AIDA, Costa Crociere, HapagLloyd und TransOcean boykottieren Färöer-Inseln

 

Vom 21. Mai bis 25. September 2017 wurden lt. amtlicher Walfangstatistik insgesamt 1.586 Meeressäuger (1.117 Grindwale und 469 Weißseitendelfine) bei 23 Treibjagden grausam an den Strandabschnitten der Inselgruppe abgeschlachtet.

Hier: Amtliche Walfangstatistik der Färöer-Inseln

Warnhinweis des Auswärtigen Amt bei Reisen auf die Färöer-Inseln - Stand 01.03.2017:

Walfang vor unserer europäischen Haustür

Wakfang auf den Fäöer(WDSF 2015/2017) Direkt vor unserer europäischen Haustür werden alljährlich durchschnittlich 850 Meeressäuger (überwiegend Grindwale und Weißseitendelfine) auf den Färöer-Inseln, die nördlich von Großbritannien im Nordatlantik zwischen Norwegen und Island direkt am Golfstrom liegen, an Strandabschnitten getötet.

Vom 21. Mai bis 25. September 2017 wurden insgesamt 1.586 Meeressäuger (1.117 Grindwale und 469 Weißseitendelfine) bei 23 Treibjagden grausam an den Strandabschnitten der Inselgruppe abgeschlachtet. Die Färinger verfügen nach Angaben des U.S. Department of State (s. dort etwa in der Mitte des Berichts unter dem Untertitel "The Faroe Islands") aufgrund ihres Arbeitsmarktes und erheblicher Exporte von Fischereiprodukten über einen hohen Lebensstandards und ein gut etabliertes Sozialsystem. Es heißt in dem U.S.-Bericht: "Die Inseln verfügen über eine gut entwickelte physische und Telekommunikations-Infrastruktur und verfügen über ausgewogene politische, rechtliche und soziale Strukturen. Der Lebensstandard für die Gesamtbevölkerung (ca. 48.000) ist nach Weltnormen hoch ...". Demnach sind die Bewohner nicht auf das grausame Töten der mit Umweltgiften belasteteten Grindwale, einer Delfinart, angewiesen. Die färöische Gesundheitsbehörde rät vom Verzehr des Walfleischs ab. Die Färinger selbst berufen sich auf alte Traditionen und den kostenlosen Nahrungserwerb.

AIDA und Hapag-Lloyd stoppen Anlandungen auf den Färöer-Inseln ab 2015 bzw. 2016 - TUI Cruises will keinen Boykott

(WDSF August 2017) Unbeeindruckt von den Grindwal-Massakern boten AIDA, HapagLloyd und TUI-Cruises bis 2015 Anlandungen bei den Schlachtorten der Färöer-Inseln an und gefährdeten ihre Gäste. AIDA, Costa Crociere und Hapag-Lloyd stoppten nach jahrelangen WDSF-Interventionen ab 2015 bzw. 2016 b.a.w. ihre Anlandungen auf den Färöer-Inseln; TransOcean verzichtet ab 2018 vollständig auf Färöer-Anlandungen. TUI Cruises hält (noch) nichts von einem Boykott und hat in den vergangenen Jahren und auch 2017 erneut die Inselgruppe angelandet. Gegenüber TUI Cruises mit Mein Schiff hat das WDSF daher aus Tierschutzgründen zum Boykott aufgerufen.

TransOcean Kreuzfahrten stoppt ebenfalls Färöer-Anlandungen ab 2018 und verurteilt Walfang auf der Inselgruppe

Nachdem das WDSF auch das Kreuzfahrtunternehmen TransOcean intensiv auf die Situation auf den Färöer-Inseln aufmerksam gemacht und einen Anlandungsstopp empfohlen hat, erreichte uns jetzt eine E-Mail vom 28.02.2017 (s.u.), wobei im Jahr 2017 nur noch ein Kurzaufenthalt von wenigen Stunden in Thorshavn vorgesehen ist und ab 2018 keine Anlandungen mehr geplant sind. Mit AIDA, Costa Crociere, HapagLloyd und TransOcean ist es nun gelungen, dass vier Kreuzfahrtunternehmen mit teilweise jährlich mehrfachen Anlandungen die Färöer-Inseln nicht mehr anlaufen werden und damit Tausende von Gästen ausbleiben.
 
Auf nochmalige Anfrage bestätigte uns TransOcean am 29.08.2017 folgendes:
 

Von: "presse.transocean"
Betreff: AW: Your dangerous landing on Faroe Island
Datum: 29. August 2017 17:53:26 MESZ
An: Jürgen Ortmüller <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Sehr geehrter Herr Ortmüller,
folgendes Statement darf ich Ihnen nun übermitteln:
Unsere Aussage vom 28. Februar 2017 war korrekt. Wie zugesagt, hat TransOcean Kreuzfahrten für 2018 keine Anlandung auf den Färöer-Inseln im Programm. Auch wenn es auf der Webseite einen anderen Anschein erweckt, betreibt TransOcean nur das Hochseeschiff ASTOR und ist hierbei für die Routenplanung verantwortlich. MS MAGELLAN und MS COLUMBUS, auf die Sie sich beziehen, sind Schiffe des britischen Veranstalters Cruise & Maritime Voyages (CMV). Dieser vertreibt auf dem deutschen Markt einige Reisen über TransOcean, TransOcean hat jedoch keinerlei Einfluss auf die Routengestaltung.

Beste Grüße
Marie-Sarah Baier
Senior Account Executive

Global Communication Experts GmbH
Pressearbeit TransOcean Kreuzfahrten
Hanauer Landstr. 184
60314 Frankfurt

 

Die blutige Waljagd

Foto: Faroe Information with permission for WDSFSobald Grindwale (Pilotwale) oder andere Delfinarten durch Färinger Fischer, von Helikopter-Taxis aus oder durch Kapitäne der Fähren zwischen den 18 zerklüfteten Inseln in den Fjorden oder in Meeresnähe im Bereich der Färöer-Inseln im Nordatlantik gesichtet werden, verbreitet sich die Nachricht per SMS, Telefon und Radio wie ein Lauffeuer über die gesamte Insel mit ihren rund 48.000 Einwohnern. Bei den Treibjagden werden auch Schnellboote und Jet-Skis eingesetzt, wobei sich die Färinger bei ihrem grausam anmutenden Walfang immer noch auf ihre 400 Jahre alte Tradition berufen. Offiziell gibt es 22 Fangbuchten (Anm.: Im Jahr 2017 wurden drei weitere Fangbuchten freigegeben).

Um die Wale in Panik zu versetzen und sie in die zum Schlachten vorgesehenen Buchten zu delegieren, benutzen die Waljäger sogenannte Fastakast, die an Seilen hinter den Booten hergezogen werden und dabei sirenenähnliche Geräusche erzeugen. Steine werden in das Wasser geworfen, um durch Luftblasen eine künstliche Wand zu erzeugen, die das natürliche Sonar der Tiere irritiert.

Das WDSF intervenierte seit 2013 bei dem Kreuzfahrtunternehmen AIDA und seit 2014 gegenüber HapagLloyd die Färöer-Anlandungen zu stoppen (s.u); ebenso erfolgreich gegenüber TransOcean und Costa Crociere. TUI Cruises weigert sich seit den ersten WDSF-Protesten in 2014 bis heute sich dem Boykott anzuschließen und gefährdet weiterhin seine Gäste und die Crew.

The WDSF intervenes since 2013 at the cruise company AIDA and since 2014 against HapagLloyd and TUI Cruises; also against TransOcean to stop their Faroe landings (see also below).

Juergen Ortmueller and Paul Watson at the bridge of the Ocean Warrior (2000) - Copyright WDSFSince 1999 Juergen Ortmueller (since 2007 with the WDSF) advocates to stop killing dolphins in the Faroe Islands.

(Juergen Ortmueller and Paul Watson at the bridge
of the Ocean Warrior in the year 2000 before the
trip by Paul and Juergen to the Faroe Islands)

 

WDSF-Aktivitäten bereits 2013 gegenüber Kreuzfahrtunternehmen

Färöer-Grindwalmassaker: Der staatliche Auslandsrundfunk Deutsche Welle (DW), die Bildzeitung und US-Medium berichten über die Ergebnisse des WDSF nach Kreuzfahrt-Boykottaufrufen - Das Auswärtiges Amt veröffentlicht Warnhinweise für Reisen auf die Färöer-Inseln

Banner(WDSF-akt. 2016/2017) - Die Bildzeitung (Artikel muss dort gescrollt werden) berichtete am 14.07.2016 unter der Überschrift „Kreuzfahrtunternehmen meiden Färöer-Inseln“ über das Ergebnis der WDSF-Interventionen bezüglich der Boykott-Aufrufe gegenüber Kreuzfahrtunternehmen und schreibt: 

„Das Deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) begrüßt, dass mehrere Touristik-Unternehmen Kreuzfahrten zu den Färöer-Inseln wegen der dortigen Delfinjagden reduzieren oder ganz aus dem Programm nehmen. Wie die in Hagen ansässige Organisation am Montag mitteilte, hat das Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises seine alljährlichen Anlandungen bis auf weiteres storniert, um seine Missbilligung über die Treibjagden auszudrücken. …“ (Anm.: Ebenso haben HapagLloyd, Costa Cruises und TransOcean dem WDSF zugesagt, dass sämtliche Anläufe für zukünftig auf die Färöer-Inseln storniert wurden - s.a. unten Schriftverkehr).



Deutsche Welle berichtet weltweit

Der staatliche Auslandsrundfunk der BRD und Kooperationspartner der ARD, die Deutsche Welle (DW), berichtete am 13.07.2016 weltweit in einem Beitrag (deutsch und englisch) unter der Überschrift „Färöer Inseln: Walfang oder Kreuzfahrer?“ über die Boykottaufruf-Erfolge des WDSF. 

Der internationale Beitrag der DW wurde von Cruise Law News in den USA/Florida aufgegriffen. TUI Cruises in Hamburg (ein Unternehmen von Royal Caribbean und dem Reiseunternehmen TUI AG in Hannover) steht dort unter dem Titel „Grausamkeit und Mord an den Tieren“ im Fokus der Kritik aufgrund ihrer fortgesetzten Anlandungen auf den Färöer-Inseln.

Auswärtige Amt mit Warnhinweisen

Das Auswärtige Amt hat einen Warnhinweis bezüglich eines Aufenthalts auf den Färöer-Inseln auf seiner Internet-Seite veröffentlicht (s.o.). Dort heißt es: „Vorwiegend in den Sommermonaten finden auf den Färöer-Inseln traditionell Grindwaljagden statt. Personen, die sich in diesem Zusammenhang nicht an die Anweisungen der färöischen Behörden halten, müssen mit Geld- oder Haftstrafen rechnen.“

Neue Färöer-Gesetze gefährden Kreuzfahrtgäste, Crews und Tierschützer


Das WDSF hatte die Kreuzfahrtunternehmen auf eine neue Gesetzeslage der Färöer-Inseln aufmerksam gemacht. Demnach sind Geld- und Haftstrafen vorgesehen, wenn Sichtungen von Walschulen den Behörden nicht gemeldet werden. Im Jahr 2014 wurden 14 Tierschützer vorübergehend verhaftet, mit Geldstrafen belegt und abgeschoben nachdem sie angeblich gegen Färöer-Gesetze verstoßen hatten. 

Gäste und die Crew von Kreuzfahrtschiffen sind demnach ebenfalls einer Gefahrenlage ausgesetzt. Darauf weist AIDA Cruises, eine Marke des britisch-amerikanischen Kreuzfahrtunternehmens Carnival Corporation & plc, in einem eigenen Statement ausdrücklich hin. Auf Facebook äußerte sich AIDA: "Aus Verantwortung gegenüber unserer Crew und unseren Gästen, sowie aus Gründen des Tierschutzes, hat sich AIDA Cruises dazu entschieden die Färöer-Inseln bis auf weiteres nicht mehr anzulaufen. Umwelt- und Meeresschutz haben bei AIDA Cruises höchste Priorität. Artenschutz ist dabei ein wesentlicher Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie."

Boykotte führen zu erheblichen Tourismus-Verlusten im sechsstelligen Bereich

WDSF-Protest bei AIDA-Reiseland in BerlinSeit Jahren interveniert das WDSF bei den großen deutschen Kreuzfahrtunternehmen AIDA, Costa Crociere, HapagLloyd, TransOcean und TUI Cruises, die Färöer-Inseln zu boykottieren. 

Die Unternehmen AIDA, HapagLloyd, Costa Cruises und TransOcean haben dem WDSF verbindlich zugesagt, dass sie weder in 2017 noch in den Folgejahren die Färöer-Inseln anlaufen werden. Bereits im Jahr 2015 hatten die genannten Kreuzfahrtunternehmen ihre Anlandungen erheblich eingeschränkt bzw. gestoppt. Leider hat TUI Cruises sich dem Boykott nicht angeschlossen und fährt weiterhin die Färöer-Inseln an und gefährdert seine Gäste und Crew. In den Jahren zuvor fanden mehrfach jährlich Anlandungen der vorgenannten Unternehmen auf den Färöer-Inseln mit etlichen Landausflügen statt. Die Färöer-Inseln verlieren durch den Boykott der vier deutschen Kreuzfahrtunternehmen jährlich deutlich mehr als 10.000 Gäste und die Liegegebühren für die Schiffe. Ebenso entfällt die Belieferung von Kraftstoff, Lebensmitteln und Verbrauchswaren der Kreuzfahrtschiffe durch regionale Versorger der Färöer-Inseln bei den jeweiligen Anlandungen. Die Verluste für den Tourismus der Färinger liegen sicherlich im sechsstelligen Euro-Bereich. AIDA reagierte zu seinem Anlandungsstopp mit einem eigenen Statement.

TUI Cruises weiterhin mit Anlandungen neben der Schlachtbucht in Tórshaven

TUI Cruises will trotz aller Proteste und der aktuellen Gefahrenlage nach wie vor den offiziellen Grindwalfangort Tórshaven mit Mein Schiff 1, Mein Schiff 3 und Mein Schiff 4 mit mehreren tausend Passagieren und einer jeweils fast 1.000-köpfigen Crew anlaufen. Drei Anlauftermine sind in dem Hafen der Hauptstadt Tórshavn, der unmittelbar neben einer offiziellen Walschlachtbucht liegt, im Jahr 2017 vorgesehen. Am 16.06.2017 wurden dort 164 Grindwale blutig und grausam von mehreren hundert Einheimischen getötet (Anm.: im Pressetext war zuerst von 158 Grindwalen die Rede). Weitere drei Anlandungen von TUI-Schiffen sollen im Jahr 2018 stattfinden. TUI Cruises bietet bei seinen Anlandungen jeweils 17 Land- und Seeausflüge an, so auch für Tórshavn. Das WDSF wurde von einem Gast an Bord von Mein Schiff 4 über die Anlandung und den Ablauf in Tórshavn im Juli 2016 informiert. Ein TUI Cruises-Flyer über das Walmorden war lediglich für Island verfügbar. Für die geplante Anlandungen ab 2017 will das Unternehmen nach eigenen Angaben (s.u.) die "Situation auf den Färöer-Inseln beobachten, aber an den derzeitig drei geplanten Anlandungen festhalten".

Nach wie vor sehen wir eine Gefährdung der Kreufahrtgäste mit ihren Kindern, zumal das Sichten eines solchen Walmassakers traumatisch jedem ewig in Erinnerung bleibt. Das mit Umweltgiften belastete Fleisch der getöteten Meeressäuger wird undeklariert in Restaurants, auf dem Marktplatz von Tórshaven und von Privatpersonen verkauft. Letztere stellen insbesondere für Kreuzfahrtgäste Verkaufsschilder in den Fenstern ihrer Häuser auf.

Wir sind nach wie vor der Meinung, dass es zumindest eine moralische Pflicht der Kreuzfahrtunternehmen ist, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen, zumal es durchaus attraktive Alternativziele gibt.

TransOcean ebenfalls auf Boykottkurs



TransOcean teilte dem WDSF am 5. Juli 2016 (s.u.) ursprünglich mit, dass ihr Schiff MS ASTOR die Färöer-Inseln im Jahr 2017 nicht mehr anlaufen wird. Am 12. Juli 2016 korrigierte die Pressestelle von TransOcean ihre Aussage gegenüber dem WDSF, dass TransOcean lediglich seine „Anläufe im Jahr 2017 prüfen und der Situation angemessen“ handeln wolle. Ab 2018 sind keine Anlandungen mehr vorgesehen, teilte TransOcean dem WDSF im Frühjahr 2017 mit.

 

Boykottaufrufe sollen ausgeweitet werden - UEFA und FIFA sollen Färöer-Nationalmannschaft wegen Teilnahme an Walmassaker sperrren

Färöer-Fussballer Sørmundur Árni Kalsø (lks.) u. Páll Klettskarð bei dem Walmassaker am 6.7.16 in HvannasundMit weiteren internationalen Kreuzfahrtunternehmen und Fluggesellschaften steht das WDSF wegen eines Boykotts der Färöer-Inseln in Verbindung. 

Nachdem bekannt geworden war, dass zwei Fussballspieler der Färöer-Nationalmannschaft an einem Grindwalmassaker am 06. Juli 2016 in Hvannasund aktiv beteiligt waren, hat das WDSF die UEFA und FIFA in einem Schreiben aufgefordert, die Färöer-Inseln für internationale Spiele zu sperren. Das Hamburger Abendblatt berichtete dazu am 12.07.2016:
 "Konsequenzen für Färöer nach Wal-Massaker? - Wegen der Beteiligung zweier Nationalspieler an der Abschlachtung von 43 Grindwalen haben ProWal und das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) die Fifa und Uefa aufgefordert, die Färöer-Inseln für internationale Spiele zu sperren. Laut einem Bericht von sport.de (Anm.: s.a. weltfussball.de) sollen die Färinger Spieler Páll Klettskarð und Sørmundur Kalsø an dem Tier-Massaker am 6. Juli im Nordatlantik mitgewirkt haben. Die aktive Teilnahme von Vertretern von Mitglieds-Verbänden an den Walmassakern sei, ebenso wie Rassismus, keine Vorbildfunktion, so die Argumentation des WDSF."

Färinger Spieler Páll Klettskarð

Färinger Nationalspieler Páll Klettskarð
bei Grindwalmassaker

Auf dem online-Portal von wettbasis.com heisst es am 13.11.2016, dass der färöische Fußball-Trainer aufgrund der angekündigten Protestaktionen in der Schweiz anlässlich des WM-Qualifikationsspiel auf die Aufstellung der beiden Nationalspieler Pall Klettskard und Sörmundur Kalsö, die an Grindwaltreibjagden teilgenommen haben, verzichtet hat. Auch das ist ein Erfolg der Aktion, denn kaum ein Fußballer vergißt es, wenn er nicht aufgestellt wurde - insbesondere nicht bei einem WM-Qualifikationsspiel.

wettbasis.com:

Brutale Grindwalmassaker töten Grindwalpopulation

Auf den Färöer-Inseln werden alljährlich meist Hunderte Grindwale (auch Pilotwale genannt) und andere Delfinarten auf brutalste Art und Weise abgeschlachtet. Dabei wird nicht zwischen Alt- oder Jungtieren und trächtigen Muttertieren unterschieden. Bei jeder Grindwaljagd werden ganze Walfamilien ausgelöscht. Ein Genpol für den Fortbestand der Delfinart geht damit unwiderruflich verloren.

Für die Färinger ist die Grindwaljagd ein regelrechtes Volksfest. Sobald der Inselruf „Grindaboð“ (Grindalarm) über verschiedene Kommunikationsmittel verbreitet wird, laufen die Bewohner der jeweiligen Küstenregionen mit Messern und Eisenhaken bewaffnet an den Strandabschnitt, wo die Grindwale von Booten bereits zusammen getrieben wurden. Der Blutgeruch des Todes verbreitet sich über die ganze Region.

Das Fleisch und der Speck der Grindwale, welche hochgradig u.a. mit PCBs und Methyl-Quecksilber belastet sind, wird an die Einwohner mit ihren Kindern, ungeachtet aller Warnungen seitens der eigenen Gesundheitsbehörde, verteilt und konsumiert. Auch wird Grindwalfleisch in Restaurants und auf Märkten ohne Warnhinweise auf die hohen Kontaminationen an Touristen verkauft.

Kostenloses Delfinfleisch hält das Morden aufrecht

Kein Färinger müsste Not leiden, wenn die Tradition der blutigen und weltweit kritisierten Grindwaljagd aufgegeben würde. Die Färinger verfügen nach Angaben des U.S. Department of State mit über den höchsten Lebensstandard weltweit. Der einzige verbliebene Grund der alljährlichen grausamen Bejagung von Hunderten von Grindwalen und anderen Delfinarten in einem Aufrechterhalten einer alten Tradition ist, dass das Fleisch und der Speck der Meeressäuger für die Färinger kostenlos ist. Verkäufe des stark kontaminierten Fleischs und des Specks der selbst erbeuteten Grindwale in Restaurants, auf Märkten und in Privathäusern an andere Einheimische und Touristen erwirtschaften ein erhebliches Zusatzeinkommen für die Färinger. Eine Portion Grindwalfleisch kostet in Restaurants etwa 45 Euro.

Schriftverkehr zwischen dem WDSF und Kreuzfahrtunternehmen:

Von: Monika Griefahn aida
Betreff: Antwort: Anlandungen Färöer-Inseln
Datum: 22. Juni 2016 12:47:03 MESZ
An: Jürgen Ortmüller

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

wir haben - wie im  letzten Jahr angekündigt - neue Routen aufgenommen und laufen keinen Hafen auf den Faröer Inseln an.

Herzliche Grüße
Monika Griefahn

Dr. Monika Griefahn
Chief Sustainability Officer
AIDA Cruises
German Branch of Costa Crociere S.p.A.
Am Strande 3d, 18055 Rostock, Germany

Von: hl-cruises
Betreff: AW: Anlandungen Färöer-Inseln
Datum: 22. Juni 2016 12:59:25 MESZ
An: 'Jürgen Ortmüller'

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

gerne bestätige ich, dass für die Flotte von Hapag-Lloyd Cruises weiterhin (sowohl 2016 als auch 2017) keine Anläufe der Färöer-Inseln geplant sind.

Mit den besten Grüßen

N.E. Leiterin Unternehmenskommunikation
_________________________________________
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH
Ballindamm 25 × 20095 Hamburg

Von: costa.it
Betreff: Costa Crociere: Faroer Inseln werden 2016 und 2017 nicht angelaufen
Datum: 5. Juli 2016 09:56:57 MESZ
An: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

hiermit bestätige ich Ihnen, dass Costa Crociere - wie schon im vergangenen Jahr - neue Häfen ins Kreuzfahrtprogramm aufgenommen hat und 2016 und 2017 keine Anläufe der Faroer Inseln plant.

Herzliche Grüße
Hanja Maria Richter
Manager Communication  
Costa Kreuzfahrten Niederlassung der Costa Crociere S.p.A.
Am Sandtorkai 39 - 20457 Hamburg - Germany
Registered office: Costa Crociere S.p.A. - Piazza Piccapietra, 48 - 16121 Genova - Italy

TransOcean ab 2018 ebenfalls auf Boykottkurs

Von: "presse.transocean"

Betreff: AW: Your dangerous landing on Faroe Island
Datum: 28. Februar 2017 17:53:32 MEZ
Sehr geehrter Herr Ortmüller,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage.

Folgendes Statement darf ich Ihnen übermitteln:
Für TransOcean hat der Tier- und Artenschutz höchste Priorität und das Unternehmen verurteilt die Ausübung des Walfangs auf den Färöer-Inseln ausdrücklich. TransOcean Kreuzfahrten hat sich entschieden, die Färöer-Inseln für 2018 nicht ins Programm aufzunehmen, obwohl die einzigartige Naturlandschaft sehr sehenswert ist und der Veranstalter der Überzeugung ist, dass der Walfang und das touristische Angebot nichts miteinander zu tun haben.
 
Beste Grüße
M.B.
Global Communication Experts GmbH
Pressearbeit TransOcean Kreuzfahrten
60314 Frankfurt

 

 

12.08.2015 - Cruises has stopped landings at the Faroe Island (Baltic Review)

 

(WDSF - akt. Juni 2016) Die erste Grindwaljagd im Jahr 2015 endete mit 154 getöteten Grindwalen am 06. Juni 2015 auf den Färöer-Inseln. "Monster und Mörder" waren noch die harmlosesten Kommentare, die sich daraufhin in Internet-Netzwerken fanden. Am 29.06.2015 wurden weitere 22 Grindwale brutal in Hvannasund abgeschlachtet. Am 23.07.2015 fanden gleichentags zwei Grindwalmassaker an den Stränden der Bereiche Bøur (111 getötete Grindwale) und in Tórshavn mit 142 abgeschlachteten Grindwalen statt. Am 12.08.2015 wurden weitere 61 der Meeressäuger in Sandavágur getötet; am 30.11.2015 nochmals 11 der Meeressäuger. Im Jahr 2015 fielen insgesamt 501 Grindwale der "Tradition" der Färinger Walmörder zum Opfer.

Mehreren bei diesen Gemetzeln verhafteten Tierschützern aus den Ländern Südafrika, Belgien, Italien, Frankreich, Luxemburg und Deutschland drohen jetzt Haft- und Geldstrafen, weil sie sich zum Zeitpunkt der Schlachtungen im Juli 2015 an den Strandabschnitten aufgehalten hatten, was Nichteilnehmern der Grindwaljagd seit Neuestem verboten ist. BILD-Zeitung vom 26.07.2015: "So müssen auch Touristen, die Sichtungen von Walen den lokalen Behörden nicht melden und somit einen Fang behindern, mit einer Geldstrafe (bis zu 3300 Euro) rechnen." Tatsächlich wurden im Jahr 2015 vier Tierschützer zu Geldstrafen zwischen 670 und 4.700 Euro pro Person oder ersatzweise zu acht- bis vierzehntägigen Gefängnisstrafen verurteilt. Darüber hinaus stellte die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Ausweisung der Tierschützer.

Die Färöer-Regierung bestreitet in einer halbherzigen Pressemitteilung zwar die Bestrafung von Touristen, gleichwohl wird ausdrücklich auf die Meldepflicht der Sichtung einer Grindwalschule hingewiesen, deren Unterlassung unter Strafe gestellt wurde. Newsweek berichtet darüber, dass Einheimischen und Touristen Gefängsnisstrafen von bis zu zwei Jahren drohen, wenn Sichtungen von Delfinschulen nicht den Behörden gemeldet werden. Wir empfehlen daher ausdrücklich von Reisen auf die Färöer-Inseln Abstand zu nehmen!

AIDA weist in einem eigenen Statement ausdrücklich auf die Gefahren bei einer Anlandung für die Crew und Gäste hin und beruft sich auch auf den Tierschutz:

"Auf den Färöer-Inseln wurde im Juni 2015 das Gesetz über den Walfang, das sogenannte "Grindalógin", geändert und es wurde eine Klausel aufgenommen, die jede Person verpflichtet - Einheimische und Besucher - jede Sichtung von Walen innerhalb von zwölf nautischen Meilen vor der Küste an die Behörden der Färöer Inseln zu melden. Die Behörden weisen darauf hin, dass diese Berichte wichtig bei der Entscheidung seien, ob Wale im Rahmen des traditionellen Walfangs, bekannt als "grindadráp", bejagt werden oder nicht. Wenn keine Meldung gemacht wird, besteht die Gefahr von Geldbußen und Haftstrafen von bis zu zwei Jahren. Aufgrund des Verantwortungsgefühls gegenüber unserer Crew und Gästen, sowie aus Gründen des Tierschutzes, hat AIDA Cruises beschlossen, die Anlandungen auf den Färöer-Inseln bis auf weiteres einzustellen."

Das WDSF hält es ebenso für unverantwortlich, mit Gästen, die auch von Kindern und Jugendlichen begleitet werden, das Risiko einzugehen, Augenzeuge einer der blutigen und grausamen Wal- und Delfinabschlachtungen bei den Anlandungen auf den Färöer-Inseln zu werden und in Restaurants das auf Fischbuffets kontaminierte Walfleisch zu sich zu nehmen.

Nach mehrwöchigen Protesten des WDSF bereits im Jahr 2013 mit Ankündigung von polizeilich angemeldeten Demonstrationen vor dem AIDA-Hauptsitz in Rostock und Kundgebungen vor den Privathäusern des deutschen AIDA-Präsidenten Michael Ungerer und des Vize-Präsidenten Paul Soulsby wurden die beiden geplanten Färöer-Anlandungen am 02.09. und am 11.09.2013 wegen eines angeblichen Sturmtiefs abgesagt. AIDA und Hapag-Lloyd schrieben ebenso einen (wirkungslosen) Brief an den Färöer-Premierninister Kaj Leo Johannesen. Nach Wetterrecherchen des WDSF lag allerdings zum Zeitpunkt der geplanten Anlandungen im Jahr 2013 kein Sturmtief vor. Die Begründung an Bord der AIDA Luna durch den Kapitän gegenüber den Gästen bezüglich der gestoppten Anlandung auf den Färöer-Inseln für den 02.09.2013 wurde mit einer Wetterkarte des Vorjahres 2012 (!) im Rahmen einer Präsentation belegt, wie uns ein Gast an Bord ausdrücklich bestätigte. Die Gäste wurde also offensichtlich belogen! Es wurde lediglich ein latenter Grund vorgeschoben, um die Forderungen des WDSF zu erfüllen. Im Jahr 2014 wurden die Anlandungen durch AIDA, Hapag-Loyd- und TUI Cruises noch unvermindert fortgesetzt.

Erst nach erneuten WDSF-Intervention aufgrund der aktuellen Gefahrenlage für Touristen und die Besatzung und nach erneuten Grindwal-Massakern im Jahr 2015 wurden die Färöer-Fahrten durch AIDA und Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gestoppt. TUI Cruises hat sich bisher an diesem Anlandungs-Boykott nicht beteiligt und setzt seine Gäste und seine Crew damit der Möglichkeit von Verhaftungen und Vergiftungen durch den Verzehr des Walfleischs aus. Das WDSF hat daher gegenüber TUI Cruises zum Boykott aufgerufen.


Medien berichten seit 2013 über die Protestaktivitäten des WDSF gegenüber den Kreuzfahrtunternehmen:

Foto: Carl-Ernst Stahnke Pixelio(WDSF akt. 04.08.2015) Die deutschen Kreuzfahrtunternehmen AIDA-, TUI- und Hapag Lloyd-Cruises boten bisher Anlandungen auf der Inselgruppe der Walmörder an. AIDA hatte für das Jahr 2015 drei Aufenthalte auf den Inseln der Grindwalmörder angekündigt: Die AIDA Luna am 30.08.2015, AIDA Diva am 07.09.2015 und AIDA Mar am 23.10.2015, wobei geschickterweise als Land "Dänemark" statt Färöer-Inseln angegeben wurde. Alle drei Anlandungen sollten in dem offiziellen Fang- und Schlachtort Klaksvik auf den Färöer-Inseln stattfinden. AIDA-Schiffe waren bereits am 02.09. und 10.09.2014 in Klaksvik angelandet und das HapagLloyd Schiff MSEuropa am 17.09.2014 in der Inselhauptstadt Tórshavn; beide Städte haben  offizielle Schlachtbuchten. Ein AIDA-Mitarbeiter (Bordlektor) empfahl im Jahr 2013 in einem Vortrag an Bord den Walfleischverzehr ("Probieren Sie das doch mal"). AIDA-Pressechef Hansjörg Kunze dementierte diese Aussage anfänglich. Schließlich distanzierte sich AIDA offiziell nach WDSF-Protesten von Aussagen zum Probieren des Walfleischs in einer Pressemitteilung vom 16.08.2013.

AIDA- und HapagLloyd-Briefe an den Premierminister der Färöer-Inseln wirkungslos

Am 27.08.2013 schrieb die AIDA-Umweltdirektorin Monika Griefahn (vormals Greenpeace-Funktionärin und niedersächsische Umweltministerin) auf Vorschlag und nach den Protesten des WDSF einen Brief an die Färöer-Regierung und brachte damit endlich Vorbehalte bezüglich des Färöer-Walmords zum Ausdruck. In einer anschließenden E-Mail schrieb Monika Griefahn dem WDSF, dass sie nun hoffe, dass der geplante "Belagerungszustand" gegenüber der AIDA-Geschäftsleitung mit dem Brief an die Färöer-Regierung beendet sei. Das WDSF hatte zuvor offizielle Demonstrationen vor den Privathäusern des CEO's von AIDA angekündigt.

Der Brief von AIDA an den Premierminister hatte keine Auswirkung, zumal danach bis September 2014 12 Grindwalabschlachtungen mit insgesamt 992 Grindwalen und 430 Abschlachtungen von Weißseitendelfinen stattgefunden haben. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 1.534 Meeressäuger brutal und grausam an den Stränden und in Buchten der Färöer-Inseln getötet.

Der Brief des CEO von Hapag Lloyd, Karl. J. Pojer, vom 25. August 2014 nach WDSF-Protesten gegenüber Hapag-Lloyd Kreuzfahrten an den Premierminister der Färöer-Inseln, Kaj Leo Johannesen, konnte die brutalen, tödlichen Treibjagden auf die Grindwale und andere Delfinarten auf den Färöer-Inseln ebenfalls nicht stoppen.

AIDA wollte im Jahr 2014 noch keinen Boykott der Färöer-Inseln

Von: Monika Griefahn
Betreff: Antwort: AIDA Färöer-Inseln
Datum: 26. August 2014 15:59:06 MESZ
An: Jürgen Ortmüller

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

wie Sie wissen, kämpfe ich selbst bereits seit über 30 Jahren aktiv gegen den Walfang und werde das auch weiter tun. Was dort passiert, macht mich persönlich betroffen. AIDA und genauso ich, verurteilen den Walfang auf den Färöer-Inseln auf das Schärfste. ...

über die Wahl der Mittel kann man dennoch geteilter Auffassung sein. Lassen Sie mich daher zur Kritik des Wal- und Delfinschutzforums (WDSF) an unseren Anläufen auf den Färöer-Inseln Folgendes sagen:

2014 führen zwei Transreisen von AIDA durch die nordländische Region, die sich insbesondere durch eine intakte Natur und große biologische Vielfalt auszeichnet.
Die Beobachtung von Walen in ihrem natürlichen Lebensraum stellt dabei in diesem Zielgebiet eine ganz besondere Faszination dar. ...


Wir sind jederzeit offen für konstruktiven Dialog und engagieren uns im Bereich Artenschutz nach Kräften dort, wo wir Einfluss nehmen können. Statt eines Boykotts ziehen wir es vor, den Dialog zu suchen. Ich habe mich daher bereits 2013 an den Premierminister der Färöer-Inseln gewandt. In meinem Schreiben habe ich unsere Missbilligung des Walfangs zum Ausdruck gebracht und angeregt, stattdessen den Walschutz zu fördern und „Whale Watching“ als nachhaltiges Angebot für Touristen und Bewohner der Faröer Inseln in Erwägung zu ziehen. Auch in diesem Jahr suche ich den persönlichen Kontakt mit dem Ministerpräsidenten der Faröer.

Ich kann nur noch einmal betonen, dass wir bei AIDA den Walfang genauso verurteilen wie Sie, aber AIDA ist der falsche Adressat für dieses unbestritten wichtige Anliegen.

Herzlichst

Ihre Dr. Monika Griefahn
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Dr. Monika Griefahn
Chief Sustainability Officer
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AIDA Cruises
Am Strande 3d
18055 Rostock
Germany

Ein Umdenken erfolgte bei AIDA erst im Jahr 2015 nach erneuter WDSF-Intervention

Aufgrund der aktuellen Grindwalschlachtungen und Gästegefährdung schrieb das WDSF am 02.08.2015 erneut an AIDA Cruises (wie auch in den Jahren 2013 und 2014):

Von: Jürgen Ortmüller
Betreff: Färöer-Inseln
Datum: 2. August 2015 14:37:42 MESZ
An: "Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>

Sehr geehrter Herr Ungerer,
sehr geehrte Frau Dr. Griefahn,

aus aktuellem Anlass der erneuten Grindwalwassaker und des Risikos für Touristen, die Grindwalsichtungen nicht den Behörden melden, weisen wir auf die Aktualisierung unserer Homepage zum Thema hin.

Wir werden das Thema aufrund Ihrer diesjährig beabsichtigten weiteren Anlandungen auf den Färöer-Inseln erneut aufgreifen und eine entsprechende Presseerklärung über unsere Medienverteiler, auf Facebook und auf unserer Homepage veröffentlichen. Wir geben Ihnen hiermit Gelegenheit zur kurzfristigen Stellungnahme, insbesondere ob AIDA die Anlandungen aufrecht erhält.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Ortmüller
WDSF-Geschäftsführer
 

AKTUELL: Dieses Antwort-Schreiben von AIDA erreichte uns am 07.08.2015 nachdem uns HapagLloyd bereits am 06.08.2015 (s.u.) mitgeteilt hatte, dass sie b.a.w. die Färöer-Inseln aus dem Programm nehmen wollen:

Sämtliche angeschlossenen Reisebüros wurden sofort über die AIDA-Entscheidung informiert:

 Hapag-Lloyd ändert ebenfalls Reiseroute nach WDSF-Intervention

Der Brief des CEO von Hapag Lloyd, Karl. J. Pojer, vom 25. August 2014 nach WDSF-Protesten gegenüber Hapag-Lloyd Kreuzfahrten an den Premierminister der Färöer-Inseln, Kaj Leo Johannesen, konnte die brutalen, tödlichen Treibjagden auf die Grindwale und andere Delfinarten auf den Färöer-Inseln nicht stoppen.

HapagLloyd hatte auch im Jahr 2015 unbeeindruckt der Gefahren für die Gäste Färöer-Anlandungen auf den Färöer-Inseln im Programm. Die nächste Anlandung war ursprünglich für 2016 angekündigt. In einer E-Mail vom 18. August 2015 teilte uns Hapag-Lloyd Kreuzfahrten allerdings die Änderung der Reiseroute für 2016 mit:

Von: @hl-kreuzfahrten.de>
Betreff: AW: Färöer-Inseln
Datum: 18. August 2015 13:15:00 MESZ
An: 'Jürgen Ortmüller'

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

der geplante Anlauf auf den Färöer Inseln mit der BREMEN im nächsten Jahr (Anm.: 2016) wurde nun durch eine Alternative ersetzt: Die BREMEN wird die Ostküste Islands besuchen.
 
Mit besten Grüßen
Negar E.

 

In einem ersten Antwort-Schreiben vom 06. August 2015 auf erneute Anfrage und Bitte des WDSF zu einem zukünftigen Anlandungsstopp teilte die Unternehmensleitung von HapagLloyd dem WDSF vorab mit:

Von: @hl-kreuzfahrten.de>
Betreff: Färöer-Inseln
Datum: 6. August 2015 11:26:20 MESZ
An: "'ortmueller@'"
Kopie: HLK Presse

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

Herr Pojer hat Abwesenheitsbedingt Ihre Mail an uns weiter geleitet, die wir gern beantworten möchten: ... Wir schützen, was uns fasziniert - daher liegt es auch im starken Interesse des Unternehmens, dass der Walfang auf den Färöer Inseln gestoppt wird. Wir denken, dass es eine Auseinandersetzung mit den Angehörigen der entsprechenden Kultur  – die ihren Walfang als Tradition betrachten – geben muss, um einen Verhaltenswandel herbei zu führen. Wir suchen daher weiterhin den kritischen Dialog mit den Verantwortlichen vor Ort. Wir haben bereits die Zahl unserer Anläufe auf den Färöer Inseln reduziert. Für das kommende Jahr ist nur ein Anlauf auf den Färöer Inseln geplant. Von weiteren Anläufen auf den Färöer Inseln werden wir vorerst absehen und prüfen derzeit mögliche Alternativen für die geplante Routenführung im nächsten Jahr.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Leiterin Unternehmenskommunikation
 
Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH - Ballindamm 25 - D-20095 Hamburg

Bis dahin hieß es auf der Internet-Seite von HapagLloyd: