Bild Zeitung Nürnberg (WDSF-Foto)

(Bildzeitung Nürnberg 14.07.2015)

Zoos trainieren, dass Delfine nicht mehr ausgewildert werden können

Die zuständige Tierpflegerin behauptete im Juli 2015 zum Delfinkalb Nami: "Fisch mag sie noch nicht, aber vielleicht mischen wir ein paar Fischstücke zwischen die Eiswürfel, damit sie sich drangewöhnt." Tatsächlich bekam Nami bereits seit dem 07. März 2015 Fisch-Sprotten, obwohl das Kalb ein Jahr lang von der Mutter gesäugt wird. Durch die Fütterung mit totem Fisch werden Delfine für die Gefangenschaft gefügig gemacht, denn ein satter Delfin würde niemals die antrainierten Show-Kunststückchen absolvieren. Aufgrund der Futterbelohnung (und zur Atmung) kommen die Delfine an die Wasseroberfläche, um den Zuschauern präsentiert zu werden. Durch die Fütterung erreicht der Zoo auch, dass Gefangenschafts-Delfine nicht mehr ausgewildert werden können, weil sie das natürlich Jagdverhalten verlernt haben.

Tiermedizinischer Tagesbericht Delfinarium Nürnberg (WDSF-Foto)

Delfinbaby Nami mit Mutter Sunny (Foto: Heike M. Meyer)

Delfinbaby Nami mit Mutter Sunny

Beckenplan (ProWal-Grafik)

 

 


.be" target="_blank">Undichte Delfin-Lagune – Ermittlungen gegen Nürnberger Tiergarten (Bayerischer Rundfunk)
02.12.2014 - Delfin-Lagune: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tiergarten (nordbayern.de)
26.11.2ß14 - Tiergarten Nürnberg verstärkt in Kritik (Mittelbayerische)
28.11.2014 - Die Angstliste des Zoodirektors im Tiergarten Nürnberg (SZ)
27.11.2014 - Pannen und Unfälle: Tiergarten Nürnberg unter Druck (nordbayer.de)
26.11.2014 - Vorkommnisse im Tiergarten Nürnberg (TG Nürnberg)
20.11.2014 - Delfin-Nachwuchs im Tiergarten Nürnberg gesund und munter (Focus)
07.11.2014 - Finanzspritze für Tiergarten: öDP übt scharfe Kritik (nordbayern.de)
04.11.2014 - Teure Lagune: Stadt greift dem Tiergarten unter die Arme (nordbayern.de)
03.11.2014 - „Delfinbaby in Nürnberg zur Hölle verurteilt“ - Kritik von Tierschutzorganisationen (mynewsdesk)
02.11.2014 - Kritische Tage für das Delfin-Baby (SZ)
01.11.2014 - Tiergarten: Delfinbaby ist noch nicht über den Berg (nordbayern.de)
15.10.2014 - Tiergarten: Aggressiver Delfin Rocco zieht nach Malaga um (nordbayern.de)
21.09.2014 - Delfinhaltung in Zoos auf der Kippe (RP-online)
20.09.2014 - Delfinarium in den Medien: "Drastische Rufschädigung" (nordbayern.de)
19.09.2014 - Tiergarten Nürnberg erwartet sein Delfinbaby (inFranken.de)
19.09.2014 - Nürnberg hofft auf einen gesunden Delfin (Mittelbayerische)
27.08.2014 - Tiergarten räumt zu optimistische Prognose bei Lagune ein (nordbayern.de)
30.06.2014 - Interview Die Welt mit WDSF-Geschäftsführer "Gefangenschaft treibt Delfine in den Selbstmord"
06.05.2014 - Delfine gewöhnen sich ein (Bayerischer Rundfunk)
06.05.2014 - Duisburger Delfinarium trennt Delfinfamilie (Hannover Zeitung)
07.04.2014 - Kritik am Nürnberger Tiergarten - Chlor-Tank neben Pinguin-Becken (Bayerischer Rundfunk)
20.03.2014 - Encke: "Delfine bekommen vom Baulärm so gut wie nichts mit" (nordbayern.de)
19.03.2014 - Tierquälerei? Nürnberger Tiergarten droht Anzeige (nordbayern.de)
12.03.2014 - Sollen Kritiker der Delfinhaltung im Tiergarten Nürnberg mundtot gemacht werden? (ptext)
12.03.2014 - Delfine ohne Sonnenlicht (süddeutsche.de)
12.03.2014 - Erneut Kritik an Nürnberger Delfin-Haltung (Focus online/dpa)
12.03.2014 - Tiergarten kontert ProWal-Kritik: Kampagne eines Einzelnen (Nürnberger Zeitung)
11.03.2014 - Skandalöse Zustände im Nürnberger Delfinarium (Hannover Zeitung)
17.01.2014 - Besucherschwund im Tiergarten wirft Fragen auf (Nürnberger Nachrichten)
12.01.2014 - Delfinarien in der Kritik (WDR-Fernsehen)
09.01.2014 - Besuchereinbruch: Tiergarten muss Ersparnisse anzapfen (Nordbayern.de)

Quartalszahlen Nürnberg

Besucher-Entwicklung (incl. Dauerkartenbesitzer und ermäßgte Eintrittskarten)
Jahr / Besucher
2005: 1.130.453
2006: 1.101.716
2007: 1.062.000
2008: 1.281.286 (Eisbären-Baby Flocke geboren)
2009: 1.039.115
2010: 933.107
2011: 1.223.304 (Eröffnung „Delfin-Lagune“)
2012: 1.095.481
2013: 997.474
2014: 1.071.754


Foto: C. WeaverImmer wieder lastet die Zooleitung die sinkenden Besucherzahlen auch dem angeblichen schlechten Wetter an.
2013: http://www.mittelbayerische.de/region/nuernberg/artikel/tiergarten-litt-unter-schlechtem-wetter/1003537/tiergarten-litt-unter-schlechtem-wetter.html
Dass dies eine klare Ausrede für eigene Fehleinschätzungen ist, dürfte wohl jedem klar sein.
Nicht das angebliche seit Jahren herrschende schlechte Wetter ist Schuld an der Misere des Nürberger Tiergartens!
Die Gründe für das Fernbleiben der Besucher ist die Gefangenschaftshaltung von Delfinen in winizigen Betonbecken, welche die Besucher nicht begeistert, sondern abschreckt und für das Fernbleiben sorgt!
Massen von Besuchern hätte die "Delfin-Lagune" anlocken, die dann auch noch nach dem Zoo-Besuch in der Innenstadt shoppen gehen sollten, so die völlige Fehleinschätzung von vielen Verantwortlichen in Nürnberg.
Der Zoodirektor Dag Encke 2007: "Der einzig richtige Weg ist die Delfin-Lagune." Sie sollte 200 000 Besucher mehr in den Tiergarten locken und somit eine Rückzahlung des städtischen Darlehens ermöglichen. Nach Jahren der Diskussion soll im Herbst 2008 der erste Spatenstich erfolgen."
http://www.welt.de/wams_print/article1421359/Streit-um-Delfine-im-Nuernberger-Zoo.html
Fakt ist, dass der Zoo nach der Fertigstellung der Delfin-Lagune im Jahre 2011 in den Folgejahren seit 2012 durchschnittlich weniger Besucherzahlen aufweist, als in den Jahren 2005 und 2006 vor dem Bau dieser nicht mehr zeitgemäßen Anlage. Siehe Statistik untenstehend.
Die sich erhofften Shopping-Massen gab es in Nürnberg nicht.
Für diese Fehleinschätzungen sollen nun die Nürnberger Bürger mit ihrem Steuergeld über die kommunalen Abgaben gerade stehen! Wie lange lassen sich diese das gefallen, bis endlich Konsequenzen gezogen werden?

Von den etwa 31 Millionen €, welche für den Bau der "Delfin-Lagune" ausgegeben wurden, ist für die Zucht von Delfinen fast nichts investiert worden! Zwei Schwimmschleusen und der Einbau einer Hebebühne in ein 25 Jahre altes Gebäude (Rundbecken), welches noch nicht einmal halb so groß ist, wie das wegen zu wenig Platz bietende und vorübergehend stillgelegte frühere Zuchtbecken, sind keine wirkliche Verbesserungen. Nur etwa 6 % des Gesamtareals der „Delfin-Lagune“ besteht aus Wasserfläche, welche die Delfine auch nur eingeschränkt nutzen können – Wasser-Fläche der „Delfin-Lagune: 1.580 m2 – Gesamtareal: 23.000 m2. Das gesamte Delfinarium bietet eine Wasserfläche, die gerade mal so groß ist, wie die Fläche eines halben Fußballfeldes!
Die „Delfin-Lagune“ ist hauptsächlich auf die Interessen des Zoos ausgerichtet und nicht auf die Bedürfnisse der Delfine!
Die Delfine haben rein gar nichts von 900 Tribünenplätzen (Sitzplätze) und etwa 750 Stehplätzen (Blauer Salon und Wege), sondern viel zu wenig Platz!


Nürnberger „Delfin-Lagune“ gefloppt - Ein Millionengrab mit Ansage! Schuldenerlass und Griff in die Trickkiste! – Wo bleiben die Konsequenzen?
Während vor kurzem noch dutzende Zeitungen über die Geburt eines Delfinbabys im Nürnberger Delfinarium berichteten und die Zoomitarbeiter dieses Ereignis als bilderbuchmäßig bezeichneten und feierten, kommt nun durch eine einzige Nürnberger Zeitung ans Tageslicht, worüber man bei der Stadtverwaltung oder im Zoo selbst lieber schweigt. Der Zoo ist nicht in der Lage, seine für den Bau der sogenannten „Delfin-Lagune“ aufgenommenen Kredite zurückzubezahlen! Ohne Zuschuss von Steuergeldern wäre der Tiergarten Nürnberg gar pleite!
„Die Stadt greift dem verschuldeten Tiergarten unter die Arme und entlastet ihn um mehrere Millionen Euro. Das saftige Minus in der Bilanz des Tiergartens schlägt sich wegen des Baus der Delfinlagune nieder. Die Stadt greift allerdings tief in die Trickkiste, um dem Tiergarten die Schulden zu erlassen“:
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/teure-lagune-stadt-greift-dem-tiergarten-unter-die-arme-1.3986692
Tierschützer und Kritiker bemängelten schon vor Jahren die Pläne für den Ausbau des Delfinariums im Nürnberger Zoo.
ProWal schrieb bereits am 20.11.2008 auf seiner Webseite: „Hier schaufelt sich der Tiergarten Nürnberg sein eigenes Millionengrab. Auch die verantwortlichen Politiker, die diesem zukunftslosen Projekt zugestimmt haben, werden in diesen Betonlöchern baden gehen! Die Besucher werden fern bleiben, denn kaum jemand möchte sich heute noch an der traurigen Delfingefangenschaft mehr ergötzen und erst recht nicht unterstützen!“
Jede Warnung, alle Interventionen, negative Gutachten, negative Meinungsumfragen und alle kritischen Stimmen wurden von Seiten der Verantwortlichen der Stadt Nürnberg selbstgefällig ignoriert. Die Gegner des Delfinariums wurden damals gar als dumm bezeichnet, die keine Ahnung von der Realität hätten!
Selbst die Empfehlungen eines 50.000 € teuren Wirtschaftlichkeits-Gutachtens wurden nicht vollständig übernommen und behauptet wird nun in dem oben genannten Bericht der Nürnberger Zeitung einfach lapidar: „Heute weiß man, dass die (Besucher-)Prognosen einer Beratungsfirma für den Bau der Lagune nicht aufgehen.“
12.10.2010 - „Der Verein «Menschen für Tierrechte» hatte den Steuerberater Jürgen Ortmüller aus Hagen damit beauftragt, das vom Tiergarten veranlasste Wirtschaftlichkeits-Gutachten zur Lagune noch einmal zu überprüfen. Schon jetzt kann laut Ortmüller festgestellt werden, dass die Zinsen für die hohe Neuverschuldung, die die Stadt Nürnberg durch den Bau der Lagune eingeht, für den Tiergarten zum Problem werden dürften.“
http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/2.192/gutachten-soll-auf-den-prufstand-1.885639/kommentare-7.639104

Am 25.05.2010 hieß es vom stellvertretenden Zoo-Direktor Helmut Mägdefrau: „Auch das Geld-Argument zieht für ihn nicht, da der Lagunenbau über Kredite finanziert werde, den Stadtsäckel nicht belaste.“
http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/nuernberg/artgerechte-delfin-haltung-ist-nicht-moglich-1.782566

Völlige Fehleinschätzung
Bei den angekündigten Kosten von 24 Millionen € für die zusätzlichen kleinen Außenbecken des Delfinariums, der sogenannten „Delfin-Lagune“, blieb es nicht.
http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1002887&kat=11&man=3
Schon nach der Eröffnung der „Delfin-Lagune“ in 2011 explodierten die Baukosten auf ca. 31 Millionen Euro.
http://www.tierrechte-nuernberg.de/index.php/themen/tiergaerten/delfinlagune

Ob die in dem ganz oben genannten Artikel von der Stadt angegeben Kosten von 30 Millionen € tatsächlich stimmen, lässt sich nicht überprüfen! Das ist schon ein Skandal für sich, denn der Zoo ist eine öffentliche Einrichtung, der sich nicht selbst trägt und deshalb schon seit vielen Jahren auf Steuergelder angewiesen ist und dennoch jegliche Transparenz vermissen lässt.
Nun ist der Nürnberger Zoo und die Stadt in der Realität angekommen!
Entgegen allen Beteuerungen der Lokalpolitik und der Tiergartenleitung muss nun der Steuerzahler herhalten!
Mit dem nun veröffentlichten Bericht in der Nürnberger Zeitung werden jetzt die Bürger der Stadt scheibchenweise darauf vorbereitet, dass die Kosten für den Bau der „Delfin-Lagune“ nun eben doch von Steuergeldern über die kommunalen Gebühren zu bezahlen sind!
„Von sieben Millionen Euro Mehrbelastungen beim Bau der Lagune, die dem Tiergarten nicht anzulasten seien, übernimmt die Stadt mit 3,5 Millionen Euro schon einmal die Hälfte. Darüber hinaus wird die restliche Rückzahlung so gestreckt, dass der Tiergarten jährlich nur noch 900.000 Euro zurückzahlen muss, weniger als bisher.“
Diese Aussage sagt alles!

Der Tiergarten baut und die Kosten, die nie realistisch geplant waren, sind dem Tiergarten nicht anzulasten?
Auch die jährliche Rückzahlungsrate für den Kredit von 900.000,- € ist völlig realitätsfremd!

Am 22.06.2010 veröffentlichte ProWal auf seiner Webseite:
„Seit Jahren erwirtschaftet der Tiergarten keine Gewinne (jährlicher Verlust ca. 3 Millionen €). Selbst im „Flockejahr 2008“ gab es ein dickes Minus. Wie der Tiergarten den von der Stadt erhaltenen Kredit in den nächsten 20 Jahren zurückbezahlen soll, steht in den Sternen. Die angenommenen Besucherzahlen werden sicherlich nur anfangs erreicht werden. Das Projekt „Lagune“ war schon vor dem Bau zum Scheitern verurteilt gewesen. Ein Millionengrab sinnlos vergeudeten Millionenbeträge, für die letzten endlich der Steuerzahler aufkommen muss.“
Die Delfin-Lagune als Alleinstellungsmerkmal sollte die Besucher in Massen in die Metropol-Region Franken locken!
Die vom Zoo und der Stadt angenommenen und notwendigen Besucher von jährlich 1,18 Millionen blieben aus, was schon vor Jahren absehbar war!
Die Besucher-Entwicklung:

Jahr / Besucher
2005: 1.130.453
2006: 1.101.716
2007: 1.062.000
2008: 1.281.286 (Flocke-Jahr)
2009: 1.039.115
2010: 933.107
2011: 1.223.304 (Eröffnung „Delfin-Lagune“)
2012: 1.095.481
2013: 997.474
2014: Aufgelaufener Stand Ende August zu 2013: + 63.261. Insgesamt voraussichtlich: 1.060.000

27.08.14 - „Zum dritten Mal in Folge dürfte der Tiergarten das selbst gesetzte Ziel von 1,18 Millionen Besuchern im Jahr nicht erreichen. Direktor Dag Encke zieht die Konsequenz und richtet die wirtschaftlichen Kalkulationen auf bis zu 1,1 Millionen Gäste aus.“
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/tiergarten-raumt-zu-optimistische-prognose-bei-lagune-ein-1.3850891
Alleine in den Jahren 2005 und 2006 kamen mehr Besucher in den Zoo, als vorletztes, letztes und voraussichtlich in diesem Jahr, also nach dem Bau dieses so hoch angepriesenen und angeblichen „Besuchermagneten Delfin-Lagune“.
Wie soll der Tiergarten, der auf dem Besucher-Niveau vor dem Bau der „Delfin-Lagune“ angekommen ist und jährliche Verluste erwirtschaftet, 900.000 € im Jahr zurückbezahlen? Ein Investitionsstau für weitere Aus- und Umbaumaßnahmen der anderen Tiergehege ist absehbar.
Es ist allerhöchste Zeit, dass das Delfinarium in Nürnberg baldmöglichst geschlossen wird und alle Verantwortlichen für dieses finanzielle Desaster zur Rechenschaft gezogen werden!

(24.01.2013) Der Tiergarten Nürnberg wollte nach eigenen Angaben bereits ab 2013 die umstrittene Delfintherapie mit den Wildtieren anbieten. Aufgrund einer WDSF-Strafanzeige gegen den Tiergarten wegen der bisherigen Therapie-Versuchsreihe (teilweise mit Wildfängen) wurde auf Anregung der Staatsanwaltschaft vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in einem angeforderten Gutachten bestätigt, dass eine kommerzielle Verwendung von Delfinen für die Delfintherapie im Tiergarten grundsätzlich verboten ist. Die bisherige Phase der Delfintherapie in den Vorjahren diente nach Angaben des Tiergartens wissenschaftlichen Zwecken. Die entsprechende Studie ist jedoch abgeschlossen und endete mit dem Ergebnis, dass keine therapeutischen Effekte bei den Patienten festgestellt werden konnten. Die Meeressäuger haben den höchsten Schutzstatus des Washingtoner Artenschutzübereinkommens.

In der "Delphinlagune/Manatihaus fanden Mensch-Delphin-Interaktionen in Kooperation mit der Lebenshilfe e.V. zu folgenden Terminen im Tiergarten Nürnberg statt" (Quelle: Tiergarten Nürnberg, Herr Klopsch gegenüber dem WDSF):
2016: 18. bis 22. Januar
2015: 12. bis 16. Oktober
2015: 15. bis 19. Juni
2014: 28.Juli bis 1. August

Aufgrund einer Kleinen Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort vom 25.07.2007 auf Seite 10 bezüglich der Verwendung von Delfinen für eine Delfintherapie mit: "Da Delfine im Anhang A der Verordnung (EG) Nr. 338/97 aufgeführt sind, sind Einfuhren für überwiegend kommerzielle Zwecke ausgeschlossen. Delfintherapien sind als überwiegend kommerzielle Nutzung anzusehen (s.a. VERORDNUNG (EG) Nr. 338/97)."

Tiergarten arbeit mit "Pseudo-Delfintherapeut" Norbert Trompisch zusammen

Verletzter Belugawal im Delfinarium in Antalya (WDSF-Foto)(akt. 11.03.2013) In dem katastrophalen Delfinarium "DolphinLand" in Antalya (Türkei) bietet der österreicher Norbert Trompisch die umstrittene Delfintherapie an. Die Aufmachung seiner Internet-Seite (Alpha-Therapie/Dolphin-Swim Delfintherapie) vermittelt die Illusion, dass die Delfintherapie dort wissenschaftliche Erfolge aufzuweisen hätte. Es ist von "Institut, Akademie und Forschung" die Rede: "So sind unsere Programme immer garantiert am letzten Stand der Wissenschaft und damit ist auch sichergestellt, dass Ihr Erlebnis mit unseren Delphinen niemals auf Kosten der beteiligten Tiere geht." WDSF und ProWal konnten gerade in diesem Delfinarium in Antalya an der türkischen Riviera aufdecken, dass verletzte Meeressäuger für die Shows missbraucht werden (s. Filmbericht und Foto). Keiner der großen deutschen Reiseveranstalter bietet dieses Delfinarium noch an. Auch Trompisch gehört damit zu den "Mördern von Tierschutzrechten". Wir raten dringend von der Inanspruchnahme seines zweifelhaften Delfintherapie-Angebots ab.

Der Pseudo-Delfintherapeut Norbert Trompisch arbeitet nach Angaben des Internet-Portals Infowelt der Tiere auch mit dem Tiergarten Nürnberg zusammen. Dort heißt es : "Da es keine geschützte Ausbildung (Anm.: zum Delfintherapeuten) gibt, arbeitet Nürnberg mit Norbert Trompisch zusammen. Er bildet Therapeuten in einem Delfinarium auf der Krim aus und arbeitet u.a. mit einem Delfinarium in Antalya (Anm.: DolphinLand Antalya). Die von ihm entwickelte und so genannte Alphatherapie beruht auf der angeblichen Wirkung des Sonars der Delfine, was die oben genannte Studie* allerdings in Abrede stellt. Trompisch unterhält das Unternehmen Dolphinswimm, 1 Woche in Antalya kostet um die 3.500 €."

Trompisch wird auch im Zusammenhang mit der Studie der Universität Würzburg (Forschungsprojekt Delfintherapie - Fragen und Antworten vom 10.01.2008) genannt (dort S. 2 zu der Frage "Wie wird man Delfintherapeutin"). Diese Studie* wurde in der Fachwelt stark kritisiert, weil sie keinen neutralen wissenschaftlichen Grundlagen stand hielte (s.u.). Inzwischen wurde die Studie abgeschlossen, so dass keine weitere Teilnahme daran mehr möglich ist.

Als Delfintrainer und Delfintherapeut braucht man bei Trompisch nur schwimmen können - Armutszeugnis für Tiergarten Nürnberg

Trompisch macht sein Geld auch mit seinem zweifelhaften Angebot der Ausbildung zum "Delfintherapeuten" - eine offiziell nicht anerkannte Berufsausbildung in Deutschland. Sein Angebot: Einem Theoriekurs von einer Woche in österreich schließt sich ein "4-wöchiges Praxismodul im DolphinLand in Antalya/Türkei an". Damit ist die Ausbildung zum "Delfintherapeuten" dann abgeschlossen. Er schreibt: "Sie erfüllen die Voraussetzungen zur DelphintherapeutInnen-Ausbildung nicht? Kein Problem: Unsere DelphintrainerInnen Ausbildung, (Anm.: zu der keinerlei pädagogische Voraussetzungen erforderlich sind) für die lediglich Schwimmkenntnisse erforderlich sind, ist Ihr Einstieg in die DelphintherapeutInnen-Ausbildung und Berufswelt mit Delphinen in Therapie und Training." Die Kosten für die Delphintrainer-Ausbildung belaufen sich auf 3.500 Euro (zzgl. Flug und Unterkunft in Antalya). Die sich anschließenden Kosten als "Delfintherapeut" betragen 2.500 Euro wieder zzgl. Flug und Unterkunft für 4 Wochen in Antalya. Für uns als WDSF stellt sich das als Abzocke dar und der Tiergarten Nürnberg, der nach Außen hin immer einen großen Wert auf einen wissenschaftlichen Bildungsauftrag legt, stellt sich ein Armutszeugnis aus, wenn er mit solchen Leuten zusammen arbeitet.

Beispiel-Foto Delfintherapie* Anm.: Es handelt sich um eine Studie der Uni Würzburg zur Wirkung der Delfintherapie, die in der wissenschaftlichen Fachwelt allerdings äußerst umstritten ist. Interessanterweise war in dem Projektteam zu dieser Studie auch der Verhaltensbiologie des Tierparks Nürnberg, Lorenzo von Fersen, vertreten. Ebenso nahmen zwei Delfintrainer an der Studie teil (Armin Fritz und Daniel Zieger). Fachkundige Delfinschutz-Organisationen waren nicht zu gelassen. Dr. Christian Schulze von der Ruhr-Universität Bochum kommt in einer Rezension zu dieser sog. "Breitenbach-Studie" zu folgendem Ergebnis : "Allerdings weist die Untersuchung nicht unerhebliche, v. a. methodische Mängel auf, die aus wissenschaftlichem Fokus heraus nicht nur vermeidbar gewesen wären, sondern die in ihrer Kombination mit den in der Titelei genannten Sponsoren den Verdacht der Auftragsarbeit nicht ganz entkräften können."

Mai 2008: PD Dr. phil Christian Schulze (Ruhr-Universität Bochum) Rezension zu: „Delfintherapie für Kinder mit Behinderungen“

4/2010: Psychologie heute - - - Doc Dolphin - magischer Heiler oder ausgebeutete Kreatur? 

29.06.2010: 3sat - Keine wissenschaftlichen Beleg für eine Delfintherapie

Die Eltern von behinderten Kindern greifen verständlicherweise nach jedem Strohhalm, um ihren Kindern zu helfen und verschulden sich meist hochgradig, da keine Krankenkasse diese Kosten vollständig übernimmt. Der Bundesfinanzhof als höchste Instanz für das Steuerrecht hat eine steuerliche Berücksichtigung der Therapiekosten mit der Begründung abgelehnt, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass die Therapie einen medizinischen Erfolg erbringt.

Die Bundesvorsitzende des Vereins autismus e.V., Frau Maria Kaminski, rät von der Delfintherapie und der damit oft verbundenen Verschuldung vieler Eltern von authistischen Kindern ab
(s.a. Pressemitteilung autismus.e.V. vom 23.02.2011).