• 16.11.2017 - Keine Delfintherapie-Förderung bei fehlendem Nachweis „zur Teilhabe an der Gemeinschaft“ (Behörden...)
  • 17.09.2017 - Tiertherapien auch mit heimischen Tieren erfolgreich (RTL)
  • 03.01.2017 - Spenden für Tochter: Familie gerät an Islamisten im Verfassungsschutz (Augsburger Allgemeine)
    In dem Bericht heißt es: ..."Der Verwalter des „Stiftungsfonds Delfintherapie“, bei dem Familie xxxx ein Spendenkonto für Vanessa eingerichtet hatte, ist verhaftet worden. ... Ausgerechnet so einem Menschen habe man rund 6000 Euro auf dem Treuhandkonto anvertraut. ... "
  • 22.10.2016 - Nach Streit folgt anonyme Anzeige gegen „Flugkraft“ (NWZ online)
  • 27.01.2016 - Spenden für Delfintherapie in großem Umfang veruntreut - "dolphin kids" (Kölner Stadtanzeiger)
    Vorbericht aus 2006: Hausdurchsuchung bei „dolphin kids“
  • 28.04.2015 - Kinderhilfswerk steigt nach Tierschutzkritik aus Delfintherapie aus (ots/newsaktuell)
  • 22.04.2015 - Schwimmen mit Delfinen ist ein Gesundheitsrisiko (krone at)
  • 08.03.2015 - Massaker überlebt, jetzt zur „Therapie“ missbraucht  (BILD am Sonntag)
  • 09.03.2015 - Die Gefahren einer Delfintherapie (WDSF)
  • 28.06.2013 - "specialkids.ev": Üble Nachrede raubt Verein die Handlungsfähigkeit (Allgemeine Zeitung)
    Der Verein "specialkids" hat sich an dem Missbrauch der Delfine in Gefangenschaft im türkischen "Onmega Dolphin Therapy & Activity Center" in Marmaris beteiligt. WDSF: "Die Delfine werden dort unter katastrophalen Bedingungen in viel zu kleinen Meereskäfigen gehalten und leiden unter der kommerziellen Ausbeutung und dem Stress. Der Delfinpark mit seinem deutschen Inhaber Axel Linke ist einer der Mörder von Tierschutzrechten. Bei über 40 Grad Sonnentemperaturen verbrennen die Tiere regelrecht, weil ein erforderlicher Sonnenschutz fehlt. Die Delfinqual und der Missbrauch der Delfine in diesem "Therapiezentrum" ist katastrophal."  Einen Gerichtsprozess bezüglich dieser Aussagen hat das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) vor dem Landgericht Hagen und dem OLG Hamm gewonnen. Der Delfintherapievermittler "dolphin aid" hatte die Anlage ebenfalls in seinem Angebot.
  • 28.12.2007 - Scharfe Kritik an Delfintherapie (ORF.at Science)
  • Doc Dolphin - magischer Heiler oder ausgebeutete Kreatur (Wissenschaftsjournalist Colin Goldner)

    31.05.2018 - RTL II - Nicht die Delfintherapie ist förderlich, sondern das Urlaubserlebnis mit der Familie

    In der Sendereihe "Außergewöhnliche Menschen" berichtete RTL II über ein behindertes Mädchen, das mit seiner Mutter und dem Großvater an einer Delfintherapie in Belek/Türkei teilnehmen wollte. Die Therapie scheiterte jedoch an der großen Angst des Kindes vor den Delfinen. Viel größer war das Wohlbefinden des Kindes bei Sonnenschein und Spiel mit Mutter und Opa am Hotelpool. Das Urlaubserlebnis in entspannter Atmospähre fördert das behinderte Kind und hilft auch den Eltern - nicht die Delfintherapie.

    Der Filmbeitrag zeigt deutlich die Problematik einer Delfintherapie. Eltern von behinderten Kindern greifen verständlicherweise nach jedem Strohhalm, um ihren Kindern zu helfen. Viele Eltern verschulden sich manchmal hochgradig, da Krankenkassen die Kosten einer Delfintherapie i.d.R. nicht übernehmen. Das bestätigte auch der Bundesverband autismus Deutschland e.V..

    Spendenaktionen, die oft von den Medien begleitet werden, erwirtschaften vielfach nur einen Teil der immensen Kosten von etwa 15.000 Euro für zwei Wochen Delfintherapie und Anreise sowie Hotel. Ein einfacher Urlaub würde nur ein Bruchteil kosten, aber auch dafür fehlt oft das Geld bei den Eltern. Daher werden lieber Delfintherapien in sonnenreichen Ländern bevorzugt, die das Urlaubserlebnis gleich durch Spenden mitliefern. Durch Medienveröffentlichungen über Spendenaktionen setzen sich betroffene Eltern selbst unter Druck, die geplante Maßnahme einer Delfintherapie kurzfristig durchzuführen. Einen großen Teil der Kosten müssen die Eltern aber oft aus eigener Tasche tragen, sodass durchaus ein Pauschalurlaub ohne Delfintherapie die Lösung für das Wohl des Kindes sein kann.

    Experten wie Dietmar Todt, Leiter des Berliner Instituts für Verhaltensbiologie, halten es für "extrem bedenklich, das, was in Meeres-Freigehegen unter optimalen Bedingungen stattfindet, in Delfinarien nachzumachen". Solange niemand wisse, woher der angebliche Heilungseffekt kommt, würden bei den Patienten völlig falsche Hoffnungen geweckt, sagt Todt, der im israelischen Eilat den Effekt des Delfinultraschalls erforschte. "Wer sagt, wir brauchen Delfine für eine Therapie, instrumentalisiert die Tiere", so Todt.

    Nicht nur sterben nachweislich immer wieder Delfine an Infektionen, bedingt durch die teils sehr schlechte Wasserqualität. Auch Menschen, die das Wasser verschlucken oder kleine Wunden an der Haut haben, nehmen Bakterien und Viren auf, berichtet die Kronen Zeitung in Österreich unter Berufung auf Wissenschaftler. Dazu kommt, dass die Besucher die Meeressäuger mit Krankheiten anstecken können - und umgekehrt. Dabei handelt es sich etwa um Tuberkulose, Pilzinfektionen, Bronchitis, Bindehautentzündung und Leptospirose. Methoden wie die Zwangsfütterung, um die Tiere am Leben zu erhalten, seien überdies keine Seltenheit, so Tierschützer (s.a. http://www.krone.at/449461). Dazu kommt das Risiko, von einem Delfin verletzt zu werden. Der erzwungene enge Kontakt zu Hunderten Menschen führt bei den Tieren zu massivem Stress, der sie nicht nur krankheitsanfällig, sondern auch frustriert und teils aggressiv macht. Trainer und Besucher enden oftmals mit gebrochenen Fingern oder Rippen, blauen Flecken und Prellungen, berichtet die Kronen Zeitung.

    Hier der
    Filmbeitrag:
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