Nach intensiver Intervention gegenüber den Reiseveranstaltern durch das WDSF bestätigten TUI, Thomas Cook mit Öger Tours, Neckermann- und Bucher-Reisen, Rewe Touristik mit Jahn und ITS, Schauinsland-Reisen, FTI Touristik, Alltours, Bentour Türkei Reisen (Schweiz) sowie M.T.S. Mastur (Türkei), dass sie  keine Delfinarientouren in der Türkei mehr anbieten werden.

Teilen Sie uns bitte mit, falls Reiseveranstalter oder Agenturen in der Türkei noch Delfinarien-Touren anbieten. Schauen Sie in die Hotelmappen vor Ort. Alle Mitteilungen werden absolut vertraulich behandelt.

Nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Leider haben die nachfolgenden Reiseveranstalter bisher lediglich die Delfinarien in der Türkei, Tunesien und das Delfinarium in Dubai (Dolphin Bay) nach Interventionen des WDSF aus dem Programm genommen. Es werden weiterhin weltweit Delfinarien und Orca-Shows mit den gefangen gehaltenen Meeressäugern bei katastrophalen Haltungsbedingungen angeboten:

Thomas Cook mit Neckermann, Öger-Tours und Bucher-Reisen, DER Touristik (bisher Rewe Group) mit ITS, Dertour, Jahn Reisen, Tjaereborg und Meier’s Weltreisen

Wir bedanken uns bei allen genannten Reiseveranstaltern für Ihre Kooperation zum Thema Delfinschutz in der Türkei, Tunesien und in Dubai. Wir hoffen, dass die betreffenden Reiseveranstalter dem Beispiel von FTI Touristik (außer Angebot im Loro Parque), TUI (Deutschland, Österreich und Schweiz), Schauinsland Reisen und alltours folgen und zukünftig weltweit (!) keine Delfin- und Orca-Shows mehr anbieten. Leider ist dies z.Zt. noch nicht der Fall.

In jedem Katalog-Preisteil veröffentlichte TUI Deutschland mit Österreich und der Schweiz ab 2015 folgenden Hinweis:

Der Stopp für Delfin- und Orca-Shows gilt für das weltweite Angebot in allen Katalogen, im Internet und vor Ort für die Reiseleiter

Aktuell:

Thomas Cook betreibt weiterhin "greenwashing"

(WDSF - 04.04.2017) In einer Meldungen der englischsprachigen "Mail Online" vom 02.04.2017 und in einer Pressemitteilung von Thomas Cook Deutschland vom 04.04.2017 heißt es, dass "mit sofortiger Wirkung 16 Ausflugsangebote aus dem Programm genommen wurden, die nicht den Anforderungen an eine artgerechte Tierhaltung entsprechen." Dabei wird berichtet, dass auch das Delfinarium "Sealanya" in der Türkei in Alanya aus dem Programm genommen wurde. Thomas Cook würde sich bei seiner Entscheidung auf die Global Welfare-Richtlinien des britischen Reiseverbands Association of British Travel Agents (ABTA) berufen. Dabei wird allerdings verschwiegen, dass es in der Türkei insgesamt mdst. sieben weitere Delfinarien mit katastrophalen Haltungsbedingungen gibt, von denen sich die Thomas Cook GmbH mit seinen Marken Neckermann Reisen, Thomas Cook, Öger Tours, Bucher Last Minute und Air Marin nicht distanziert hat, wie auch eine Anfrage des WDSF vom 04.04.2017 bei Thomas Cook Deutschland ergeben hat. Das WDSF bezeichnet die mehr als halbherzige Entscheidung von Thomas Cook als reines "greenwashing".

02.04.2017 - Skin-damaged dolphins and elephants forced to play tug of war: Thomas Cook blacklists 'wildlife tourism' holidays after attractions fail basic welfare standards (mail online)

04.04.2017 - Tierschutzpolitik konsequent umgesetzt (Thomas Cook Pressemitteilung)

Orca-Show im Loro-Park-Teneriffa (WDSF-Foto)

 Boykott türkischer Delfinarien - Reiseanbieter streichen Touren (n-tv - 2011)

WDSF-Foto

05.07.2013 - Umstrittenes Delfinarium - Tui nimmt "Sealanya" erneut aus dem Program (N24)
04.07.2013 - TUI'nin Alanya'da programına yunus şovu dahil etmesi tepki topladı (türk.: Alanya)
03.07.2013 - Delfinschutz: TUI beugt sich Protesten (greentravel)
03.07.2013 - TUI beugt sich Facebook-Protesten von Tierfreunden (ots/dpa)
03.07.2013 - TUI-Statement auf Facebook mit Kommentar Jürgen Ortmüller für das WDSF (s.a. nachfolgend)

02.07.2013 - TUI beteiligte sich erneut an Tierquälerei im Todes-Delfinarium "Sealanya"
in Alanya/Türkei und förderte Taiji-Delfintreibjagd (my news desk)

TUI auf Facebook am Dienstagabend (02.07.2013, 18:18 Uhr) nach dem Proteststurm auf Facebook mit hunderten kritischer Beiträge:

 
Liebe Tierfreunde,

wir haben in den letzten Stunden gemeinsam mit der Geschäftsführung der TUI Deutschland und unserem Nachhaltigkeitsbeauftragten Prof. Dr. Harald Zeiss intensiv über Eure Kritik und Anmerkung zur Wiederaufnahme der Ticketverkäufe in das Sealanya Delfinarium in der Türkei diskutiert. Daher antworten wir auch erst jetzt auf Eure zahlreichen Posts.

Wir haben uns entschieden, ab sofort den Verkauf der Ausflüge in das Sealanya Delfinarium in der Türkei zu stoppen.

Im vergangenen Jahr haben wir bereits mit der ABTA (dem Britischen Reiseverband) ein Audit unter dem Aspekt globaler sozialer Leitlinien für den Tierschutz („Animal Welfare Guidance“) ohne Beanstandung durchgeführt.

Wir nehmen Eure Kritik sehr ernst und werden uns das Delfinarium nochmal sehr genau mit Experten anschauen und gehen damit Eurer Kritik nach. Wenn wir diese nicht ausräumen können, werden wir diesen Ausflug auch in Zukunft nicht mehr anbieten.

Parallel setzen wir uns mit dem WDSF in Verbindung und informieren, dass wir den Verkauf gestoppt haben.

Eure TUI Deutschland

02.07.2013: „TUI fördert Tierquälerei in der Türkei und blutige Delfintreibjagd in Japan“ (ddp)

Delfine aus der blutigen Treibjagd in Taiji/Japan auch für das "Sealanya"


TUI-Verkaufsbeleg (s. TUI-Logo unten rechts) über die Agentur TanTur für die Delfin-Show im Sealanya
 

E-Mail von TUI an das WDSF vom 25.06.2013

Von: Opolka, Mareike [mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!]
Gesendet: Dienstag, 25. Juni 2013 18:08
An: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Betreff: Ihr Anruf

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

wir melden uns auf Ihren heutigen Anruf. Ihre Information, dass eine TUI Reiseleitung in der Türkei Ausflüge in das Sealanya Delfinarium verkauft hat, können wir bestätigen. Das Sealanya Delfinarium in der Türkei erfüllt die festgelegten Kriterien unserer konzernweiten „Global Standards“ für Tierschutz, die zusammen mit einer unabhängigen Organisation erarbeitet wurden. Eine entsprechende überprüfung fand im Sommer letzten Jahres statt. Das Troy Delfinarium in Belek wurde ebenfalls einer Prüfung unterzogen und nach diesen Standards für nicht vertretbar befunden, so dass wir dieses weiterhin nicht anbieten.

Wir wissen von unseren Reiseleitungen vor Ort, dass die Nachfrage deutscher Urlauber nach einem Besuch in einem Delfinarium groß ist, dass das Angebot vor Ort rege genutzt wird und zwar unabhängig von der Qualität der Einrichtungen. Mit dem Verkauf des Sealanya Delfinariums stellen wir sicher, dass die Urlauber ein kontrolliertes und zertifiziertes Delfinarium besuchen und nicht auf eigene Faust mangelhafte Einrichtungen aufsuchen.

Freundliche Grüße,

Mareike Opolka
Unternehmenskommunikation
Social Media Management
TUI Deutschland GmbH 

E-Mail von TUI an das WDSF vom 19.04.2012

Von: Opolka, Mareike
Gesendet: Donnerstag, 19. April 2012 17:06
An: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Betreff: AW: Türkei-Delfinarien

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

In Absprache mit Herrn Köpers übersenden wir Ihnen hiermit die erneute Bestätigung, dass die TUI Deutschland keine Ausflüge in das Troy Aquarium oder andere Delfinarien in der Türkei anbietet. Die Busse unserer Zielgebietsagentur TanTur mit TUI Logo werden von diversen Veranstaltern gechartert. Es ist durchaus möglich, dass diese Ausflüge in Delfinarien anbieten. Darauf haben wir keinen Einfluss. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nur über das Ausflugsangebot der TUI Deutschland bestimmen können, nicht aber über das anderer Reiseveranstalter.

Mit freundlichen Grüßen,

Mareike Opolka
Unternehmenskommunikation
TUI Deutschland GmbH


Hier veröffentlichen wir den geheimen Vertrag über zehn Delfinexporte in das Vergnügungspark-Delfinarium "Sealanya" (Türkische Riviera/Alanya) aus der grausamen Defintreibjagd in Taiji/Japan (Handlung des Oscar-prämierten Kinofilms "Die Bucht") für einen Sonderpreis von 280.000 Dollar. Vier dieser Delfine starben im Frühjahr 2010 innerhalb weniger Tage.

WDSF-Foto
Tierquälerei: Die Delfin-Dompteure reiten auf den Delfinen im Sealanya und stellen sich
auf die empfindlichen Schnauzen der Meeressäuger

09.04.2013 - Türkei nicht mehr Liebling der Deutschen (t-online)

WDSF-Foto - Delfinarium in Kemer

VOX: "Hilfe, mein Urlaub geht baden! - Folge 1: Türkei" (FREE TV auf VOX NOW) 10.02.2013

O-Ton VOX: "Wenn Ihnen vor Ort dennoch Tickets für Delfinarien angeboten werden, verzichten Sie lieber auf den Kauf, denn mit Ihrem Besuch unterstützen Sie sonst diese Tierquälerei."

Anm. WDSF: Deutsche Reiseveranstalter hatten in Kooperation mit dem WDSF entschieden, keine Delfinarientouren in der Türkei mehr anzubieten. Das Wal- und Delfinschutz-Forum hatte zuvor dokumentiert, dass die Meeressäuger unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. Nach intensiver Intervention gegenüber den Reiseveranstaltern durch das WDSF bestätigten TUI, Thomas Cook mit Öger Tours, Neckermann- und Bucher-Reisen, Rewe Touristik mit Jahn und ITS, Schauinsland-Reisen, FTI Touristik, Alltours, Bentour Türkei Reisen (Schweiz) sowie M.T.S. Mastur (Türkei), dass sie  keine Delfinarientouren in der Türkei mehr anbieten werden.

Nach Recherchen des WDSF handelt es sich in dem VOX-TV-Beitrag um den Reiseveranstalter Thomas Cook der sich nicht an seinen eigenen Boykott hält, wobei auch TUI (Russia) Delfinarienangebote weiterhin im Programm hat. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) ruft zum Boykott der türkischen Städte mit Delfinarien und der Reiseveranstalter mit Delfinarienangeboten aus Tierschutzgründen auf.

Stellungnahme von Thomas Cook dazu:

Ohne unser Wissen und ohne unsere Einwilligung wurden Delfinarien-Ausflüge verkauft. Unser Partner vor Ort hat uns versichert, dass er das in Zukunft nicht mehr tun wird. Wir nehmen euer aktuelles Feedback sehr ernst und werden den Sachverhalt erneut überprüfen da wir solche Veranstaltungen nicht unterstützen.

Viele Grüße

Euer Social Media Team


Foto Privat - TUI (Russia) Busse vor dem Troy Delfinarium in Belek

 TUI-Bus vor dem katastrophalen Delfinarium in Belek am 17. Juni 2012

  (Film: Katastrophale Verhältnisse im Delfinarium in Kemer/Türkei - Reiten auf Delfinen auf der Trockenplattform)

(WAZ/Essen - 12.04.2011) Deutsche Reiseveranstalter haben entschieden, keine Delfinarientouren in der Türkei mehr anzubieten. Das Wal- und Delfinschutz-Forum hatte zuvor dokumentiert, dass die Meeressäuger unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden. Nach intensiver Intervention gegenüber den Reiseveranstaltern durch das Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) bestätigten TUI, Thomas Cook mit öger Tours, Neckermann- und Bucher-Reisen, Rewe Touristik mit Jahn und ITS, Schauinsland-Reisen, FTI Touristik, Alltours, Bentour Türkei Reisen (Schweiz) sowie M.T.S. Mastur (Türkei) dem WDSF, dass sie  keine Delfinarientouren in der Türkei mehr anbieten werden. 

Nachfolgend eine Chronologie seit 2009 wie es in zähen Verhandkungen gelungen ist, dass in der Türkei keine Delfintouren von deutschen Reiseveranstaltern  mehr angeboten werden. Die WDSF-Kampagne fand weltweites Interesse (der Schweizer Reiseveranstalter Bentour Türkei Reisen AG hat sich am 19.09.2012 angeschlossen). Wir bedanken uns bei allen genannten Reiseveranstaltern für Ihre letztendliche Kooperation zum Thema Natur- und Tierschutz.

Stellungnahme von öger Tours zur Entscheidung, keine Delfinarien mehr in der Türkei anzubieten