(Sämtliche Daten wurden mit dem Taxon-Report des TG Nürnberg abgeglichen)

33 frühzeitig verstorbene Delfine im Nürnberger Tiergarten -
Von 19 Nachzuchten in Nürnberg haben lediglich zwei Delfine überlebt (Noah und Naomi)

Große Tümmler haben in freier Wildbahn eine Lebenserwartung von rund 40-50 Jahren
Quelle: NOAA's National Marine Fisheries Service (NOAA Fisheries Service, or NMFS)
 

Hinweis: Fast sämtliche Nachzuchten des Nürnberger Tiergarten sind kurze Zeit nach der Geburt gestorben oder waren Totgeburten - insgesamt 17 (s. nachfolgende Auflistung). Zehn Delfinbabys überlebten seit 2004 nicht incl. der drei verstorbenen Nachzuchten von Nürnberger Delfinweibchen, die aufgrund der Umbauarbeiten der "Delfinlagune" zu Zuchtzwecken in das holländische Delfinarium in Harderwijk  transferiert wurden (s.u.)! Aus tierschutzrechtlichen Gründen könnte man von Tierquälerei sprechen, die sich von der grausamen Delfintreibjagd in Japan kaum unterscheidet. Obwohl die Zucht definitiv nicht nachhaltig ist, werden für den Nürnberger Tiergarten weiterhin Delfine für den vorprogrammierten Tod gezüchtet - dies ist der Erfahrungswert der nachfolgenden Statistik.

In einer Stellungnahme des Tiergarten heißt es bezüglich der historischen Inventur für Große Tümmler (1971 - 2007), dass nur 20 Prozent der Tiere überlebt haben.

 

1.) Max, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 01.05.73 (Pneunomie)

2.) Plüsch, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 12.06.73 (Chron. Pneunomie, Sepsis)

3.) Plum, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 31.12.78 (Chron. Magengeschwür, Abzessbildung)

4.) Moritz, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 18.01.78
                           (Chron. Bronchopneumonie, eitr. Brustfellentz., Leberdegeneration, Nierenentz.)
5.) Calypso, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 08.09.78
                           (Amerik. Münzen im Bauch, Chron. Bronchopneumonie, Herzmuskeldegen, Lebernekrose)

6.) Rosita (Sotalia), Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 23.11.78 (Tuberkolose)

7.) Mel, Wildfang aus Texas, geb. ca. 1972, gest. 12.11.79 (Chron. Pleuroneumonie)

8.) Namenlos, Nachzucht, geb. 16.08.80, gest. 28.09.80 (Brochopneumonie, Pseudomonasinfektion)

9.) Namenlos, Totgeburt, Nachzucht, geb. u. gest. am 24.09.81
                           (Ursache der Totgeburt nicht ermittelbar, Mutter Lola)
10.) Lola, Wildfang aus Texas, geb. ca. 1970, gest. 30.11.81
                           (zögerlichl. Nahrungsaufnahme nach Abortus, Leberdegeneration nach Totgeburt)

11.) Namenlos, Totgeburt, Nachzucht, , geb. u. gest. am 25.04.83
                          (Ursache der Totgeburt nicht ermittelbar)
12.) Namenlos, Nachzucht, verendet nach acht Tagen, geb. 26.07.83, gest. 02.08.83
                           (Herzmuskeldegeneration, Nebenniereninsuffizienz)

13.) Namenlos, Totgeburt, Nachzucht, , geb. u. gest. am 21.12.83 (Embryo nicht auffindbar)
14.) Namenlos, Nachzucht, nach 16 Tagen verendet, geb. 13.05.85, gest. 29.05.85
                           (Skelettmuskeldegenration)

15.) Marina, Wildfang aus Florida, geb. ca. 1964, gest. 14.04.86
                           (Bronchopneunomie, Sepsis mit Streptococcus menschl. Ursprungs)

16.) Andrea, Wildfang aus Mexiko, geb. 1976, gest. 16.04.86
                           (Bronchopneumonie, Sepsis m. Streptococcus menschl. Ursprungs)

17.) Namenlos, Totgeburt, Nachzucht geb. u. gest. am 20.01.87 (Todesursache unbekannt)

18.) Ines (Sotalia), Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 01.02.87
                           (Leberdegeneration durch Schwangerschaft u. Fehlgeburt)

19.) Namenlos, Nachzucht, geb. 23.09.92, gest. 24.09.92 (Morganellainfektion)

20.) Evita (Sotalia), Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 20.10.93 (Papavovirus)

21.) Juan (Sotalia), Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 24.02.96 (Hirnödem)

22.) Emy, Wildfang Kuba, geb. ca. 1980, vorm. Connyland/Schweiz, seit 1991 in Nürnberg -
                             gest. 10.01.98  (Herzversagen, sprang Jungtier hinterher)

23.) Namenlos, Nachzucht, geb. 12.12.97, gest. 10.01.98
                            (Tod durch Sprung über die Sicherheitsabsperrung)

24.) Neike, Nachzucht (Emy/Moby), geb. 21.11.93, gest. 08.10.99 (Herzkreislaufversagen, Lähmungen)

25.) Namenlos, Nachzucht, geb. 28.07.04, gest. 27.08.04 (Gescheiterte Handaufzucht)

26) Namenlos, Nachzucht, geb. 18.03.05, gest. 25.03.05 (Aspirationspneumonie)

27.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 18.05.06
                            (Totgeburt, Lungenproblem, verstarb 1-2 Minuten nach der Geburt)

28.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 19.06.06
                            (Delfin-Baby der verstorbenen Daisy s.nachfolgend)

29.) Daisy, Wildfang, geb. ca. 1971, gest. am 19.06.06
                            (am 11.05.2005 aus Soltau transferiert-Tod durch Euthanasie nach Totgeburt)

30.) Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 23.07.06
                            (Tödl. Verletzung durch Kampf von Mutter u. Amme)
31.) Namenlos, Nachzucht, geb. 07.06.07, gest. am 10.06.07 (Milchaufnahme verweigert)

32.) Namenlos, Nachzucht, geb. und gest. am 25.06.07 (Skelett-/Herzmuskeldegenration)

33.) Eva, Wildfang, geb. ca. 1969 Mexiko, seit 08.01.82 in Nürnberg, gest. am 22.07.09
                            (Mutter v. Nemo, Nando, Noah, Naomi) - Meningitis    

Verstorbene Delfine aus Nürnberg nach Abgabe an das Delfinarium im Allwetterzoo Münster

Coco, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 10.04.02 nach Abgabe am 07.04.91 nach Münster (Todesursache unbekannt)

Sabu, Wildfang aus Kolumbien, geb. ca. 1972, gest. 05.05.92 nach Abgabe am 07.04.91 nach Münster (Enteritis, Gastritis)

Verstorbene Delfinbabys von Nürnberger Delfinen in Harderwijk /Holland (Die Nürnberger Delfinmutter Anke befindet sich nach ihrem sechsten Transfer seit 19.03.2012 inzwischen wieder in Nürnberg - s. vorhandene Delfine)

Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 18.03.10 (verst. Jungtier des Nürnberger Delfins "Anke" in Harderwijk)

Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. am 27.09.10 (verst.Jungtier des Nürnberger Delfins "Naomi" in Harderwijk)

Namenlos, Nachzucht, geb. u. gest. 15.10.2011 (weiteres verst. Jungtier des Nürnberger Delfins "Anke" in Harderwijk)

Todesliste auf Ceta Base

 

Sieben derzeit vorhandene Delfine (Tursiops truncatus)

1) Moby (M), Wildfang (Nierenkrank - wird  künstlich mit Süßwasser ernährt). Das angebliche Geburtsdatum (ca. 1960 in Florida/USA) wurde erst 1971 im Nürnberger Tiergarten geschätzt und ist nicht verbrieft. Die ordnungsgemäße EG-Bescheinigung (DE-N-2/2009) wurde erst nach einer Strafanzeige durch das WDSF am 10.02.2009 erstellt.* Merkmal: weißer Fleck auf dem Kopf
Am 09.07.1971 an den Zoo Duisburg
Seit 07.08.1971 in Nürnberg
Vater von Nemo, Nando, Noah, Naomi

2) Anke (F), Wildfang - Geboren und gefangen ca. 1983, Florida (USA). Die ordnungsgemäße EG-Bescheinigung (DE-N-168/2008) wurde erst nach einer Strafanzeige durch das WDSF am 25.09.2008 erstellt.* Merkmal: junges kleineres Tier mit eher rundlichem Kopf

Ab 18.01.1985 in Gulfport (USA), dann Transfer nach Harderwijk/Holland
16.07.1987 von Harderwijk/Holland nach Münster
28.12.1990 von Münster nach Nürnberg
27.09.2008 von Nürnberg nach Harderwijk/Holland
19.03.2012 von Harderwijk/Holland nach Nürnberg (dies war der fünfte Transport des Delfinweibchens Anke nach zwei Totgeburten in Harderwijk. Bei dem neuerlichen Transport nach Nürnberg wurde Anke schwer verletzt -  s.a. tiermedizinischer Bericht am 18.03.2012)

3) Jenny (F), Wildfang (Nierenkrkank - wird künstlich mit Süßwasser ernährt). Die ordnungsgemäße EG-Bescheinigung (DE-N-89/2008) wurde erst nach einer Strafanzeige durch das WDSF am 24.04.2008 erstellt.* Merkmal: Kerbe in der rechten Oberlippe

Geboren ca. 1987, Kuba

Im Februar 1990 in die Schweiz, Connyland

Seit 11.03.1991 in Nürnberg

4) Sunny ** (F), Nachzucht - Die ordnungsgemäße EG-Bescheinigung (DE-N-54/2009) wurde erst nach einer Strafanzeige durch das WDSF am 16.03.2009 erstellt.* Merkmale: sehr helles Grau, deutliche Farbzeichnungen

Geboren am 16.05.1999 in Soltau

Seit 11.09.2005 in Nürnberg

Eltern Daisy/Fritz (Nürnberg u. Soltau - verstorben)

5) Dolly (F - Nachzucht)

Geboren 2007 im Zoo Duisburg
(Mutter Delphi - Vater IVO) - Merkmal: junges kleineres Tier mit eher rundlichem Kopf

Seit 05.05.2014 für Zuchtzwecke in den Tiergarten Nürnberg transferiert

6) Donna (F -  Nachzucht)

Geboren 2007 im Zoo Duisburg
(Mutter Pepina - Vater IVO) - Merkmal: junges kleineres Tier mit schmalem, länglichen Kopf

Seit 05.05.2014 für Zuchtzwecke in den Tiergarten Nürnberg transferiert

7) Nami (F - Nachzucht)

Geboren am 31.10.2014 im Tiergarten Nürnberg (zwischen 2004 und 2007 waren in Nürnberg sieben Kälber in Folge gestorben - insgesamt 17 frühzeitig verstorbene Nachzuchten). Merkmal: das derzeit kleinste Tier

(Mutter Sunny - Vater Noah)

Sunny hat am 31.10.2014 das Delfinbaby Nami bekommen (Vater Noah). Sunny selbst wurde 1999 in Soltau geboren - Die Eltern von ihr sind die verstorbenen Delfine Fritz und Daisy!

* Die Regierung von Mittelfranken (Obere Fachaufsichtsbehörde für den Tiergarten) teilte dem WDSF am 22.02.2010 aufgrund einer WDSF-Strafanzeige mit: "Für die anderen Delfine (Anm.: für die richtlinienwidrig keine Vermarkungsbescheinigung vorlag) wurden die EG-Bescheinigungen tatsächlich erst nach Ihrer Strafanzeige beantragt...)."



Transferierte Delfine Noah und Kai aus Nürnberg im Jahr 2016 mit falschen Angaben des Empfängers

- Noah (M), Nachzucht - geboren am 16.11.1993 in Nürnberg (Eltern Eva/Moby. Die ordnungsgemäßte EG-Bescheinigung (DE-N-90/2008) wurde erst nach einer Strafanzeige durch das WDSF am 24.04.2008 erstellt.* Noah wurde am 26.11.2016 in den Vergnügungspark Rancho Texas Park auf Lanzarote transferiert. Noah und Kai sollen dort mit den ebenfalls transferierten Duisburger Delfinen Diego und Darwin eine reine Junggesellengruppe bilden. S.a. Pressemitteilung und Foto des TG Nürnberg.

- Kai (M), Nachzucht - geboren am 21.08.2010 in Harderwijk - seit 13.06.2013 in Nürnberg - Mutter Nynke (diese wurde am 27.09.2008 von Nürnberg nach Harderwijk zu Zuchtzwecken transferiert). Kai wurde am 26.11.2016 in den Vergnügungspark Rancho Texas Park auf Lanzarote transferiert. Noah und Kai sollen dort mit den ebenfalls transferierten Duisburger Delfinen Diego und Darwin eine reine Junggesellengruppe bilden. S.a. Pressemitteilung und Foto des TG Nürnberg.

Gemäß falscher Angaben des Rancho Texas Park in Lanzarote sollen die transferierten Delfine Noah und Kai aus dem Tiergarten Nürnberg und Diego und Darwin aus dem Zoo Duisburg "zur dritten Generation von Delfinen, die in Delfinarien in Deutschland und den Niederlanden geboren wurden" gehören.

Erläuterung dazu:

Noah (geb. 16.11.10993 im Tierg. Nürnberg - Eltern sind die verstorbene Eva und Moby - beides Wildfänge) und Diego (geb. 20.08.2011 in Duisb. Mutter Pepina und Vater Ivo - ebenfalls beide Wildfänge) sind demnach beide F1-Generationen. Darwin (geb. 05.09.2011 in Duisb. Mutter Daisy - Vater Ivo) ist eine F2-Generation. Bei Kai aus dem Tiergarten (geb. am 21.08.2010 in Harderwijk ) handelt es sich max. ebenfalls um eine F2-Generation. Bei Kai ist uns bisher der Vater nicht bekannt (Mutter Nynke - Wildfang), weil in Harderwijk (Holland) mehrere Delfinbullen für die Zucht in Frage kommen könnten. Die Bezeichnung "dritte Generation" ist demnach falsch!

23.04.2017 - Delfinarium "Rancho Texas Park" auf Lanzarote - Trostlose Betonlöcher für unbeliebte Männchen (ProWal)

 Arnie 2016 nach Guia transferiert

- Arnie (M - Nachzucht)  - geboren 18.06.2000 in Soltau (Eltern Melbourne/Fritz) - seit 09.11.2008 in Nürnberg. (s.a.: "Arnie" wurde 2000 in Soltau geboren - Die Eltern sind die Delfine Fritz & Melbourne). Arnie wurde am 14.11.2016 in das Zoomarine - Mundo Aquatico in Guia an der Algarveküste transferiert. Die ordnungsgemäße EG-Bescheinigung (DE-N-53/2009) wurde erst nach einer Strafanzeige durch das WDSF am 16.03.2009 erstellt.*

Arnie und die verbliebene Sunny sind Halbgeschwister (gleicher Vater Fritz - aus Soltau, inzwischen verstorben). Aufgrund der Inzuchtgefahr (mit der Halbschwester Sunny) wurde Arnie mit Joker fünf Jahre lang, entgegen den Vorschriften des (alten) Säugetiergutachtens, getrennt von der Hauptgruppe in einem separaten Becken gehalten.

Vormalige WDSF-Stellungnahme vor dem Transfer von Arnie: "U.E. sind gefährliche Rangkämpfe mit dem Alt-Bullen Moby vorprogrammiert, zumal Arnie im geschlechtsfähigen Alter ist (s. Hinweis zu Rocco, der aus gleichen Gründen nach seinem Import aus Harderwijk nach Malaga/Spanien transportiert werden musste). Von der Hauptgruppe isolierte Haltung von 2008 bis 2013 zusammen mit Joker (beide waren importiert aus dem im Jahr 2008 geschlossenen Delfinarium im Heide Park Soltau). Arnie wurde nach dem Transfer von Joker nach Harderwijk/Holland ab Juni 2013 nach fünf Jahren Isolation in die bestehende Gruppe integriert." Arnie wurde mehrjährig im Tiergarten Nürnberg richtlinienwidrig mit Psychopharmaka behandelt.

WDSF 20.11.2016: Der Transfer von Arnie wird vom Tiergarten Nürnberg wie folgt argumentiert: "Werden Delfine geschlechtsreif, kann dies im Laufe der Jahre die Sozialstruktur einer Gruppe verändern und einen Austausch einzelner Tiere zwischen den Gruppen erforderlich machen." (Pressemitteilung des TG vom 15.11.2016 und Bayerischer Rundfunk). Arnie ist allerdings schon seit Jahren geschlechtsreif. Der Tiergarten musste aufgrund umfangreicher Sanierungsarbeiten der "Delfinlagune" die Anzahl seiner Delfine reduzieren (s.a. ProWal zu Arnie und Joker).

 

Nach Harderwijk (Holland) transferierte Delfine in den Jahren 2008 und 2013:

Joker (M - Nachzucht), geb. 08.06.1991 in Soltau - Eltern: Daisy (2006 in Nürnberg verstorben) und Fritz (2008 in Soltau eingeschläfert). Die ordnungsgemeäße EG-Bescheinigung (DE-N-55/2009) wurde erst nach einer Strafanzeige durch das WDSF am 16.03.2009 erstellt.*

Seit 09.11.2008 in Nürnberg - seit 13.06.2013 in Harderwijk

Joker: Von der Hauptgruppe isolierte Haltung seit 2008 (importiert aus dem geschlossenen Delfinarium im Heide Park Soltau). Am 13.06.2013 aufgrund von Unverträglichkeit mit dem Delfinbullen Moby in das Delfinarium Harderwijk/Holland transferiert. Joker wurde mehrjährig im Tiergarten Nürnberg richtlinienwidrig mit Psychopharmaka behandelt.

Nynke (F), Wildfang.
Die EG-Bescheinigung (DE-N-169/2008) wurde am 25.09.2008 erstellt.

Geboren ca. 1983, Florida (USA)

Am 18.01. 1985 nach Gulfport (USA)

Am 16.07.1987 von Harderwijk/Holland nach Münster

Seit 28.12.1990 in Nürnberg - seit 27.09.2008 aufgrund des Umbaus der "Delfin Lagune" und zu Zuchtzwecken in das Delfinarium Harderwijk nach Holland transferiert!


Naomi (F), Nachzucht. Die EG-Bescheinigung (DE-N-89/2008) wurde am 24.04.2008 erstellt.

Geboren am 28.01.1998 in Nürnberg

Eltern Eva/Moby

Am 27.09.2008 aufgrund des Umbaus der "Delfin Lagune" und zu Zuchtzwecken in das Delfinarium Harderwijk nach Holland transferiert! Am 14.11.2016 wurde Naomi von Harderwijk aus zusammen mit Arnie aus Nürnberg in das Zoomarine - Mundo Aquatico in Guia an der Algarveküste transferiert

 

Rocco 2014 nach Spanien transferiert:

Rocco(M), Nachzucht

Geboren am 01.05.2005 in Harderwijk

Vom 13.06.2013 bis 13.10.2014 in Nürnberg

Eltern aus Zoos in England und den USA

Das WDSF schrieb nach dem Import 2013 aus Harderwijk aus dieser Seite: "U.E. sind gefährliche Rangkämpfe mit dem Alt-Bullen Moby vorprogrammiert, zumal Rocco im geschlechtsfähigen Alter ist. Ergänzung 15.10.2014: Unsere Prognose ist eingetreten! Rocco wurde am 13.10.2014 in das spanische Delfinarium in Malaga transferiert, weil er Agressionen gegenüber Artgenossen zeigte (s.a. nordbayern.de).

Angaben zur sog. "Delfinlagune" lt. Tiergarten Nürnberg:

Es wird immer wieder die berechtigte Frage gestellt, was mit den Delfinen passiert, wenn die Delfinarien geschlossen werden. In Deutschland liegt die Verwendung der Tiere in erster Linie in der Verantwortung der beiden verbliebenen Zoo-Delfinarien in Duisburg und Nürnberg. Diese müssten ein entsprechendes Zookonzept in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), einer privaten Vereinigung von Zoos, und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorlegen.

In der EG-Verordnung 338/97 sind die Kriterien des Handels mit Wildtieren zu deren Schutz festgelegt.

In der sog. EU-Zoorichtlinie (http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:1999:094:0024:0026:DE:PDF) heißt es bezogen auf die Zoos:

"Sie (Anm. die Zoos) beteiligen sich an Forschungsaktivitäten, die zur Erhaltung der Arten beitragen, und/oder an der Ausbildung in erhaltungsspezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten und/oder am Austausch von Informationen über die Artenerhaltung und/oder gegebenenfalls an der Aufzucht in Gefangenschaft, der Bestandserneuerung oder der Wiedereinbürgerung von Arten in ihren natürlichen Lebensraum" (aus RICHTLINIE 1999/22/EG DES RATES vom 29. März 1999 über die Haltung von Wildtieren in Zoos).

Dementsprechend sind alleine die Zoos für eine "Wiedereinbürgerung in den natürlichen Lebensraum" verantwortlich. Das WDSF hat mehrfach vorgeschlagen, die Meeressäuger aus den Betonbecken in teiloffene Meereslagunen in entsprechend klimatischen Regionen unter fachgeführter Obhut zu transferieren, um sie auf eine evtl. Auswilderung vorzubereiten oder um ihnen dort das Gnadenbrot zu geben. Nicht jeder Delfin lässt sich aufgrund seiner langjährigen Gefangenschaft wieder auswildern; für Nachzuchten scheidet eine vollständige Auswilderung weitgehend aus, weil das natürliche Jagdverhalten in Gefangenschaft nicht erlernt wurde. Eine bedingungslose Auswilderung könnte der sichere Tod der Meeressäuger sein. Trotz dieses Wissens werden in den Zoo-Delfinarien Nürnberg und Duisburg weiterhin die Versuche verantwortungsloser Nachzuchten praktiziert, die überwiegend mit Todesfällen endeten, obwohl der Große Tümmler global nicht vom Aussterben bedroht ist. Die Todesrate von Nachzuchten liegt in den beiden deutschen Zoos bei mehr als 75 Prozent. Die "Zeit-online" im Jahr 2015: "Von den 22 Delfinen, die seit 1971 in Nürnberg auf die Welt kamen, sind mittlerweile 17 tot." Von 29 Nachzuchten im Zoo Duisburg (Stand Oktober 2016) haben bisher lediglich acht Tiere überlebt (s.a. WAZ v. 15.05.2013).

Durch die monotone Haltung in den kleinen Gehegen mit Swimmingpool-Größe haben die Delfine die eigene Nahrungsjagd verlernt. Das Sonar wird von den Tieren nur noch selten eingesetzt, weil die Reflektion von den engen Betonwänden Irritationen bei den Delfinen auslösen kann. Die Fütterung mit totem Fisch erfolgt durch die Tierpfleger gezielt in das Maul der Delfine. Den Delfinen in Gefangenschaft wird artfremdes Verhalten zur Belustigung der Zuschauer antrainiert. In freier Wildbahn befinden sich die Meeressäuger zu rund 80 Prozent in ihrem Lebensraum unter Wasser - in Delfinarien ist es genau umgekehrt. Die Rückenflosse (Finne) ist bei Delfinen und Orcas in Gefangenschaft durch das stereotype Schwimmen im Kreis meist gekrümmt. Die Finne besteht überwiegend aus Knorpel und erschlafft durch die Gefangenschaft. Auch in Erwartung der Fütterung halten sich Meeressäuger in Delfinarien zu etwa 80 Prozent an der Wasseroberfläche auf.

Nachdem die beiden deutschen Zoos mit ihren Delfinarien jahrzehntelang zig Millionen investiert haben und Besucher angelockt haben, ist ihnen durchaus zuzumuten, die finanziellen Mittel für die Transfers zur Verfügung zu stellen und für eine lebenslängliche Betreuung der Meeressäuger in weitgehender Freiheit zu sorgen. Allerdings fehlt bis heute eine gesetzliche Grundlage hinsichtlich der Abwicklung und Kostenübernahme bei einer Rehabilitierung und evtl. Auswilderung von Delfinen.

Seit Jahren setzt sich das WDSF dafür ein, dass die Bundesregierung ein ausnahmsloses Importverbot für Delfine und Wale (Cetacea) beschließt, zumal die Bundesratsermächtigung für solch einen Bundestagsbeschluss bereits in § 13 (3) Tierschutzgesetz seit mehr als 10 Jahren verankert ist. Das bedeutet, dass der Bundesrat einem entsprechenden Beschluss des Bundestags nicht mehr zustimmen müsste. Bis heute hat keine der Regierungskoalitionen dies realisiert. Im März 2013 wurde von den Grünen in Kooperation mit dem WDSF ein Bundestagsantrag eingebracht, die Delfinhaltung und den Delfinimport nach Deutschland aufzugeben. Der Antrag wurde mit den Stimmen der CDU/CSU und FDP abgelehnt wobei sich die SPD bei der Abstimmung enthielt. In der Schweiz wurde nach intensiven WDSF/ProWal-Protesten und Mängelaufdeckungen nach mehreren Delfin-Todesfällen und intensiver medikamentöser Behandlung im Connyland-Delfinarium (Kanton Thurgau) innerhalb von einem knappen Jahr im Frühjahr 2012 ein bedingungsloses Importverbot für Cetacea (Wale und Delfine) beschlossen. Das Delfinarium wurde im Oktober 2013 geschlossen. Noch vor dem Transfer der drei Delfine nach Jamaika verstarb ein weiteres Jungtier. Der Vergügungspark hatte die Delfine bis kurz vor dem langen Transport intensiv für seine Shows missbraucht. Die Vorbereitungen auf den Transfer waren u.E. völlig unzulänglich.

Den Transfer der drei Delfine nach Schließung des Delfinariums im Allwetterzoo Münster im Frühjahr 2013 in ein Freiluftgehege mit Meereswasser nach Harderwijk (Holland) haben die drei Delfine nach Angaben des Zoos gut überstanden. Der Münsteraner Zoo verzeichnete im Jahr der Delfinarienschließung einen Besucherzuwachs von rund 38.000 Gästen.

Es geht bei der Delfinhaltung um die Fragen  „verhaltensgerechten“ Delfinpflege, wissenschaftlicher Fortschritt, ungeklärte Todesfälle, Geld und nicht zuletzt auch um die ehtische Frage: Ist es legitim, Delfine zu Unterhaltungs-, Lehr- und Forschungszwecken in Zoos zu halten?

- "Dolphin Care - Rescue Center Red Sea" - Ein Projekt des WDSF und ProWal (Facebook)

Das Projekt "Dolphin Care - Rescue Center Red Sea" wurde im November 2014 von ProWal & WDSF ins Leben gerufen. Das Projekt soll ausloten, ob im Roten Meer in Ägypten eine Möglichkeit besteht, eine von Experten betreute Anlage einzurichten, um Delfinen in diesen Fällen helfen zu können:

Schwerpunkte:
- RETTUNG: von gestrandeten oder sich in Not befindlichen Delfinen
- REHABILITATION: Aufnahme und Unterbringung von verletzten freilebenden Delfinen, die nach ihrer Behandlung wieder ins Rote Meer zurückgeführt werden
- AUSWILDERUNG: Bei Eignung Auswilderung von ehemaligen Show-Delfinen
- GNADENPLATZ: für Delfine, die nicht mehr ausgewildert werden können


1.) Um die Grundlagen für ein Konzept einer solchen Anlage zu erarbeiten, stand zuerst ein Besuch im "Dolphin Reef" in Israel an. Dort wurden in der Vergangenheit bereits Delfine ausgewildert.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin_Reef
Webseite:
http://www.dolphinreef.co.il/
2.) Der zweite Schritt ist die Ausarbeitung eines Konzeptes für eine Anlage mit oben genannten Schwerpunkten.
3.) Der dritte Schritt ist die Vorstellung dieses Konzeptes bei der ägyptischen Regierung.

- Can Captive Dolphins Return to the Wild? (Tom & Misha in Turkey - National Geographic Magazin)

- Auswilderungsbeispiele von Meeressäugern (engl. 1960 - 1993)

- Delfine Tom & Misha erfolgreich in der Türkei ausgewildert (Planet Ocean)

- Wie gefangene Delfine fit für die Freiheit werden (Die Welt)

  

(WDSF 26.05.2016) Nach einem ​Bericht der Mediengruppe DerWesten will das Elektro-Unternehmen Gira jetzt in einer riesigen Rückrufaktion defekte Bauteile von Kinderschutz-Steckdosen aus dem Verkehr ziehen. „Fehler bei unsachgemäßen Umgang mit der Steckdose könnten unter Umständen zu lebensgefährlichen Verletzungen führen“, heißt es in dem Beitrag. Bereits am 7. Mai hatte die Tierschutz-Organisation Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) im öffentlichen Delfinarienbereich des Tiergarten Nürnberg festgestellt, dass Schutzabdeckungen bei öffentlich zugänglichen Steckdosen, die unter Spannung stehen, fehlen und sofort die Behörden informiert.

In dem Schreiben an die Stadt Nürnberg heißt es durch das WDSF, dass mehre Steckdosen im „Blauen Salon“ unterhalb des Delfinariums nachweislich unter Strom stehen und eine Lebensgefährdung insbesondere für Kinder darstellen. Der Aufsichtsbehörde wurden mehrere Fotos und eine Videoaussage vorgelegt. Daraus ergibt sich, dass die Steckdosen über keine Abdeckungen verfügen und in einem Fall das Sicherheitsschild abgerissen ist.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Weder die Stadt Nürnberg noch die Regierung von Mittelfranken und auch nicht das bayerische Staatsministerium, denen wir sämtlich unsere Warnhinweise übermittelt hatten, haben auf unser Schreiben reagiert. Der sogenannte Blaue Salon mit der Sichtzone zum Unterwasserbereich des Delfinariums wird in erster Linie von Eltern mit Kindern besucht. Auf einem der Fotos ist zu sehen, dass ein Kind völlig unbeaufsichtigt in unmittelbarer Nähe der Steckdosen spielt.“

Das WDSF spricht von einem Skandal und hat nach eigenen Angaben festgestellt, dass mindestens fünf Steckdosen in dem Zuschauerbereich unter Spannung stehen und eine Lebensgefährdung darstellen würden. Ortmüller: "Selbst wenn die Dosen mit Kindersicherungen ausgestattet sind, kann man diese einfachst mit zwei Drähten oder Nägeln aushebeln, wenn diese gleichzeitig in solch eine Steckdose gesteckt werden. Jeder kann das mit zwei Spannungsprüfern ausprobieren, die gleichzeitig eingesteckt werden und dann die volle Spannung aufweisen. Die Rückrufaktion des Elektro-Unternehmens Gira beweist, wie brisant das Thema ist."

Die Redakteurin der Nürnberger Zeitung, Ute Wolf, die offenbar an das Warnschreiben des WDSF an die Behörden gelangt war, macht sich in einem redaktionellen ​Blog-Beitrag der Nürnberger Zeitung über die Reaktion des WDSF gar lustig.

In ihrem Beitrag schreibt Wolf, dass Ortmüller’s Warnhinweise nur peinlich wären. Ihm sei mit dem WDSF jedes Mittel recht, um den Stopp der Delfinhaltung zu erreichen. Sein „neuster Coup“ sei, dass er festgestellt habe, „dass sich die Steckdosen im Blauen Salon der Delfinlagune unter Strom befinden“ und Wolf wirft die Frage auf, was daran verwerflich wäre. Gleichzeitig kritisiert Wolf, dass der WDSF-Geschäftsführer mit den Beweisfotos, bei denen zum Nachweis der Stromspannung ein Handy-Ladegarät in eine Steckdose gesteckt wurde, er offenbar auf Kosten des Tiergartens nur sein Handy aufladen wollte.