30.10.2017 - Massenproteste wegen Udo Lindenbergs TUI-Kreuzfahrten (Magazin Hogapage)

 

Foto: Udo Lindenberg - facebook

Udo Lindenberg mit einem Statement vom 27.10.2017 auf Facebook zu seiner Ankündigung aus August 2017 nach einem Brief des WDSF vom 24. Oktober an ihn - Stellungnahme des WDSF und Pressemitteilung

(WDSF - 31.10.2017) Nachdem das WDSF Udo Lindenberg am 24.10.2017 einen umfangreichen Brief geschrieben hat u.a. mit der Frage, was aus seinem von ihm bereits im August 2017 angekündigten Treffen mit TUI Cruises geworden ist, dass die Färöer-Inseln aufgrund der Walmassaker nicht mehr angelaufen werden sollen, erfolgt am 27.10.2017 ein Statement auf Facebook von ihm (s.o. Screenshot).
 
Udo Lindenberg hatte ursprünglich am 19.08.2017 vor seiner Rocklinertour mit TUI Cruises im September auf Facebook gepostet:
"werd im namen von euch allen meine ganze power dafür einsetzen, dass tui , so schnell wie möglich , die faröer nicht mehr anfährt . hab in dieser traurigen sache in n paar tagen ein treffen mit den tui-verantwortlichen- und melde mich dann mit m ergebnis ...". Und bezüglich der Proteste: "ja, ich unterschreibe das .... udo lindenberg".

Dass TUI Cruises ihm nun gesagt hat, dass sie "alle Fakten und Argumente noch mal durchchecken wollen" und den "Dialog mit den Einheimischen" auf den Färöer-Inseln suchen wollen, um etwas zu bewegen, hören wir seit fast drei Jahren schon von TUI Cruises. Passiert ist seit dem bei dem Kreuzfahrtunternehmen gar nichts und sie laufen die Inselgruppe der Walmörder mehrmals jährlich weiterhin an.

Der vom WDSF nach jahrelangen intensiven Interventionen erfolgte Boykott der Färöer-Inseln durch Aida, Coste Crociere, HapagLloyd und TransOcean schadet der Inselgruppe wirtschaftlich und kann durchaus zu einem Umdenken beim Walfang führen, wenn sich alle Kreuzfahrtunternehmen daran beteiligen. Ebenso werden Gäste und Crew vor dem traumatischen Anblick der blutigen Walmassaker geschützt, die auch in Sichtnähe der Anlandungshäfen stattfinden.

Vom 21. Mai bis 29. Oktober 2017 wurden lt. amtlicher Walfangstatistik insgesamt 1.672 Meeressäuger (1.203 Grindwale und 469 Weißseitendelfine) bei 24 Treibjagden grausam an den Strandabschnitten der Inselgruppe abgeschlachtet.
 
TUI Cruises lehnt im Gegensatz zu den anderen deutschen Reedereien einen Boykott kategorisch ab. Die Aussage der "Erwägung" erst ab 2020 die Färöer-Inseln möglicherweise nicht mehr anzulaufen, ist eine Farce.

Es ist sehr lobenswert, dass Udo "dran bleiben" will, nur nützt das offenbar derzeit gar nichts. Wir wollen hoffen, dass Udo Lindenberg seine "Rocklinertour" mit Mein Schiff von TUI Cruises wenigstens aufgibt, denn sonst wären alles nur folgenleere Versprechungen.

Update 01.11.2017: Udo Lindenberg steht mit uns in direkter Verbindung und hat angekündigt, dass er zusammen mit seinem Veranstaltungspartner Roland Temme das Thema im Fokus hat. Wir werden bei neuen Infos sofort darüber berichten.

 

Pressemeldungen zum Thema:

30.10.2017 - Massenproteste wegen Udo Lindenbergs TUI-Kreuzfahrten (Magazin Hogapage)
30.10.2017 - Erleidet Udo Lindenberg Schiffbruch mit TUI Cruises? (MND)
28.10.2017 - Nach Walfang-Shitstorm - Udo Lindenberg einigt sich mit TUI (Hamburger Abendblatt)

04.09.2017 - Udo Lindenberg an der Meyer-Werft und gegen TUI Cruises (Osnbr.Ztg)
23.08.2017 - Wegen Walfangs - Udo Lindenberg fordert Färöer-Boykott (BIZ Travel)
22.08.2017 - Panikrocker als Umweltaktivist - Udo Lindenberg macht gegen Wal-Massaker mobil (Hamburger Morgenpost)
22.08.2017 - Udos Herz schlägt für Wale und Delfine (WELT/N24)

16.08.2017 - Naturschützer demonstrieren gegen Reederei TUI Cruises (Hamburger Abendblatt)
24.07.2017 - National Geographic Fotograf des Jahres kritisiert TUI Cruises wegen Färöer-Anlandungen (mnd)

Hier: Tui Cruises-Anlandungen auf Färöer-Inseln

WDSF-Banner

TUI Cruises Demo wg. Färöer-Anlandungen mit Udo Lindenberg-Power

(WDSF - 19.08.2017) Am 18.08.2017 fand eine Demo des WDSF mit Tiefreunden vor der TUI Cruises Unternehmenszentrale in Hamburg gegen die alljährlich mehrfachen Anlandungen auf den Färöer-Inseln statt.

Die Pressesprecherin von TUI Cruises, Godja Sönnichsen, bestätigte bei der Demo gegenüber dem WDSF die Entscheidung der Geschäftsleitung (CEO Wybcke Meier und CFO Frank Kuhlmann) die Inselgruppe der Walmörder auch weiterhin anzulaufen. Für Gäste würde lediglich ein Papier ausgelegt, in dem auf den Walfang hingewiesen wird. Eine persönliche Ansprache gegenüber den Kreuzfahrtgästen fände bisher nicht statt, sagte sie. Im Hinblick auf unsere Hinweise, dass Gäste bei Landgängen das vielfach nicht als Grindwalfleisch deklarierte und mit Umweltgiften schwer belastete Walfleisch konsumieren könnten, nahm sie zum Anlass der Geschäftsführung vorzuschlagen, die Gäste zukünftig über die Hintergründe des grausamen Abschlachtens der Grindwale und anderer Delfinarten auch in persönlicher Ansprache zu informieren.

Das WDSF interveniert seit mehr als vier Jahren gegenüber den deutschen Kreuzfahrtunternehmen gegen die Anlandungen auf den Färöer-Inseln. Nach jahrelangem Zögern hatten Aida, HapagLloyd, Costa Crocierce und TransOcean dem WDSF mitgeteilt, dass sie ihre Anlandungen aus Tierschutzgründen und aus Sorge um die Sicherheit ihrer Gäste auf der Inselgruppe gestoppt haben. Das Auswärtige Amt warnt auf seiner Homepage bei Reisen auf die Färöer-Inseln vor dem Eingreifen von Personen in die Grindwaljagd und dass dabei mit Geld- oder Haftstrafen gerechnet werden muss.

TUI Cruises teilte dem WDSF im Jahr 2015 mit: „Wir haben – ebenso wie Hapag Lloyd Kreuzfahrten – erklärt, die geplanten Anläufe auf den Färöer zu überprüfen.“ WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller dazu: „Diese Aussage erhalten wir von TUI Cruises in jedem Jahr seit 2015 erneut. Passiert ist seitdem allerdings gar nichts. TUI Cruises läuft mit Mein Schiff mehrmals jährlich die Färöer-Inseln unbeeindruckt von den Walmassakern an. Das WDSF hält daher den Boykottaufruf gegenüber TUI Cruises aus Tierschutzgründen aufrecht. TUI Cruises legt mit Mein Schiff auch unmittelbar vor der offiziellen Schlachtbucht in der Inselhauptstadt Torshavn und in drei anderen Todesbuchten an. Im Jahr 2017 wurden auf den Färöer-Inseln bisher bei 16 Treibjagden mehr als 1.200 Meeressäuger öffentlich in den Strandbereichen der Inselgruppe getötet (Anm.: bis September 2017 waren es 1.586 grausam abgeschlachtete Tiere). 17 Landgänge stehen bei TUI Cruises auf dem Plan, wobei die Gäste mit Kindern und die Crew bei der Sichtung einer blutigen und grausamen Tötung der verschiedenen Delfinarten ein Trauma erleiden können. Der Blutgeruch des Todes und der Anblick des Abschlachtens der Meeressäuger ist unerträglich.“

Wir werden die Proteste gegen TUI Cruises nun weiter intensivieren und planen Demos vor den Privathäusern der Geschäftsführung.

WDSF-Foto

Udo Lindenberg, der vom 1. bis 5.9.2017 auf Mein Schiff von TUI Cruises einige Panikkonzerte geben wird, unterstützte unsere Bemühungen gegenüber TUI Cruises und schrieb noch vor unserer Demo auf seiner Facebook-Seite:

" Thanx für euer feedback,, werde mit der reederei unbedingt mal sprechen . ich weiss nur dass schon nach alternativen gesucht wird... müssen der sache schnellstens auf den grund gehen, bevor die schiffahrt irgendwann kräftig auf grund läuft!! we do our best, liebe panikexperten, kann so nich weitergehen , das is klar. love euer udo"

Am 19.08.2017 legte Udo nach:

"werd im namen von euch allen meine ganze power dafür einsetzen, dass tui , so schnell wie möglich , die faröer nicht mehr anfährt . hab in dieser traurigen sache in n paar tagen ein treffen mit den tui-verantwortlichen- und melde mich dann mit m ergebnis ...". Und bezüglich der Proteste: "ja, ich unterschreibe das .... udo lindenberg".

Herzlichen Dank an alle Unterstützer, die bei der Demo in Hamburg dabei waren und an alle anderen, die fleißig gegen TUI Cruises intervenieren. Nach über 600 Negativbewertungen auf der Facebookseite von TUI Cruises Mein Schiff und nach weiteren hunderten von kritischen Beiträgen von Tierfreunden hat das Unternehmen seine Bewertungsfunktion auf Facebook deaktiviert und die TUI Cruises-Reiseagenturen angewiesen, ebenso zu handeln (s.a. auch Bericht auf unserer Homepage).

WIR WERDEN TUI CRUSES SO LANGE BRANDMARKEN, BIS DIE ANLANDUNGEN AUF DER INSELGRUPPE DER WALMÖRDER GESTOPPT WERDEN!

 

Hintergrund-Infos:

https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/aida-faeroeer-kreuzfahrten

https://www.wdsf.eu/faeroer-walfang

 

Walmassaker auf den Färöer-Inseln

TUI Cruises Mein Schiff (WDSF-Foto)(Hagen (ots) 17.07.2017) – Alljährlich finden überwiegend in den Sommermonaten auf den Färöer-Inseln nördlich von Großbritannien grausame Walmassaker statt. Alleine in den letzten zwei Monaten wurden über 700 Grindwale und andere Delfinarten bei Treibjagden auch in unmittelbarer Nähe des Anlandungshafen von Kreuzfahrtschiffen in der Inselhauptstadt Tórshavn blutig abgeschlachtet (Anm.: Bis 29.10.2017 waren es insgesamt 1.672 brutal getötete Meeressäuger).

Seit vergangenen Sonntag hat eine Aktion auf Facebook dazu geführt, dass mehrere Hundert Tierschützer auf der Tui Cruises-Seite eine erhebliche Abwertung des Unternehmens herbeigeführt haben, weil Tui Cruises im Gegensatz zu anderen deutschen Kreuzfahrtunternehmen die Inselgruppe weiterhin anläuft. Etliche kritische aber sachliche Beiträge wurden von Tui Cruises gelöscht und Teilnehmer blockiert.

Nach jahrelangen Interventionen des Wal und Delfinschutz-Forum (WDSF) und vielen Protesten von Tierfreunden hatten die Kreuzfahrtunternehmen Aida, Costa Crociere, HapagLloyd und TransOcean aus der Verantwortung gegenüber der Crew und Gästen und aus Gründen des Tierschutzes entschieden, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen.

Färöer-Walmassaker in Torshavn

Tui Cruises hatte dem WDSF mehrfach mitgeteilt, dass das Unternehmen den Walfang zwar verurteile und seine Gäste entsprechend informieren würde, aber weiterhin an seinen Anlandungen festhalten wolle. Das WDSF hat nach eigenen Angaben recherchiert, dass von insgesamt 17 angebotenen Landausflügen bei der Anlandung von „Mein Schiff 4“ vier offizielle Walfangorte auf dem Programm der Inselgruppe stehen (Tórshavn, Vestmanna, Sandavágur und Midvágur). Dort sind alleine in den letzten fünf Jahren 1346 Meeressäuger brutal an den Strandabschnitten abgeschlachtet worden. Seit 2010 beläuft sich die Anzahl der getöteten Wale und Delfine auf fast 6000 Tiere auf der zu Dänemark gehörenden teilautonomen Inselgruppe.

Die Landausflüge werden von TUI Cruises als „Familienausflüge“ deklariert. Die Gäste wären nach Angaben des WDSF allerdings nicht nur dem Risiko ausgesetzt, mit ihren Kindern Augenzeugen einer blutigen und grausamen Waljagd zu werden, sondern durch das in vielen Restaurants angebotene und nicht als solches deklarierte Walfleisch gesundheitlich gefährdet, weil es stark mit PCB und Quecksilber kontaminiert sei. TUI Cruises bezeichnet die Ausflüge auf den Färöer-Inseln als „totale Entspannung“ und verweist auf die „köstliche Landesküche“. Am kommenden Freitag ist erneut eine Anlandung auf den Färöer-Inseln vorgesehen.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Wir hoffen nach wie vor, dass bei der Unternehmensleitung von Tui Cruises mit der Geschäftsführerin Wybcke Meier die Einsicht siegt, dass ein eigener Boykott der Färöer-Inseln aus Tierschutz- und Wirtschaftsgründen mehr zur Einsicht der Waljäger beitragen kann, als sämtliche bisher ungehört geblieben Appelle aus aller Welt, die unzeitgemäßen Walmassaker zu stoppen. Bis dahin haben wir zum Boykott von Tui Cruises aufgerufen.“

Kinder beteiligen sich am Walmorden

In einem Bericht des Färöer-Mediums "Norðlýsið" werden Fotos und ein Video mit Kindern gezeigt, die am 20. August 2017 an dem blutigen Walfang im öffentlichen Strandbereich des Ortes Borðoyarvík teilgenommen haben. Bei dieser Treibjagd wurden 27 Grindwale massakriert. Das WDSF hat gegen die unzulässige Kinderteilnahme Strafanzeige bei den Justizbehörden der Färöer-Inseln und Dänemark gestellt.

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