• 19.10.2016 - Bundestagsabgeordnete sollen sich anlässlich der IWC-Tagung 2016 zum Abschlachten der Kleinwale auf den Färöer-Inseln äußern (WDSF-Facebook)

    In der Pressemitteilung der SPD-Bundestagsfraktion vom 19.10.2016 heißt es für die Koalition: "Wale und Delfine brauchen mehr Schutz" anlässlich der 66. Internationalen Walfangkonferenz der IWC vom 20. bis 28. Oktober 2016 in Slowenien. Dabei werden die Walfangstaaten Island, Japan und Norwegen von der SPD benannt. Bei den Kleinwalen ist von heimisch vorkommenden Schweinswale die Rede - aber nicht von der alljährlichen hundertfachen Bejagung von Kleinwalen auf den Färöer-Inseln und ebensowenig von der Gefangenschaftshaltung von Delfinen in Delfinarien im eigenen Land in Duisburg und Nürnberg.

    Die NRW-SPD hat am 29. Oktober 2014 den Antrag der Piraten "Verbot der Haltung von Delphinen" abgelehnt. Im Bundestag enthielt sich die SPD lt. Bundestagsbeschluss vom 28.06.2013 bei dem Antrag "Haltung von Delfinen beenden" der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Einen weiteren Bundestagsantrag der Grünen für einen wirksamen Wal- und Delfinschutz lehnten SDP und CDU/CSU am 20.10.2016 ab.

    Wir haben die beiden zuständigen Bundestagsabgeordneten Christina Jantz-Herrmann und Carsten Träger gebeten, Stellung zu beziehen:

     

    Sehr gehrte Frau Jantz,
    sehr geehrter Herr Träger,

    wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich beide als zuständige Abgeordnete zu unserem Facebook-Beitrag dort als posting kurz äußern würden. Es bleibt über die Jahre unverständlich, warum nicht zumindest Appelle seitens der SPD-Fraktion bzw. der Koalition bezüglich der Tötung von Kleinwalen auf den teilautonomen Färöer-Inseln (die zum dänischen Reichsverband gehören) erfolgen, wo alljährlich durchschnittlich 850 Kleinwale (Grindwale und andere Delfinarten) grausam getötet werden und das kostenlose, mit Umweltgiften stark kontaminierte, Fleisch nach eigenen Angaben verzehrt und angeblich nicht kommerziell verwendet wird (wobei wir bewiesen haben, dass das Fleisch immer noch in Restaurants kostenpflichtig angeboten wird und Überschüsse im Meer wieder entsorgt werden, wo es auch in die Lachs-Aquakulturen gerät). Wir haben auf unserer Homepage (dort auch auf den entspr. Unterseiten) ausführlich über das Thema berichtet.

     

    Mit freundlichen Grüßen
    Jürgen Ortmüller
    WDSF-Geschäftsführer

    E-Mail der beiden Abgeordneten in der SPD-Pressemitteilung

Anmerkung: Die beiden SPD-Abgeordneten Christina Jantz-Herrmann (Tierschutzbeauftragte) und Carsten Träger (zuständiger Berichterstatter) haben leider auf das Schreiben des WDSF nicht reagiert.