28.11.2017 - 
Wirbel um „dolphin aid“ Spenden-Gala im Zwielicht – wohin floss das Geld? – Quelle: https://www.express.de/28968122 ©2017
Wirbel um "dolphin aid" Spenden-Gala im Zwielicht - wohin floss das Geld?  (EXPRESS)

Delfintherapievermittler "dolphin aid" steht in der Kritik des Düsseldorfer EXPRESS

(WDSF 28.11.2017) Seit der Gründung von "dolphin aid" im Jahr 1995 ist dies u.E. der erste kritische Bericht eines Printmediums über den fragwürdigen Verein. Das WDR-Fernsehen berichtete 2005 in einem ebenfalls kritischen Beitrag, den "dolphin aid" jedoch vor Gericht stoppen ließ. Bei vielen Kritikern von "dolphin aid", wurde mit juristischen Mitteln durch den Verein versucht, sie u.E. mundtot zu machen. Dem WDSF und dem Redakteur des EXPRESS, Guenther Classen, liegen über 2.000 Seiten recherchierten Materials vor, welches ein äußerst fragwürdiges Licht auf den Verein wirft.

Eine der WDSF-Aussagen ist: „Die von »dolphin aid« vermittelte Delfintherapie ist kommerziell und ein Missbrauch sensibler Meeressäuger.“ Die alljährliche Spenden-Gala vorwiegend im InterConti-Hotel Düsseldorf bezeichnet das WDSF mit dem Titel "Alljährliche Abzocke von dolphin aid?" (s.u.), wobei diese Aussage vom Landgericht Köln nicht als unzulässige Schmähkritik eingestuft wurde, sondern als zulässige Bewertung aufgrund einer freien Meinungsäußerung.

Mit Urteil vom 25.10.2017 des Landgericht Köln verlor "dolphin aid" eine Klage gegen das WDSF aufgrund der kritischen Berichterstattung auf der WDSF-Homepage in 20 Klagepunkten:

01.11.2017 - Delphintherapievermittler dolphin aid e.V. verliert Klage gegen das WDSF (MND)

hier: Urteil des Landgericht Köln vom 25.10.2017 dolphin aid ./. WDSF (Entscheidungsgründe)
hier: Urteil des Landgericht Köln vom 25.10.2017 dolphin aid ./. WDSF  (vollständiges Urteil)

Bei dem Gerichtstermin am 20.09.2017 vor dem Landgericht Köln aufgrund einer Klage des Düsseldorfer Delfintherapievermittlers dolphin aid e.V. wegen der kritischen Veröffentlichungen des WDSF auf seiner Homepage stellte der vorsitzende Richter fest, dass die Klage von dolphin aid gegen das WDSF in 20 von 21 Klagepunkten voraussichtlich abgewiesen wird. Das Urteil vom 25.10.2017 hat dies nun bestätigt.

U.a. wies der Richter bei der mündlichen Verhandlung darauf hin, dass dolphin aid sich Kritik gefallen lassen müsse und dass Inhalte der WDSF-Homepage über den Delfintherapievermittler bewiesen zutreffend seien und einige Klageinhalte durch den Kläger nicht angegriffen worden wären.

11.09.2017 - Delfintherapievermittler "dolphin aid" verklagt Tierschützer vom WDSF

Delfintherapie (WDSF-Foto)(WDSF - 11.09./30.09.2017) - Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) befasst sich seit Jahren mit dem Thema Delfintherapie und in diesem Zusammenhang mit dem Missbrauch von Delfinen in Gefangenschaft. Der Düsseldorfer Delfintherapievermittler "dolphin aid e.V.“ hatte das WDSF wegen Inhalten auf der WDSF-Homepage, verklagt. Der Prozesstermin war am Mittwoch den 20. September 2017 vor dem Landgericht Köln.

Die Vorwürfe in der Klageschrift von "dolphin aid" gegen das WDSF reichen von der Veröffentlichung von angeblichen Unwahrheiten, über Verletzungen des Unternehmenspersönlichkeitsrechts bis hin zu möglichen strafbaren Handlungen. Den Streitwert vor Gericht hat "dolphin aid" mit 210.000 Euro beantragt.

Das WDSF beruft sich als gemeinnützig anerkannte Tierschutzorganisation auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und der Darstellung von wahren Tatsachenbehauptungen. Darstellungen zu "dolphin aid" seien auf der WDSF-Internetseite durch Verlinkungen zu Medienveröffentlichungen und Aussagen von betroffenen Eltern behinderter Kinder bewiesen. Auch das WDR-Fernsehen hätte den Verein in einem Beitrag, den das WDSF aus YouTube veröffentlichte, massiv kritisiert.

In Rahmen der Klage wurde von "dolphin aid" bestätigt, dass die "dolphin aid“-Gründerin, Kirsten Kuhnert, inzwischen einen dotierten Beratervertrag bei dem Therapiezentrum CDTC auf Curacao übernommen hat, zu dem der Verein die Eltern mit ihren behinderten Kindern für recht viel Geld vermittelt. Dei "dolphin aid" sei sie daraufhin als Vorstandsvorsitzende zurückgetreten und blieb allerdings stimmberechtigtes Vollmitglied des Vereins. Auch soll ein Wuppertaler Reisebüro lt. WDSF als Vollmitglied von "dolphin aid e.V.“ (lt. Handelsregister Düsseldorf) Provisionen für vermittelte Reisen deklariert haben, was der Verein bestreitet. Der WDR hatte berichtet, dass Spenden an den Verein teilweise erst auf Anmahnung von Eltern bei betroffenen Kindern richtig verbucht worden seien. Reisekosten des Vorstands von "dolphin aid“ und von Mitarbeitern sollen aus Vereinseinnahmen finanziert worden sein.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Der Verein dolphin aid ist bei einigen Kritikern dafür bekannt, dass er schon mal mit teuren einstweiligen Verfügungen oder Unterlassungserklärungen gegen sie vorgeht. Das WDSF ist froh, dass es nun einen öffentlichen Prozess gibt, der hoffentlich über die Hintergründe des unserer Meinung nach fragwürdigen Vereins einiges aufdeckt. Die kommerzielle Verwendung von Delfinen für die Delfintherapie ist in unseren Augen ein Missbrauch der freiheitsliebenden Meeressäuger.“

Weiterlesen: WDSF-Homepage zu "dolphin aid e.V."

 

Lebenslänglich für Delphine - oder Rettung durch Zoohaltung?

Ein Interview mit Jürgen Ortmüller vom Wal- und Delfinschutz-Forum

 

Keine andere Tierart bewegt die Menschen so sehr wie Delphine. Seien es die Fernsehserie Flipper aus den 60er-Jahren, Begegnungen in Delphinarien oder beim Dolphin-Watching oder aber Berichte von Delphinen als Beifang riesiger Fischfänger. Doch wo sind die ethischen Grenzen im Umgang mit diesen faszinierenden Tieren? Die Ansichten darüber gehen zum Teil weit auseinander. Nachfolgend lesen Sie das vollständige Interview mit Jürgen Ortmüller vom Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF).
 

Herr Ortmüller, welche Rolle spielen Delphinarien beim Schutz von Delphinen?
Der in den meisten Delfinarien gehaltene Delfin ist der Große Tümmler, der laut der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) noch nicht vom Aussterben bedroht ist. Zum Schutz der Delfine tragen Delfinarien aufgrund der katastrophalen Haltungsbedingungen in den kleinen Betonbecken und Gehegen definitiv nichts bei. Lediglich durch den fragwürdigen Bildungsauftrag der Zoos, der in der Europäischen Zoorichtlinie für die EU vorgegeben ist, gibt es noch die beiden Delfinarien in Deutschland im Nürnberger Tiergarten und im Duisburger Zoo. Alternativ sieht die Zoorichtlinie das Auswildern von Exemplaren vor, welches bisher in der Europäischen Union noch bei keinem Tier realisiert wurde.

Delphine in freier Wildbahn - haben wir Menschen das Recht, diese faszinierenden Tiere in Gefangenschaft zu halten? © tpsdave, pixabayDelphine in freier Wildbahn - haben wir Menschen das Recht, diese faszinierenden Tiere in Gefangenschaft zu halten? © tpsdave, pixabay

Delfine verlernen in Gefangenschaft das natürliche Jagdverhalten, weil sie mit totem Fisch gefüttert werden. Delfinnachzuchten haben die Beutejagd von Geburt an nicht erlernt. Durch das tägliche mehrfache Füttern der Delfine in Delfinarien durch die Tierpfleger halten sich die Delfine überwiegend an der Wasseroberfläche auf. Dies praktizieren die Delfinarienbetreiber ganz bewusst, um die Delfine den Besuchern zu präsentieren. Im offenen Meer verbringen Delfine mehr als 80 Prozent der Zeit unter der Wasseroberfläche. In Delfinarien ist es genau umgekehrt.

Als ich im Duisburger Delfinarium einen Delfintrainer fragte, warum er während der halbstündigen Show jeweils nur einen geringen Teil mit Erläuterungen über das natürliche Verhalten der Delfine in freier Wildbahn verwenden würde, sagte er mir lapidar, dass die Besucher das nicht hören wollten. In allen Delfinarien werden den Besuchern antrainierte Showkunststücke der Delfine gezeigt. In Freiheit würden Delfine zum Beispiel nicht über Hindernisse wie gespannte Seile und auch nicht über Fangnetze springen. Nur das Meer ist barrierefrei aber nicht die beengte Haltung in Delfinarien mit unnatürlichem antrainiertem Artverhalten. Dass in Duisburg bei fast jeder Show ein kleines Kind in einem Boot bei hoher Geschwindigkeit von einem Delfin durch das Becken gezogen wird, hat mit einem Bildungsauftrag nichts zu tun. Das gilt auch für das Nürnberger Delfinarien, wo sich Tierpfleger an den Flossen der Delfine durch das Becken ziehen lassen. Dies alles erinnert stark an die Shows in ausländischen Vergnügungsparks mit Delfinen. ...

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Nachdem die Stadt Sinsheim dem Betreiber des geplanten Hai-Projekts "Shark Citiy" umfangreiche Auflagen erteilt hat, wird nun versucht, das Projekt in Pfungstadt zu realisieren:

WDSF-Foto(WDSF - 16.06.2017) Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) wird als gemeinnützige Tierschutzorganisation die Entwicklung des Bauvorhabens in Pfungstadt mit dem beabsichtigten Besatz (vormals in Sinsheim) von etwa 36 Haiarten auch aus Wildfängen mit rund 140 Tieren durch gesetzeskonforme Akteneinsichten nach dem Umweltinformationsgesetz überprüfen und sich intensiv gegen das Projekt einsetzen. Geplant sind durch das WDSF bei Zustandekommen des nicht zeitgemäßen Projekts mit der Bestückung von Haien deutschlandweite Boykottaufrufe auch in Kooperation mit Reiseveranstaltern gegenüber der Stadt Pfungstadt und juristische Interventionen.

Bei dem vorgesehenen Transfer von etwa 140 Haien in das Aquarium ist davon auszugehen, dass ein Teil der Tiere erfahrungsgemäß versterben wird. Alleine dieser Sachverhalt kann gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

In der Stadt Sinsheim hat es mehrfach öffentliche Protestaktionen gegen das Bauprojekt gegeben, die wir ebenso in Pfungstadt forcieren werden.

Das geplante Hai-Projekt ist auch für die Besucher nicht ungefährlich, wie mehrfach weltweit Situationen gezeigt haben:

Im Tiergarten Nürnberg hat ein Salzwasserschaden einen millionenteuren Schaden verursacht. Dort wird die Stadt, und damit der Bürger, auf den Kosten sitzen bleiben, weil das Planungsbüro mit nur 300.000 Euro versichert war und voraussichtlich in Insolvenz gehen wird.

Das Projekt mit der Bestückung von Haien, die über ein ausgeprägtes Sozialverhalten verfügen, entspricht nicht dem Zeitgeist, zumal der gesetzliche Bildungsauftrag durchaus für Interessierte, die sich über Haie informieren möchten, durch Medien und Filmmaterial erfüllt werden kann. Das begründete Risiko, dass mehrfach Haie und andere Fischarten beim Transport und während des Aufenthalts in den Haibecken versterben ist enorm hoch.

Der finanzielle Hintergrund der Investoren wirft Fragen zur Solvenz der Betreiber auf.

Weitere Infos auf unserer Homepage zum Thema:
https://www.wdsf.eu/aktionen/hai-aquarien

 

 

WDSF-Unterseiten:

WDSF-Presseschau

WDSF-Videoarchiv

International News

27.11.2017 - Ab Sommer 2019: TUI Cruises streicht Färöer-Inseln (Schiffsexperte.de)

25.11.2017 - TUI Cruises will Färöer-Inseln nun doch dauerhaft nicht mehr anlanden (MND)

26.11.2017 - Wegen Waljagden - TUI Cruises streicht Färöer-Inseln von der Route (Focus online)
24.11.2017 - Udo Lindenberg sei Dank? Darum läuft TUI Cruises die Färöer-Inseln nicht mehr an (Hamburger Morgenpost)
30.10.2017 - Massenproteste wegen Udo Lindenbergs TUI-Kreuzfahrten (Magazin Hogapage)

 

 

 

 

 

 

 

AKTUELL:

TUI Cruises will Färöer-Inseln nun doch dauerhaft nicht mehr anlanden

(WDSF - 25.11.2017) Von der Konzernzentrale des Kreuzfahrtunternehmens TUI Cruises wurden am vergangenen Freitag, 24.11.2017, gegenüber dem Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), das seit 2014 von der Reederei einen Anlandungsstopp auf den Färöer-Inseln wegen der alljährlichen Walmassaker fordert, unterschiedliche Aussagen übermittelt. Zuletzt heißt es nun (s. E-Mail unten), dass die Färöer-Inseln dauerhaft ab 2019 nicht mehr auf dem Tourenplan stehen. Für das Jahr 2018 sind noch drei Anlandungen mit 17 Landausflügen wie in den Vorjahren geplant.

Freitagmorgen formulierte die Pressestelle des Unternehmens nach einem Telefonat mit dem WDSF in einer E-Mail (s.u.), dass die Färöer-Inseln „im Sommer 2019 mit keinem seiner Schiffe“ angelaufen werden. Diese Entscheidung würde sich nur auf das Jahr 2019 beziehen, wurde auch in einem Telefonat gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller bestätigt. Nach einer kritischen Pressemitteilung des WDSF über diese „halbherzige Entscheidung“ meldete sich am Freitagnachmittag die Kommunikations-Managerin Friedrike Grönemeyer bei dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller und schrieb, dass sie „noch etwas klarstellen wolle, was vielleicht vorher noch nicht so klar war oder missverständlich rüber kam.“

Grönemeyer in ihrem Schreiben: „Wir laufen die Färöer-Insen ab 2019 nicht mehr an. Das gilt also nicht nur für die Saison 2019, sondern auch darüber hinaus.“

Das WDSF hatte in den Vorjahren bereits mit den deutschen Kreuzfahrtunternehmen Aida, HapagLloyd, Costa Crociere und TransOcean nach intensiven Interventionen vereinbaren können, dass diese die Färöer-Inseln aus Tierschutzgründen und zum Schutz ihrer Gäste und der Crew dauerhaft nicht mehr anlaufen.

TUI Cruises äußerte weiter: „Ein Boykott der Färöer-Inseln wird nicht dazu beitragen, dass dort mit der blutigen, jahrhundertealten Walfang gebrochen wird.“ Hierfür sei eine Aufklärung der Bevölkerung vor Ort entscheidender. Man käme mit dem Sommerfahrplan 2019 bei den Island-Fahrten vielmehr den Wünschen der Gäste nach mehr Vielfalt nach.

Ortmüller: „Das ist in unseren Augen Blödsinn. Wir haben TUI Cruises seit 2014 fortlaufend über die alljährlichen hundertfachen Grindwalwassaker auf den Färöer-Inseln informiert und auf die Gefährdung der Gäste hingewiesen, nachdem die Färöer-Regierung etliche Strafmaßnahmen beschlossen hatte, wenn eine Grindwalsichtung nicht sofort von Personen gemeldet wird, die sich auf der Inselgruppe aufhalten. Gleichwohl sind wir nun froh über die Entscheidung von TUI Cruises, denn diese wird zusammen mit den Anlandungsstopps der anderen deutschen Kreuzfahrtunternehmen dazu beitragen, dass die Färinger zumindest über die fehlenden tausenden Touristen nachdenken können und ob ihre Treibjagden auf die Grindwale und andere Delfinarten noch zeitgemäß ist.“

Udo Lindenberg, der auf Mein Schiff von TUI Cruises mehrmals schon seine Rockliner-Show veranstaltete, und sein Veranstaltungspartner Roland Temme standen in den vergangenen Wochen mit dem WDSF-Geschäftsführer laufend in Verbindung und hatten sich ebenfalls für einen Stopp der TUI Cruises-Anlandungen auf den Färöer-Inseln stark gemacht:

(WDSF 31.10.2017) Udo Lindenberg mit einem Statement vom 27.10.2017 auf Facebook zu seiner Ankündigung aus August 2017 nach einem Brief des WDSF vom 24. Oktober an ihn - Stellungnahme des WDSF und Pressemitteilung

(WDSF - 31.10.2017) Nachdem das WDSF Udo Lindenberg am 24.10.2017 einen umfangreichen Brief geschrieben hat u.a. mit der Frage, was aus seinem von ihm bereits im August 2017 angekündigten Treffen mit TUI Cruises geworden ist, dass die Färöer-Inseln aufgrund der Walmassaker nicht mehr angelaufen werden sollen, erfolgt am 27.10.2017 ein Statement auf Facebook von ihm (s.o. Screenshot).
 
Udo Lindenberg hatte ursprünglich am 19.08.2017 vor seiner Rocklinertour mit TUI Cruises im September auf Facebook gepostet:
"werd im namen von euch allen meine ganze power dafür einsetzen, dass tui , so schnell wie möglich , die faröer nicht mehr anfährt . hab in dieser traurigen sache in n paar tagen ein treffen mit den tui-verantwortlichen- und melde mich dann mit m ergebnis ...". Und bezüglich der Proteste: "ja, ich unterschreibe das .... udo lindenberg".

Dass TUI Cruises ihm nun gesagt hat, dass sie "alle Fakten und Argumente noch mal durchchecken wollen" und den "Dialog mit den Einheimischen" auf den Färöer-Inseln suchen wollen, um etwas zu bewegen, hören wir seit fast drei Jahren schon von TUI Cruises. Passiert ist seit dem bei dem Kreuzfahrtunternehmen gar nichts und sie laufen die Inselgruppe der Walmörder mehrmals jährlich weiterhin an.

Der vom WDSF nach jahrelangen intensiven Interventionen erfolgte Boykott der Färöer-Inseln durch Aida, Coste Crociere, HapagLloyd und TransOcean schadet der Inselgruppe wirtschaftlich und kann durchaus zu einem Umdenken beim Walfang führen, wenn sich alle Kreuzfahrtunternehmen daran beteiligen. Ebenso werden Gäste und Crew vor dem traumatischen Anblick der blutigen Walmassaker geschützt, die auch in Sichtnähe der Anlandungshäfen stattfinden.

Vom 21. Mai bis 29. Oktober 2017 wurden lt. amtlicher Walfangstatistik insgesamt 1.672 Meeressäuger (1.203 Grindwale und 469 Weißseitendelfine) bei 24 Treibjagden grausam an den Strandabschnitten der Inselgruppe abgeschlachtet.
 
TUI Cruises lehnt im Gegensatz zu den anderen deutschen Reedereien einen Boykott kategorisch ab. Die Aussage der "Erwägung" erst ab 2020 die Färöer-Inseln möglicherweise nicht mehr anzulaufen, ist eine Farce.

Es ist sehr lobenswert, dass Udo "dran bleiben" will, nur nützt das offenbar derzeit gar nichts. Wir wollen hoffen, dass Udo Lindenberg seine "Rocklinertour" mit Mein Schiff von TUI Cruises wenigstens aufgibt, denn sonst wären alles nur folgenleere Versprechungen.

Update 01.11.2017: Udo Lindenberg steht mit uns in direkter Verbindung und hat angekündigt, dass er zusammen mit seinem Veranstaltungspartner Roland Temme das Thema im Fokus hat. Wir werden bei neuen Infos sofort darüber berichten.

 

Pressemeldungen zum Thema:

27.11.2017 - Ab Sommer 2019: TUI Cruises streicht Färöer-Inseln (Schiffsexperte.de)
25.11.2017 - TUI Cruises will Färöer-Inseln nun doch dauerhaft nicht mehr anlanden (MND)
24.11.2017 - Udo Lindenberg sei Dank? Darum läuft TUI Cruises die Färöer-Inseln nicht mehr an (Hamburger Morgenpost)
24.11.2017 - TUI Cruises distanziert sich vom Walfang und stoppt vorübergehend Anlandungen auf den Färöer-Inseln (MND)
23.11.2017 - Udo sei Dank? Tui Cruises läuft Färöer nicht mehr an (gloobi.de)
22.11.2017 - Udo Lindenberg und Tui beschließen Färöer-Bann (Hamburger Abendblatt)
30.10.2017 - Massenproteste wegen Udo Lindenbergs TUI-Kreuzfahrten (Magazin Hogapage)
30.10.2017 - Erleidet Udo Lindenberg Schiffbruch mit TUI Cruises? (MND)
28.10.2017 - Nach Walfang-Shitstorm - Udo Lindenberg einigt sich mit TUI (Hamburger Abendblatt)

04.09.2017 - Udo Lindenberg an der Meyer-Werft und gegen TUI Cruises (Osnbr.Ztg)
23.08.2017 - Wegen Walfangs - Udo Lindenberg fordert Färöer-Boykott (BIZ Travel)
22.08.2017 - Panikrocker als Umweltaktivist - Udo Lindenberg macht gegen Wal-Massaker mobil (Hamburger Morgenpost)
22.08.2017 - Udos Herz schlägt für Wale und Delfine (WELT/N24)

16.08.2017 - Naturschützer demonstrieren gegen Reederei TUI Cruises (Hamburger Abendblatt)
24.07.2017 - National Geographic Fotograf des Jahres kritisiert TUI Cruises wegen Färöer-Anlandungen (mnd)

Hier: Tui Cruises-Anlandungen auf Färöer-Inseln

WDSF-Banner

TUI Cruises Demo wg. Färöer-Anlandungen mit Udo Lindenberg-Power

(WDSF - 19.08.2017) Am 18.08.2017 fand eine Demo des WDSF mit Tiefreunden vor der TUI Cruises Unternehmenszentrale in Hamburg gegen die alljährlich mehrfachen Anlandungen auf den Färöer-Inseln statt.

Die Pressesprecherin von TUI Cruises, Godja Sönnichsen, bestätigte bei der Demo gegenüber dem WDSF die Entscheidung der Geschäftsleitung (CEO Wybcke Meier und CFO Frank Kuhlmann) die Inselgruppe der Walmörder auch weiterhin anzulaufen. Für Gäste würde lediglich ein Papier ausgelegt, in dem auf den Walfang hingewiesen wird. Eine persönliche Ansprache gegenüber den Kreuzfahrtgästen fände bisher nicht statt, sagte sie. Im Hinblick auf unsere Hinweise, dass Gäste bei Landgängen das vielfach nicht als Grindwalfleisch deklarierte und mit Umweltgiften schwer belastete Walfleisch konsumieren könnten, nahm sie zum Anlass der Geschäftsführung vorzuschlagen, die Gäste zukünftig über die Hintergründe des grausamen Abschlachtens der Grindwale und anderer Delfinarten auch in persönlicher Ansprache zu informieren.

Das WDSF interveniert seit mehr als vier Jahren gegenüber den deutschen Kreuzfahrtunternehmen gegen die Anlandungen auf den Färöer-Inseln. Nach jahrelangem Zögern hatten Aida, HapagLloyd, Costa Crocierce und TransOcean dem WDSF mitgeteilt, dass sie ihre Anlandungen aus Tierschutzgründen und aus Sorge um die Sicherheit ihrer Gäste auf der Inselgruppe gestoppt haben. Das Auswärtige Amt warnt auf seiner Homepage bei Reisen auf die Färöer-Inseln vor dem Eingreifen von Personen in die Grindwaljagd und dass dabei mit Geld- oder Haftstrafen gerechnet werden muss.

TUI Cruises teilte dem WDSF im Jahr 2015 mit: „Wir haben – ebenso wie Hapag Lloyd Kreuzfahrten – erklärt, die geplanten Anläufe auf den Färöer zu überprüfen.“ WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller dazu: „Diese Aussage erhalten wir von TUI Cruises in jedem Jahr seit 2015 erneut. Passiert ist seitdem allerdings gar nichts. TUI Cruises läuft mit Mein Schiff mehrmals jährlich die Färöer-Inseln unbeeindruckt von den Walmassakern an. Das WDSF hält daher den Boykottaufruf gegenüber TUI Cruises aus Tierschutzgründen aufrecht. TUI Cruises legt mit Mein Schiff auch unmittelbar vor der offiziellen Schlachtbucht in der Inselhauptstadt Torshavn und in drei anderen Todesbuchten an. Im Jahr 2017 wurden auf den Färöer-Inseln bisher bei 16 Treibjagden mehr als 1.200 Meeressäuger öffentlich in den Strandbereichen der Inselgruppe getötet (Anm.: bis September 2017 waren es 1.586 grausam abgeschlachtete Tiere). 17 Landgänge stehen bei TUI Cruises auf dem Plan, wobei die Gäste mit Kindern und die Crew bei der Sichtung einer blutigen und grausamen Tötung der verschiedenen Delfinarten ein Trauma erleiden können. Der Blutgeruch des Todes und der Anblick des Abschlachtens der Meeressäuger ist unerträglich.“

Wir werden die Proteste gegen TUI Cruises nun weiter intensivieren und planen Demos vor den Privathäusern der Geschäftsführung.

WDSF Geschäftsführer Jürgen Ortmüller im Kempinski Hotel in Hamburg - WDSF-Foto

Udo Lindenberg, der vom 1. bis 5.9.2017 auf Mein Schiff von TUI Cruises einige Panikkonzerte geben wird, unterstützte unsere Bemühungen gegenüber TUI Cruises und schrieb noch vor unserer Demo auf seiner Facebook-Seite:

" Thanx für euer feedback,, werde mit der reederei unbedingt mal sprechen . ich weiss nur dass schon nach alternativen gesucht wird... müssen der sache schnellstens auf den grund gehen, bevor die schiffahrt irgendwann kräftig auf grund läuft!! we do our best, liebe panikexperten, kann so nich weitergehen , das is klar. love euer udo"

Am 19.08.2017 legte Udo nach:

"werd im namen von euch allen meine ganze power dafür einsetzen, dass tui , so schnell wie möglich , die faröer nicht mehr anfährt . hab in dieser traurigen sache in n paar tagen ein treffen mit den tui-verantwortlichen- und melde mich dann mit m ergebnis ...". Und bezüglich der Proteste: "ja, ich unterschreibe das .... udo lindenberg".

Herzlichen Dank an alle Unterstützer, die bei der Demo in Hamburg dabei waren und an alle anderen, die fleißig gegen TUI Cruises intervenieren. Nach über 600 Negativbewertungen auf der Facebookseite von TUI Cruises Mein Schiff und nach weiteren hunderten von kritischen Beiträgen von Tierfreunden hat das Unternehmen seine Bewertungsfunktion auf Facebook deaktiviert und die TUI Cruises-Reiseagenturen angewiesen, ebenso zu handeln (s.a. auch Bericht auf unserer Homepage).

WIR WERDEN TUI CRUSES SO LANGE BRANDMARKEN, BIS DIE ANLANDUNGEN AUF DER INSELGRUPPE DER WALMÖRDER GESTOPPT WERDEN!

 

Hintergrund-Infos:

https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/aida-faeroeer-kreuzfahrten

https://www.wdsf.eu/faeroer-walfang

 

Walmassaker auf den Färöer-Inseln

TUI Cruises Mein Schiff (WDSF-Foto)(Hagen (ots) 17.07.2017) – Alljährlich finden überwiegend in den Sommermonaten auf den Färöer-Inseln nördlich von Großbritannien grausame Walmassaker statt. Alleine in den letzten zwei Monaten wurden über 700 Grindwale und andere Delfinarten bei Treibjagden auch in unmittelbarer Nähe des Anlandungshafen von Kreuzfahrtschiffen in der Inselhauptstadt Tórshavn blutig abgeschlachtet (Anm.: Bis 29.10.2017 waren es insgesamt 1.672 brutal getötete Meeressäuger).

Seit vergangenen Sonntag hat eine Aktion auf Facebook dazu geführt, dass mehrere Hundert Tierschützer auf der Tui Cruises-Seite eine erhebliche Abwertung des Unternehmens herbeigeführt haben, weil Tui Cruises im Gegensatz zu anderen deutschen Kreuzfahrtunternehmen die Inselgruppe weiterhin anläuft. Etliche kritische aber sachliche Beiträge wurden von Tui Cruises gelöscht und Teilnehmer blockiert.

Nach jahrelangen Interventionen des Wal und Delfinschutz-Forum (WDSF) und vielen Protesten von Tierfreunden hatten die Kreuzfahrtunternehmen Aida, Costa Crociere, HapagLloyd und TransOcean aus der Verantwortung gegenüber der Crew und Gästen und aus Gründen des Tierschutzes entschieden, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen.

Färöer-Walmassaker in Torshavn

Tui Cruises hatte dem WDSF mehrfach mitgeteilt, dass das Unternehmen den Walfang zwar verurteile und seine Gäste entsprechend informieren würde, aber weiterhin an seinen Anlandungen festhalten wolle. Das WDSF hat nach eigenen Angaben recherchiert, dass von insgesamt 17 angebotenen Landausflügen bei der Anlandung von „Mein Schiff 4“ vier offizielle Walfangorte auf dem Programm der Inselgruppe stehen (Tórshavn, Vestmanna, Sandavágur und Midvágur). Dort sind alleine in den letzten fünf Jahren 1346 Meeressäuger brutal an den Strandabschnitten abgeschlachtet worden. Seit 2010 beläuft sich die Anzahl der getöteten Wale und Delfine auf fast 6000 Tiere auf der zu Dänemark gehörenden teilautonomen Inselgruppe.

Die Landausflüge werden von TUI Cruises als „Familienausflüge“ deklariert. Die Gäste wären nach Angaben des WDSF allerdings nicht nur dem Risiko ausgesetzt, mit ihren Kindern Augenzeugen einer blutigen und grausamen Waljagd zu werden, sondern durch das in vielen Restaurants angebotene und nicht als solches deklarierte Walfleisch gesundheitlich gefährdet, weil es stark mit PCB und Quecksilber kontaminiert sei. TUI Cruises bezeichnet die Ausflüge auf den Färöer-Inseln als „totale Entspannung“ und verweist auf die „köstliche Landesküche“. Am kommenden Freitag ist erneut eine Anlandung auf den Färöer-Inseln vorgesehen.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Wir hoffen nach wie vor, dass bei der Unternehmensleitung von Tui Cruises mit der Geschäftsführerin Wybcke Meier die Einsicht siegt, dass ein eigener Boykott der Färöer-Inseln aus Tierschutz- und Wirtschaftsgründen mehr zur Einsicht der Waljäger beitragen kann, als sämtliche bisher ungehört geblieben Appelle aus aller Welt, die unzeitgemäßen Walmassaker zu stoppen. Bis dahin haben wir zum Boykott von Tui Cruises aufgerufen.“

Kinder beteiligen sich am Walmorden

In einem Bericht des Färöer-Mediums "Norðlýsið" werden Fotos und ein Video mit Kindern gezeigt, die am 20. August 2017 an dem blutigen Walfang im öffentlichen Strandbereich des Ortes Borðoyarvík teilgenommen haben. Bei dieser Treibjagd wurden 27 Grindwale massakriert. Das WDSF hat gegen die unzulässige Kinderteilnahme Strafanzeige bei den Justizbehörden der Färöer-Inseln und Dänemark gestellt.

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Hier: weiterlesen zum Thema

 

 

10.12.2017 - Ägypten: Keine weiteren Delfinarien - keine Fremdansiedlung von Delfinen im Roten Meer

Bild oben: lks. Jürgen Ortmüller (WDSF), Andreas Morlok (ProWal) vor dem Umweltministerium in Kairo - WDSF/ProWal-Foto - Bild unten: "Dolphin World"-Delfinarium Hurghada

(WDSF/ProWal 10.12.2017) Bei einem Treffen der beiden Geschäftsführer der deutschen Tierschutzorganisationen ProWal, Andreas Morlok, und des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF), Jürgen Ortmüller, im Umweltministerium in Kairo mit Dr. Luay El Sayed (Coordinator of Wildlife Program), wurde bestätigt, dass in Ägypten zukünftig keine weiteren Delfinarien gestattet werden.

Für die drei vorhandenen Delfinarien in Ägypten in Hurghada und Sharm el Sheikh bedeutet dies, dass bei einem eventuell erforderlichen Neubau eines Delfinariums nur ein Transfer aus den bereits vorhandenen Delfinarien durchgeführt werden darf, so Dr. El Sayed.

Ägypten ist Mitglied des Abkommens der Bonner Konvention (Convention on Migratory Species CMS) zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten. Eine Ansiedlung von Delfinen im Roten Meer, die nicht von dort stammten, sei demnach nicht gestattet, weil die vorhandenen Populationen der Großen Tümmler und Spinnerdelfinen vor Kreuzungen mit anderen Delfinen geschützt werden müssten.

Andreas Morlok, (ProWal:) "Es ist skandalös, dass von skrupellosen Delfinarien-Betreibern Delfine aus Russland oder gar aus Treibjagden in Japan gekauft wurden und von ihnen auch noch behauptet wird, dass sie Artenschutz betreiben, wohlwissentlich, dass sie niemals ihre Delfine jemals wieder ins Meer zurückbringen können.“

Vor dem Gespräch mit Dr. Luay El Sayed (Coordinator of Wildlife Program) im Umweltministerium in Kairo - WDSF/ProWal-FotoBei dem Gespräch mit den beiden Geschäftsführern sowie der Tierschützerin Rebecca Akermann aus der Schweiz äußerte Dr. El Sayed, dass Touristen keine Delfinarien besuchen sollten, sondern es besser wäre, sich auf das „Dolphin-Watching“ zu beschränken. Die ägyptische Regierung sei davon überzeugt, dass nur diese natürliche Art der Delfinsichtung mit Booten gefördert werden solle. Dr. El Sayed hat den beiden Tierschutzorganisationen vorgeschlagen, dass er einen weiteren Kontakt mit Prof. Moustafa Fouda (Minister Advisor on Biodiversity Egypt/Head of Environment Management) herstellen wolle, der Ägypten bei den Tagungen der Bonner Konvention (CMS) vertritt.

Umweltministerium in Kairo - WDSF/ProWal-FotoJürgen Ortmüller (WDSF): "Wir werden dem Umweltministerium in Kairo aus Tierschutzgründen vorschlagen, neben dem Importverbot von Delfinen nach Ägypten, auch ein Zuchtverbot gesetzlich zu beschließen. Damit wäre das traurige Kapitel in Gefangenschaft lebender Delfine in dem Land am Nil eines Tages auch Geschichte.“

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Axel Linke - Inh. Onmega Dolphin & Therapy Center Marmaris - WDSF-Foto

Der deutschen Inhaber des Onmega-Delfin-Therapie-Zentrums in Marmaris (Türkei), Axel Linke, scheiterte bei dem Versuch, das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) zu verklagen. Durch zwei Instanzen boxte er seine Klage und verlor letztendlich weitgehend vor dem Oberlandesgericht Hamm gegen die Delfinschutz-Organisation. Die eigenen Rechtsanwalt- und Gerichtskosten von über 5.000 Euro (lt. RVG) musste Onmega mit Axel Linke selbst übernehmen.

Das Landgericht Hagen und das Oberlandesgericht Hamm erlaubte dem WDSF folgende Aussagen:

- Der Onmega Dolphin Park in Marmaris (Inh. Axel Linke) ist einer der "Mörder von Tierschutzrechten"

- Die Delfine leben unter katastrophalen Bedingungen in viel zu kleinen Meeres-Käfigen (Onmega/Marmaris sowie Bodrum/Mumcular und Kas) und verbrennen bei über 40 Grad in der prallen Sonne, da ein erforderlicher Sonnenschutz fehlt

- Die Delfine werden für Therapien missbraucht und leiden unter der kommerziellen
Ausbeutung und dem Stress

- Die Delfine leiden unter Stress

- Das WDSF darf unter Angabe von Tatsachenbehauptungen zum Boykott aufrufen

WDSF-Tierschutzorganisation darf Türkei-Delfinarium Onmega als „Mörder von Tierschutzrechten“ bezeichnen

Einstweilige Verfügung gegen WDSF durch Marmaris -"Onmega-Delfinarium" bereits in erster Instanz weitgehend abgewiesen

(WDSF) Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) ist weltweit die einzige Organisation, die sich seit Jahren intensiv mit den Delfinarien-Angeboten der Reiseveranstalter in der Türkei befasst und die mit allen großen deutschen Anbietern in umfangreicher Korrespondenz und persönlichen langwierigen Verhandlungen erreicht hat, dass die Delfinarien-Angebote komplett aus den Verkaufsprogrammen genommen wurden. Durch die beträchtlichen Einnahmeverluste der türkischen Delfinarienbetreiber ist es diesen fast unmöglich geworden, weitere Delfine aus Wildfängen zu importieren.

Im April 2011 führte das WDSF zusammen mit der Organisation ProWal und Aktivisten eine Demonstrations-Tour zu sämtlichen Delfinarien in der Türkei durch und sprach mit fast allen Bürgermeistern der Delfniarienstädte.

Nach Vorlage der Beweismittel über die teilweise beengten oder unhygienischen Zustände (Delfinarien in Alanya, Belek, Antalya, Bodrum & Mumcular, Kas, Kusadasi, Istanbul) sowie die Haltung von verletzen Meeressäugern (hier: in Antalya DolphinLand) versprachen einige Bürgermeister Abhilfe, der sie jedoch bis heute nicht nachgekommen sind. Auch im Onmega-Delfinarium in Marmaris (Icemeler) leben Delfine in viel zu kleinen Käfigen unter katastrophalen Bedingungen und verbrennen bei über 40 Grad C in der prallen Sonne, da ein erforderlicher Sonnenschutz fehlt. Das Angebot der Delfintherapie ist eine finanzielle Ausbeutung der intelligenten Meeressäuger.

Die Delfine werden für Therapien missbraucht und leiden unter Stress. Eine Delfin-Therapie mit Kindern kann sehr gefährlich sein. Die meisten Delfine in der Türkei sind Wildfänge. Wir konnten dokumentieren, dass z.B. in dem Meereskäfig-Delfinarium in Bodrum die Tiere minutenlang frustiert mit ihrer Fluke kräftig auf das Meer schlugen (s. Video unten). Dort wird das Schwimmen mit Delfinen und die sog. Delfin-Therapie angeboten - für Menschen in den kleinen Gehegen eine große Gefahr für Leib und Leben! Im Delfinarium in Antalya und in Belek werden nachweislich verletzte Tiere eingesetzt. In manchen Delfinarien wie z.B. im "Sealanya" in Alanya herrschen absolut unhygienische Zustände, wie auch der Reiseveranstalter TUI nach WDSF-Hinweisen selbst recherchierte.

Wir konnten weiterhin nachweisen, dass für das "Sealanya"-Delfinarium in Alanya im Jahr 2008 insgesamt zehn Delfine aus der grausamen und blutigen Delfintreibjagd in Taji/Japan importiert wurden (Kaufvertrag: PDF Download). Von diesen zehn Delfinen aus Japan verstarben im Februar 2010 innerhalb weniger Tage vier Delfine, da die Betonbecken ganz offensichtlich nicht regelmäßig gereinigt wurden und die Delfine bei über 40 Grad ohne Sonnenschutz regelrecht verbrennen (Autopsiebericht s. ganz unten und http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/umwelt-sonnenverbrannte-wale_aid_570307.html).

Das Onmega-Delfinarium in Marmaris (Inhaber Axel Linke - Manager Turgay Uykusuz) versuchte, das WDSF mit einer Einstweiligen Verfügung im Jahr 2011 vor dem Landgericht Hagen-Westf. erfolglos mundtot zu machen. Unter Androhung einer Geldstrafe von 250.000 Euro, ersatzweise 6 Monate Ordnungshaft, sollte dem WDSF untersagt werden (hier: auszugsweise), nachfolgendes zu behaupten bzw. zu fordern:

- die Delfine leben in viel zu kleinen Käfigen;

- die Delfine werden in abgeschotteten Gehegen unter katastrophalen Bedingungen gehalten;

- die Delfine verbrennen bei über 40 Grad C in der prallen Sonne, da ein erforderlicher Sonnenschutz fehle;

- Aufruf zum Boykott: "BOYKOTT TOURISM TO MARMARIS/TURKEY" (mit nachfolgender Grafikbeschriftung "Delfinqual im Therapiezentrum Onmega")

Inzwischen wurde nach Berufung vor dem OLG Hamm (s.o.) letztinstanzlich entschieden, dass das WDSF diese Aussagen verwenden darf, wobei ein Boykott-Aufruf mit Tatsachenbehauptungen unterlegt sein muss.

Es gibt etliche Erfahrungsberichte von Eltern über die Delfintherapie im Delfinzentrum Onmega in Marmaris. Hier ein Auszug aus dem Eltern-Blog der Onmega-Internetseite:

"Nach der ersten Woche hatte Annika zwei Tage Heimweh, sie hat zwischen den Therapien immer mal wieder geweint und wir haben dann viel mit der Oma, mit Papa und der Schwester Tanja telefoniert und sind abends auch ganz früh (21 uhr) im Bett gewesen – haben gekuschelt und früh geschlafen. Annika hat noch nie Heimweh gezeigt, darum war ich ganz erstaunt. Das ist auch ein Fortschritt, wenn auch kein schöner!"

Wir wollen dabei nicht verschweigen, dass aus nachvollziehbaren Gründen in dem Blog überwiegend positive Erfahrungswerte dargestellt werden. In wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass es meist das Urlaubserlebnis ist, was behinderte Kinder etwa fröhlicher erscheinen lässt. Lediglich in der Wahrnehmung der Eltern war im Rahmen der sog. "Breitenbach-Studie" ein positiver Effekt feststellbar.

Es muss daher davon ausgegangen werden, dass die Delfin-Therapie medizinisch unsinnig ist, die Delfine für die Therapieform missbraucht werden und die Kosten in keiner Relation zur Wirkung stehen. Alternative Therapieformen wie die Hippotherapie (mit Therapie-Pferden) und eine Therapie mit ausgebildeten Rettungshunden sind weitaus günstiger und werden auch in Deutschland angeboten.

Onmega-Eingang zu den Delfinkäfigen

Meldung auf türkisch:

27. Nisan 2012: Report Turkish: Timurca – Ana Sayfa (Kültür-Sanat-Politika)

WDSF’in Marmaris’teki Onmega Yunus Parkına ve Diğerlerine Karşı Adalet Zaferi

WDSF’in Marmaris’teki Onmega Yunus Parkına ve tüm diğer Yunus Parklarına karşı Hamm Eyalet Yüksek Mahkemesi önündeki Zaferi
Yunus Korumacıların Eyalet Yüksek Mahkemesindeki Zaferi

Hagen (ots) – Almanya Hamm Eyalet Yüksek Mahkemesi, Hagen’da yerleşik “Wal- und Delfinschutz-Forum” (WDSF) yani Balina ve Yunus Koruma Forumu adlı Siivil Toplum Kuruluşunun, yunusların tutsak edilmesini ticari sömürü olarak nitelendirmesini ve eleştirmesini haklı bularak adı geçen STK’nın bu işletmeleri kamu önünde ifşa ve kınamasının yerinde olduğuna karar verdi.



Eyalet Yüksek Mahkemesinin Kararına göre, WDSF’nin kullandığı „yunuslar çok ufak kafeslerde yaşamak zorunda bırakılıyorlar“, „terapi seansları için istismar ediliyorlar“, „tutsaklıkları nedeniyle stres yaşıyorlar“, „durumları felaket arzediyor“ şeklindeki açıklamalar ve eleştiriler yasal olup, fikir özgürlüğünün korunması prensibine dahildir.



Eyalet Yüksek Mahkemesi, WDSF’in Iserlohn ilçesinde yerleşik avukatı Gerd Schönfelder’e fikir belirtmenin amacının, bu yüzden bir ticari işletme madur olacak dahi olsa “bir konudaki fikrin açıklanması, çevreyle paylaşılması, fikir oluşturulması ve inandırıcı olunması“ özgürlüğü demektir şeklindeki mütalaasını iletmiştir.



Yüksek Eyalet Mahkemesinin 13. No lu Sulh Kurulu, WDSF’in açıklamalarının kamuyu ilgirendiren Hayvan Hakları ve Hayvanların Cinslerine Uygun Yaşam Hakları konusuna ilişkin olduğunun altını çizmiştir. Mahkeme kararında (AZ OLG HAMM I-13 U 174/11), Hayvan Hakları STK’sının, yasal fikir özgürlüğü hakkı çerçevesinde olmak ve belirtilen beyanlara uygun olmak şartıyla boykot çağrısında dahi bulunmasının yasal olduğuna karar vermiştir.



WDSF-Başkanı Jürgen Ortmüller (58): “Dünya çapındaki yunus parklarına karşı olan kampanyamızı Hollywood yıldızı ve Oscar ve Bambi ödülleri sahibi Richard’O Barry (WDSF Kuratoryumu) nin desteğiyle ve şiddeti arttırılarak sürdüreceğiz. Kamuoyu, yunusların mezaliminin ne denli korkunç olduğunu görmesi, idrak etmesi gerekiyor” demektedir.



WDSF bu konuda ayrıca bilimsel destei de, “tutsaklığı süren yunusların bir dakika boyunca düz olarak yüzebilmeleri için en az 850 m. lik bir kulvara gereksinim olduğunu” bilimsel olarak tespit eden Bochum Ruhr üniversitesinden Dr.Christian Schulze’den almaktadır. Bilıi adamı ayrıca, tutsak ortamda üretilen yunusların, doğal avlanma yetileri körelmiş olduğundan bunların direkt olarak doğal ortama bırakılabilmelerinin mümkün olmadığını da bildirmektedir (www.wdsf.eu) .
WDSF kalan son iki yunus parkı olan Duisburg ve Nürnberg yunus parklarında üretimin yasaklanmasını ve yunusların tutsaklığının sona erdirilmesini talep etmektedir.



Basın ve Medya ile ilşkiler:

Jürgen Ortmüller
WDSF-Başkan

Dolphin Defenders Win in Higher Regional Court

(Hagen/Westf. - April 2012) The Higher Court (OLG) in Hamm/Germany granted the „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF, Whale and Dolphin Protection Forum) from Hagen the right to keep criticizing dolphin captivity as commercial exploitation as well as publicly denouncing the owners of dolphinaria.

Statements of the WDSF such as “dolphins live in far too small cages”, “are abused for therapies”, “suffer stress in captivity” and “in catastrophic conditions” are permissible according to the judgement of the Higher Court and enjoy the protection of freedom of expression. The OLG confirmed to the WDSF with its Iserlohn lawyer Gerd Schönfelder that the purpose of expression of opinion is “to exert an intellectual effect on the public, to promote opinions and act convincingly” even if it may adversely affect the economic position of a business. The statement of the WDSF is an issue of public interest pertaining to animal protection and welfare, according to the 13th civil division of the OLG. Even a boycott call is permissible as long as it is in the scope of allowable expression of opinion and the animal protection organization limits itself to the conceded statements (AZ OLG Hamm 13 U 174/11).

The head of WDSF, Jürgen Ortmüller (58): “We will continue our worldwide anti-dolphinaria campaign reinforced now with support of Hollywood-Star, Oscar and Bambi award winner Richard O’Barry (WDSF Board of trustees). The public must learn how catastrophic dolphin captivity really is.”

The WDSF also receives words of encouragement through the scientific declaration by Dr Christian Schulze (Ruhr University Bochu/Germany), who has in mind a minimum pool length of 850 meters for the remaining captive dolphins, “so they can swim straight forward for at least a minute.” A reintroduction of progeny into the wild is largely ruled out as those marine mammals lost their own predatory behavior in captivity.

The WDSF demands stopping births for the remaining dolphinaria in Duisburg and Nuremberg as well as a phasing out of dolphin captivity.--

Jürgen Ortmüller
Executive Director, WDSF