt Duisburg bezüglich der Akteneinsicht in die Haltungsunterlagen der Delfine des Delfinariums ist der Zoo Duisburg direkt gesetzlich verpflichtet, die begehrten Auskünfte über die Delfinhaltung zu erteilen. Der Richter der 26. Kammer äußerte während der Verhandlung gegen die Stadt Duisburg (die ihrer Auskunftspflicht nachgekommen war), dass er bei einer erneuten Klage des WDSF direkt gegen die Zoo Duisburg AG im Sinne des WDSF entscheiden werde. Der vorsitzende Richter begründete den Anspruch auf Akteneinsicht im Zoo für das WDSF wie folgt: "Das Gericht weist darauf hin, dass es sich bei den von der Klägerin (Anm.: WDSF) begehrten Informationen um solche handelt, die dem Umweltinformationsgesetz unterfallen und dass nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. Abs. 3 UIG NRW der Zoo als juristische Person des Privatrechts, die der Kontrolle der Stadt Duisburg unterliegt, selbst auskunftspflichtig ist."


Das WDSF hat im November 2012 ebenso Klage gegen die Zoo Duisburg AG vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf eingelegt, weil sich der Zoo bisher geweigert hat, Einsicht in die Haltungsunterlagen der Delfine zu gewähren, obwohl gerade diese Akteneinsicht nach dem Umweltinformationsgesetz vorgesehen ist.  Der Zoo hat über seine Rechtsanwälte eine Abweisung der Klage beantragt, so dass es nun voraussichtlich Mitte 2013 zur Hauptverhandlung (WDSF ./. Zoo Duisburg AG) kommt.

 


02.07.2012 - Gerichtstermin: WDSF-Delfinschützer gegen die Stadt Duisbug (WDSF)

 

Duisburger Delfinarium (WDSF-Foto)

 

27.04.2012 - OLG Hamm: WDSF-Tierschützer dürfen Zoo Duisburg wegen Delfin-Haltung weiter öffentlich anprangern (DerWesten)


27.04.2012 - Erfolg vor Gericht für Hagener Tierschützer (RP online)

 

2011 - Delfin-Klage des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) gegen Duisburger Zoo 


WDR-TV

 

 

28.11.2011 - 3Sat - Klage des Wal- und Delfinschutz-Forum gegen den Duisburger Zoo wegen der Delfinhaltung

 

04.11.2011 - SAT.1 TV-Bericht "Klage gegen Duisburger Delfinarium"

04.11.2011 - DerWesten - Delfinschützer verklagen Duisburger Zoo

04.11.2011 - Rheinische Post - Duisburg: Tierschützer verklagen Zoo

04.11.2011 - Bild-Zeitung - Verein aus Hagen vermutet „größtes Delfingrab Europas“

29.10.2011 - WDR-Fernsehen - WDSF-Klage gegen den Zoo Duisburg (Delfinarium)

03.11.2011 - Pressrelation: Tierschützer verklagen Zoo Duisburg -20 Prozent weniger Besucher durch Tierschutz-Aktionen?

30.05.2011 - DerWesten: Delfinarien "Putzige Show oder Quälerei?"

 

 

 

 


- Vergebliche Gerichtsklage des Delfintrainers Roland Edler (Zoo Duisburg) gegen das WDSF wegen Foto-Veröffentlichung

 

Delfin im Duisburger Zoo - WDSF-Foto Erste Instanz mit Urteil vom 09.01.2013 vor dem Landgericht Köln (Az.: 28 O 236/12):

Gericht weist Mitarbeiter-Klage des Duisburger Zoos gegen WDSF-Tierschutz-Organisation ab (Pressemeldung Pressrelation). Der Delfin-Dompteuer hatte gegen das abweisende Urteil des Landgericht Köln (Az 28 O 236/12) ohne Erfolg Berufung eingelegt

Berufungsbeschluss des Oberlandesgericht Köln:

17.05.2013 - Mit Beschluss des Oberlandesgericht Köln (Az.: 15 U 25/13) weist das Gericht darauf hin, dass es beabsichtigt, die Berufung des Klägers Roland Edler (Zoo Duisburg) gegen das Urteil des Landerichts Köln (Edler ./. WDSF) zurückzuweisen:


"Die Berufung des Klägers hat offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg. ... Das Landgericht hat die Klage zu Recht abgewiesen. Der Kläger hat gegen die Beklagte (Anm.: Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF) keinen Unterlassungsanspruch wegen der Veröffentlichung ihn zeigender Fotos und/oder seine namentliche Erwähnung auf der Homepage der Beklagten." Weiter heißt es in dem OLG-Beschluss, dass eine Veröffentlichung der vier in Rede stehenden Fotos, die den Kläger bei seiner Arbeit als Delfintrainer im Duisburger Zoo zeigen, auf der von der Beklagten betriebenen Internetseite www.wdsf.eu zulässig ist, da die Frage, ob und ggf. unter welchen Bedingungen u.a. Delfine in Zoos gehalten werden sollte, von erheblichem öffentlichen Interesse ist.

Das OLG weiter: "Die Fotos, deren Veröffentlichung der Kläger verbieten lassen will, sind geeignet, einen Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten, weil sie Situationen zeigen, die aus Sicht der Beklagten als Beleg für Gefahren dienen, die von einer Delfinhaltung in Zoos für diese Tiere ausgehen, nämlich das Verlernen artgerechten Verhaltens duch mit Futter belohnte "Kunststücke" sowie Infektions- und Gesundheitsgefahren durch Streicheleinheiten und "Fremdkörper im Delfinarium."


Das OLG weist auch darauf hin, dass die Veröffentlichung von Fotos des WDSF aus dem Delfinarium keinen Verstoß gegen die Parkordnung der Duisburger Zoos darstellt, aufgrund der Verfolgung kommerzieller Interesssen keine Fotos ohne Zoo-Genehmigung zu veröffentlichen, weil ein Informationsinteresse der Öffentlichkeit gegenüber den Interessen des Klägers überwiegt.

Beschluss des Oberlandesgericht Köln vom 17.05.2013 (15 U 25/13):

"Der Kläger (Anm.: Roland Edler, c/o Zoo Duisburg AG) ist des eingelegten Rechtsmittels der Berufung verlustig und hat die Kosten des Beruffungsverfahrens zu tragen, nachdem er seine Berufung gegen das am 09.01.2013 verkündete Urteil des Landgerichts Köln (28 O 236/12) zurückgenommen hat. ... Der Streitwert des Berufungsverfahrens wird auf 15.000,00 € festgesetzt."

 

Hier die streitbefangenen Fotos des WDSF:

Delfintrainer Roland Edler - WDSF-Foto 

Nur durch Füttern vollführen Delfine "Kunststücke"
(Delfin-Dompteur Roland Edler - Zoo Duisburg)

 

WDSF-Foto

Gefährliche Streicheleinheiten wegen
Infektionsgefahr für die Delfine   

 

WDSF-Foto

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller (lks.) macht Delfintrainer Roland Edler (Zoo Duisburg) auf die Gefahr eines herabschwebenden Zoo-Luftballons in das Delfinbecken aufmerksam - WDSF-Foto                     - WDSF-Foto
Die Delfine können beim Herabsinken des Zoo-eigenen
Luftballons in das Becken durch Aufnahme des nichtverdaulichen
Gummis tödliche innere Verletzungen erleiden.
WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller macht Delfintrainer
Roland Edler auf die Gefahr aufmerksam. Der Zoo-Mitarbeiter
versprach Ortmüller, den Ballon mit einer Hebebühne umgehend
zu entfernen.



WDSF-Foto

Delfintrainer Roland Edler im Gespräch mit dem
WDSF-Chef Jürgen Ortmüller


 

 

- Strafbefehl gegen Ex-Tierarzt des Duisburger Zoos Manuel Garcia Hartmann wegen "mehrfacher fahrlässiger Tierquälerei"

Hohe Todesrate auch in Duisburg durch Antibiotika-Missbrauch in Hartmann's Amtszeit?

 

(WDSF 13.07.2013 - akt. 23.10.14) In der Schweiz starben im Delfinarium des Vergnügungsparks Connyland im November 2011 innerhalb weniger Tage zwei Delfine an einer Antibiotikavergiftung. Das Antibiotika wurde den Delfinen in einer zu hohen Dosis und über einen zu langen Zeitraum verabreicht, ergab die tiermedizinische Analyse der Universität Zürich anlässlich einer Autopsie. Die Staatsanwaltschaft erließ im Juli 2013 gegen "einen deutschen Tierarzt des Delfinariums" einen Strafbefehl mit einer Strafe von 4.000 Schweizer Franken wegen mehrfacher fahrlässiger Tierquälerei. Gegen den Strafbefehl wurde Rechtsbehelf eingelegt. Bereits ein Jahr zuvor wurde gegen den verantwortlichen Tierarzt Manuel Garcia Hartmann, der bis 2008 über 13 Jahre im Duisburger Delfinarium beschäftigt war, nach Angaben der Thurgauer Zeitung strafrechtlich ermittelt. "In Hartmann's Amtzeit (Anm.: im Duisburger Zoo) fällt auch der Verlust von drei jungen Delfinen, die nach ihrer Geburt durch eine Viruserkrankung dahingeraffte wurden", so die Neue Ruhr-Zeitung/Neue Rhein-Zeitung. (WDSF-Anm.: Tatsächlich ware es sogar neun verstorbene Jungdelfine - s. Zoobericht). Darüber hinaus starb in seiner Amtszeit ein erwachsener Großer Tümmler und ein Flussdelfin. Inzwischen arbeitet Hartmann seit 2008 für das Marineland Delfinarium in Antibes/Frankreich. Dort starben seit 2009 drei Delfine lt. Ceta-Base.

Im Hinblick auf über 60 vermutete Delfin-Todesfälle im Duisburger Delfinarium forderte das WDSF per erfolgreicher Klage Akteneinsicht in die tiermedizinischen Unterlagen des Zoos. Bisher hält der Duisburger Zoo seine vollständigen Akten trotz des Umweltinformationsgesetzes für die Öffentlichkeit unter Verschluss.


Im Hinblick auf die festgestellte Antibiotika-Vergiftung der Schweizer Delfine, die lt. der Uni-Zürich zum Tod führte, halten wir es nicht für ausgeschlossen, dass auch ein Teil der Todesfälle im Duisburger Delfinarium auf falsche Medikamentierung zurückzuführen ist. Eine Parallele zeigt sich ganz offensichtlich, dass der Tierarzt Manual Garcia Hartmann, der das Antibiotikum in der Schweiz für die Delfine verschrieben hat und dem die vermutete fehlerhafte Behandlung von der Staatsanwaltschaft angelastet wurde, auch in Duisburg für die Delfine tierärztlich verantwortlich war. Während seiner Beschäftigungszeit sind neun Delfinbabys (plus eine Totgeburt) und ein Flussdelfin in Duisburg verstorben. Hier fordern wir Klarheit durch Akteneinsicht auch für die Jahre ab 2000 zumal alleine von 2000 bis 2007 die neun Delfinbabys verstarben.

In der Gerichtsverhandlung gegen den Tierarzt Hartmann kam das Gericht nach seinem Einspruch lt. einem Zeitungsbericht des Schweizer Blick zu dem Ergebnis, dass "nicht restlos nachgewiesen sei, dass das Medikament zum Tod der Tiere geführt habe" und hob den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft auf.

 


- 17.10.2015 - Zoo Duisburg - Viele Baustellen hinter den Kulissen (RP-online)

 

Hohe Todesrate, Verstöße und Schildbürgerstreich beim Dach im Delfinarium Duisburg

Abgesehen von der historisch hohen Todesrate der Meeressäuger verstößt der Zoo Duisburg eindeutig gegen die Haltungsrichtlinie des Tierschutzgesetzes für Delfine. Das seit 2006 ergänzte Schiebedach mit 200 qm wird aufgrund von Baumängeln nicht geöffnet, weil die Statiker dies verboten haben. Dadurch stehen den Delfinen, entgegen dem aktualisierten Säugetiergutachten aus dem Jahr 2014, weder "Sonnenlicht noch Umweltreize wie Regen" zur Verfügung.

 

Foto: WDSF August 2015 (das Dach ist nun schon seit drei Jahren von innen und außen mit Planen abgedeckt)Eine letztjährige WDSF-Beschwerde bei der zuständigen Höheren Aufsichtsbehörde, dem Landesamt für Natur, Verbraucher und Umweltschutz NRW (LANUV), wurde im Oktober 2015 mit folgender Begründung abgewiesen: "Es trifft zu, dass sich das Dach bereits öffnen lässt; allerdings wird dies aufgrund des fehlenden Abschlusses der Bauarbeiten noch nicht durchgeführt. Die Arbeiten am Dach sollen zum Ende dieses Jahres fertiggestellt sein." Das erzählt der Zoo bereits seit drei Jahren (s. http://www.derwesten.de/…/schiebedach-passt-nicht-aufs-delf…). Das mutet an wie ein Schildbürgerstreich: Das Dach lässt sich angeblich öffnen, aber es wird nicht geöffnet. Wir werden nun beim NRW-Umweltministerium als Oberste Aufsichtsbehörde eine weitere Beschwerde einreichen und ggf. gegen die Verstöße klagen.

 



 

 

Katastrophen im Delfinarium Duisburg häufen sich

30.11.2015 - Justiz stellt Verfahren nach Orang Utan-Ausbruch im Duisburger Zoo ein - (WAZ)


13.01.2016 - Feuerwehr-Einsatz nach Ozon-Unfall im Duisburger Delfinarium (DerWesten)

Dies war nicht der erste Ozon-Unfall in einem Delfinarium! Im Tiergarten Nürnberg musste ein bewusstloser Bauarbeiter nach einem Ozon-Unfall in der "Delfinlagune" im Krankenhaus behandelt werden. Offenbar ist im Duisburger Zoo das Rohrsystem unter dem Delfinarium schadhaft und soll mit Sponsorengeldern der Sparkasse Duisburg restauriert werden, wie Medien berichteten. Das Hallendach im Delfinarium ist ebenfalls defekt und wird nicht geöffnet, obwohl die Haltungsrichtlinie für Delfine dies vorschreibt. Seit drei Jahren ist eine Plane unterhalb des Daches gespannt.

Mehr als 60 Meeressäuger sind im Delfinarium Duisburg verstorben. Von 29 Nachzuchten überlebten derzeit nur acht Delfinbabys (incl. mehrerer Totgeburten). Wie lange wollen die Aufsichtsbehörden (Stadt, LANUV und das Umweltministerium) den Katastrophen im Duisburger Delfinarium noch tatenlos zuschauen? Der Zooeintritt wurde von 14,50 auf jetzt 16,90 Euro erhöht, denn der Besucher soll für die Reparaturen bezahlen. Die Stadt Duisburg hat den Zoo bisher mit alljährlich mehreren Millionen Euro unterstützen müssen, wobei das Delfinarium den höchsten Kostenfaktor darstellt.. Die einzige Lösung für Mensch, Tier und die Konsolidisierung der Finanzen ist die Schließung des Delfinariums. Nach der Schließung des Delfinariums im Allwetterzoo Münster im Jahr 2013 konnte der Zoo fast 40.000 Besucher mehr zugunsten der Finanzen verbuchen.

 


WAZ-Links zum defekten Hallendach (2013):

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/delfinarium-in-zoo-ueber-ostern-geschlossen-id7780234.html

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/delfinarium-bereitet-sorgen-id7798154.html

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/schiebedach-passt-nicht-aufs-delfinarium-id7819237.html

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/delfinarium-ab-heute-samstag-id7884219.html

 

Dies war nicht der erste Ozon-Unfall in einem Delfinarium! Im Tiergarten Nürnberg musste ein bewusstloser Bauarbeiter nach einem Ozon-Unfall in der "Delfinlagune" im Krankenhaus behandelt werden.

Offenbar ist im Duisburger Zoo das Rohrsystem unter dem Delfinarium schadhaft und soll mit Sponsorengeldern der Sparkasse Duisburg restauriert werden, wie Medien berichteten. Das Hallendach im Delfinarium ist ebenfalls defekt und wird nicht geöffnet, obwohl die Haltungsrichtlinie für Delfine dies vorschreibt. Seit drei Jahren ist eine Plane unterhalb des Daches gespannt.

Mehr als 60 Meeressäuger sind im Delfnarium Duisburg verstorben. Von 29 Nachzuchten überlebten derzeit nur acht Delfinbabys (incl. mehrerer Totgeburten).

Wie lange wollen die Aufsichtsbehörden (Stadt, LANUV und das Umweltministerium) den Katastrophen im Duisburger Delfinarium noch tatenlos zuschauen?

Der Zooeintritt wurde von 14,50 auf jetzt 16,90 Euro erhöht.

Die einzige Lösung für Mensch und Tier ist die Schließung!

Feuerwehr-Einsatz nach Ozon-Unfall im Duisburger Delfinarium | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/feuerwehr-einsatz-nach-ozon-unfall-im-duisburger-delfinarium-id11460344.html#plx466637982

 

- Japanisches Fernsehen berichtet über die Delfinhaltung
im Duisburger Zoo und die WDSF-Kritik

 

Übersetzung des Nachrichtenbeitrags des japanischen Fernsehens Fuji Television Network vom 28. Mai 2015 über die Delfinhaltung in Duisburg, über die Kritik des WDSF und über die Tagung der JAZA (jap. Verband der Zoos und Aquarien)



Fuji Television NetworkJemand aus dem Publikum sagt: "Es ist eine gute Show. Ich wusste nicht, dass Delfine so akrobatisch sind." Auch in Deutschland wird die Haltung von Delfinen jedoch zunehmend schwerer. In Deutschland gab es früher Delphin-Shows an mehr als 10 Standorten, die reduziert wurden als eine Reaktion auf eine Welle von Kritik. Jetzt sind es nur noch zwei Orte, wie auch hier in Duisburg.

Und in Deutschland hat sich auch der Tierschutz wie in anderen Ländern entwickelt. "Dolphin Show ist ein Missbrauch" lautet die Kritik von Tierschutzverbänden und die Zoos wären an der Reihe, die Shows abzubrechen.

Die Show, sagt jemand im Delphinarium Duisburg, ist nicht gut für Delphine. Aber eine Mutter sagt auch, dies sei gut für die Kinder und das ist das Dilemma Nummer eins. Wie können die Tiere auf so einem engen Raum wie diesem leben, viele Einrichtungen seien oft sehr schlecht.

Die Zucht von Delphinen im Zoo funktionierte zum ersten Mal in den 50er Jahren. Die Delphine in Duisburg sind aktuell sieben Tiere mit wilden Delfinen, die in Kuba und Mexiko eingefangen wurden. Fünf Delphine wurden per Zucht in dem Aquarium geboren.

Der Tierarzt im Zoo sagt „Mit der Delphin-Show möchten wir auch auf eine Bedrohung in der Ökologie und der natürlichen Umwelt hinweisen, um auch die (ökologischen) Frage zu lehren.“ Die Zooseite plant in der Zukunft die Züchtung fortzusetzen.

Lokale Tierschutzorganisationen haben das Ziel, ein Verbot der Zucht herbeizuführen und diese zu stoppen und zu hinterfragen, ob die Zoos berechtigt sind, entsprechende Aktivitäten in Europa zu fördern. In der Tat, eine wachsende Zahl von Einrichtungen hat die Zucht gestoppt.

WDSF-Foto - Fuji Television Network InterviewJürgen Ortmüller’s Tierschutzorganisation"WDSF" setzt sich dafür ein, „dass in Zukunft in Deutschland, in ganz Europa und der Welt Delphinarien geschlossen werden", sagt er. Im Jahr 2013 gab es in der Schweiz eine Gesetzesänderung, welche die Einfuhr von Delphinen verbietet. Dies sollte in ganz Europa durchgeführt werden und gleichzeitig sollten die Delphine den Status quo behalten (Anm. Jürgen Ortmüller/WDSF: „Ich habe dem japanischen Fernsehen gesagt, dass die Delfine bei Schließung von Delfinarien, wie bei der durch das WDSF mitveranlassten Schließung in der Schweiz, in fachkundig geführten teiloffenen Meeresbuchten untergebracht werden sollten.“)

In diese Entwicklung wurde jetzt die japanischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (Anm.: JAZA) einbezogen, um die Delphine zu erhalten wobei die Zielsetzung ist, dass bei der Fischerei in Wakayama Taiji Delphine nicht mehr gefangen genommen werden. Beim 21. Tanaka-Treffen des Aquariums "Umitamago" gehen sie davon aus, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt. Als eine von ihnen wird auch die Möglichkeit der Rücknahme der Delfinfänge einbezogen

Während Stimmen aufkommen, welche die Möglichkeit des Austritts (Anm.: aus dem Weltverband WAZA) der japanischen Vereinigung der Zoos und Aquarien in 28 Tage erwägen, eröffneten sie die Vollversammlung, um ein Verfahren zum Erhalt der Delphine in Zukunft zu entwickeln und die Zucht zu fördern.

Arai Ichiri, Präsident der japanischen Vereinigung der Zoos und Aquarien, machte Anmerkungen zur Zucht der Delphine. Es gab vereinzelt Stimmen des Unmuts in der Diskussion wegen des Widerrufs des Bezugs von Delphinen aus dem Delphinfang (Anm.: aus Taiji). „Es gibt keine spezifische Planung in der Zukunft Wir müssen das Thema für die Zukunft studieren.“

Bei gleichzeitigem Gegenwind aus der ganzen Welt, geht die Erkundung von Japan zur Sicherung der Delphine weiter. (Kansai)

 


- Diverse Pressemeldungen 2014/2015



13.05.2015 - Eintrittspreise im Zoo Duisburg erneut erhöht - Tierschützer mahnen Delfinarieneintritt (lokalkompass)
11.05.2015 - Einbrecher flexen Tresor im Zoo Duisburg auf (DerWesten)
20.03.2015 - Duisburger Zoo soll den Gürtel enger schnallen (DerWesten)
20.02.2015 - Besucherzahlen im Zoo Duisburg weiterhin rückläufig - Vorstandsgehälter gestiegen (Mynewsdesk)
26.01.2015 - Bundesregierung verurteilt Psychopharmaka-Verabreichung in Zoos als Tierquälerei (Presseportal)
30.12.2014 - Delfinschützer aus Hagen klagen weiter gegen Duisburger Zoo (DerWesten)
29.12.2014 - WDSF geht in die Berufung gegen Delfinarien-Urteil (ots/dpa)
17.12.2014 - Stürmische Wasser (Delfinarien in Duisburg und Nürnberg) - (Süddeutsche)
29.10.2014 - WDR 2-Interview mit Jürgen Ortmüller vom WDSF - Delfinarium Duisburg und Piratenantrag
29.10.2014 - Piraten wollen Delfine im Zoo verbieten (WDR 2)
28.10.2014 - Verbot der Haltung von Delphinen wird von SPD und Bündnis90/Die Grünen im NRW-Landtag abgelehnt (02elf)
30.06.2014 - Interview Die Welt mit WDSF-Geschäftsführer "Gefangenschaft treibt Delfine in den Selbstmord"
06.05.2014 - Delfine gewöhnen sich ein (Bayerischer Rundfunk)
06.05.2014 - Duisburger Delfinarium trennt Delfinfamilie (Hannover Zeitung)

 


- Besucherzahlen im Zoo Duisburg weiterhin rückläufig 
Vorstandsgehälter gestiegen

Zitierter Auszug aus dem erst am 18.02.2015 im Bundesanzeiger
veröffentlichten Wirtschaftsprüferbericht zur Bilanz 2013 der "Zoo Duisburg AG"
(Anm.: Eingabe im Bundesanzeiger unter der Suchfunktion "Zoo Duisburg AG")

 

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

 

WDSF-Foto

(WDSF - 20.02.2015) "Die Gesamtbesucherzahl ist mit 957.847 Besuchern (Vorjahr 2012 1.026.930 Besucher) im Jahr 2013 rückläufig. Das Ziel einer gegenüber 2012 reduzierten Tageskarten-Besucherzahl von 600.000 Besuchern wurde mit 523.556 Besuchern nicht erreicht. Ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr konnte dadurch vermieden werden, indem zum Jahresbeginn 2013 eine Preisanpassung vorgenommen wurde, mit der jedoch das geplante Umsatzziel in Höhe von 6.090 T€ nicht erreicht werden konnte. Es ergab sich lediglich ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 96 T€ auf 5.210 T€ (Vorjahr 5.114 T€). Das operative Ergebnis des Zoo Duisburg hat sich zwar um 698 T€ auf -2.501 T€ verbessert, es ist damit jedoch weiterhin negativ. Das nur moderate negative Jahresergebnis kommt dadurch zustande, dass ein Zuschuss der Stadt Duisburg zum Ausgleich des Bilanzverlusts genutzt wurde. Mit Beschluss des Rates der Stadt Duisburg vom 17. Februar 2014 wurde der Zuschuss der Stadt Duisburg für 2013 um 489 T€ auf 2.618.000 € erhöht.

 
 

Risikobericht der Wirtschaftsprüfer

Es ist - wie in der Vergangenheit - das Bestreben der Gesellschaft, Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.

Besondere Risiken aus der weiteren Entwicklung des Zoos sind eng verknüpft mit der weiteren Entwicklung der städtischen Finanzlage. Der Zoo Duisburg ist mehr denn je von dem Zuschuss der Stadt Duisburg (bisher 2.129 T€ pro Jahr) als Hauptaktionärin abhängig, insbesondere da der Zuschuss im Jahr 2013 um 489 T€ auf 2.618 T€ weiter angehoben werden musste, um den zu erwartenden Jahresfehlbetrag auszugleichen. Aufgrund der aktuellen städtischen Haushaltslage ist ein ähnlich hoher Zuschuss für die Folgejahre in dieser Höhe fraglich. Da die Stadt Duisburg die sogenannten freiwilligen Leistungen einer Überprüfung unterzogen hat, wurden Zuschusskürzungen für die Folgejahre bereits beschlossen. Es besteht somit ein Risiko für das Fortbestehen des Zoos, sollte die Stadt Duisburg ihr Engagement nicht fortsetzen.

 

Der Vertrag mit dem bisherigen Großsponsor RWE wurde zwar verlängert, wird aber in weitaus geringerem Maße in Höhe von insgesamt 500 T€, verteilt auf nur noch drei Jahre, fortgeführt. Statt des bisherigen Delfinariums wird von RWE die Zooschule das neue Kooperationsprojekt sein. ...

 

...Von Bündnis 90/Die Grünen wurde in 2013 ein Antrag im Bundestag eingereicht, die Delfin-haltung in Deutschland zu beenden, wodurch dem Zoo Duisburg ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal wegfallen würde, was existenzbedrohende Auswirkungen für den Zoo haben könnte. Der Antrag wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt. Auch in 2014 bemühen sich einige Tierrechtsorganisationen, die Zoos und speziell die Delfinhaltung in Misskredit zu bringen, was die Fraktion der Piraten dazu veranlasste, im Landtag NRW einen erneuten Antrag zu stellen, die Delfinhaltung zu beenden. Der Vorstand geht davon aus, dass auch dieser Antrag abgelehnt wird. ..."

 

Anm.WDSF: Die Bruttogehaltsbezüge für Zoo-Chef Achim Winkler beliefen sich lt. Bilanzbericht im Jahr 2013 auf 150.598,-- Euro (2014 155.030 €). Seit 1.6.2013 leistet sich der Zoo einen weiteren Vorstand mit Detlef Hamacher mit anteiligen Bezügen in 2013 von 50.343,-- Euro (2014 85.431 €). Frühere Mitglieder des Vorstands bzw. ihre Hinterbliebenen bezogen im Geschäftsjahr 2013 Pensionen in Höhe von insgesamt 226.867,85 €. Der Betrag der für frühere Mitglieder des Vorstands bzw. ihre Hinterbliebenen gebildeten Pensionsrückstellungen beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 2.675.940,00 €.

 


- Zoo Duisburg pleite?

 

WDSF-Foto Delfinarium Duisburg(WDSF - 11.01.2014) Im Bundesanzeiger kann jeder bei Eingabe unter der Suchfunktion "Zoo Duisburg AG" (ohne Anführungsstriche) die Bilanz des Zoo Duisburg 2012 mit dem aktuellen Wirtschaftsprüfer-Bericht aufgrund der Veröffentlichung im November 2013 nachlesen. Demnach soll der Vorstand (Zoochef Achim Winkler) einen Sanierungsplan erstellen. Die jährliche Zuschuss von 1 Mill. Euro durch die RWE ist ab 2013 entfallen, die Stadt Duisburg steht unter Haushaltsaufsicht aufgrund der langjährig hohen Verschuldung. Für 2012 musste die Stadt 3,2 Mill. Euro Verlust des Zoos ausgleichen (in den Vorjahren jeweils 2,1 Mill. Euro). Für 2013 hat die Stadt nach Angaben des WP-Berichts Kürzungen angekündigt. Der Verlust für 2013 wird unter Berücksichtigung des Wegfalls des RWE-Zuschusses und des erneuten Besucherrückgangs bei etwa 3,8  Mill. Euro liegen.

Wir haben jetzt ein weiteres Steuerberater-Gutachten in Auftrag gegeben, um den Bilanzbericht analysieren zu lassen. Dem Bericht nach ist der Zoo u.E. insolvent, zumal der lt. WP-Bericht erforderliche Umsatz 2013 von 6 Mill. Euro mit rund 1 Mill. Euro unterschritten wurde - 2011 waren es noch 1.107.362 Besucher, im Jahr 2012 insg. 1.026.930 Besucher, im Jahr 2013 unter 1 Million). Der Zoo hat demnach innerhalb von 2 Jahren über 100.000 Besucher verloren. Das jedes Jahr auf die Witterungsverhältnisse zu schieben, ist ganz klar eine Schutzbehauptung für schlechtes Wirtschaftsmanagement des Zoo-Vorstands Achim Winkler. Das WDSF hat seit Okt. 2010 mehr als 80.000 Anti-Delfinarien-Flyer vor dem Haupteingang des Zoos verteilt. Der Zoo hat mit seiner katastrophalen Delfinhaltung (mdst. 60 verstorbene Delfine) und seiner unglücklichen Nachzucht (von 26 Nachzuchten überlebten nur sieben) auf das falsche Pferd gesetzt.

Die Wirtschaftsprüfer schreiben in ihrem Risikobericht zur Bilanz 2012 (Hervorhebungen durch WDSF):

"Besondere Risiken aus der weiteren Entwicklung des Zoos sind eng verknüpft mit der weiteren Entwicklung der städtischen Finanzlage. Der Zoo Duisburg ist mehr denn je von dem Zuschuss der Stadt Duisburg (bisher 2.179 T€ pro Jahr) als Hauptaktionärin abhängig, insbesondere da der Zuschuss im Jahr 2012 sogar um 1.047 T€ auf 3.226 T€ weiter angehoben werden musste, um den vorhandenen Bilanzverlust auszugleichen. Aufgrund der aktuellen städtischen Haushaltslage ist ein ähnlich hoher Zuschuss für die Folgejahre in dieser Höhe fraglich. Da die Stadt Duisburg die sogenannten freiwilligen Leistungen bereits einer Überprüfung unterzogen hat, wurden Zuschusskürzungen für die Folgejahre bereits beschlossen. Es besteht somit ein Risiko für das Fortbestehen des Zoos, sollte die Stadt Duisburg ihr Engagement nicht fortsetzen. …

Die Unterstützung des Fördervereins sowie großzügige Spenden der Sparkasse Duisburg und anderer städtischer und kommerzieller Gesellschaften stellen daher nur bedingt eine finanzielle Planungssicherheit her.  Der Vorstand wurde daher vom Aufsichtsrat im Dezember 2012 beauftragt, zeitnah zur Jahresmitte 2013 einen Sanierungsplan zu erstellen, der Wege aufzeichnen soll, weitere Einnahmen zu generieren und Ausgaben nach ihrer Sinnhaftigkeit zu überprüfen und ggf. zu streichen oder zu kürzen. Gerade im Einnahmenbereich ist das Unternehmen jedoch sehr stark vom Faktor Wetter abhängig, was sich im Jahr 2012 bereits zeigte und im ersten Quartal 2013 bei konstant nass-kalter Witterung noch deutlicher offenbart. Bei möglichen reduzierten Zuschüssen in Verbindung mit fehlenden Sponsorengeldern muss zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass der Fortbestand des Zoo Duisburg gefährdet ist."

Der Wirtschaftsprüfer-Hinweis (am Ende des Risikoberichts), dass bei Wegfall der Delfinhaltung "eine der wichtigsten Einnahmequellen" fehlen würde, ist nicht zuzustimmen, da der Münsteraner Zoo nach Wegfall des Delfinariums seit Februar 2013 sich offenbar steigender Besucherzahlen erfreut.

Vermutlich ist das Delfinarium sogar der höchste Kostenfaktor aller Gehege im Zoo Duisburg und würde bei Wegfall zur Sanierung beitragen. Der Zoo könnte über das  Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) die Delfine kurzfristig transferieren und das Delfinarium schließen. Wir fordern vom EEP und auch vom Zoo Duisburg allerdings den Transfer der Delfine in eine menschenbetreute Meeres-Lagune, um ihnen einen verhaltensgerechten Lebensabend zu ermöglichen. Eine Auswilderung der Delfine scheidet weitgehend aus, da die Delfine in der Zoohaltung ihr natürliches Jagdverhalten verlernt haben. Auch das entspricht nicht einer verhaltensgerechten Unterbringung, die das NRW-Landschaftsgesetz in § 68 für die Unterbringung der Tiere fordert. Auch ist die Anlage definitiv zu klein, wie das wissenschaftliche Gutachten von Herrn Dr. Schulze vom 08.04.2010 gezeigt hat.

 

 

- Größter Delfinfriedhof Europas - Zoo Duisburg verschweigt Todeszahlen  - WDSF recherchiert mindestens 60 Todesfällen

 

 

SPIEGEL special 1/1997 - Bis 1997 wurden mindestens 47 Delfine in Duisburg "verschlissen"
(ein Bericht von Claus-Peter Lieckfeld)

 

 

(WDSF) Im Jahr 2011 hat das Umweltministerium NRW und das Landesamt für Natur, Umwelt- u. Verbraucherschutz (LANUV) dem WDSF bestätigt, dass "in den letzten 20 Jahren insgesamt 15 Delfine im Zoo Duisburg verstorben sind, davon alleine neun Delfinbabys". In Verbindung mit der o.a. Spiegel-Recherche ist davon auszugehen, dass das Delfinarium Duisburg mit über 60 verstorbenen Delfine der größte Delfinfriedhof Europas ist (mdst. 46 Todesfälle bis 1984 (s.u.) und 15 Todesfälle seit 1991).

Der Nürnberger Tiergartendirektor Dag Encke erläutert im Rahmen einer Bundestagsanhörung im Mai 2013, dass von 26 Delfinen, die insgesamt im Duisburger Zoo geboren wurden, nur sieben längere Zeit überlebt haben. Encke (s.a. WAZ-Bericht): „Von den 26 Geburten waren fünf Totgeburten. Elf Jungtiere starben in den ersten 13 Lebenstagen. Ein Jungtier starb nach 67 Tagen. Ein Jungtier starb nach zwei Jahren. Ein Tier starb im Alter von elf Jahren."

2011 kamen in Duisburg drei Tümmler zur Welt. Diese Jungtiere Dörte, Diego und Darwin leben noch. In Nürnberg, so Encke weiter, seien zwischen 1971 und 2013 insgesamt 26 Große Tümmler gestorben, darunter 16 Kälber.

Auf der neuen Homepage des Zoo Duisburg, die in der Folge des Gerichtsverfahrens des WDSF gegen den Zoo erstellt wurde, werden nicht alle Delfin-Todesfälle dokumentiert. Ein Teil wird verschwiegen (Tiermedizinische Berichte).

Von den 26 in Duisburg geborenen Tümmlern haben nach Enckes Darstellung nur sieben überlebt: „Von den 26 Geburten waren fünf Totgeburten. Elf Jungtiere starben in den ersten 13 Lebenstagen. Ein Jungtier starb nach 67 Tagen. Ein Jungtier starb nach zwei Jahren. Ein Tier starb im Alter von elf Jahren." 2011 kamen am Kaiserberg drei Tümmler zur Welt, die Jungtiere Dörte, Diego und Darwin leben noch. In Nürnberg, so Encke weiter, seien zwischen 1971 und 2013 insgesamt 26 Große Tümmler gestorben, darunter 16 Kälber.

Zoodirektor nennt Bundestag Zahl der toten Tümmler in Duisburg

Interessant wird auch die Beantwortung der Frage im Rahmen der beantragten WDSF-Akteneinsicht beim Duisburger Zoo sein, warum ausgerechnet innerhalb von zwei Monaten im August und September 2011 drei Delfin-Nachzuchten im Duisburger Delfinarium zu verzeichnen waren. Wir vermuten, dass es sich dabei um künstliche Befruchtungen handelt, zumal in den vergangenen 20 Jahren überwiegend Todesfälle bei den Nachzuchten zu verzeichnen waren (neun Delfine verstarben innerhalb von zwei bis 16 Tagen nach der Geburt). Eine künstliche Befruchtung würde möglicherweise gegen EU-Recht verstoßen, weil die Population des Großen Tümmlers (Tursiops truncatus) als nicht vom Aussterben bedroht gilt. Vermutlich hat der Zoo mit der Nachzucht lediglich seinen "Show-Bestand" an Delfinen erhöhen wollen und zwei andere Delfine für Zuchtzwecke an den Nürnberger Tiergarten abgeben wollen, zumal der Platzbedarf nun rechtlich nicht mehr erfüllt wurde. Wir werden das klären und die Öffentlichkeit über unsere Ermittlungsergebnisse informieren. Der Zoo weist die Vermutung der künstlichen Befruchtung gegenüber der WAZ-Zeitung entschieden zurück.

In einem Beitrag von WELT-online heißt es: "Im Duisburger Zoo, der nach dem Ausstieg von Münster bald mit Nürnberg die letzten Delfinarien in Deutschland betreiben wird, gibt man sich zugeknöpft. Jochen Reiter, wissenschaftlicher Leiter des Duisburg Zoos: „Zahlen zu toten Delfinbabys geben wir nicht raus“.

 

Das WDSF geht davon aus, dass die weitgehend verschwiegenen Todeszahlen bei über 60 Meeressäugern liegen (s.a. Recherche in SPIEGEL spezcial 1997 und  http://www.dauphinlibre.be/fresh.htm#KILLED). Duisburg hätte damit eine noch höhere Todesrate als der Tiergarten Nürnberg (33 Todesfälle im eigenen Delfinarium und 5 Todesfälle von abgegebenen Delfinen). Offenbar wurden in den ersten Jahren die verstorbenen Delfine in Duisburg einfach stillschweigend gegen neue Importe ausgetauscht und nachweislich bei dem Tier-Händler Tiebor angemietet, ohne dass die Besucher dies überhaupt bemerkt hätten.

 

Der Zoo-Chef Achim Winkler verweigerte bisher jede Auskunft zu den vollständigen Todesfällen. Das WDSF hatte daher den Zoo Duisburg vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf verklagt, vollständige Einsicht zu den Todesfällen und den offenbar katastrophalen Haltungsbedingungen mit den tiermedizinischen Berichten zu gewähren. Die Hauptverhandlung vor dem Düssseldorfer Verwaltungsgericht ergab am 17.10.2014 eine Urteil gegen den Zoo Duisburg dem WDSF eine uneingeschränkte und vollständige Einsicht zu gewähren.

 

Der Duisburger Zoodirektor Achim Winkler: „Anfangs haben wir bei der Nachzucht viel falsch gemacht, hatten hohe Verlustraten“... "Natürlich sind in 44 Jahren Delfinhaltung in Duisburg Tiere verendet. Vor allem am Anfang unserer Zucht war die Verlustrate sehr hoch - aus Unkenntnis."


Recherchierte Daten durch Jahresberichte des Duisburger Zoos (seit 1995 veröffentlichte der Zoo Duisburg keine weiteren Chroniken): Von 1965 bis 2000 wurden mdst. 10 Große Tümmler von dem Tierhändler Tiebor vorübergehend gemietet. Die durchschnittliche Haltungsdauer der 14 bis 2000 verstorbenen Delfine betrug lediglich 8 Jahre. Ohne die angemieteten Tiere wurden von 1965 bis 1984 mindestens 49 Wale und Delfine importiert:


17 Große Tümmler
17 Jacobita-Delfine
5 Toninas
5 Schweinswale
3 Beluga-Wale (Heimat Arktis)
2 Sotalia-Delfine

insgesamt 49 Meeressäuger

 

Von diesen 49 Walen u. Delfinen wurden 3 umgetauscht, 29 lebten weniger als 3 Jahre lang, 12 lebten 4 bis 18 Jahre und nur 5 wurden älter als 20 Jahre. Bis 1984 verstarben demnach mdst. 46 Meeressäuger im Duisburger Zoo.

 

Das Delfinarium in Duisburg gibt es seit 1965. Delfine haben in freier Wildbahn eine durchschnittliche Lebensspanne von rund 40 - 50 Jahren.

 

In freier Wildbahn würden Delfine niemals über Hindernisse springen - im Zoo müssen sie das gegen Futterlohn. Ein satter Delfin würde sich erst gar nicht an den Shows beteilligen. Im Zoo Duisburg wird während der Show-Vorführung regelmäßig ein Kleinkind in einem Schlauchboot von einem Delfin mit hoher Geschwindigkeit durch das Becken gezogen - ein völlig artfremdes Verhalten, das zur Belustigung der Zuschauer beitragen soll. Am Schluß der Vorstellung gibt es für die Zuschauer in den unteren Rängen noch eine deftige Fäkaliendusche. Mit ihrer Fluke (Schwanzflosse) schaufeln die Delfine das Kot- und Urin-belastete Beckenwasser auf die Zuschauer, die teilweise mit Kleinkindern in den ersten Reihen sitzen.

 

Dem WDSF liegen Laborergebnisse von Wasserproben aus den Delfinbecken durch das Gesundheitsamt Duisburg vor, die gravierende Abweichungen zur Trinkwasser-Norm bestätigen. Entgegen der Proteste des WDSF, dass Zuschauer mit vielen Kleinkinder mit dem Fäkalien-kontaminierten Wasser in Berührung kommen, hat das Gesundheitsamt Duisburg nichts unternommen, um die Delfinarien-Besucher zu schützen. Der Zoo selbst hat nach den WDSF-Protesten lediglich Warntafeln aufgestellt.

 

Quellen:
SPIEGEL Special 1997 und http://www.dauphinlibre.be/fresh.htm#KILLED
Jahresberichte des Duisburger Zoos bis 1994

 

 

 


 

- Falschaussage des Duisburger Zoodirektors

 

Während der NRW-Landtags-Anhörung am 28.04.2014 behauptete der Duisburger Zoo-Direktor Achim Winkler als Sachverständiger, dass in England sämtliche über 30 Delfinarien aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit geschlossen hätten. Diese Aussage ist falsch, wie nachfolgender Brief des "Houses of Commons Information Office (Informationsbüro des Unterhauses)" vom 28.04.(*s.u.) bzw. 30.4.2014 beweist. Tatsächlich wurden die Delfinarien auf Druck von Tierschützern nach etlichen Todesfällen geschlossen.

30.04.2014

Dear Mr xxxxx
 
I cannot confirm that UK dolphinarium were closed ‘only because of the inefficiency’. The recommendations relating to the keeping of cetaceans in zoos and aquaria were laid out in the department of environment report. This position remains, as in the most recent edition of the Secretary of State’s Standards of Modern Zoo Practice published in 2012.
 
You will have to read the reports to find the recommendations and reasons.
 
Kind Regards
Rob
 
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Geschlossene Delfinarien in England nach Tierschutzprotesten


Übersetzung eines Schreibens des engl. Unterhauses vom 28.04.2014:


Sehr geehrter Herr xxxxx


Vielen Dank fuer Ihre Anfrage.

Das Informationsbuero des Unterhauses liefert Informationen ueber die Arbeit, die Mitgliedschaft und die Geschichte des Unterhauses.

In 1985, nach erhoehten Besorgnissen von verschiedenen Tierschuetzern und Umweltschutzgruppen ueber die Pflege von Waltieren in Grossbritannien, hat das damals genannte Amt fuer den Umweltschutz, jetzt ein Teil des DEFRA, die Biologinnen Doktor Margaret Klinowska und Doktor Susan Brown beauftragt, die Haltungen von Tieren in Zoos und Aquriums zu erforschen und zu ueberpruefen.

Ihr Bericht, der 1986 veroeffentlicht wurde, ist hier zu sehen:
www.marineanimalwelfare.com/Steering.htm

Der Bericht ordnete Empfehlungen an fuer das zukuenftige Wohlbefinden und normale Haltung fuer Waltiere in Gross-Britannien die 1993 realisiert worden ist. Das letzte Delphinarium schloss in Gross-Britannien 1993 bei dem die letzten 3 weiblichen Delfine in europaeischen Anlagen verlegt worden sind. Es hat seitdem keine gefangenen Delfine oder Wale in Gross- Britannien gegeben, gefolgt sind der Schliessung der letzten 3 Anlagen: Marineland ( Morecambe), Brighton Dolphinarium , Windsor Safari Park und Flamingoland ( Malton).

Nach der Veroeffentlichung der neuen Richtlinien, wurden keine weiteren oeffentlichen Ergaenzungen oder Sanktionen zugefügt, aus Respekt für die Fürsorge von gefangen gehaltenden Waltieren in Gross-Britannien.

Dies wurde in einer offiziellen Reaktion von dem Minister des Umweltschutz im Mai 2007 bestaetigt, in dem er sagte:
"Zur Zeit gibt es keine gefangen gehaltene Waltiere in Gross-Britannien und es hat keine mehr gegeben seit Anfang 1990, ausser mit dem Zweck zur Rehabilitation. Obwohl es nicht verboten ist Waltiere in diesem Lande zu halten, das Zoo-Gesetz 1981 bezweckt dies sicher zu stellen, wenn es Waltiere geben sollte, fuer die Zuschaustellung der Allgemeinheit, dass dieses Unternehmen amtlich zugelassen werden muss und dass es sehr strikte Massnahmen geben muss, um die Tiere entsprechend zu behandeln mit Fürsorge ihrer Gesundheit und Wohlbefinden. Diese Norm ist angeordnet nach dem Masstab vom modernen Zoo im Bereich des Aussenministers und ist somit eine Ergaenzung des Gesetzes ueber die Gefangenschaft von Waltieren. Noch dazu sind alle Waltiere unter dem Tierschutz-Pakt 2006. Wir haben daher keine Plaene, ein Gesetz zu übertragen, das untersagt Waltiere in der Gefangenschaft zu halten.

Diese Position verbleibt somit mit der Folge, das hinsichtlich jeder zukuenftigen Darstellung von Waltieren in Gross Britannien folgendes gesagt werden kann:
"Waltiere wurden seit Jahren schon nicht mehr in englischen Zoos oder Aquariums gehalten . Die Hauptreferenzen/Gründe sind Klinowska's und Brown's Berichte über Delfinarien".

Auch wenn in Gross-Britannien keine Waltiere (Wale, Delfine und Schildkroeten) seit 1993 in Gefangenschaft gehalten worden sind, gibt es trotzdem kein Gesetz, das dies in Zukunft verhindert.

Weitere Informationen ueber die Schliessungen von Delfinarien in Gross-Britannien sind auf diesen Webseiten zu finden:
://www.marineanimalwelfare.com/.../UK%20Dolphinaria.htm...

://www.marineconnection.org/.../captivity_captive_free.html

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben

Mit besten Gruessen
Rob


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- Delfine aus Japan in Deutschland

 

Ebenso ist die Aussage der deutschen Zoo-Direktoren mit Delfinarien in einem veröffentlichten Grundsatzpapier zum Film "Die Bucht" falsch, dass es noch nie Delfine aus Japan in Deutschland gegeben habe (Anm.: Das "Grundsatzpapier" ist inzwischen nicht mehr auf der Homepage des Tiergarten Nürnberg verfügbar). In einem Bericht der Westfälischen Nachrichten vom 28.10.2009 werden die Zoo-Chefs zitiert: "Dabei, so das Papier, stamme kein einziges Tier in den Delfinarien der Europäischen Union aus Japan oder aus anderen vergleichbaren Delfintreibjagden."


Tatsächlich aber wurden im Neunkircher Zoo in den Jahren 1978/79 Delfine aus Japan gehalten:
"Die ersten drei „Neunkircher“ Delfine starben durch Infektionen, Besitzer Frank kaufte drei neue – Olli, Taiji und Blecky. Stolze 3,10 Meter war der größte, soll, so Backes, angeblich der größte Delfin in der der Bundesrepublik gewesen sein. Jedes der Tiere, die aus Japan kamen, kostete inklusive Transport damals 60 000 Mark", schreiben sol.de-online am 21.04.2014 und die Saarbrücker Zeitung am 29.04.2014.

Einer der Delfine wurde gar auf den Namen "Taiji" getauft und kam nach der Schließung des Delfinariums im Neunkircher Zoo letztendlich in das Delfinarium in Hassloch/HolidayPark, wo er am 14.5.1990 starb (Database: U.S. Marine Mammal Inventory).

 


 

- Walarium wird abgerissen


09.01.2015 - Bagger zernagen das alte Walarium im Duisburger Zoo (DerWesten)
06.01.2015 - Ein Stück Zoogeschichte verschwindet unbemerkt (Lokalkompass Duisburg)

 

WDSF-Agentur-Foto

 


- Öffentliche Anhörung Deutscher Bundestag am 15.05.2013

WDSF-Foto
v.lks.: Jürgen Ortmüller (WDSF), Richard O'Barry (EII), A. Morlok (ProWal)

 

weiterlesen (Delfinarien&Politik)

Weitere Pressemeldungen und Infos

 

 


 

- Der Anfang vom Ende?
 

Delfinarium Duisburg (WDSF-Foto)

(2013 - DerWesten) Für das Delfinarium in Duisburg wäre die Umsetzung dieses Antrages der Anfang vom Ende: Die Bundestagsfraktion der Grünen fordert das Landwirtschaftsministerium auf, die Delfinhaltung zu untersagen, weil eine artgerechte Haltung der Tiere nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand nicht möglich sei. Wie die Duisburger Grünen und der Zoo darauf reagieren (s. Artikel in Der Westen).

Dabei tobt der Kampf um die Meinungshoheit zur Delfinhaltung, den der Zoo zum Beispiel mit dem Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) ausfechtet, seit vielen Jahren. Die Argumente sind ausgetauscht, die Fronten verhärtet, einen direkten Austausch gab es zuletzt nur noch vor Gericht: Im Juli 2012 stellte ein Richter am Verwaltungsgericht Düsseldorf fest, dass die Zoo Duisburg AG dem WDSF Einblick in alle Unterlagen zur Pflege und medizinischen Versorgung seiner Großen Tümmler geben muss. Nun aber wird das Delfinarium am Kaiserberg möglicherweise ums Überleben kämpfen müssen.

 


 

 


 

- 30.01.2013 - RWE zieht sich aus Sponsoring des Duisburger Zoos zurück (RP-online)


Delfinarium Duisburg (WDSF-Foto)Mit insgesamt fünf Millionen Euro hatte der Energieversorger RWE in den letzten fünf Jahren (2008 - 2012) den Duisburger Zoo gesponsert. Als Gegenleistung trägt das Delfinarium den Namen "RWE-Delfinarium". Inzwischen ist dies allerdings kein Aushängeschild mehr, denn seit über fünf Jahren protestieren Tierschützer mit dem WDSF gegen die katastrophale Delfinhaltung mit der Folge von über 60 verstorbenen Delfinen in Duisburg. Wöchentliche Aufklärungsaktionen mit bisher über 80.000 verteilten Anti-Delfinarien-Flyern seit 2010 durch freiwillige WDSF-Helfer hielten viele vom Besuch des Zoos und der Delfin-Show ab. Die Aktion wird im Frühjahr 2013 fortgesetzt. 

 

 

 

 


 

- 01.12.2012 - Offener Brief des WDSF an den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg Sören Link

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link,



wir möchten Sie hiermit informieren, dass wir (Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF gemeinnützige UG) gestern am 30.11.2012 Klage vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen die Zoo Duisburg AG eingereicht haben. In dem Verfahren gegen die Stadt Duisburg hatte der vorsitzender Richter der 26. Kammer am 06. Juli 2012 protokolliert, dass die Zoo Duisburg AG gegenüber dem WDSF auskunftsverpflichtet hinsichtlich der Delfinhaltung ist. Leider hat die Zoo Duisburg AG auf unsere außergerichtlichen Anträge auf Akteneinsicht nach dem UIG NRW nicht innerhalb der gesetzlichen Zweimonatsfrist nicht reagiert, sodass wir Klage einreichen mussten.

 

Bereits im letzten Jahr hatte der Zoodirektor Achim Winkler alle Stadträte der Stadt Duisburg in einem diffamierenden Brief über das WDSF darüber informiert, dass Jürgen Ortmüller vom WDSF nach dem obergerichtlichen Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof zur Zulässigkeit der Akteneinsicht in die Delfinhaltungsunterlagen (hier Nürnberg) in Duisburg "aufschlagen" werde, um Akteneinsicht zu erlangen. Nun müssen wir diese leider gerichtlich erstreiten. Der Stadt Duisburg hat Winkler mit seinen Äußerungen ("Ortmüller ist ein Tierschwätzer") und der Art und Weise der Ignoraz keinen Gefallen getan, wie die fortlaufende Medienberichterstattung zeigt.


Wir hoffen in diesem Zusammenhang auf Ihre Intervention gegenüber der Zoo Duisburg AG, um weiteren öffentlichen Schaden von der Stadt Duisburg abzuwenden, die als Untere Aufsichtsbehörde (Amt für Umwelt und Grün) fungiert und die Stadt Duisburg mit 72 % am Zoo beteiligt ist und jährlich Millionen in den Zoo pumpen muss, um eine Pleite abzuwehren. Leider wurden sämtliche Gesprächsangebote gegenüber dem Zoo-Direktor ebenfalls bisher ignoriert. Wir würden uns wünschen, wenn Sie in Ihrer Funktion als Oberbürgermeister der Stadt Duisburg diese Ignoranz nicht fortsetzen.


Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Ortmüller
WDSF-Geschäftsführer
Hagen, den 01.12.2012
 
Anmerkung: Der offene Brief wurde vom OB Sören Link nicht beantwortet (auch nicht auf seiner Facebook-Seite, wo er von uns gepostet wurde)

- Pressemeldungen 2011/2012

 

10.07.2012 - Delfine verlassen Zoo Münster - weiter Kritik am Duisburger Delfinarium (DerWesten)
10.07.2012 - Schluss mit der Delfinschau (Welt online)
06.07.2012 - Zoos Duisburg ist auskunftspflichtig zur Delfinhaltung (DerWesten)

04.11.2011 - DerWesten - Delfinschützer verklagen Duisburger Zoo
04.11.2011 - Bild-Zeitung - Verein aus Hagen vermutet „größtes Delfingrab Europas“
03.11.2011 - Frankfurter Rundschau - Tote Delfine - Tierschützer verklagen den Duisburger Zoo
29.10.2011 - WDR-Fernsehen - WDSF-Klage gegen den Zoo Duisburg (Delfinarium)

 

 


 

- Delfinhaltung aufgeben!

 

(WDSF) - Nach langen Jahren erfolgloser nachhaltiger Zucht und mehr als 100 verstorbener Delfinen alleine in den Zoos in Duisburg und Nürnberg fordert das WDSF, dass die Delfinhaltung endlich aufgegeben wird. Seit 40 Jahren Zuchtbemühungen gibt es in Europa keinen einzigen Delfin, der in dritter Generation überlebt hat. Weitere Wild-Importe von Delfinen sind daher zu befürchten. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Die Zeichen der Zeit stehen auf Schließung aller Delfinarien – sie sind Auslaufmodelle. Wir lehnen diese Anlagen ab, weil klar geworden ist, dass Zoos keinen Beitrag zur Arterhaltung von freilebenden Delfinpopulationen leisten können. Noch nie wurde überhaupt ein Delfin aus einem Delfinarium in Europa wieder ausgewildert. Die wenigen gelungenen Nachzuchten können nicht ausgewildert werden, weil sie im Zoo das Nahrungs-Jagdverhalten verlernt haben. Einen angeblichen Zoo-Bildungsauftrag mit über 100 verstorbenen Delfinen zu erfüllen, ist makaber. In erster Linie geht es den verbleibenden Zoos mit Delfinarien in Duisburg und Nürnberg darum, zahlende Zoo-Besucher durch das Delfinarium-Angebot zu locken."

 

Aber auch bei den Zoo-Besuchern entstehen inzwischen durch die jahrelange Aufklärung des WDSF mit Jürgen Ortmüller und Richard O'Barry (Oscar- und Bambi-Preisträger und Ex-TV-"Flipper"-Trainer) und vielen Helfern Vorbehalte gegen die Delfin-Gefangenschaft. Mehr als 80.000 Aufklärungs-Flyer hat das WDSF seit 2010 an die Zoo-Besucher und Passanten verteilt.

 

Nach WDSF-Interventionen schließt nun das Delfinarium im Allwetterzoo Münster im Herbst 2012. Der Münsteraner Zoo-Direktor Jörg Adler dazu gegenüber der Münsterschen Zeitung: "Die Haltung entspricht allen Anforderungen, aber wohl nicht mehr dem allgemeinen Zeitgeist. Für eine zeitgemäße Haltung der Delfine wären 20 Millionen Euro nötig und die haben wir einfach nicht." Das WDSF hatte ursprünglich festgestellt, dass in Münster keine ausreichenden Lichtverhältnisse in den maroden Delfinhallen vorhanden waren. Aufgrund der Mängelaufdeckung hätte ein völliger Umbau des Delfinariums erfolgen müsssen. Das WDSF schaltete die Höhere Aufsichtsbehörde (LANUV) ein, die dem Delfinarium in Münster über das Umweltamt entsprechende Auflagen erteilte, die der Zoo finanziell nicht mehr stemmen konnte. Jürgen Ortmüller dazu: "Wir hatten allen Delfinarienbetreibern bereits 2008 mitgeteilt, dass wir dafür sorgen werden, dass alle Delfinarien in Deutschland schließen werden müssen. Heute wiederholt der Münsteraner Zoodirektor unsere damaligen Aussagen, dass Delfinarien nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen. Das Delfinarium im Heidepark Soltau haben wir in Abstimmung mit dem Eigentümer, Merlin Entertainments, bereits im Jahr 2008 schließen können. Auf der Insel Rügen wurde nach intensiven Interventionen der Plan fallen gelassen, ein neues Delfinarium zu bauen. Das Delfinarium im Vergnügungspark Connyland in der Schweiz muss nun auch schließen, nachdem wir in jahrelanger Kooperation mit ProWal katastrophale Mängel aufgedeckt hatten und in Abstimmung mit Schweizer Politikern jetzt ein Delfin-Importverbot gesetzlich beschlossen wurde."

 

Von ursprünglich neun Delfinarien in Deutschland verbleiben jetzt nur noch die beiden im Duisburger Zoo und im Nürnberger Tiergarten. Das WDSF fordert die Schließung der Anlagen und bittet Besucher, keine Eintrittskarten zu kaufen.

 

 


 


- März 2012 - WDSF-Kundgebung und Pressekonferenz mit Ric O'Barry

 

Pressekonferenz im Maritim-Hotel Düsseldorf (WDSF-Foto)

Interviews mit Jürgen Ortmüller (WDSF-Foto))

WDSF/SAVE-Pressekonferenz mit Ric O'Barry in Düsseldorf im März 2012

Proteste vor dem Duisburger Zoo (WDSF-Foto)

Ric O'Barry - Interviews vor dem Duisburger Zoo

 

 

09.04.2012 - "Dolphins & us" - Video-Zusammenschnitt der Demo vor dem Zoo Duisburg (YouTube)
08.04.2012 - Flipper-Trainer protestiert in Duisburg (n-tv)
30.03.2012 - Delfinschützer O’Barry nennt Zoo Duisburg „größten Delfin-Friedhof der Welt“ (DerWesten)
30.03.2012 - "Flipper"-Trainer gegen Show mit Delfinen (Bild.de)
30.03.2012 - Tierschützer fordern Freiheit für Duisburger Delfine (Der Westen)
30.03.2012 - "Flipper"-Trainer fordert Boykott von Delfin-Show (Welt-online)
30.03.2012 - "Flipper"-Trainer protestiert in Duisburg: "Delfinarien nichts für Kinder" (n-tv)
30.03.2012 - Demonstration gegen Delfinarium im Duisburger Zoo (RP mit Video)
30.03.2012 - Duisburger Zoo hält trotz Demo am Delfinarium fest (RP mit Video)
29.03.2012 - Oscar-Star Richard O’Barry protestiert gegen Delfinarium im Zoo (DerWesten)
12.03.2012 - Oskar-Gewinner Richard O'Barry protestiert gegen Delfinarium im Zoo (DerWesten)

 

lks. Ric O'Barry mit Jürgen Ortmüller (WDSF-Foto)

 

Delfinschutz-Proteste in Duisburg mit Oscar-
und Bambi-Preisträger Richard O'Barry

 

(WDSF - 30. März 2012) Richard O'Barry (Oscar - "Die Bucht" 2010, Bambi-Preisträger 2011, Ex-TV-"Flipper"-Trainer, Umweltschutzpreis der Vereinten Nationen (UNEP) 1991) aus Miami hat auf Einladung des Wal-und Delfinschutz-Forum (WDSF) und SAVE Wildlife Conservation Fund (Save the Oceans) am Freitag, den 30. März 2012, an einer Kundgebung gegen die Delfinhaltung des Duisburger Zoos teilgenommen.

Alle Tierschützer und Tierschutz-Organisationen aus dem In- und Ausland waren aufgerufen, mit dem WDSF und Ric O'Barry (EII und WDSF) gegen die Gefangenschaft der Delfine zu protestieren. Rund 200 Teilnehmer aus Belgien, Holland, Schweiz, Österreich und Deutschland waren dem Ruf gefolgt und haben mit Bannern und Plakaten friedlich gegen die Delfinhaltung im Duisburger Zoo demonstriert. ARD (Sendung Brisant und WDR-Fernsehen), ZDF, RTL, SAT1, n-tv etc. berichteten in ihren Sendungen und Nachrichten über das Ereignis mit Richard O'Barry. Radio WDR2, Eins-Live und Funkhaus Europa waren mit einem Übertragungswagen life dabei. Die großen Zeitungen berichteten über die Protestaktion (DerWesten, BIld-Zeitung, Rheinische Post etc.).


In dem Delfinarium werden nach den rund 60 Todesfällen zwei Wildfänge und sieben Nachzuchten zur Show gestellt. Die Delfine werden niemals ausgewildert werden können und die Delfin-Babys meinen, das Hallendach sei der Himmel - aber es ist die Hölle! Der Tierschützer Jürgen Ortmüller (WDSF-Gründer u. Geschäftsführer) wird von Zoo-Chef Achim Winkler hilflos und entnervt als "Tierschwätzer" bezeichnet. Aufgrund der allwöchentlichen WDSF-Flyer-Verteilung rief er die Polizei. Die unendliche Geschichte des Massensterbens in den Delfinarien muss weltweit ein Ende haben.

 

Katastrophale Delfinhaltung

 

Die Delfinhaltung in den viel zu kleinen Betonbecken ist katastrophal. Jede Schlange hat ein besser ausgestattetes Gehege mit Gras, Kletterbäumen und Sträuchern, das ihrem Habitat entspricht. Die Delfine schwimmen stereotyp im Kreis und haben in Gefangenschaft regelmäßig eine abgeknickte Rückenflosse. Außerhalb der Show-Vorführungen dümpeln sie letargisch in den Becken. Die antrainierten Kunststücke absolvieren sie, weil sie hungrig sind. In ihrem natürlichen Lebensraum springen Delfine nicht über Hindernisse, so auch nicht über die Netze ihrer Fänger, und ziehen auch keine Boote mit kleinen Kindern durch das Wasser. Zivilisationskrankheiten werden mit Antibiotikum behandelt. Nachweislich starben im Connyland-Delfinarium (Schweiz) kürzlich zwei Delfine durch Antibiotika-Behandlung. In Gefangenschaft schwimmen die Delfine in völlig kahlen Betonbecken, die wie Sterilisationskammern anmuten - so auch in Duisburg und Nürnberg. Kein Stein, keine Wasserpflanze, keine Muschel oder dergleichen erinnert an die Beschaffenheit des natürlichen Lebensraums im Meer. Die Haltungsbedingungen sind katastrophal. Für Therapien werden die intelligenten Meeressäuger missbraucht - wie im Nürnberger Tiergarten.

 

Der Zoo Duisburg weist stolz auf seine Nachzuchten hin und führt diese darauf zurück, dass "es den Delfinen doch gut geht". Tiere in Gefangenschaft, die auf engstem Raum gehalten werden, weisen regelmäßig eine erhöhte Vermehrungsrate auf. Fast alle Säugetiere vermehren sich in Freihheit weitgehend kontrolliert, um der Nachzucht und der Population ein Überleben zu garantieren. In den kleinen Käfigen und Betonbecken ist auch bei Delfinen der Sexualtrieb das einzige natürliche Verhalten, das sie noch praktizieren können. Dabei kommt es regelmäßig zu Rangkämpfen, sodass immer nur ein geschlechtsreifer Delfinbulle mit Weibchen gehalten werden kann. Selbst in diesem künstlichen Sozialgefüge sind immer wieder Bissverletzungen festzustellen, wie auch bei den Duisburger Delfinen.

 

Beissender Delfin Zoo Duisburg WDSF-Foto
Beissender Delfin - Zoo Duisburg



Ziel des WDSF ist es, friedlich und gewaltfrei die Öffentlichkeit über die grausamen Hintergründe der Delfin-Gefangenschaft aufzuklären. Ziel ist es auch, dass Besucher keine Eintrittskarten für Delfinarien kaufen. Die Nachzuchten müssen gestoppt werden, denn sie sind zu einem Leben in Gefangenschaft verdammt. Den verbleibenden Delfinen soll ein Leben ermöglicht werden, das ihren biologischen Grundbedürfnissen entspricht. Der Kommerz mit intelligenten Meeressäugern muss beendet werden. Das WDSF protestiert seit dem Jahr 2009 regelmäßig vor dem Duisburger Zoo gegen die Delfinhaltung.



Oscar- und Bambi-Preisträger Ric O'Barry: "Deutschland wird sehr bald Delfin-freundlich sein. Wenn die Menschen miteinander kooperieren, schaffen wir das. Kaufen Sie keine Tickets für eine Delfin-Show. Das ist die friedliche gewaltfrei Botschaft mit der wir dieses Problem lösen." (O-Ton Ric O'Barry bei der Bambi-Verleihung und bei der Protestaktion in Duisburg)

 

Foto Ric O'Barry

 

Bambi-Verleihung an Richard O'Barry im November 2011

 

 


06.03.2012 - Coli-Bakterien im Delfinarium Duisburg -
Gefährdung der Besucher?

 

WDSF-Foto

 

 

WDSF-Foto

 

 

WDSF-Foto

 

 

 

 

 


 

 

 

- WDSF/ProWal-Demonstration am 14.08.2011 vor dem Duisburger Zoo gegen die Gefangenhaltung von Delfinen.

 

Die Aktion wurde nun bereits im dritten Jahr durchgeführt.

 

Über 170.000 Anti-Delfinarien-Flyer wurden seit 2010 an den Wochenenden vor dem Duisburger Zoo verteilt (Stand okt. 2015). Der Zoo verzeichnete in 2010 einen Besucherrückgang von über 140.000 Besuchern.

 

 

 

14.08.2011 - Demo: Tierschützer fordern Auskunft über Geburtenrate, Medikamentengabe und Todesfälle im Delfinarium Duisburg

10.08.2011 - Millionengeschäfte mit Delfinen - Delfinarium unter Beschuss

 

 


 

- Schützen Sie Ihre Kinder vor den Fäkalienduschen durch das mit Kot und Urin belastete Wasser in den ersten Sitzreihen!

Die Duisburger Delfine hinterlassen jeden Tag rund 100 Kg Kot und Urin in den Becken

 

 06.06.2011 - EHEC-Bakterien in Delfinarien?

 

Fäkaliendusche in Delfinarien - Gefahr für Mensch und Tier?

 

 


 

 

- 28.06.2011 - Skandalös - ADAC unterstützt Delfinarium Duisburg

Nachdem der ADAC nachfolgende Erklärung abgegeben hat, konnte der von ProWal & WDSF initiierte Facebook-Protest nach zwei Tagen eingestellt werden. Etliche ADAC-Mitglieder hatten ihren Austritt angekündigt.

 

ADAC

"Liebe Delfin-Schützer das Vorteilsangebot zum Duisburger Zoo wurde angepasst. Das Tagesticket beinhaltet nicht den Eintritt für das Delfinarium und stellt keine Förderung des Delfinariums dar. Durch eine vertragliche Bindung bleibt dieser Vorteil für ADAC Mitglieder bestehen. Der Protest wird in die zukünftige Entscheidungsfindung einfließen. Wir distanzieren uns von der Aussage, dass wir Tierquälerei unterstützen."

 


- Flyerverteilung vor dem Duisburger Zoo - Samstags/Sonntags seit Oktober 2010

 

Duisbuger Zoo-Direktor holt die Polizei wegen WDSF-Flyerverteiler

 

Freiwillige Helfer melden sich bitte unter E-mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 


 

- Delfinhaltung: Tierschützer prostestieren vor Duisburger Zoo

 

WDR-Fernsehen - Oktober 2010

 

WDR-Text:

Der Zoo ignoriert die Demonstrationen gegen das Delfinarium

Das muss die Mitarbeiter im Duisburger Zoo doch fürchterlich nerven: Seit einigen Wochen machen mal wieder Tierschützer gegen das Delfinarium mobil: Jedes Wochenende stehen sie vor den Eingängen, demonstrieren und verteilen Flugblätter. Solche Proteste hat es auch in der Vergangenheit gegeben. Doch diesmal konterte der Zoo die Vorwürfe nicht, sondern versuchte es zur Abwechslung mit Ignoranz. Viele Besucher zeigten sich von den Inhalten der Flugblätter beeindruckt.

 

25.10.2010 - Duisburg - Demo wegen der Delfine: Zoodirektor holt die Polizei

04.10.2010 (dpa) - Das langsame Sterben der Delfinarien - Der SPIEGEL

Fotos und Bericht: WDSF/ProWal-Demonstration vor dem Duisburger Zoo gegen das Delfinarium am 03.10.2010

Radio58-Reportage: "Mitarbeiter des Duisburger-Zoos haben nur Spott und Hohn für Tierschützer übrig"

Duisburger Delfinarium:

Lebenslänglich in kleinen Betonbecken hinter Stahl und Rost eingesperrt - mit umfangreicher Fotostrecke

 

11.09.2010 - Delfinarium Münster schließt nach fast 3-jähriger Intervention des WDSF/ProWal

 

 


 

- Wohin mit den Delfinen?

 

Es wird immer wieder die berechtigte Frage gestellt, was mit den Delfinen passiert, wenn die Delfinarien geschlossen werden. In Deutschland liegt die Verwendung der Tiere in erster Linie in der Verantwortung der beiden verbliebenen Zoo-Delfinarien in Duisburg und Nürnberg. Diese müssten ein entsprechendes Zookonzept in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorlegen.

In der EG-Verordnung 338/97 sind die Kriterien des Handels mit Wildtieren zu deren Schutz festgelegt.

 

In der sog. EU-Zoorichtlinie (http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:1999:094:0024:0026:DE:PDF) heißt es bezogen auf die Zoos:

"Sie (Anm. die Zoos) beteiligen sich an Forschungsaktivitäten, die zur Erhaltung der Arten beitragen, und/oder an der Ausbildung in erhaltungsspezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten und/oder am Austausch von Informationen über die Artenerhaltung und/oder gegebenenfalls an der Aufzucht in Gefangenschaft, der Bestandserneuerung oder der Wiedereinbürgerung von Arten in ihren natürlichen Lebensraum" (aus RICHTLINIE 1999/22/EG DES RATES vom 29. März 1999 über die Haltung von Wildtieren in Zoos).

 

Dementsprechend sind alleine die Zoos für eine "Wiedereinbürgerung in den natürlichen Lebensraum" verantwortlich. Das WDSF hat mehrfach vorgeschlagen, die Meeressäuger aus den Betonbecken in teiloffene Meereslagunen in entsprechend klimatischen Regionen unter fachgeführter Obhut zu transferieren, um sie auf eine evtl. Auswilderung vorzubereiten oder um ihnen dort das Gnadenbrot zu geben. Nicht jeder Delfin lässt sich aufgrund seiner langjährigen Gefangenschaft wieder auswildern; für Nachzuchten scheidet eine vollständige Auswilderung weitgehend aus. Eine bedingungslose Auswilderung könnte der sichere Tod der Meeressäuger sein. Trotz dieses Wissens werden in den Zoo-Delfinarien Nürnberg und Duisburg weiterhin die Versuche verantwortungsloser Nachzuchten praktiziert, die überwiegend mit Todesfällen endeten, obwohl der Große Tümmler global nicht vom Aussterben bedroht ist.

Durch die monotone Haltung in den kleinen Gehegen mit Swimmingpool-Größe haben die Delfine die eigene Nahrungsjagd verlernt. Das Sonar wird von den Tieren nur noch selten eingesetzt, weil die Reflektion von den engen Betonwänden Irritationen bei den Delfinen auslösen kann. Die Fütterung mit totem Fisch erfolgt durch die Tierpfleger gezielt in das Maul der Delfine. Den Delfinen in Gefangenschaft wird artfremdes Verhalten zur Belustigung der Zuschauer antrainiert. In freier Wildbahn befinden sich die Meeressäuger zu rund 80 Prozent in ihrem Lebensraum unter Wasser - in Delfinarien ist es genau umgekehrt. Die Rückenflosse (Finne) ist bei Delfinen und Orcas in Gefangenschaft durch das stereotype Schwimmen im Kreis meist gekrümmt. Die Finne besteht überwiegend aus Knorpel und erschlafft durch die Gefangenschaft. Auch in Erwartung der Fütterung halten sich Meeressäuger in Delfinarien zu etwa 80 Prozent an der Wasseroberfläche auf.

 

Nachdem die Zoos mit ihren Delfinarien jahrzehntelang zig Millionen investiert haben und Besucher angelockt haben, ist ihnen durchaus zuzumuten, die finanziellen Mittel für die Transfers zur Verfügung zu stellen und für eine lebenslängliche Betreuung der Meeressäuger in weitgehender Freiheit zu sorgen. Allerdings fehlt bis heute eine gesetzliche Grundlage hinsichtlich der Abwicklung und Kostenübernahme bei einer Rehabilitierung und evtl. Auswilderung von Delfinen.

Seit Jahren setzt sich das WDSF dafür ein, dass die Bundesregierung ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine und Wale (Cetacea) beschließt, zumal die Bundesratsermächtigung für solch einen Bundestagsbeschluss bereits in § 13 (3) Tierschutzgesetz seit mehr als 10 Jahren verankert ist. Das bedeutet, dass der Bundesrat einem entsprechenden Beschluss des Bundestags nicht mehr zustimmen müsste. Bis heute hat keine der Regierungskoalitionen dies realisiert. Im März 2013 wurde von den Grünen in Kooperation mit dem WDSF ein Bundestagsantrag eingebracht, die Delfinhaltung und den Delfinimport nach Deutschland aufzugeben. Der Antrag wurde mit den Stimmen der CDU/CSU und FDP abgelehnt. In der Schweiz wurde nach intensiven WDSF/ProWal-Protesten und Mängelaufdeckungen nach mehreren Delfin-Todesfällen und intensiver medikamentöser Behandlung im Connyland-Delfinarium (Kanton Thurgau) innerhalb von einem knappen Jahr im Frühjahr 2012 ein bedingungsloses Importverbot für Cetacea (Wale und Delfine) beschlossen. Das Delfinarium wurde im Oktober 2013 geschlossen. Noch vor dem Transfer der drei Delfine nach Jamaika verstarb ein weiteres Jungtier. Der Vergügungspark hatte die Delfine bis kurz vor dem langen Transport intensiv für seine Shows missbraucht. Die Vorbereitungen auf den Transfer war u.E. völlig unzulänglich.

 

 

 

Den Transfer der drei Delfine nach Schließung des Delfinariums im Allwetterzoo Münster im Frühjahr 2013 in ein Freiluftgehege mit Meereswasser nach Harderwijk (Holland) haben die drei Delfine nach Angaben des Zoos gut überstanden. Der Münsteraner Zoo verzeichnete im Jahr der Delfinarienschließung einen Besucherzuwachs von rund 38.000 Gästen.

 

Es geht dabei um „artgerechte“ Delfinpflege, wissenschaftlichen Fortschritt, ungeklärte Todesfälle, Geld und nicht zuletzt auch um eine Glaubensfrage: Ist es legitim, Delfine zu Unterhaltungs-, Lehr- und Forschungszwecken in Zoos zu halten?

Delfinschützer drohen mit Klage gegen die Stadt Duisburg - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/delfinschuetzer-drohen-mit-klage-gegen-die-stadt-duisburg-id5018356.html#plx1780364145

 

„Warum soll ich mich vor einem Lügner wie Herrn Ortmüller rechtfertigen?“ fragt Winkler.

Delfinschützer drohen mit Klage gegen die Stadt Duisburg - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/delfinschuetzer-drohen-mit-klage-gegen-die-stadt-duisburg-id5018356.html#plx1726710806

 

„Warum soll ich mich vor einem Lügner wie Herrn Ortmüller rechtfertigen?“ fragt Winkler.

Delfinschützer drohen mit Klage gegen die Stadt Duisburg - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/delfinschuetzer-drohen-mit-klage-gegen-die-stadt-duisburg-id5018356.html#plx1726710806

 

„Warum soll ich mich vor einem Lügner wie Herrn Ortmüller rechtfertigen?“ fragt Winkler.

Delfinschützer drohen mit Klage gegen die Stadt Duisburg - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/delfinschuetzer-drohen-mit-klage-gegen-die-stadt-duisburg-id5018356.html#plx1726710806

 

 

 

 

- "Dolphin Care - Rescue Center Red Sea" - Ein Projekt des WDSF und ProWal (Facebook)

 

 

 

Das Projekt "Dolphin Care - Rescue Center Red Sea" wurde im November 2014 von ProWal & WDSF ins Leben gerufen. Das Projekt soll ausloten, ob im Roten Meer in Ägypten eine Möglichkeit besteht, eine von Experten betreute Anlage einzurichten, um Delfinen in diesen Fällen helfen zu können:

Schwerpunkte:

- RETTUNG: von gestrandeten oder sich in Not befindlichen Delfinen

- REHABILITATION: Aufnahme und Unterbringung von verletzten freilebenden Delfinen, die nach ihrer Behandlung wieder ins Rote Meer zurückgeführt werden

- AUSWILDERUNG: Bei Eignung Auswilderung von ehemaligen Show-Delfinen

- GNADENPLATZ: für Delfine, die nicht mehr ausgewildert werden können


1.) Um die Grundlagen für ein Konzept einer solchen Anlage zu erarbeiten, stand zuerst ein Besuch im "Dolphin Reef" in Israel an. Dort wurden in der Vergangenheit bereits Delfine ausgewildert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin_Reef

Webseite:

http://www.dolphinreef.co.il/

2.) Der zweite Schritt ist die Ausarbeitung eines Konzeptes für eine Anlage mit oben genannten Schwerpunkten.

3.) Der dritte Schritt ist die Vorstellung dieses Konzeptes bei der ägyptischen Regierung.

 

 

 

 

 

- Can Captive Dolphins Return to the Wild? (Tom & Misha in Turkey - National Geographic Magazin)

 

- Auswilderungsbeispiele von Meeressäugern (engl. 1960 - 1993)

 

- Delfine Tom & Misha erfolgreich in der Türkei ausgewildert (Planet Ocean)

 

- Wie gefangene Delfine fit für die Freiheit werden (Die Welt)

 

 


 

 

- Stellungnahme des jetzigen NRW-Umweltminister Johannes Remmel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW) vom 20.04.2010 gegenüber dem WDSF zur möglichen Schließung der Delfinarien:

 

 

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

 

in unserem Wahlprogramm heißt es unter der Überschrift "Ökologisches NRW - Schutz für Mensch und Umwelt" unter Punkt 2 "Tiere brauchen Rechte" auf Seite 93:

 

"Wir setzen uns dafür ein, dass die Haltung, das Mitführen und die Verwendung von Wildtieren in Zirkusbetrieben sowie die Dressur von Wildtieren in Zoos, Zirkussen, Tiershows u. Ä. ebenso beendet werden wie die Tierhaltung zur Pelzgewinnung. Wir fordern die Veröffentlichung der Tierbestandsbücher sowie mehr Transparenz und Überwachung von Zoos, Zirkusbetrieben und Tierparks. Wir setzen uns für eine Verschärfung der Richtlinien für die Zootierhaltung und für konkrete Haltungsvorschriften für Wildtiere ein."

 

Dies bedeutet in Bezug auf die Delfinarien, dass wir die Dressur beenden, eine stärkere Überwachung einführen und die Haltungsformen verschärfen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen wollen. Unter diesen Voraussetzungen und in diesem Zusammenhang wird dann zu prüfen sein, inwieweit die Haltung von Delfinen in Zoos beendet werden kann.

 

In Bezug auf Durchführung, Zeitpunkt und Art und Weise im Hinblick auf die Delfinarien in NRW hat der letzte Landesparteitag einen Auftrag erteilt, dies im Rahmen von ExpertInnengesprächen und Gesprächen mit Beteiligten in einen Lösungsvorschlag einfließen zu lassen, der im Frühjahr 2011 diskutiert und beschlossen werden soll.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Johannes Remmel

 

Parlamentarischer Geschäftsführer
und Sprecher für Umwelt, Naturschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz von
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von
Nordrhein-Westfalen

 

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