Warnhinweis des Auswärtigen Amt bei Reisen auf die Färöer-Inseln - Stand 01.03.2017:

Aktualisierter Warnhinweis des Auswärtigen Amt bei Reisen auf die Färöer-Inseln - Stand 07.04.2017

Hier: Amtliche Walfangstatistik der Färöer-Inseln

Vom 21. Mai bis 29. Oktober 2017 wurden lt. amtlicher Walfangstatistik insgesamt 1.672 Meeressäuger (1.203 Grindwale und 469 Weißseitendelfine) bei 24 Treibjagden grausam an den Strandabschnitten der Inselgruppe abgeschlachtet.


AIDA, Costa Crociere, HapagLloyd, TUI Cruises und Royal Carribbean & TransOcean stoppen nach WDSF-Interventionen und Tierschützerprotesten Anlandungen auf den Färöer-Inseln aus Tierschutzgründen und zum Schutz ihrer Gäste und Crews
(Berichte s.u.)

Faroer Sosial1    

    Faroer Sosial2

 

 

 

 

 

 


(WDSF - Dezember 2017) Unbeeindruckt von den alljährlichen Grindwal-Massakern boten AIDA und HapagLloyd bis 2015 Anlandungen auch in der Nähe von Schlachtbuchten der Färöer-Inseln an und gefährdeten ihre Crew und ihre Gäste mit einem lebenslänglichen traumatischen Erlebnis der blutigen Abschlachtungen. AIDA, Costa Crociere und Hapag-Lloyd stoppten nach jahrelangen WDSF-Protesten und Interventionen ab 2015 bzw. 2016 b.a.w. ihre Anlandungen auf den Färöer-Inseln; TransOcean verzichtet ab 2018 vollständig auf Färöer-Anlandungen. TUI Cruises hat sich nach mehrjährigen WDSF-Interventionen mit aktueller Protestunterstützung von Udo Lindenberg und vielen Tierschützern im Jahr 2017 entschieden, ab 2019 die Inselgruppe nicht mehr anzulaufen. 

AIDA weist in einem eigenen Statement ausdrücklich auf die Gefahren bei einer Anlandung für die Crew und Gäste hin und beruft sich auch auf den Tierschutz:

"Auf den Färöer-Inseln wurde im Juni 2015 das Gesetz über den Walfang, das sogenannte "Grindalógin", geändert und es wurde eine Klausel aufgenommen, die jede Person verpflichtet - Einheimische und Besucher - jede Sichtung von Walen innerhalb von zwölf nautischen Meilen vor der Küste an die Behörden der Färöer Inseln zu melden. Die Behörden weisen darauf hin, dass diese Berichte wichtig bei der Entscheidung seien, ob Wale im Rahmen des traditionellen Walfangs, bekannt als "grindadráp", bejagt werden oder nicht. Wenn keine Meldung gemacht wird, besteht die Gefahr von Geldbußen und Haftstrafen von bis zu zwei Jahren. Aufgrund des Verantwortungsgefühls gegenüber unserer Crew und Gästen, sowie aus Gründen des Tierschutzes, hat AIDA Cruises beschlossen, die Anlandungen auf den Färöer-Inseln bis auf weiteres einzustellen."

Die Färöer-Regierung hat die Strafmaßnahmen inzwischen auf das Eingreifen in eine Grindwaljagd und den Verstoß von Anweisungen der Färöer-Behörden beschränkt. Das Auswärtige Amt in Berlin hat einen entsprechenden Warnhinweis zu den "Reise- und Sicherheitshinweisen" veröffentlicht.

Das WDSF hält es für unverantwortlich, mit Gästen, die auch von Kindern und Jugendlichen begleitet werden, das Risiko einzugehen, Augenzeuge einer der blutigen und grausamen Wal- und Delfinabschlachtungen bei den Anlandungen auf den Färöer-Inseln zu werden und in Restaurants das auf Fischbuffets angebotene kontaminierte und nicht deklarierte Walfleisch bei Landgängen zu sich zu nehmen. Wir berichten nachfolgend über die Chronologie der Ereignisse.

 

AKTUELL:

27.11.2017 - Ab Sommer 2019: TUI Cruises streicht Färöer-Inseln (Schiffsexperte.de)

TUI Cruises will Färöer-Inseln nun doch dauerhaft nicht mehr anlanden

(WDSF - 25.11.2017) Von der Konzernzentrale des Kreuzfahrtunternehmens TUI Cruises wurden am vergangenen Freitag, 24.11.2017, gegenüber dem Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), das seit 2014 von der Reederei einen Anlandungsstopp auf den Färöer-Inseln wegen der alljährlichen Walmassaker fordert, unterschiedliche Aussagen übermittelt. Zuletzt heißt es nun (s. E-Mail unten), dass die Färöer-Inseln dauerhaft ab 2019 nicht mehr auf dem Tourenplan stehen. Für das Jahr 2018 sind noch drei Anlandungen mit 17 Landausflügen wie in den Vorjahren geplant.

Freitagmorgen formulierte die Pressestelle des Unternehmens nach einem Telefonat mit dem WDSF in einer E-Mail (s.u.), dass die Färöer-Inseln „im Sommer 2019 mit keinem seiner Schiffe“ angelaufen werden. Diese Entscheidung würde sich nur auf das Jahr 2019 beziehen, wurde auch in einem Telefonat gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller bestätigt. Nach einer kritischen Pressemitteilung des WDSF über diese „halbherzige Entscheidung“ meldete sich am Freitagnachmittag die Kommunikations-Managerin Friedrike Grönemeyer bei dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller und schrieb, dass sie „noch etwas klarstellen wolle, was vielleicht vorher noch nicht so klar war oder missverständlich rüber kam.“

Grönemeyer in ihrem Schreiben: „Wir laufen die Färöer-Insen ab 2019 nicht mehr an. Das gilt also nicht nur für die Saison 2019, sondern auch darüber hinaus.“

Das WDSF hatte in den Vorjahren bereits mit den deutschen Kreuzfahrtunternehmen Aida, HapagLloyd, Costa Crociere und TransOcean nach intensiven Interventionen vereinbaren können, dass diese die Färöer-Inseln aus Tierschutzgründen und zum Schutz ihrer Gäste und der Crew dauerhaft nicht mehr anlaufen.

TUI Cruises äußerte weiter: „Ein Boykott der Färöer-Inseln wird nicht dazu beitragen, dass dort mit der blutigen, jahrhundertealten Walfang gebrochen wird.“ Hierfür sei eine Aufklärung der Bevölkerung vor Ort entscheidender. Man käme mit dem Sommerfahrplan 2019 bei den Island-Fahrten vielmehr den Wünschen der Gäste nach mehr Vielfalt nach.

Ortmüller: „Das ist in unseren Augen Blödsinn. Wir haben TUI Cruises seit 2014 fortlaufend über die alljährlichen hundertfachen Grindwalwassaker auf den Färöer-Inseln informiert und auf die Gefährdung der Gäste hingewiesen, nachdem die Färöer-Regierung etliche Strafmaßnahmen beschlossen hatte, wenn eine Grindwalsichtung nicht sofort von Personen gemeldet wird, die sich auf der Inselgruppe aufhalten. Gleichwohl sind wir nun froh über die Entscheidung von TUI Cruises, denn diese wird zusammen mit den Anlandungsstopps der anderen deutschen Kreuzfahrtunternehmen dazu beitragen, dass die Färinger zumindest über die fehlenden tausenden Touristen nachdenken können und ob ihre Treibjagden auf die Grindwale und andere Delfinarten noch zeitgemäß ist.“

Udo Lindenberg, der auf Mein Schiff von TUI Cruises mehrmals schon seine Rockliner-Show veranstaltete, und sein Veranstaltungspartner Roland Temme standen in den vergangenen Wochen mit dem WDSF-Geschäftsführer laufend in Verbindung und hatten sich ebenfalls für einen Stopp der TUI Cruises-Anlandungen auf den Färöer-Inseln stark gemacht:

 

Von: Roland Temme
Betreff: Aw: Udo Lindenberg
Datum: 13. November 2017 22:39:28 MEZ
An: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hallo Herr Ortmüller,

ich bin noch im Gespräch mit der TUI und melde mich entweder noch in dieser Woche oder Ende November, weil wir nächste Woche nicht erreichbar sind. Bis dahin !

Beste Grüße
Roland Temme

 

 

Miteilung von TUI Cruises an das WDSF, dass die Färöer-Inseln dauerhaft ab 2019 nicht mehr angelaufen werden:

Von: Grönemeyer, Friederike (TUI Cruises GmbH)
Betreff: TUI Cruises Anläufe auf den Färöer-Inseln
Datum: 24. November 2017 17:02:47 MEZ
An: Jürgen Ortmüller <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Sehr geehrter Herr Ortmüller,
gerne wollte ich noch etwas klarstellen, was vielleicht vorher noch nicht so klar war oder missverständlich rüber kam: Wir laufen die Färöer-Inseln ab 2019 nicht mehr an. Das gilt also nicht nur für die Saison 2019, sondern auch darüber hinaus. Ansonsten haben Sie unser Statement ja vorliegen.

Viele Grüße
Friederike Grönemeyer
Communications Manager
TUI Cruises GmbH
Heidenkampsweg 58
20097 Hamburg | Deutschland

Am Morgen des 24.11.2017 hieß es von der TUI Cruises-Pressesprecherin, Frau Sönnichsen, zuerst noch gegenüber dem WDSF, dass sich die Entscheidung, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen, nur auf das Jahr 2019 bezieht:

Von: Sönnichsen, Godja <@tuicruises.com>
Betreff: komplette Stellungnahme
Datum: 24. November 2017 10:04:02 MEZ
An: Jürgen Ortmüller <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Sehr geehrter Herr Ortmüller,
hier, wie gerade besprochen, die komplette Stellungnahme inkl. Passus zum Tierschutz zur Weiterverarbeitung in Ihrer Pressemitteilung. Sie wissen, dass dies auch unser Anliegen ist. Wir haben nur unterschiedliche Auffassungen der Zielerreichung.
Wie gerade besprochen, bezieht sich unsere Entscheidung auf 2019. Wie Sie auch wissen, prüfen wir jedes Jahr aufs Neue.

Beste Grüße
Godja Sönnichsen
TUI Cruises

 

Pressemeldungen zu TUI Cruises und Färöer-Anlandungen

Im Juli 2016 berichtete die US-Seite "Jim Walker's Cruises Law News" über den WDSF-initiierten Boykott der Färöer-Anlandungen von Aida und HapagLloyd und über TUI Cruises, die weiterhin die Färöer-Inseln anlanden wollten.

13.12.2017 - Walmassaker – TUI Cruises stoppt Kreuzfahrten zu den Färöer-Inseln ab 2019 (Wertheimer Portal)
27.11.2017 - Ab Sommer 2019: TUI Cruises streicht Färöer-Inseln nach WDSF-Interventionen (Schiffsexperte.de)
25.11.2017 - TUI Cruises will Färöer-Inseln nun doch dauerhaft nicht mehr anlanden (MND)
26.11.2017 - Wegen Waljagden - TUI Cruises streicht Färöer-Inseln von der Route (Focus online)
24.11.2017 - Udo Lindenberg sei Dank? Darum läuft TUI Cruises die Färöer-Inseln nicht mehr an (Hamburger Morgenpost)

Udo Lindenberg sei Dank?! Darum läuft Tui Cruises die Färöer Inseln nicht mehr an – Quelle: https://www.mopo.de/28947082 ©2017
Udo Lindenberg sei Dank?! Darum läuft Tui Cruises die Färöer Inseln nicht mehr an – Quelle: https://www.mopo.de/28947082 ©2017
Udo Lindenberg sei Dank?! Darum läuft Tui Cruises die Färöer Inseln nicht mehr an – Quelle: https://www.mopo.de/28947082 ©2017
Udo Lindenberg sei Dank?! Darum läuft Tui Cruises die Färöer Inseln nicht mehr an – Quelle: https://www.mopo.de/28947082 ©2017
Udo Lindenberg sei Dank?! Darum läuft Tui Cruises die Färöer Inseln nicht mehr an – Quelle: https://www.mopo.de/28947082 ©2017

24.11.2017 - TUI Cruises distanziert sich vom Walfang und stoppt vorübergehend Anlandungen auf den Färöer-Inseln (MND)
23.11.2017 - Udo sei Dank? Tui Cruises läuft Färöer nicht mehr an (gloobi.de)
22.11.2017 - Udo Lindenberg und Tui beschließen Färöer-Bann (Hamburger Abendblatt)
16.08.2017 - Naturschützer demonstrieren gegen Reederei TUI Cruises (Hamburger Abendblatt)
21.08.2017 - Walfang: Udo Lindenberg will Kreuzfahrtschiffe stoppen (Hamburger Abendblatt)
22.08.2017 - Udos Herz schlägt für Wale und Delfine (WELT/N24)
22.08.2017 - Panikrocker als Umweltaktivist - Udo Lindenberg macht gegen Wal-Massaker mobil (Hamburger Morgenpost)
23.08.2017 - Wegen Walfangs - Udo Lindenberg fordert Färöer-Boykott (BIZ Travel)
04.09.2017 - Udo Lindenberg an der Meyer-Werft und gegen TUI Cruises (Osnbr.Ztg)
28.10.2017 - Nach Walfang-Shitstorm - Udo Lindenberg einigt sich mit TUI (Hamburger Abendblatt)
30.10.2017 - Erleidet Udo Lindenberg Schiffbruch mit TUI Cruises? (MND)
30.10.2017 - Massenproteste wegen Udo Lindenbergs TUI-Kreuzfahrten (Magazin Hogapage)
24.07.2017 -  National Geographic Fotograf des Jahres kritisiert TUI Cruises wegen Färöer-Anlandungen (Wertheimer Zeitung)
17.07.2017 - Tui Cruises in der Kritik wegen Anlandungen auf den Färöer-Inseln nach Walmassakern (Wertheimer Zeitung) 

TUI Cruises Demo wegen Färöer-Anlandungen mit Udo Lindenberg-Power

(WDSF - 19.08.2017) Am 18.08.2017 fand eine WDSF-Demo mit engagierten Tierschützern vor der TUI Cruises Unternehmenszentrale in Hamburg gegen die alljährlich mehrfachen Anlandungen auf den Färöer-Inseln statt.

TUI Cruises Pressesprecherin Godja Sönnichsen (WDSF-Foto)Die Pressesprecherin von TUI Cruises, Godja Sönnichsen (s. Foto lks.), bestätigte bei der Demo die Entscheidung der Geschäftsleitung (CEO Wybcke Meier und CFO Frank Kuhlmann) die Inselgruppe der Walmörder auch weiterhin anzulaufen. Für Gäste würde lediglich ein Papier ausgelegt, in dem auf den Walfang hingewiesen wird. Eine persönliche Ansprache gegenüber den Kreuzfahrtgästen fände bisher nicht statt, sagte sie. Im Hinblick auf unsere Hinweise, dass Gäste bei Landgängen das vielfach nicht als Grindwalfleisch deklarierte und mit Umweltgiften schwer belastete Walfleisch konsumieren könnten, nahm sie zum Anlass der Geschäftsführung vorzuschlagen, die Gäste zukünftig über die Hintergründe des grausamen Abschlachtens der Grindwale und anderer Delfinarten auch in persönlicher Ansprache zu informieren.

Das WDSF interveniert seit mehr als vier Jahren gegenüber den deutschen Kreuzfahrtunternehmen gegen die Anlandungen auf den Färöer-Inseln. Nach jahrelangem Zögern hatten Aida, HapagLloyd, Costa Crocierce und TransOcean dem WDSF mitgeteilt, dass sie ihre Anlandungen aus Tierschutzgründen und aus Sorge um die Sicherheit ihrer Gäste auf der Inselgruppe gestoppt haben. Das Auswärtige Amt warnt auf seiner Homepage bei Reisen auf die Färöer-Inseln vor dem Eingreifen von Personen in die Grindwaljagd und dass dabei mit Geld- oder Haftstrafen gerechnet werden muss.

TUI Cruises teilte dem WDSF im Jahr 2015 mit: „Wir haben – ebenso wie Hapag Lloyd Kreuzfahrten – erklärt, die geplanten Anläufe auf den Färöer zu überprüfen.“ WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller dazu: „Diese gleichlautende Aussage erhalten wir von TUI Cruises in jedem Jahr seit 2015 erneut. Passiert ist seitdem allerdings gar nichts. TUI Cruises läuft mit Mein Schiff mehrmals jährlich die Färöer-Inseln unbeeindruckt von den Walmassakern an. Das WDSF hält daher den Boykottaufruf gegenüber TUI Cruises aus Tierschutzgründen aufrecht. TUI Cruises legt mit Mein Schiff auch unmittelbar vor der offiziellen Schlachtbucht in der Inselhauptstadt Torshavn und in der Nähe von drei anderen Todesbuchten an. Im Jahr 2017 wurden auf den Färöer-Inseln bisher bei den öffentlichen Treibjagden mehr als 1.200 Meeressäuger öffentlich in den Strandbereichen der Inselgruppe getötet. 17 Landgänge stehen bei TUI Cruises auf dem Plan, wobei die Gäste mit Kindern und die Crew bei der Sichtung einer blutigen und grausamen Tötung der verschiedenen Delfinarten ein Trauma erleiden können. Der Blutgeruch des Todes und der Anblick des Abschlachtens der Meeressäuger ist unerträglich.“ Das WDSF wird die Proteste gegen TUI Cruises nun zusammen mit anderen Tierchützern weiter intensivieren und plant Demos vor den Privathäusern der Geschäftsführung von Wybcke Meier (CEO) und Frank Kuhlmann (CFO).

TUI Cruises Demo - Walmordbaustelle am Heidenkampsweg 58 in Hamburg (WDSF-Foto)

Das WDSF dankt allen Unterstützern, die bei der Demo in Hamburg dabei waren und auch alle anderen, die fleißig gegen TUI Cruises intervenieren. Nach über 600 Negativbewertungen auf der Facebookseite von TUI Cruises Mein Schiff und nach weiteren hunderten von kritischen Beiträgen von Tierfreunden hat das Unternehmen seine Bewertungsfunktion auf Facebook deaktiviert und die TUI Cruises-Reiseagenturen angewiesen, ebenso zu handeln.

 

 

 

Udo Lindenberg fordert TUI Cruises auf, die Anlandungen zu stoppen

Udo Lindenberg(WDSF- August 2017) Udo Lindenberg, der vom 1. bis 5.9.2017 auf Mein Schiff 3 einige Panikkonzerte geben wird, unterstützte unsere Bemühungen gegenüber TUI Cruises und schrieb vor unserer Demo auf seiner Facebook-Seite:

" Thanx für euer feedback,, werde mit der reederei unbedingt mal sprechen . ich weiss nur dass schon nach alternativen gesucht wird... müssen der sache schnellstens auf den grund gehen, bevor die schiffahrt irgendwann kräftig auf grund läuft!! we do our best, liebe panikexperten, kann so nich weitergehen , das is klar. love euer udo"

Am 19.08.2017 legte Udo nach:

"werd im namen von euch allen meine ganze power dafür einsetzen, dass tui , so schnell wie möglich , die faröer nicht mehr anfährt . hab in dieser traurigen sache in n paar tagen ein treffen mit den tui-verantwortlichen- und melde mich dann mit m ergebnis ...". Und bezüglich der Proteste: "ja, ich unterschreibe das .... udo lindenberg".

Die Hamburger Morgenpost, das Hamburger Abendblatt und die WELT/N24 berichten über die Demo und die Aktion von Udo Lindenberg, ebenso dass Magazin Hogapage unter dem Titel "Massenproteste wegen Udo Lindenbergs TUI-Kreuzfahrten".

 

Udo Lindenberg mit einem Statement vom 27.10.2017 auf Facebook zu seiner Ankündigung aus August 2017 nach einem Brief des WDSF vom 24. Oktober 2017 an ihn - Stellungnahme des WDSF und Pressemitteilung

Statement Udo Lindenberg vom 27.10.2017

 

WIR WERDEN TUI CRUSES SO LANGE BRANDMARKEN, BIS DIE ANLANDUNGEN AUF DER INSELGRUPPE DER WALMÖRDER GESTOPPT WERDEN!

Fotostrecke der Demo in Hamburg am 18.08.2017: https://business.facebook.com/delfinschutz/posts/10155136736348736
Hier: Weitere Infos zur TUI Cruises-Tour mit Udo Lindenberg

 

Demo gegen TUI Cruises am Freitag, 18.08.2017, vor der Unternehmenszentrale in Hamburg (WDSF-Pressemitteilung)
Hier: Infos in der Facebook-Veranstaltungsgruppe

 


(WDSF August 2017) Bisherige Bewertungsmöglichkeit auf Facebook TUI Cruises - Mein Schiff: https://www.facebook.com/MeinSchiff/ - Anmerkung: TUI Cruises hat nach über 600 negativen Bewertungen die Bewertungsmöglichkeit auf seiner Facebook-Seite geschlossen. Besucherbeiträge mit kritischen aber gleichwohl sachlichen Kommentaren wurden überwiegend von TUI Cruises gelöscht.

 

TUI Cruises mit Mein Schiff:

 

24.07.2017 - National Geographic Fotograf des Jahres kritisiert TUI Cruises wegen Färöer-Anlandungen (Wertheimer Ztg.)
17.07.2017 - Tui Cruises in der Kritik wegen Anlandungen auf den Färöer-Inseln nach Walmassakern (Wertheimer Ztg.)
13.06.2016 - Schiffe meiden Färöer Inseln wegen Walfangs (Rheinische Post):
"...Tierschützer kritisierten, dass Tui Cruises dagegen an seiner in diesem Jahr geplanten Anfahrt festhalte. Das Unternehmen erklärte, dass es einen Boykott für die falsche Herangehensweise halte. ..."
13.07.2016 - Färöer Inseln: Walfang oder Kreuzfahrer? (Deutsche Welle DW - hier: englische übersetzung)

Mein Schiff 4 auf den Färöer-Inseln am 21.07.2017 (WDSF-Foto)(WDSF - 17.07.2017) TUI Cruises löscht auf seiner Facebook-Seite fortlaufend nicht nur von Teilnehmern gepostete blutige Fotos von der Realität der Walmassaker auf den Färöer-Inseln sondern auch kritische Texte. Teilweise wurde stereotyp nachfolgender Text (s. Bild rechts) von TUI Cruises verwendet.

Ein vormaliger Lektor von TUI Cruises, Robert Marc Lehmann, äußert sich kritisch zu dem Kreuzfahrtunternehmen. Lehmann ist Meeresbiologe, Forschungstaucher, Fotograf und Filmemacher. Für etliche Fernsehsender und Kinofilme produzierte er atemberaubende Tieraufnahmen. Die Filme und Bilder von Robert Marc Lehmann werden international veröffentlicht und sind mehrfach preisgekrönt. Lehmann ist National Geographic Fotograf des Jahres 2015 und Träger des Fritz Pölking-Awards 2015.

TUI Cruises-Lektor äußert sich auf Facebook

 TUI Cruises Facebook-Beiträge 20.07.2017

 


 


Unbeteiligte Touristen und Tierschützer, die sich bei Grindwalschlachtungen nicht an Anweisungen des Färinger Ordnungspersonals halten, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen (s.a. Newsweek und Frankf. Rundschau).

TUI-Cruises resistent gegen Kritik - Reisebüros sollen Bewertungsfunktion deaktivieren

(WDSF - 19.07.2017) Und so geht TUI Cruises mit Kritikern um, die mit Kommentaren und Bewertungen auf der Facebook-Seite "TUI Cruises - Mein Schiff" und bei TUI-Reisecentern beanstanden, dass sie nach wie vor die Färöer-Inseln anlaufen, wo in den letzten zwei Monaten fast 1.000 Grindwale und andere Delfinarten brutal, grausam und blutig abgeschlachtet wurden - auch neben der Anlandungsstelle von Mein Schiff in der Landeshauptstadt Torshavn. Das nachfolgende Schreiben wurde am 19.07.2017 vom TUI Social Media-Team an Reisebüros mit TUI-Agenturverträgen versandt:

+++ Umgang mit Negativ-Bewertungen bzgl. Walschlachten auf den Färöer-Inseln +++

Hallo zusammen,
einige Reisebüros haben jüngst zunehmend negatives Feedback bezüglich des Walschlachtens auf den Färöer-Inseln erhalten. Auf der zentralen TUI ReiseCenter Facebook Seite wurden ebenfalls einige Negativ-Bewertungen zu diesem Thema abgesetzt - hier haben wir die Bewertungsfunktion deaktiviert.

Falls Sie Bewertungen dergleichen erhalten, empfehlen wir zunächst die offizielle Stellungnahme von TUI Cruises zu verwenden:

XYZ und TUI Cruises distanzieren sich ausdrücklich vom weltweiten Walfang. Wir verurteilen die Ausübung der dortigen Waljagd aufs Schärfste. Die touristischen Angebote von TUI Cruises auf den Färöer-Inseln haben nichts mit dem Walfang zu tun. Davon hat sich TUI Cruises sich in einem Vor-Ort-Termin persönlich überzeugt. TUI Cruises wird unsere Gäste auf der Reise aktiv über die Situation vor Ort aufmerksam machen und so ein Bewusstsein für die Vorkommnisse in der Region schaffen. Die Sicherheit und die Gesundheit unserer Gäste und unserer Crew haben für uns immer oberste Priorität. Aus diesem Grund haben wir zusammen mit dem IFAW (Anm.: International Fund for Animal Welfare) einige Informationen, unter anderem über die Gefährdung von Walen und den bedenklichen Verzehr von Walfleisch, für unsere Gäste auf sämtlichen Nordlandtouren zusammengestellt.".

Sollten weiterhin vermehrt negative Bewertungen zu diesem Thema kommen, empfehlen wir die Bewertungsfunktion temporär zu deaktivieren:

- Einstellungen öffnen
- „Seite bearbeiten“ anwählen
- Rechts neben „Bewertungen" auf „Einstellungen" klicken
- Tag anzeigen durch einen Klick auf das weiße Feld rechts daneben deaktivieren & speichern

Viele Grüße aus der TUI Social Media Academy

TUI Cruises fördert mit egoistischer Motivation die Walmassaker

In dem von TUI Cruises zitierten Informations-Flyer in Kooperation mit TUI Cruises und der IFAW (International Fund for Animal Welfare) geht es um den isländischen Walfang und dortigen Walfleischverzehr. Die Walmassaker auf den Färöer-Inseln werden in dem Informationsflyer ebenso wenig wie die Gefährdung der Gäste und Crew von Mein Schiff erwähnt. In einem weiteren Blatt, das lt. Angaben der TUI Cruises-Pressesprecherin auf Mein Schiff bei Reisen auf die Färöer-Inseln ausliegt, heißt es u.a. lapidar: "TUI Cruises setzt sich für den Meeresschutz ein und distanziert sich ausdrücklich vom Walfang und Walmord in jeder Form. Auf den Färöer-Inseln haben wir uns vor Ort davon überzeugt, dass unser touristisches Angebot nicht mit dem dortigen Walfang zu tun hat." Diese Aussage ist völlig paradox. Wer sich für den Meeresschutz einsetzt, unterstützt nicht ein kleines Volk von Walmördern durch seine Anlandungen auf der Inselgruppe mit etwa 48.000 Einwohnern und setzt seine Gäste auch nicht den Gefahren der Sichtung der Walmassaker und dem Verzehr des meist nicht als Grindwalfleisch deklarierten und stark gesundheitsgefährdend belasteten Walfleischs aus.

Da sämtliche anderen großen deutschen Kreuzfahrtunternehmen die Färöer-Inseln genau aus diesen Gründen boykottieren und den Tierschutz in den Vordergrund stellen, nutzt TUI Cruises mit Mein Schiff ihre Alleinstellungsposition aus und betreibt reines Greenwashing mit dem Ziel, selbst finanziell zu partizipieren und damit auch die Walmassaker durch Devisen ihrer Gäste mittelbar zu fördern. Ein konzertierter Boykott der Anlandungen zusammen mit anderen Kreuzfahrtunternehmen könnte die Färinger zum Umdenken bewegen, das Walmorden zu stoppen, zumal der Tourismusbereich durch Regierungsstellen intensiv gefördert wird.

Immer wieder halten Touristenbusse mit Kreuzfahrtgästen an Stränden mit Walmassakern, wie der nachfolgende Beitrag auf Facebook von der Färingerin Eliana Svøðstein auf der Seite "Stop Sea Shepherd Violonce!" von Juli 2017 beweist:
Facebook-posting

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinder beteiligen sich am Walmorden

In einem Bericht des Färöer-Mediums "Norðlýsið" werden Fotos und ein Video mit Kindern gezeigt, die am 20. August 2017 an dem blutigen Walfang im öffentlichen Strandbereich des Ortes Borðoyarvík teilgenommen haben. Bei dieser Treibjagd wurden 27 Grindwale massakriert. Das WDSF hat gegen die unzulässige Kinderteilnahme Strafanzeige bei den Justizbehörden der Färöer-Inseln und Dänemark gestellt.

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TUI Cruises betreibt Greenwashing

(WDSF - 21.07.2017) Entsprechend einer Medienmitteilung der Osnabrücker Zeitung vom 11.08.2015 hatte TUI Cruises nach einem Boykottaufruf des WDSF gegenüber dem Kreuzfahrtunternehmen zugesagt, seine Anlandungen auf den Färöer-Inseln zukünftig zu überprüfen. Diese Aussage wurde von TUI Cruises in jedem Jahr seit 2015 erneut verbreitet. Passiert ist außer diesem Greewashing seitdem allerdings gar nichts! TUI Cruises läuft mit Mein Schiff mehrmals jährlich die Färöer-Inseln unbeeindruckt von den Walmassakern an. Sogar nach der brutalen und grausamen Abschlachtung von fast 1.000 Meeressäuger alleine zwischen Mai und Juli 2017 stoppte TUI Cruises seine Anlandungen im Gegensatz zu den anderen vier deutschen Kreuzfahrtunternehmen (Aida, HapagLloyd, Costa Crociere und Trans Ocean), die bereits in den Vorjahren die Färöer-Inseln nicht mehr anlaufen, nicht. Das WDSF hält daher den Boykottaufruf gegenüber TUI Cruises mit Mein Schiff aus Tierschutzgründen aufrecht.

Durch den WDSF-initierten Boykott der Kreuzfahrtunternehmen Aida, HapagLloyd, Costa Crocierce und TransOcean verlieren die Färöer-Inseln jährlich mehr als sechsstellige Euro-Beträge durch den Wegfall von mdst. 10.000 Touristen mit etlichen Landgängen. Ebenso entgehen der Inselgruppe Anlegegebühren und die Versorgungsleistungen der Schiffe. Die EU belegte Schiffe von den Färöer-Inseln im Jahr 2013 mit einem Anlandungs- und Exportstopp in europäischen Häfen aufgrund einer erheblicher Überfischung von Makrelen und Hering durch färöische Fischer. Im Jahr 2014 konnte zwischen der EU und den Färöer-Inseln eine Einigung erzielt werden und der Bann wurde aufgehoben. Fischprodukte machen mehr als 97 Prozent der Exporte der Färöer-Inseln aus, wobei die Hälfte der Makrelenfänge und ein Drittel der gefangenen Heringe in der EU vermarktet werden. Die Wirtschaft der Inselgruppe mit seinen rund 48.000 Einwohnern partizipiert ebenso umfangreich an den Devisen von Touristen, um die sich die Regierung intensiv bemüht.

Für das Jahr 2018 ist geplant, die völlige Unabhängigkeit von Dänemark zu realisieren. Sollte das Mutterland der vollständigen Autonomie der Färöer-Inseln zustimmen, wird voraussichtlich die bisherige jährliche Unterstützung von etwa 125 Mio. Euro durch Dänemark entfallen, wobei Kredite im Milliarden-Euro-Bereich für den Bau von Meerestunneln weiterhin zurückzuführen sind. Die Färöer-Inseln als Nicht-EU-Mitglied sind auf Überschüsse durch Exporte und Tourismus dringend angewiesen. Touristische Boykotte können dazu führen, dass der in der EU und bei IWC-Mitgliedern verbotene Wal- bzw. Delfinfang auch auf den Färöer-Inseln gestoppt wird.