Fachgespräch über die Delfintherapie im Bundestagsbereich mit dem WDSF und Teilnahme des Bundesverbands autismus Deutschland e.V.

Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. sieht Delfintherapien in Delfinarien weiterhin als bedenklich an

Maria Kaminski, Vorsitzende des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V.:

„Trotz intensiver Forschungsarbeiten gibt es nach wie vor keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass eine Delfintherapie Kindern mit Autismus zu Förderung und Heilung verhilft. Um Menschen mit Autismus zu helfen, empfiehlt der Bundesverband dringend eine liebevoll konsequente Erziehung,Verhaltenstherapie mit Sprachanbahnung und Sozialtraining. Delfine sind Wildtiere. Es ist eine Frage der Ethik, ob wir Menschen diese Tiere ihrer Freiheit berauben dürfen, um sie für fragwürdige Zwecke auszunutzen.“

gez. autismus Deutschland e.V. Maria Kaminski (Vorsitzende) Mitglied bei: 
WAO

 

In der Pressemitteilung von Bündnis90/Die Grünen vom 29.07.2007 (Nr. 0760) im Anschluss an das Fachgespräch im Bundestagsbereich heißt es u.a.: "... Die Delfintherapie gerät zunehmend in die Kritik, da die dafür eingesetzten Delfine in den Delfinarien nicht artgerecht gehalten werden können und besonders leiden. Zudem müssen immer wieder Tiere dieser streng geschützten Art aus der Natur "nachgeliefert" werden, um den Bestand der Delfinarien zu sichern, da Nachzuchten in Gefangenschaft so gut wie nie gelingen. Diese Wildfänge wiederum bedrohen den Bestand der Delfine ernsthaft. ... Wir betrachten es als großen Fortschritt, dass sich alle anwesenden Fachleute eindeutig gegen die Haltung dieser großen, intelligenten Meeressäuger in Delfinarien ausgesprochen haben, die nicht einmal entfernt ihren natürlichen Lebensraum nachbilden können. Auch Befürworterinnen der Delfintherapien haben betont, dass diese Therapie nur dort durchgeführt werden kann, wo die Tiere freien Zugang zum Meer haben." (s.a.: http://www.walschutzaktionen.de/155501/240722.html ).

In einer weiteren Bundestagsrede von Bündnis90/Die Grünen heißt es u.a.: "Bis heute konnten jedoch die therapeutischen Erfolge nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Im Gegenteil wird darauf verwiesen, dass Therapien mit domestizierten Tieren, welche wesentlich kostengünstiger und zudem artgerechter durchführbar sind. Delfintherapien werden daher auch nicht vom Gemeinsamen Bundesausschuss anerkannt.

 

v.lks.: Jürgen Ortmüller (WDSF-Geschäftsführer),  Ric O'Barry (Dolphin Project, WDSF-Förderer, Oscar für "Die Bucht" und Bambi-Preisträger, Ex-TV-Trainer der Serie "Flipper") Undine Kurth (MdB, Ex-parl. Geschäftführerin Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen), Maria Kaminski (Bundesvorsitzende autismus Deutschland e.V.)

Hier : Detaillierte WDSF-Homepage über dolphin aid e.V.


Foto: privat WDSF-Copyright

AKTUELL

 

Delfintherapievermittler "dolphin aid" steht in der Kritik des Düsseldorfer EXPRESS - "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert ist bezahlte Programmdirektorin im Management des Therapiezentrums auf Curacao

(WDSF 28.11.2017/17.06.2018) Am 28.11.2017 veröffentlichte der Düseldorfer EXPRESS einen kritischen Beitrag über den Delfintherapievernittler "dolphin aid". Das WDR-Fernsehen (hier: Transkription des WDR-Berichts) berichtete bereits 2005 in einem ebenfalls kritischen Beitrag. Bei vielen Kritikern von "dolphin aid" wurde mit juristischen Mitteln durch den Verein versucht, sie u.E. mundtot zu machen. Dem WDSF liegen etwa über 2.000 Seiten recherchierten Materials vor, welches ein äußerst fragwürdiges Licht auf den Verein wirft, wie nachfolgend berichtet wird.

In dem EXPRESS-Bericht heißt es zu den Spenden aus der alljährlichen Spenden-Gala im Interconti-Hotel in Düsseldorf bei der Veranstaltung in 2017: "146.000 Euro kamen zusammen. Aber inzwischen häufen sich auch die kritische Töne - die Gala und ihre Arbeit geraten immer mehr ins Zwielicht." Im EXPRESS-Bericht heißt es weiter, dass auch die entgeltlichen Bezüge der "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert im Management des Therapiezentrums CDTC auf Curacao, das von "dolphin aid" bevorzugt angeboten wird, bisher nie veröffentlicht wurden. Kuhnert war als Vorstandsmitglied des Vereins zurückgetreten, aber gleichwohl stimmberechtigtes Vollmitglied geblieben. Ihre Begründung zum Vorstandsrücktritt lt. Vereinsakte im Jahr 2008: "...um mögliche Missinterpretationen vorzubeugen und den Verein vor Schaden zu bewahren ... ."

EXPRESS: "Die Mutter eines betroffenen Kindes sagt zur Delfintherapie: "Sie war teuer und erfolglos, kostete uns fast 10.000 Euro. Und von den Spenden bekamen wir nichts." Jürgen Ortmüller vom "Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) kritisiert: „Die von »dolphin aid« vermittelte Delfintherapie ist kommerziell und ein Missbrauch sensibler Meeressäuger. "dolphin aid" hat am 25. Oktober 2017 eine Klage am Landgericht Köln gegen das WDSF verloren, muss 20 von 21 Behauptungen des WDSF weiter ertragen. Auch die Formulierung: "Alljährliche Abzocke von dolphin aid?" mit der der WDSF die Spendenaktionen kritisiert hatte."

Die "Abzocke"-Aussage des WDSF wurde weder vom Landgericht Köln (Az.: 28 O 368/16) in einem Gerichtsverfahren durch "dolphin aid" gegen das WDSF, noch vom Landgericht Berlin (Az.: 27 O 707/17) im Rahmen einer Einstweilige Verfügung durch "dolphin aid" gegen den Düsseldorfer Express als unzulässige Schmähkritik eingestuft, sondern als zulässige Bewertung aufgrund einer freien Meinungsäußerung.

Der EXPRESS weiter: "Unterstützer sprangen ab - Ex-"dolphin aid"-Botschafter Hugo Egon Balder hatte sich in einer RTL-Sendung für die "Freihheit für Flipper" ausgesprochen. Ex-Botschafter Howard Carpendale legte sein Ehrenamt ebenfalls nieder." Inzwischen hat sich auch der Schauspieler Ralf Möller als Botschafter von "dolphin aid" verabschiedet.

"dolphin aid e.V." kassiert 2 Prozent der Teilnahmegebühr und einen "freiwilligen" Mitgliedsbeitrag von den betroffenen Eltern. Eine Verzinsung der langjährig auflaufenden Spendenbeträge zugunsten betroffenener Eltern gab es auch in Zeiten der Hochzinsphase nicht. Bei einer Spendenaktion kamen rund 26.000 Euro zusammen. Ein Vollmitglied des Vereins "dolphin aid e.V." deklarierte als Reisebüro 3% der gebuchten Reisekosten. Das alljährliche Spendenvolumen bei "dolphin aid" liegt im Durchschnitt bei mehreren Millionen Euro, berichtete der WDR (s.u.).

Kirsten Kuhnert ist seit 2009 als bezahlte Programmdirektorin im Management des von "dolphin aid" bevorzugt angebotenen CDTC-Delfintherapiezentrums auf Curacao tätig nachdem sie 1995 "dolphin aid" gegründet hat und ist gleichzeitig als Vorstandsmitglied bei dolphin aid e.V. ausgestiegen. Gleichwohl war sie weiterhin stimmberechtigtes Vollmitglied des Vereins, wie sich aus den Registerunterlagen beim Amtsgericht Düsseldorf ergibt. "dolphin aid" hat über die Jahre Millionen Euro an Spenden an das CDTC überwiesen und somit auch die Bezüge der "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert in dem Therapiezentrum CDTC mitfinanziert.


15.03.2016 - Skandal - Dolphin aid „missbraucht“ Hugo Egon Balder für Sponsoring von Delfintherapien (MND) 

(WDSF - 15.03.2016) - Der Düsseldorfer Delfintherapie-Vermittler „dolphin aid“ verwendete jahrelang für seine Spenden- und Sponsorenaufrufe als Aushängeschild auch den bekannten RTL-Moderator, Fernsehproduzenten und Kabarettisten Hugo Egon Balder gegen seinen Willen. Er wird als „Botschafter“ der Organisation gelistet. Jetzt deckte das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) auf, dass Balder nach eigenen Angaben schon lange kein „Botschafter“ mehr für „dolphin aid" ist, weil er von dem kommerziellen Missbrauch der Delfine bei den Delfintherapien erfahren hat. Trotz Aufforderung durch Balder habe dolphin aid ihn als "Botschafter" nicht gelöscht. Dies geschah jetzt erst nachdem das WDSF das Thema öffentlich gemacht hat. Hugo Egon Balder hatte sich in einer RTL-Sendung von "Mario Barth deckt auf" im Oktober 2015, in der auch der WDSF-Geschäftsführer in einem Filmbeitrag zu Wort kam, für die "Freiheit für Flipper" ausgesprochen.

16.03.2016 - Howard Carpendale ebenfalls nicht mehr Mitglied bei "dolphin aid" (Extrem News)

Howard Carpendale Hergen Schimpf Heimat20150 honorarfrei

WDSF 19.03.2016 - Das Büro des Sängers Howard Carpendale teilte dem WDSF am 16.03.2016 mit, dass "die Mitgliedschaft bei der Organisation vor ca. einem Jahr beendet wurde". Das Büro wolle sich "um die fehlerhafte Informationen im Internet" von dolphin aid kümmern, heißt es in der Mitteilung an das WDSF. Hugo Egon Balder und der Schauspieler Ralf Moeller wurden als "Botschafter" auf der Homepage von dolphin aid inzwischen entfernt. Die drei Promis sind nach wie vor werbeträchtig für ein Golftunier von "dolphin aid" im Mai 2016 auf Mallorca eingebunden, das im Jahr 2015 nach Angaben von RP-online für dolphin aid knapp 40.000 Euro an Erlösen einbrachte.

 

Alljährliche Abzocke von "dolphin aid"?

Foto: privat WDSF-Copyright

dolphin aid-Gala in Düsseldorf mit Werbung für die Delfintherapie mit Delfinen in Gefangenschaft und Spenden-Tombola - Bambi-Preisträger Ric O'Barry (Oscar für "Die Bucht") kündigte Schauspielerin Katy Karrenbauer nach der Gala 2016 seine Facebook-Freundschaft

29.11.2016 - Kritik an dolphin aid-Gala - Delfinschützer Ric O’Barry kündigt Schauspielerin Katy Karrenbauer die Facebook-Freundschaft (mnd)

Ric O'Barry, Ex-Trainer der TV-Serie "Flipper", heutiger Delfinschützer und Bambi-Preiträger (Hollywood-Oscar für den Film Die Bucht) zum Thema Delfintherapie gegenüber der ARD:
"Ich bekomme noch immer Anrufe, darunter viele Mütter auch aus Deutschland. Die fragen mich nach Delfintherapien. Und ich sage ihnen die Wahrheit: Fahren sie nicht dahin! Geben sie nicht ihr Geld dafür aus. Solche gefangenen Delfine können ihr Kind nicht heilen. Sie können nicht einmal sich selbst helfen. Sie sind keine Doktoren, keine Heiler - sie sind Opfer!" (Quelle MDR/ARD)

"Dolphin aid" ist ein fragwürdiger und finanzkräftiger Unterstützer und Vermittler der DHT (Dolphin Human Therapy) in Deutschland

(WDSF 2016/30.11.2017) Gegründet wurde der Verein von Kirsten Kuhnert im Jahr 1995. Kuhnert hat 2008 als bezahlte Programmdirektorin in das Management des Delfintherapiezentrums "Curacao Dolphin Therapy Center" (CDTC) auf Curacao gewechselt, wohin Spendengelder von dolphin aid fließen, und ist gleichzeitig als Vorstandsmitglied bei dolphin aid e.V. ausgestiegen. Gleichwohl blieb sie weiterhin stimmberechtigtes Vollmitglied des Vereins. Der Verein "dolphin aid" hat über die Jahre gesammelte Spenden in Millionenhöhe (Euro) an das CDTC überwiesen, sodass auch Kirsten Kuhnert als sicherlich gut dotierte Programmdirektorin des CDTC daran partizipiert. Ihre Begründung vom 8. Januar 2008 zum Rücktritt als Vorstand bei dolphin aid: „...um mögliche Missinterpretationen vorzubeugen und den Verein vor Schaden zu bewahren…“.

Jährlich findet eine Gala im Hotel Intercontinental Düsseldorf durch "dolphin aid" statt, an der etliche Promis und Firmen teilnehmen und eine Menge Geld zusammentragen - wofür genau ist fraglich. Auf Mallorca vergnügen sich Funktionäre von dolphin aid mit Alt-Promis und Teilnehmern bei einem jährlichen Golfturnier und sammeln Geld bei einer Tombola. Im Jahr 2015 war auch der Schauspieler Heiner Lauterbach dabei, hieß es. Eltern beklagen sich über dolphin aid, da es sich nicht um eine Therapie handeln soll, sondern lediglich um das Schwimmen mit Delfinen (s.u. "Öffentliche Kritik an dolphin aid"). Die Mutter eines behinderten Kindes übermittelte dem WDSF einen Bericht über ihre negativen Erfahrungen mit dolphin aid (facebook). Sie spricht davon, dass "auch die Menschen (Anm.: Delfintherapieanbieter) mit der teuren Delphin-Therapie eine recht erträgliche und einfache Art des Einkommens gefunden haben." Dies gehe alles zu Lasten der Delfine. Die Verlierer bei dieser "Delphin-Therapie" seien eigentlich alle Beteiligten, außer dem Anbieter/Veranstalter dieser Therapieform.

In einem Artikel vom 15.11.2015 auf Express.de heißt es zu den Geldsammelaktionen von dolphin aid: "Auch Schauspieler Bernd Herzsprung, seit 13 Jahren Botschafter, erleichterte die Gäste um Geld. ... Weitere Gäste des Abends: Ron Williams mit Tochter Ariane Roth und Sohn Julian, Ex-Fußballprofi Uli Stein mit Tochter Jenny, Prinzessin Ursula zu Hohenlohe, Lindenstraße-Star Andrea Spatzek. Spendenergebnis: 147.000 Euro!"

Auf der Homepage der Organisation heißt es: "Es gibt keine wirtschaftlichen Verbindungen zu den Therapiezentren. dolphin aid betreibt kein eigenes Therapiezentrum, sondern ist eine reine Hilfsorganisation und somit völlig unabhängig" ...und weiter ... "Nach § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Abgabenordnung fördern wir nachfolgende, gemeinnützige Zwecke: Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege." Diese Aussage als Grundlage für die Steuerfreiheit und Gemeinnützigkeit von dolphin aid halten wir für fragwürdig, weil die Delfintherapie nicht zum "öffentlichen Gesundheitswesen" gerechnet werden kann.

Auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein heißt es dazu:

"Die Verordnung von Leistungen, die nicht den Bestimmungen der Heilmittel-Richtlinie entsprechen und/oder nicht im Heilmittel-Katalog genannt sind, ist nicht zulässig. Ausgeschlossen ist somit zum Beispiel die Behandlung von Lese- und Rechtschreibschwäche, Delfintherapie oder Yoga."

Es wird von Teilnehmern einer Delfintherapie vermutet, dass die eigenen Reisen und Vorstandsaufwendungen des dolphin aid-Vorstands auch aus den steuerbegünstigten Spendentöpfen bezahlt wird (s. Blog-Beitrag unten). Die Organisation selbst veröffentlicht darüber keine eigenen Angaben.

"Der Arzneimittelhersteller STADA unterstützt u.a. seit 2007 als Hauptsponsor den Verein dolphin aid e.V." heißt es in den dolphin aid news. Etliche andere Firmen-Förderer werden auf der Internetseite von dolphin aid aufgeführt.

Kooperation mit fragwürdigen Delfinarien - Eltern durch "Dolphin Kids" betrogen

"dolphin aid" zählt zu den finanziell best ausgestatteten Vermittlern von Delfintherapien. Die Therapien werden lt. Angaben des Vereins in Key Largo, Florida, im Dolphin Therapy Center Curacao, im Dolphin Reef in Eilat/Israel und vormals im türkischen Marmaris (Onmega Dolphin Therapy) durchgeführt. Sämtliche Anlagen gelten bei Delfinschützern als fragwürdig und umstritten. Die "Delfin-Therapie-Zentren" in Curacao, Florida und Eilat wurden vom "medizinisch-wissenschaftlichen Beirat" von dolphin aid selbst "zertizifiert" und nicht von unabhängigen Prüfstellen! Ebenso förderte dolphin aid nach eigenen Angaben im Tierpark Mundomar in Benidorm (Spanien) ein Projekt, das auch von dem radikalen Pseudo-Delfintherapeuten Branko Weitzmann angeboten wird, der in einem Delfinpark in Tunesien mit Delfinen aus der grausamen Delfintreibjagd aus Taiji/Japan "arbeitete", wie auch die Bild am Sonntag berichtete. Nach Angaben der "Fundación Aqualandia Mundomar" in einem Informationsblatt, das noch im Herbst 2015 verteilt wurde, arbeitet die Stiftung "mit verschiedenen Organisationen zusammen, wie z.B. Dolphin aid, Dolphin Kids  ...".

In einem Bericht im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 27.01.2016 zu Dolphin Kids (einem anderen Delfintherapievermittler) heißt es, dass das Bonner Landgericht in einem Zivilverfahren das Gründerehepaar wegen Veruntreuung von Spendengelder verurteilt hat: "Es verurteilte das Ehepaar – zehn Jahr später – zur gemeinsamen Zahlung von 121.391,53 Euro. Die Ehefrau haftet als Vereinsvorsitzende mit weiteren 66.798,48 Euro. Insgesamt sind es also knapp 190.000 Euro, die beide an den Insolvenzverwalter des Vereins zahlen müssen. Für die 13. Zivilkammer steht außer Frage, dass die Eheleute sich hemmungslos an den Spendengeldern bedient haben." Im Jahr 2013 wurde ein Strafverfahren gegen das Gründer-Ehepaar wegen Untreue in 122 Fällen gegen Zahlung einer vierstelligen Summe sowie dem Ableisten von jeweils 150 Sozialstunden eingestellt. Der Fall war aufgeflogen, weil Eltern plötzlich die teuren Delfin-Therapien aus eigener Tasche zahlen mussten. Angeblich seien die Spenden noch nicht beim Verein eingegangen, sei ihnen gesagt worden.

Zum Onmega Dolphin Center in Marmaris (Türkei), das sich im Angebot von dolphin aid befand, hat sich das WDSF wie folgt geäußert: "Die Delfine werden dort unter katastrophalen Bedingungen in viel zu kleinen Meereskäfigen gehalten und leiden unter der kommerziellen Ausbeutung und dem Stress. Der Delfinpark mit seinem deutschen Inhaber Axel Linke ist einer der Mörder von Tierschutzrechten. Bei über 40 Grad Sonnentemperaturen verbrennen die Tiere regelrecht, weil ein erforderlicher Sonnenschutz fehlt. Die Delfinqual und der Missbrauch der Delfine in diesem "Therapiezentrum" ist katastrophal." Einen Gerichtsprozess bezüglich dieser Aussagen hat das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) vor dem Landgericht Hagen und auch in zweiter Instanz vor dem OLG Hamm im wesentlichen gewonnen.

 

Delfintherapie und Delfin-Shows

Immer wieder wird behauptet, dass in den von dolphin aid angebotenen "Therapiezentren" (Curacao Dolphin Therapy Center, Island Dolphin Care (Florida, Key Largo) und im Onmega Delphintherapie in Marmaris/Türkei) keine Delfin-Shows stattfinden würden. Das ist eindeutig und nachgewiesen falsch! In einem Werbefilm vom 01.03.2016 des Therapiezentrums in Curacao unter dem YouTube-Titel „Curacao Dolphin Therapy Center“ ist ab 1:40 Min des Films zu sehen, dass die Delfine auf Anweisung der Delfintrainerin reagieren und nicht freiwillig agieren (der Futtereimer steht direkt neben der Trainerin). In der Filmsequenz ab 1:55 Min. weisen die vier Delfintrainerinnen (knieend im Vordergrund - s. Foto) die Delfine an, zu springen. Jede der Trainerinnen hat einen Futtereimer neben sich stehen. Etwa 16 Zuschauer nehmen an der Show teil. 

Die Delfine machen nichts freiwillig bei einer Delfintherapie und in Gefangenschaft, sondern reagieren nach dem Futter-Belohnungsprinzip. Das gilt für jede Delfinhaltung in Gefangenschaft - auch in Curacao, Florida und der Türkei. In Curacao können die Delfine nicht alleine in das offene Meer schwimmen, weil sie in einer Lagune gefangen sind und dort gefüttert werden. Nur deshalb machen sie ihre Show-Kunststücke und reagieren auf Anweisung der Delfintrainer für das Schwimmen mit den Delfinen und der angeblichen "Delfintherapie" mit den kleinen Patienten. Da sollten sich betroffene Eltern ernsthaft fragen, ob sie ein Leid (ihres Kindes) mit dem anderen (der Delfine in Gefangenschaft) ersetzen möchten.

Wissenschaftsbezug von dolphin aid zur Delfintherapie hält neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht stand

Auf der Internetseite von dolphin aid wird als Beweisgrundlage für die angeblich wissenschaftliche Effektivität einer Delfintherapie Bezug u.a. auf einen Beitrag von Nicole Kohn und Rolf Oerter genommen. Die dort aufgeführten "wissenschaftlichen Befunde" sind allerdings inzwischen völlig überholt und entsprechen nicht mehr den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. So wird auf die Versuche von Prof. Nathanson, vormaliger Direktor von Dolphin Human Therapy, bei der Delfintherapie verwiesen. Der Wissenschaftsjournalist Colin Goldner bezeichnet die Erfahrungen von Nathanson allerdings als "ausschließlich von Kommerzgedanken geleitete Experimente". In dem Beitrag von Kohn und Oertel heißt es, dass im "Dolphin Reef" in Israel Delfintherapien durchgeführt würden und es wird Bezug auf die dortigen Erkenntnisse genommen. Vom "Dolphin Reef" wird allerdings nur das Schwimmen mit Delfinen angeboten und keine Delfintherapie. Dolphin aid schreibt selbst widersprüchlich auf seiner Internetseite an anderer Stelle: "Die Einrichtung weist ausdrücklich darauf hin, dass sie keine Therapie durchführt, sondern ein „unterstütztes Erlebnis mit Hilfe der Delphine“.

Kohn und Oertel weisen auch auf die schwierigen Umstände einer Delfintherapie hin: Eine Delfintharapie sei "mit hohen Kosten, den Mühen einer bis jetzt noch weiten Reise und einem hohen Engagement der Eltern verbunden“.

Die Erhebung für die Studie fand in den Jahren zwischen 2000 und 2002 statt. Als Grundlage wurden auch Fragebögen von Eltern und einigen Fremdbeurteilern herangezogen, wobei die Werte der Fremdbeurteiler im Wesentlichen niedriger als die der Eltern waren. Völlig laienhaft und unwissenschaftlich kommt die Studie zu folgendem Ergebnis: „Die sorgfältige statistische Prüfung und die Gewinnung mathematisch geprüfter Dimensionen sowie der Vergleich zweier Beurteilergruppen lassen die Behauptung zu, dass die Effektivität der Delphintherapie wissenschaftlich nachgewiesen ist.“



Die Whale and Dolphin Conservation (WDC) kommt in einer Studie  "Delfintherapie, eine Faktensammlung“ zu völlig anderen Erkenntnissen. Dr. Karsten Brensing von der WDC äußerte sich in einem Interview zu der Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass die Delfintherapie wissenschaftlichen Untersuchungen nicht standhält, wie auch Die Welt ("Delfintherapie hält nicht, was sie verspricht") berichtete. Die sehr teure Behandlung zeige keine langfristigen Wirkungen bei den Patienten und die Delfine litten massiv unter der Haltung in den Aquarien, bilanzierte auch die Verhaltensforscherin Carola Otterstedt in Hamburg in dem Artikel von „Die Welt“.

PD Dr. Christian Schulze - WDSF-Foto
Der einem Hochschulprofessor gleichgestellte Privatdozent von der Ruhr-Universität Bochum, PD med. Dr. phil Christian Schulze,  schreibt zu der von der WDC kritisierten "Breitenbachstudie" in einer Rezension: "Allerdings weist die Untersuchung nicht unerhebliche, v. a. methodische Mängel auf, die aus wissenschaftlichem Fokus heraus nicht nur vermeidbar gewesen wären, sondern die in ihrer Kombination mit den in der Titelei genannten Sponsoren den Verdacht der Auftragsarbeit nicht ganz entkräften können. … Die wohl gravierendste Kritik an der Studie ergibt sich aus methodischen Gründen.“

Öffentliche Kritik an "dolphin aid"

Foto: privat WDSF-Copyright

Teilnehmer einer Delfintherapie über dolphin aid kritisieren dolphin aid in einem Blog:

(Anm.: Schreibfehler innerhalb der Eltern-Beiträge wurden übernommen)

"Wir waren ja mit DA (Anm. dolphin aid) in Curacao und ich habe Kinder kennengelernt, die bezuschusst wurden von DA.

Wir hätten nie eine Chance dazu, vermutlich sind das die Harz4-Empfänger, deren Einkommen wirklich am Minimum liegt, Normalfamilien haben keinerlei Chancen. Zwei Familien bekamen sogar zweimal Zuschüsse vom Verein. Als wir uns damals anmeldeten dachten wir auch, die sammeln auch für uns, haben sie uns aber schnell gesagt dass wir das selbst regeln müssen, sie lediglich das Spendenkonto zur Verfügung stellen.
Wir haben uns angemeldet, da war schon offiziell klar, dass Florida direkt entscheidet wer wann einen Platz bekommt, DA damit nichts zu tun hat, unsere Anmeldung ging auch nicht zu DA sondern zum DHT.

Da wir aber nicht in Florida waren kann ich nur zu Curacao was sagen. Dort kann man für 7000 Dollar die Therapue selbst buchen auch ohne DA. Nur, welchen Sinn macht es, wenn man üebr DA gebucht nur 5500 Dollar zahlt ? Also haben wir damals 1500 Dollar gespart da der Verein Rabatt bekommt.

Was richtig ist, sie behalten 2 % als Bearbeitungsgebür, steht im Anmeldeformular, ich gebe es zum ich habe es auch überlesen.

Und die Zinsen kassieren sie auch, bei unseren 8000 Euro die ein Jahr liegen nun und Festgeld eine gute Große Summe.

Es ist unfair dann auch noch 2 % zu erheben, warum wird das nicht aus dem Gesamtspendentopf bezahlt ? MEINE Spenden für andere Kinder oder die verwaltung zu nutzen - fragwürdig. Ich dachte immer, aus meinen zinsen bekommen andere arme Kinder Zuschüsse was ich gut gefunden hätte. Dass davon Reisen des Vorstandes bezahlt werden und Festgehälter... Naja."

und ein weiterer Blog-Teilnehmer:

"wir sind seid über 2 Jahren bei einem Verein der Delphintherapien unterstützen soll. Der Jahresbeitrag beläuft sich auf ca. 100 Euro. Im 1. Jahr passierte gar nichts außer eine Gala zu der wir, in der Hoffnung einen Paten für unser Kind bekommen zu können, für viel Geld anreisten. Natürlich bekamen wir keinen Paten.

Im letzten Sommer dann durften wir mit unserem Kind 1 Woche zur Delphintherapie. Der Verein kümmerte sich um die Oranisation und buchte zudem noch ein völlig überteuertes Hotel. Das war alles was wir von denen als Unterstützung bekamen. Wir haben für unser Kind Spenden gesammelt..privat..und diese dann an den Verein überwiesen. Dieses Geld wurde dann für diese Therapie verwendet.

Wofür brauche ich also den Verein? Ich bin alleinerziehend mit 3 Kindern, werde mir also nie ohne fremde Hilfe eine solche Therapie leisten können. Den Jahresbeitrag könnte ich auch für mein Kind verwenden und mir bei einem Gemeinnützigen Verein oder Pfarramt ein Spendenkonto einrichten lassen.

Bei der Therapie lernten wir eine 4 Köpfige Familie kennen, diese nahm 1 Woche an der Therapie teil und machte noch eine Woche Urlaub. Diese Familie hat für 2 Wochen , 2 Erwachsene und 2 Kinder, mit Hotel,Flug,Leihauto 400 EUR aus eigener Tasche bezahlt, den Rest hat sie vom Verein bekommen. Einen Spendenaufruf oder ähnliche Aktionen hat diese Familie für ihr Kind nie gemacht.

Auch wissen wir von vielen anderen Fällen die sich ungerecht behandelt fühlen. Was passiert mit den ganzen Geldern die der Verein nicht spezifisch für 1 Kind bekommt sondern welche in die Allgemeinheit übergehen sollen? Für diesen Verein gibt es eine Menge Sponsoren,auch große Kaufhäuser. Also müssen ja einige 100 000 Euro wenn nicht sogar mehr übrig sein. Leider erfuhren wir immer wieder im Laufe der Zeit das z.B. immer die gleichen Familien einen Paten bekommen, manche sogar schon seid Jahren jedes Jahr zur Therapie fahren können. Ich weiß nicht nach welchen Gesichtspunkten die Familien,die gefördert werden,ausgewählt werden. Ich weiß auch nicht, wofür dann soviele Gelder gesammelt werden wenn doch offiziell sowieso keine Familien unterstützt werden können? Unser Problem liegt jetzt darin das wir noch eine kleine Summe Geld bei dem Verein für unser Kind liegen haben. Da ich allein mit den Kindern bin , war es mir in diesem Jahr auch nicht möglich den Beitrag zu zahlen. Wenn ich jetzt kündige ist das Geld welches ich hart erkämpft habe einfach weg. Bekommt jemand anders. Wenn ich nicht kündige, geht es wahrscheinlich Jahre so weiter und es passiert nichts.

Mit der Therapie selbst war ich auch nicht zufrieden und teilte das auch mit. Für unser Kind war diese eben nichts. Nur Delphinschwimmen... keine Therapie, für andere sicher sinnvoll, für unser Kind ohne Erfolg."

Norbert Kochhan (Logopäde, Meeresbiologe - Bericht s.u.) dazu: "Liebe Eltern: Glauben Sie wirklich, dass die hohen Kosten, die Sie für solche "Therapien" mit leidenden Delfinen in Gefangenschaft tragen müssen, das Hoffen auf Wunder rechtfertigen? Für das Geld können sie mit Ihrem Kind mehrfach in den Urlaub fahren und eine noch schönere Zeit genießen."

Wie zweifelhaft Vereine für Delfintherapie sein können, können Sie am Beispiel von dolphin kids nachlesen: Hausdurchsuchung bei "dolphin kids" und am 27.01.2016: "Spenden für Delfintherapie in großem Umfang veruntreut".

"Botschafter" von dolphin aid - manche steigen aus

16.03.2016 - Howard Carpendale ebenfalls nicht mehr Mitglied bei "dolphin aid" (ots)

15.03.2016 - Skandal - Dolphin aid „missbraucht“ Hugo Egon Balder für Sponsoring von Delfintherapien (MND)

Als "Botschafter von dolphin aid" beteiligen sich Prominente nach eigenen Angaben von "dolphin aid" mittelbar an dem Missbrauch der Delfine und an der medizinisch unsinnigen Delfintherapie:

Barbara Becker (Ex-Ehefrau von Boris Becker)
Bernd Herzsprung (Schauspieler)
Birgit Lechtermann (Moderatorin)
Bobby Brederlow (Schauspieler)
Claudine Wilde (Schauspielerin)
Götz Otto (Schauspieler)
Irena Möbius (Schauspielerin)
John Jürgens (Schaupieler)
Juliane Hilscher (Journalistin)
Howard Carpendale (Sänger, hat in 2016 seine "Botschafter"-Tätigkeit beendet s.o.)
Nomi Baumgartl (Fotografin)
Norbert Dobeleit (TV-Moderator)
Olivia Pascal-Kanitz (Schauspielerin)
Peter Kanitz (Fotograf)
Philipp Danne (Schauspieler)
Prinzessin Ursula zu Hohenlohe
Rolf Milser (Ex-Gewichtheber/Hotelier)
Tatjana Patitz (Ex-Model)
Thomas Rupprath (Ex-Schwimmer)

Als "Botschafter" von dolphin aid sind seit 2016 nach den Hinweisen des WDSF auf den fragwürdigen Verein mit dem Missbrauch von Delfinen für kommerzielle Zwecke  Hugo Egon Balder und Ralf Moeller ausgestiegen, wobei letzterer nach eigenen Angaben 15 Jahre "Botschafter" bei dolphin aid war (Anm. März 2017: Ralf Moeller fand sich zwischenzeitlich wieder als Botschafter auf der dolphin aid-Homepage. Er teilte dem WDSF jedoch am 29.11.2017 mit, dass er nicht mehr als Botschafter dazu gehöre). Das Büro von Howard Carpendale teilte dem WDSF auf Anfrage in einem Schreiben vom 16.03.2016 mit, dass seine "Mitgliedschaft vor ca. einem Jahr beendet wurde".

Für den Schutz der Delfine sprechen sich gegenüber dem WDSF folgende Prominente aus:

Pierce Brosnan - Schaupieler
Hugo Egon Balder (RTL-Moderator)
Olli Banjo (Oliver Otubanjo) - Hip-Hop-Musiker
Mario Adorf (Schauspieler)
Bülent Sharif ( Schauspieler )
Anne-Sophie Mutter (Violinistin)
Kaya Yanar (Comedy)
Louie Psihoyos (Regisseur "Die Bucht" - Oscar-prämiert)
Cécile Bredie (Sängerin)
Elischeba Wilde (Model)
Peter Illmann (Moderator/Schauspieler)
Prinzessin Maja von Hohenzollern
Cornelia Corba (Schauspielerin)
Ric O'Barry (Ex-TV Trainer von "Flipper", Bambi-Preisträger)
Paul Watson (Greenpeace-Mitbegründer, Sea Shepherd-Gründer)

Pseudo-Delfintherapie mit Delfinen aus der grausamen Treibjagd in Taiji/Japan im Friguia Park in Tunesien - Branko Weitzmann pleite - Anzahlungen für Delfintherapie veruntreut?

(WDSF - akt. 14.09.2015) Nach uns vorliegenden Angaben ist der deutsche Pseudo-Delfintherapeut Branko Weitzmann mit seiner tunesischen Firma "Dolphin Therapie Tunesia" (eine tunesische GmbH) pleite und hat seinen Anwalt nach eigenen Angaben beauftragt, das Insolvenzverfahren einzuleiten. Derzeit soll sein Eigentum dort versteigert werden. Nach Angaben von Weitzmann habe das Delfinarium in Tunesien (mit importierten Delfinen aus Taiji) ebenfalls Insolvenz angemeldet. Eine Frau, die Anzeige gegen ihn einreichen will und die Ihre Anzahlung von 750 Euro (ebenso wie 23 andere betroffene Eltern eine Anzahlung leisteten) für eine Delfintherapie in Tunesien von Weitzmann zurückforderte, bezeichnet er sogar gegenüber ihren Rechtsanwälten als "geistig minderbemittelt". Das Geld wurde nachweislich und wunschgemäß auf ein spanisches Konto von Branko Weitzmann an seinem spanischen Wohnsitz (Denia/Alicante) überwiesen. Eine Rückerstattung der Anzahlung wird derzeit von Weitzmann verweigert.

Die sog. Delfintherapie in Tunesien bewirbt Weitzmann nicht unter der von ihm zitierten tunesischen GmbH, sondern im Impressum unter seiner spanischen Adresse.  Er betreibt sein Unwesen mit der Delfintherapie weiter in Spanien in Benidorm im Mundomar. Ebenso bietet Weitzmann neuerdings ein weiteres Unsinns-Projekt auf seiner facebook-Seite an "Branko Weitzmann's Das Keiko-Projekt". Dort heißt es:

"Das Keiko Konzept sieht seine Aufgabe in der fördernden und unterstützenden Begleitung von verhaltensauffälligen jungen Menschen und solche mit besonderen Bedürfnissen. Ziel ist es die Entwicklungsstörungen bzw. seelische Behinderungen zu verhindern, zu beseitigen oder deren Auswirkungen auf das Kind und sein Lebensumfeld tolerierbar zu machen. ... Die jungen Menschen der Projekte des Keiko Konzeptes sind zwischen 6 und 27 Jahre alt."

Im Hinblick auf die fortlaufend verwendete Vulgärsprache und die maßlosen und strafbaren Beleidigungen des Pseudo-Delintherapeuten Branko Weitzmann gegenüber seinen Kritikern (s.u.) ist "Das Keiko-Projekt" sicherlich nicht für Kinder und Jugendliche geignet, zumal erhebliche Zweifel an den pädagogischen Fähigkeiten von Weitzmann bestehen.

Angelika Riegmann-Matthies vom Verein Schatttenkinder e.V. arbeitet mit Weitzmann eng zusammen. Wie wir in nachfolgenden Berichten (und Weitzmann selbst auf seiner Homepage) darstellen, heißt es bei Weitzmann stereotyp, dass die Teilnahme an einer Delfintherapie in Benidorm/Mundomar kostenlos sei und die Eltern mit ihren Therapie-Kindern nur Flug und Unterkunft bezahlen müssten. Wie wir vom WDSF recherchiert haben, ist diese Aussage falsch. Der Verein Schattenkinder ruft 550 Euro zusätzlich für die Teilnahme auf (incl. Parkspende und Therapeuten). Im Oktober 2015 ist durch Schattenkinder eine weitere Therapie mit 10 Kindern im Mundomar geplant. Die Therapieplätze werden von Angelika Riegmann-Matthies von Schattenkinder e.V. dort gekauft und an die Eltern weitervermittelt.

Obwohl Weitzmann mit seiner tunesischen Firma nach eigenen Angaben insolvent ist, bietet er nach wie vor über seine Homepage die Delfintherapie für 1.495 Euro in Tunesien an. Die Terminabsprachen und Anmeldungen laufen über Angelika Riegmann-Matthies, die nach eigenen Angaben in Valencia/Spanien wohnt. Das grenzt an Betrug!

Wegen Beleidigungen (s.u.) wurde nun Strafanzeige gegen Weitzmann gestellt. Straftaten, die im Ausland gegen einen Deutschen begangen werden, sind nach § 7 S.1 StGB ebenfalls nach deutschem Strafrecht zu beurteilen, wenn die Tat auch am Tatort mit Strafe bedroht ist oder der Ort keiner Strafgewalt unterliegt. Eine Zuständigkeit kann sich daneben allerdings auch für ein Gericht ergeben, in dessen Bezirk ein Beschuldigter ergriffen wurde, wo also dessen Festnahme bzw. Verhaftung erfolgte. Die spanischen Polizeibehörden werden über die Strafanzeige informiert. Ebenso wird Weitzmann bei einer Einreise nach Deutschland ggf. mit einer Festnahme rechnen müssen. Der Fall Matthies-Riegmann wird dabei ebenfalls eine Rolle spielen.

Facebook-Eintrag einer betroffenen Weitzmann-Kundin:

Die Rechtsanwälte von Frau Heindel schreiben dazu: "Dass er Sie dort als geistig minderbemittelt bezeichnet, ist nicht nur eine Frechheit, sondern stellt auch eine Straftat dar, nämlich Beleidigung."

Angelika Riegmann-Matthies im Verbund im Branko Weitzmann in Tunesien mit der Verwendung von gefangenen Delfinen aus der blutigen Treibjagd in Taiji/Japan:

Frigui Anm. Riegmann

Weitzmann's fortlaufenden Beleidigungen gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller auf seiner facebook-Seite:

Kotzbrocken Ortmuller

Weitzmann Fb 18.815

27.02.2015 - Delfintreibjagd-Saison in Taiji beendet - "Deutscher missbraucht Taiji-Delfine für Delfintherapie"

 

Blutiger Delfinfang in Taiji - Foto: Dieter Hagmann

Blutiger Delfinfang in Taiji - Foto: Dieter Hagmann

 

28.04.2015 - Kinderhilfswerk "Inter-National Children Help (ICH)" steigt aus Delfintherapie aus (mynewsdesk)

01.04.2015 - Rezension zum Buch von Branko Weitzmann "Das große Buch der Delfintherapie" auf amazon.de

08.03.2015 - Massaker überlebt, jetzt zur „Therapie“ missbraucht | Das Geschäft mit Delfinen
aus der Todes-Bucht
(BILD am Sonntag - Text s. nachfolgend)

18.03.2015 - The Dubious Dolphin Therapy Business (Newsdesk)

09.03.2015 - Die Gefahren einer Delfintherapie (WDSF)

Facebook: Delfintherapie - Aufklärung

 

"Das Geschäft mit Delfinen aus der Todesbucht" über Branko Weitzmann - Text Bild am Sonntag 08.03.2015
(ein Bericht von Marcus Hellwig):

"Morgen früh geht es wieder los. Dann wird Branko Weitzmann im tunesischen Friguia-Freizeitpark mit acht Teilnehmern eine neue „Delfin-Therapie" starten. Für den einwöchigen, knapp 1500 Euro teuren Kurs stehen Weitzmann fünf große Tümmler zur Verfügung. Unter der Aufsicht des Deutschen sollen die Tiere zusammen mit den Kurs-Teilnehmern täglich für jeweils 30 Minuten in einem Wasserbecken planschen – auch streicheln ist erlaubt. So könne unter anderem misshandelten Kindern geholfen werden, die düstere Vergangenheit aufzuarbeiten.

Ein Mädchen wird von Delfinen geküsst - Küsschen von Flipper: Mit Fotos von Kindern und scheinbar handzahmen Tieren werben zweifelhafte „Delfin-Therapien". Für die gefangenen Tiere ist der Kontakt mit Menschen nicht freiwillig, sondern dressiert.

Was seine auch aus Deutschland stammenden jungen Patienten nicht wissen: Auch die Tiere haben schreckliche Erfahrungen hinter sich. Denn sie stammen aus dem japanischen Taiji. Einer Bucht, die durch beispiellose Massaker an Delfinen zu trauriger Bekanntheit gelangte.

Es ist wieder soweit: Vor der Küste Japans werden Hunderte Delfine von Fischern zusammengetrieben und brutal abgeschlachtet. Die dort ansässigen Fischer machen jedes Jahr von September bis Ende Februar Jagd auf die Säugetiere. Dann werden große Gruppen mit Schnellbooten zur Küste getrieben. „Dort picken sich die Fischer zuerst die schönsten Exemplare heraus, fangen sie ein", sagt Jürgen Ortmüller (61).

Das miese Geschäft mit den Delfinen aus der Todesbucht von Taiji verspreche dubiosen Tierhändlern viel Geld. Der Geschäftsführer des deutschen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) weiß: „Ein Delfin bringt beim Verkauf zwischen 19 000 und 200 000 US-Dollar."

Nachdem die zum Verkauf bestimmten Tiere abtransportiert sind, werden die übrig gebliebenen Delfine einfach mit Messern oder Lanzen abgeschlachtet. Das blutige Spektakel gelangte bereits 2009 zu trauriger Berühmtheit, als der Oscar-prämierte Dokumentarfilm „The Cove" das Massaker bekannt machte.

Doch trotz internationaler Proteste wird die Treibjagd in Taiji unvermittelt fortgesetzt. Allein in der gerade abgelaufenen Jagdsaison töteten Fischer dort 751 Delfine, weitere 80 Tiere wurden gefangen. Für „Delfin-Therapeut" Branko Weitzmann kein Problem: „Ja, meine Delfine kommen aus Japan, aus Taiji. Doch die sind ja gerettet worden."

Auch ein Leben in Gefangenschaft sei, so Weitzmann, für die Tiere keineswegs problematisch. Er erklärt: „Delfine sind Säugetiere. Die sind von Natur aus faul. Die brauchen keinen Auslauf, wenn sie ihr Futter nicht selbst fangen müssen." Und seine „Delfin-Therapie" sei auch für die Tiere selbst ein Geschenk. Weitzmann sagt: „Während der Therapie-Stunden müssen sie nicht in einer Show arbeiten, sondern bewegen sich satt, frei und natürlich."


Anm. WDSF: Die zweifelhafte Delfintherapie von Branko Weitzmann im Friguia Park in Tunesien wird ebenfalls von dem Verein Schattenkinder e.V. (s.u.) beworben!

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-Copyright
Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien

 

Kind von Delfin bedrängt - Weitzmann rammt Delfin mit Ellenbogen

 "Delfine sind faul" - Zitat Branko Weitzmann gegenüber der BILD am Sonntag

 Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightBranko Weitzmann bietet seine Pseudo-Delfintherapie im spanischen Mundomar/Benidorm und auch im Friguia Park in Tunesien an, wo nach Angaben von Ceta-Base sechs Delfine ihren Tod fanden. Im Friguia Park  befinden sich noch mdst. vier Delfin-Wildfänge aus der grausamen Delfintreibjagd in Japan und ein weiterer Wildfang (s.a. Dokumentation auf Facebook "Dolphins in captivity in Tunisia"). Fünf Taiji-Delfine wurden im April 2011 in den Friguia Park transferiert. Mindestens einer davon verstarb demnach bereits beim Import. Nach Angaben auf der Homepage des Friguia Parks wird das Schwimmen mit den Delfinen kostenpflichtig angeboten. Der Missbrauch der Delfine aus Taiji/Japan für die Pseudotherapie und das Schwimmen mit den Delfinen fördert die grausamen Delfintreibjagden. In Japan finden alljährlich blutige tausendfache Delfin-Massaker statt, die weltweit verurteilt werden. Die schönste Delfine werden vor dem Abschlachten aussortiert, antrainiert und für bis zu 200.000 US-Dollar weltweit an Delfinarien verkauft. Die Bundesregierung kritisierte die Delfin-Massaker in Taiji und fordert, die Delfine unter Schutz zu stellen (s. TV-Bericht auf RTL2).

In einem öffentlichen YouTube-Film ist zu sehen, dass die Delfine im Friguia-Park in Tunesien von der sengenden tunesischen Sonne schwarz gebrannt sind, weil ein Sonnenschutz über den Delfinbecken fehlt. Die Delfine werden von den Teilnehmern des "Delfinschwimmens" mehrfach angefasst und geküsst. Dabei besteht eine hohe Infektionsgefahr für Delfin und Mensch.

Ein weiterer im Netz verfügbarer öffentlicher Facebook-Film beweist, wie unprofessionell Weitzmann seine Delfintherapie betreibt. Als die Bedrohung durch das Springen des Delfins offenbar für einen behinderten Jugendlichen zu groß wird, zieht Weitzmann sich in das Nebenbecken zurück und rammt einen ihn bedrängenden Delfin mit dem Ellenbogen weg.

Gefährliches Wildverhalten der Delfine in Benidorm beim Weitzmann-Einsatz

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-Copyright

Weitzmann in einem öffentlichen YouTube-Film in Mundomar/Benidorm mit einem behinderten Kind und vier Delfinen auf engstem Raum: "Die haben heute Nacht den Hauptpool gechlort. Deshalb haben wir die Gruppe aufgeteilt - die jungen und die Weibchen (?) bei mir und die Erwachsenen (Anm: Delfine) sind hinten im anderen Pool. Deswegen ist das hier auch so verrriegelt und verrammelt, das da keiner rüber springt. Das ist ein bisschen stressig in dem Pool hier, weil das sehr eng ist und die sind die ganze Nacht schon hier drin." Die gesamte Situation wirkt "therapeutisch" laienhaft und Weitzmann beobachtet permanent die Delfine offenbar respektvoll und fast ängstlich. 

In einem weiteren Video (YouTube) ist zu sehen, dass sich ein 12-jähriger Junge mit frühkindlichem Autismus teilnahmslos mit einer Pseudo-Therapeutin im Delfinbecken von Mundomar befindet und die Delfine um ihn herum schwimmen. In dem Film schlägt ein Delfin kräftig und für Kinder durchaus lebensgefährlich mit seiner Schwanzflosse auf das Wasser (ab 4:43). Ebenso ist zu sehen, dass der Delfin sich klatschend auf das Wasser fallen lässt. Es sind etliche Fälle von Verletzungen mit diesen Wildtieren in Gefangenschaft bekannt. Eine therapeutische Behandlung ergibt sich aus dem Filmstreifen nicht. Der Film offenbart allerdings eingangs eine starke Lärmbelästigung durch Maschinen in der Nähe des Delfinbeckens.


Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-Copyright

Im Mundomar (Benidorm) werden 16 Delfine ebenfalls für die Delfin-Shows missbraucht. So schreibt ein Besucher auf dem Portal ParkScout: "Nur die Shows finde ich ziemlich heftig. Toll gemacht jedoch in einer Lautstärke, die als Mensch schon kaum zu ertragen ist. Wie es wohl die Tiere empfinden????." Der satte Eintrittspreis von € 25 pro Erwachsenem und € 20 für Kinder bis 12 Jahren wird mit dem Park-Sponsering der "Delfintherapie" begründet. Die Delfinhaltung wird auf etlichen Seiten im Netz als Tierquälerei bezeichnet. Selbst der Duisburger Zoo-Direktor Achim Winkler spricht bei der Delfinhaltung in Vergnügungsparks von einem Skandal und fordert, dass diese Haltung gestoppt werden müsse.

 

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-Copyright

Unsinnige Weitzmann-Delfintherapie medizinisch und wissenschaftlich nicht hinterlegt

Weitzmann schreibt auf seiner Mundomar-Homepage: "Die Schwerpunkte unserer Therapie liegen in der Behandlung der psychischen Komponenten der verschiedenen Krankheiten. Natürlich legen wir aber auch Wert auf eine gezielte physiotherapeutische Behandlung, wenn nötig." Weitzmann vermittelt hier fälschlicherweise den Eindruck, dass es sich bei seiner Delfintherapie um eine "Behandlung" handeln würde. Diese ist jedoch nicht medizinisch hinterlegt. Durch seine Wortwahl könnte man vermuten, dass er selbst eine physiotherapeutische Behandlung favorisiert. Dabei ist aber vermutlich gemeint, dass er auf eine (externe) "physiotherapeutische Behandlung" Wert legt, die sich aber nicht in seinem Programm findet.

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightAuch spricht er wiederholt von "Therapie" und nicht nur von "Delfintherapie". Hier erweckt er den Anschein einer medizinischen Maßnahme, die allerdings so nicht zutreffend ist. Zu seiner Philosophie gehört, dass "die Delfine während der Therapie nicht arbeiten müssen". Das heißt nichts anderes, als dass es sich eigentlich um das Schwimmen mit Delfinen handelt und schon gar nicht um eine medizinisch therapeutische Maßnahme. Es darf auch bezweifelt werden, dass es sich bei den Mitarbeitern seiner "Delfintherapie" um medizinisch ausgebildete Therapeuten handelt - eher wohl um einfaches Personal, das mit den Kindern ein bisschen im Wasser planscht, wie das Video einer betroffenen Mutter (s.o. YouTube) beweist.

Preise für die Weitzmann-Delfintherapie in Tunesien (lt. seiner Homepage):

"Die Therapie im Friguia Park, Tunesien, dauert eine Woche (Montag bis Samstag) und kostet 1495 € (Erwachsene mit Wellnessprogramm: 1495 bis 1950 €) (Anm.: pro Person)". In diesem Preis enthalten sind der Transport vom Urlaubsort Port El Kantaoui zum Delphinarium und zurück für den Patienten und eine Begleitperson, 6 Einheiten Delphintherapie zu je 30 Minuten, die Eingangsbesprechung und der Abschlussbericht. Angehörige müssen einmalig - pro Person - den Eintritt (10 Dinar) ins Delphinarium zahlen, dann haben sie freien Zutritt für die ganze Woche."

"Psychotherapeutisch" ist einzig und alleine Weitzmann's Preisabrechnung:


Beitrag von Branko Weitzmann am 05.05.14 auf seiner Facebook-Seite

 

Weitzmann's angebliche Therapeuten-Ausbildung nicht wissenschaftlich

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-CopyrightDer Pseudo-Delfintherapeut Branko Weitzmann maßt sich an, ein "Bildungsprogramm der Stiftung Aqualandia Mundomar" mit "Kursen zur Zusatzqualifikation Delphintherapeut" im Freizeitpark Mundomar anzubieten. Es heißt dort: "Der Kurs richtet sich an alle Delphin-interessierte Menschen ab 18 Jahre ohne besondere Qualifikationen und Vorraussetzungen." Das zeigt bereits die wahre Motivation von Weitzmann. U.E. sollen unqualifizierte Menschen in seinen Maschen hängen bleiben, um dann wahrscheinlich von ihm für die unqualifizierte Delfin-Therapie eingesetzt zu werden. Erforderlich für die unbedarften Teilnehmer ist allerdings eine Kranken- und Unfallversicherung, die ebenfalls aus eigener Tasche bezahlt werden soll.

Die sechs praktischen Teile des Therapeuten-Ausbildungs-Kursus sind ein u.E. (wissenschaftlicher) Witz: Dazu gehören das "Beobachten der Mundomar-Delfine", eine Filmvorführung, das Erkennen der Delfine, eine Interaktion mit den Delfinen wie folgt: "Sie sitzen im Neoprenanzug am Beckenrand und lernen aus nächster Nähe unsere Delphinfamilie kennen. ...", Besuch der Delphin-, Seelöwen- und Papageienshow, für Taucher mit bereits vorhandenem Tauchschein: "Ein Tauchgang mit Delphinen in unserem Delphinarium, um den Trainern bei der Instandhaltung, Reinigung und Reparatur der Becken zu helfen". So zieht man sich nebenbei u.E. noch kostenlose Arbeitskräfte heran für die Drecksarbeiten.

Mundomar-Delfinarium in Benidorm/Spanien Foto: privat WDSF-Copyright

Dafür müssen die unqualifizierten Delfin-Therapeuten-Anwärter € 695 plus Unterkunft bezahlen. Der Kurs wird von dem selbsternannten Delfintherapeuten Weitzmann und der Sekrätarin des Mundomar-Vergnügungsparks, Camino Herreros Paris, geleitet. Mit anerkannter Wissenschaft hat die Delfintherapie und der Unqualifizierten-Kurses jedoch rein gar nichts zu tun, sondern nur mit einem Missbrauch der Delfine. Wir raten daher dringend von der Teilnahme ab!

Kritiker des selbsternannten Delfin-Therapeuten Branko Weitzmann auf seiner Facebook-Seite werden umgehend mundtot gemacht, indem die Beiträge gelöscht werden und der kritische Nutzer für das Kommentieren auf der Seite gesperrt wird. Auch drastische Beschimpfungen über seine Kritiker lässt Weitzmann nicht aus:


Weitzmann's Partnerin reagiert auf kritische Facebook-Kommentare mit Drohungen:


Auch auf der Facebook-Seite des mit Branko Weitzmann verbandelten "Delphin-Netzwerk" von Hildegard Thoene wurde jegliche Kritik ebenfalls sofort gelöscht und kritische Nutzer gesperrt. Auf der Homepage des Dolphin-Netzwerk wurde auch die zweifelhafte Therapie von Weitzmann beworben. Erst nach intensiven Protesten und der Aufklärung über die Herkunft der Delfine im Friguia-Park in Tunesien durch das WDSF wurden die Querverweise vom Delphin-Netzwerk auf ihrer Homepage gelöscht.

Nach eigenen Angaben betreibt Weitzmann die medizinisch unsinnige und wissenschaftlich nicht bewiesene Delfin-Therapie zu Lasten der Tiere, die unter Stress leiden, seit etwa 15 Jahren. So tritt er beispielsweise im Vergnügungspark Mundomar (Touristenhochburg Benidorm/Spanien) in Erscheinung in dem mdst. sieben Delfine ihren Tod fanden (Ceta-Base). Die in Tunesien im Friguia Park von Weitzmann verwendeten Wilddelfine aus der grausamen und blutigen Delfintreibjagd in Taiji/Japan für Zwecke einer offenbar lukrativen Delfintherapie sind ein übler Missbrauch und stellen eine mögliche Gefahr für Patienten dar.

(Branko Weitzmann Homepage)

Branko Weitzmann öffentlich auf:Facebook

 

"Delphin-Netzwerk" unterstützte Branko Weitzmann's Pseudo-Delfintherapie -
Nach detaillierten Informationen des WDSF löscht das Netzwerk den Bezug

Aus einer Pressemeldung ergibt sich, dass das "Delphin-Netzwerk" von Hildegard Thöne die Weitzmann-Delfintherapie in Tunesien mit den Delfinen aus der grausamen Treibjagd in Taiji/Japan unterstützt. Nachfolgende Aussage in der Pressemeldung des Netzwerks entbehrt jeglichen wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen: "Der Delphin dient als Therapeut. Er sendet Ultraschallwellen aus, um sich Unterwasser zu orientieren und zu kommunizieren. Diese Wellen bringen die Patienten in einen Zustand, in dem sie bis zu 10-mal aufnahmefähiger sind als in anderen Therapien, im Klassenraum oder am Arbeitsplatz."

Nachdem das WDSF dem Delphin-Netzwerk auf deren Facebook-Seite einige kritische aber sachliche Fakten über die Weitzmann-Therapie übermittelt hatte, erfolgte umgehend die Löschung der kritischen Beiträge durch den Netzwerk-Seitenbetreiber. Der Geschäftsführer des WDSF wurde anschließend auf der Seite bezüglich einer Kommentierfunktion gesperrt.

Nach mehrfachen Kontakten per E-Mail zwischen dem WDSF und Frau Hildegard Thöne vom "Delphin-Netzwerk" und etlichen weiteren krtischen Stimmen auf Facebook, löschte das Delphin-Netzwerk den Bezug zur Weitzmann-"Therapie" und teilte mit, dass nach dem Oscar-prämierten Film Die Bucht (The Cove) fast alle Stiftungen mit denen das Delphin-Netzwerk zusammenarbeitet, die Bezuschussung von Delphintherapien eingestellt und auf alternative Angebote ausgewichen seien, da vielen offensichtlich nicht bewusst gewesen wäre, dass der Delfintherapie-Boom die Kehrseite hat, dass weitere Delfinarien eröffnet werden und dafür neue Delfine gefangen werden müssten. Thöne schrieb, dass sie in diesem Bereich auch nicht inaktiv sei, aber es komplett verhindern könne sie jedoch nicht. In der Herbstausgabe 2014 des Print-Magazins des Delphin-Netzwerk wolltel Thöne auch darüber informieren, warum sie das Delfintherapieangebot in Tunesien rausgenommen hat, denn sie habe erst nach der Veröffentlichung des WDSF über die Herkunft der Delfine im Friguia-Park in Tunesien aus der Treibjagd in Taiji/Japan erfahren (Anm.: Dieser angekündigte Beitrag ist jedoch u.E. nie erschienen).

Der Verein "Schattenkinder e.V." vertreten u.a. durch Angelika Riegmann-Matthies und Marina Schumacher unterstützt die zweifelhafte Delfintherapie mit den Delfinen aus der Treibjagd aus Taiji/Japan von Branko Weitzmann in Tunesien ebenfalls auf seiner Homepage. Wenigstens ist der Verein so ehrlich und schreibt auf ihrer Homepage, dass die Delphintherapie keine Wundertherapie sei. Sie könne auch keine Krankheiten heilen, heißt es dort. Auf der Facebook-Seite von Branko Weitzmann verteidigte Angelika Riegmann-Matthies allerdings vehement seine zweifelhaften Methoden in einem Beitrag vom 10.05.2014 und bezeichnete die Weitzmann-Delfintherapie: als "therapeutisches Handlungswissen" und hebt die Qualität der "Arbeit" von Weitzmann hervor, die ihm keiner streitig machen könne. Das Wohlbefinden der Tiere und damit die Sicherheit für Mensch und Tier ständen immer im Vordergrund.

Wenn das Wohlbefinden der Tiere im Vordergrund stehen würde, dann dürfte eine Therapie mit Delfinen, die in einer nicht-verhaltensgerechten Gefangenhaltung kommerziell missbraucht werden und auch noch aus grausamen Treibjagden in Taiji/Japan stammen, gar nicht durchgeführt werden. Es gibt ausreichend Alternativen von tiergestützten Thearapien mit domestizierten und entsprechend ausgebildeten Tieren (z.B. Pferde, Hunde und selbst Lamas), die von ausgebildeten und examinierten Therapeuten begleitet werden und die meist weitaus preisgünstiger sind und ein stressfreies Urlaubserlebnis für die kleinen Patienten in Deutschland bieten (s.u.).

"Kids and Dolfin" ("Kemer-Methode") und Norbert Trompisch ("Alpha-Therapie")

(WDSF 2016) Im Jahr 2008 wurden sieben weibliche und drei männliche Delfine aus der grausamen Delfintreibjagd in Taiji für einen Sonderpreis von 280.000 US-Dollar in die Türkei (Alanya/Sealanya-Delfinarium) für Show- und Pseudo-Therapiezwecke geliefert. Davon verstarben im Februar 2010 vier Delfine innerhalb von neun Tagen. Die überlebenden Delfine werden, wie in den meisten türkischen Delfinarien, auch in Alanya für sog. Therapiezwecke missbraucht. Im Sommer 2011 wurden von den verbliebenen sieben Delfinen im Sealanya-Delfinarien nur noch vier Tiere gesichtet. Es kommt in der Türkei immer wieder vor, dass verstorbene Delfine bei Nacht- und Nebelaktionen von den Eigentümern "entsorgt" werden.

In der Türkei werden Delfine in zehn Delfinarien in Gefangenschaft gehalten - in Belek, Bodrum/Mumcular, Antalya, Alanya, Kemer, Kas (geschlossen), Marmaris, Kusadasi und zwei in Istanbul. Die meisten türkischen Delfinarien bieten das Schwimmen mit Delfinen und/oder eine angebliche Delfintherapie für viel Geld an. Deutsche Institutionen wie "Kids and Dolfins" aus Bergheim (Angebot in der Türkei/Kemer) und dolphin aid e.V. in Düsseldorf (Angebote in Florida u. Curacao - Gründungsmitglied Kirsten Kuhnert), Norbert Trompisch (Antalya/Türkei) und Branko Weitzmann (Mundomar in Benodorm/Spanien und Tunesien) bieten die umstrittene Delfintherapie an, deren Erfolg definitiv nicht wissenschaftlich bewiesen und medizinisch als völlig unsinnig eingestuft wird. Therapien mit domestizierten Tieren (z.B. ausgebildete Rettungshunde und Pferde) oder Delfinlauten sind preislich zumindest weitaus günstiger (z.B. http://www.dog-water-therapie.de/ und Aquawelle).

Der österreicher Norbert Trompisch bietet in der Türkei in Antalya (Dolphinland) seine selbst kreierte "Alpha-Therapie" (http://www.dolphinswim.net/) im DolphinLand an. Dort konnte das WDSF duch Filme und Fotos im April 2011 vor Ort beweisen, dass ein Beluga-Wal eitrige Erkrankungen auf dem Kopf hat, wobei sich der Trainer während der Show genau auf diese Verletzungen stellte. Einer der beiden Seelöwen ist auf einem Auge völlig erblindet und musste weiterhin an den Shows teilnehmen. Die drei Delfine (Große Tümmler) sind durch die starke Sonnenstrahlung (kein Sonnenschutz) schwarz gebrannt und weisen tiefe Riefen, vermutlich durch gegenseitige Bisse, an ihren Atemlöchern auf.

 

Belugawal im Antalya Dolphinland mit Geschwüren auf dem Kopf wird in der Show missbraucht

(WDSF akt. 11.03.2013/13.04.2017* In den katastrophalen Delfinarien "DolphinLand" in Antalya (Türkei) und in Rumänien im "Constanta-Delfinarium" bietet der Österreicher Norbert Trompisch die umstrittene Delfintherapie an. Die Aufmachung seiner Internet-Seite (Alpha-Therapie/Dolphin-Swim Delfintherapie) vermittelt die Illusion, dass die Delfintherapie dort wissenschaftliche Erfolge aufzuweisen hätte.

Es ist von "Institut, Akademie und Forschung" die Rede: "So sind unsere Programme immer garantiert am letzten Stand der Wissenschaft und damit ist auch sichergestellt, dass Ihr Erlebnis mit unseren Delphinen niemals auf Kosten der beteiligten Tiere geht." WDSF und ProWal konnten in dem von Trompisch verwendeten Delfinarium "DolphinLand" in Antalya an der türkischen Riviera aufdecken, dass verletzte Meeressäuger für die Shows missbraucht werden (s. Filmbericht). Keiner der großen deutschen Reiseveranstalter bietet dieses Delfinarium noch an. Auch Trompisch gehört damit zu den "Mördern von Tierschutzrechten". Wir raten dringend von der Inanspruchnahme seines zweifelhaften Delfintherapie-Angebots aus Tierschutzgründen ab.

Trompisch bildete nach Angaben der Julius Maximilians Universität Würzburg Therapeuten in einem Delfinarium auf der Krim aus und arbeitet u.a. mit einem Delfinarium in Antalya (Anm.: DolphinLand Antalya). Die von ihm entwickelte und sogenannte Alphatherapie beruht auf der angeblichen Wirkung des Sonars der Delfine, was die oben genannte Studie allerdings in Abrede stellt. Trompisch unterhält das Unternehmen "Dolphinswim".

*Trompisch wird auch im Zusammenhang mit der Studie der Universität Würzburg (Forschungsprojekt Delfintherapie - Fragen und Antworten vom 10.01.2008) genannt (dort S. 2 zu der Frage "Wie wird man Delfintherapeutin"). Diese Studie wurde in der Fachwelt stark kritisiert, weil sie keinen neutralen wissenschaftlichen Grundlagen stand hielte (s.a.u.). Inzwischen wurde die Studie abgeschlossen, so dass keine weitere Teilnahme daran mehr möglich ist. Der Tiergarten Nürnberg, der in dem Forschungsprojekt benannt wird, hat angekündigt, ab 2014 wieder in das Geschäft mit der Delfintherapie einzusteigen.

*Die Kosten für die Teilnahme an der fragwürdigen Delfintherapie in Antalya/Türkei belaufen sich bei Trompisch in der Sommersaison auf 3.900 Euro für 10 Tage (Stand April 2017) zzgl. Unterkunft, Verpflegung und Anreise.

Als Delfintrainer und Delfintherapeut brauchte man bei Trompisch nur schwimmen können - Abzocke?

(WDSF 11.03.2013/Erg. 09.11.2017*) Trompisch macht sein Geld auch mit seinem fragwürdigen Angebot der Ausbildung zum "Delfintherapeuten" - eine offiziell nicht anerkannte Berufsausbildung in Deutschland. Sein Angebot: Einem Theoriekurs von einer Woche in Österreich schließt sich ein "4-wöchiges Praxismodul im DolphinLand in Antalya/Türkei an". Damit ist die Ausbildung zum "Delfintherapeuten" dann abgeschlossen.

Trompisch's Erläuterung (Anm.: Screenshot liegt uns vor): "Sie erfüllen die Voraussetzungen zur DelphintherapeutInnen-Ausbildung nicht? Kein Problem: Unsere DelphintrainerInnen-Ausbildung, (Anm.: zu der keinerlei pädagogische Voraussetzungen erforderlich sind) für die lediglich Schwimmkenntnisse erforderlich sind, ist Ihr Einstieg in die DelphintherapeutInnen-Ausbildung und Berufswelt mit Delphinen in Therapie und Training." Selbst Personen ohne abgeschlossene Berufsausbildung sind gefragt.

Die Kosten für die einwöchige theoretische "Delphintrainer-Ausbildung" belaufen sich auf 840 Euro (zzgl. Flug und Unterkunft in Österreich - Stand Mai 2014), heißt es. Die sich anschließenden Kosten als "Delfintherapeut" in Antalya/Türkei betragen 2.500 Euro zzgl. Flug und Unterkunft für 4 Wochen in Antalya. Für uns stellt sich das als Abzocke dar und der Tiergarten Nürnberg, der nach außen hin immer einen großen Wert auf einen wissenschaftlichen Bildungsauftrag legt, stellt sich ein Armutszeugnis aus, wenn er mit solchen Leuten zusammen arbeitet, *was nach Angaben von Trompisch im November 2017 gegenüber dem WDSF  nicht der Fall sein soll. Lorenzo von Fersen vom Tiergarten Nürnberg zeichnet allerdings ebenso wie Mitarbeiter der Julius Maximilians Universität Würzburg für die Fragen und Antworten zum Forschungsprojekt Delfintherapie in denen Trompisch in Zusammenhang mit der Studie** (Anm. siehe nachfolgend) im Nürnberger Tiergarten Erwähnung findet.

Beispiel-Foto Delfintherapie

**Anm.: Bei dem erwähnten Forschungsprojekt handelt sich um eine Studie der Uni Würzburg zur Wirkung der Delfintherapie, die in der wissenschaftlichen Fachwelt allerdings äußerst umstritten ist. Pikanterweise war in dem Projektteam zu dieser Studie auch der Verhaltensbiologie des Tierparks Nürnberg, Lorenzo von Fersen, vertreten. Ebenso nahmen zwei Delfin-Dompteure an der Studie teil (Armin Fritz und Daniel Zieger). Fachkundige Delfinschutz-Organisationen waren nicht zu gelassen. PD Dr. Christian Schulze von der Ruhr-Universität Bochum kommt in einer Rezension zu dieser sog. "Breitenbach-Studie" zu folgendem Ergebnis : "Allerdings weist die Untersuchung nicht unerhebliche, v. a. methodische Mängel auf, die aus wissenschaftlichem Fokus heraus nicht nur vermeidbar gewesen wären, sondern die in ihrer Kombination mit den in der Titelei genannten Sponsoren den Verdacht der Auftragsarbeit nicht ganz entkräften können."

Diplomarbeit an der Universität Wien stellt Trompisch kein gutes Zeugnis aus

(WDSF - 02.12.2017) In einer umfangreichen Diplomarbeit an der Universität Wien kommt die Verfasserin u.a. zu folgenden Aussagen unter dem Absatz "Problematik der Delphintherapie":  "Auch unter bereits bekannten Angeboten verbergen sich nach genauer Betrachtung unklare und diffuse Konzepte, wie es in meinen Augen zum Beispiel im Fall des Angebots von Mag. Trompisch der Fall ist. Die Delphintherapie ermöglicht aus diesem Grund und auch aufgrund der Tatsache, dass sie oft mit lang ersehnten Wünschen und bereits fast aufgegebenen Hoffnungen verbunden ist, und Eltern und Familien manchmal längst ersehnte Erfolge in Aussicht gestellt werden, vielen TrittbrettfahrerInnen und Profitorientierten eine einfache Möglichkeit, sich zu bereichern (Anm: s. Seite 195 der Diplomarbeit). ...

In dem Resümee der Diplomarbeit heißt es (s. ab Seite 196): "Zusammenfassend ergibt sich für mich die Schlussfolgerung, dass es die Delphin-therapie als solche nicht gibt. Hinter dem weiten und umfangreichen Begriff stecken zahlreiche verschieden konzeptionierte und zum Teil auch unzureichend theoretisch begründete Angebote. ... Dennoch vertrete ich die Auffassung, dass das Feld der Delphintherapie durch die mangelnde wissenschaftlich fundierte Grundlage und den in den meisten Fällen unklaren personellen Verhältnissen (Fachpersonal) kritisch zu betrachten ist, und meiner Ansicht nach, nicht als Therapieverfahren angesehen werden kann. ... ".

Der vollständige Inhalt der Diplomarbeit findet sich unter dem markierten Link.

Skandal im Delfinarium in Antalya (DolphinLand) - Verletzte Tiere im Delfinarium

(WDSF - 2011) Im "Dolphinland" Antalya werden Shows, Delfinschwimmen und Delfin-Therapie (letzteres u.a. durch Norbert Trompisch aus Österreich) angeboten

Meeressäuger (Belugawal) in Hinter-Becken in Türkei-Delfinarium (Dolphinland Antalya)

Der für Shows gefangen gehaltene Beluga-Wal hat eine deutliche Erkrankung auf dem Kopf (Dolphinland Antalya)

Einer der beiden Show-Seelöwen im Dolphinland in Antalya ist auf einem Auge blind:

 Nach Angaben von Norbert Trompisch im Jahr 2017 ist der Seelöwe inzwischen verstorben

 

Kosten von über 10.000 Euro für 14 Tage Pseudo-Therapie bei der deutschen Organisation "kids & dolfins"

(WDSF) Die Kids and Dolfins GmbH, Geschäftsführer Siegfried Wozny, (Sitz in 50127 Bergheim/Deutschland) bietet die Pseudo-Delfintherapie in viel zu kleinen Betonbecken in Kemer/Türkei an - Wozny ist für uns ebenfalls einer der "Mörder von Tierschutzrechten"

Auf der Homepage des fragwürdigen Angebots heißt es in der überschrift: "Delphin unterstützte Therapie für behinderte Patienten". Bei der Preisangabe ist dann nur noch von "Delfinschwimmen" die Rede.

Die Kosten für die Teilnahme an dem "Delfinschwimmen und Physiotherapie" belaufen sich bei "Kids and Dolphin" für 10 Tage in Kemer/Türkei auf mdst. 5.732 Euro. Hinzu kommen die entspr. Kosten für weitere Mitreisende, so dass bei einer 4-köpfigen Familie ein 14-Tage-Aufenthalt je nach Unterkunft und Flug über 10.000 Euro kosten kann.

In Deutschland hatte das Marienkrankenhaus in Wickede-Wimbern (Dr. Rupert Sobotta) und Dr.med. F.W. Steinweg (Katharinen-Hospital Unna) ein kostenpflichtiges "offizielles Nachsorgezentrum" für die türkische Delfintherapie nach der "Kemer-Methode" eingerichtet. Damit beteiligten sich selbst Krankenhäuser und ärzte mittelbar an der Tierquälerei. Das Angebot des Marienkrankenhauses endete zum 31.12.2011 und es steht nunmehr kein weiteres Nachsorgeangebot zur Verfügung.

Von Dummheit kaum zu übertreffen ist die Aussage auf der Homepage (letzter Absatz) des kommerziellen Unternehmens "Kids and Dolfin GmbH": "Das häufig geäußerte Argument, dass man die Delphin-unterstützte Therapie auch mit anderen domestizierten Tieren durchführen könne, ist falsch und auf Nichtwissen zurückzuführen." Gleichzeitig offeriert Kids and dolfins aber auf einer weiteren Seite ihrer Homepage die Hippotherapie mit Pferden. Hier verweisen wir auf die Aussage (s.o.) der Bundesverbandes autismus e.V. Deutschand, die dieser Aussage eindeutig widerspricht, wobei die Delfintherapie als bedenklich eingestuft wird.

Dr. med. F.W. Steinweg von "kids and dolphins" beruft sich in einem Statement auf der Homepage auf die Aussagen zur Delfintherapie von Dr. Betsy Smith sowei Dr. David E. Nathanson, die angeblich die Delfintherapie favorisieren. Genau das Gegenteil ist allerdings der Fall, denn die beiden amerikanischen Wissenschaftler haben sich inzwischen von der Delfintherapie distanziert. Die "Methode KEMER" ist ebenso wie die gesamte Delfintherapie wissenschaftlich und medizinisch nicht haltbar und schadet den Delfinen in der Gefangenschaft in den viel zu kleinen Betonbecken. Die Delfine werden für Therapien missbraucht und die Kinder unnötigen Gefahren ausgesetzt.

Hans-Peter Riek und Jürgen Kalwey mit im Boot

Hans-Peter Riek, der mit seinem Pseudo-Delfintherapie-Verein "lucky dolfins for lucky children" mit dem türkischen Troy-Delfinarium in Belek finanziell kooperiert, ist mit Jürgen Kalwey befreundet, der 2003 die Delfin-Therapy-Organisation "kids and dolfins" in Kemer mitgegründet hat und auch in Belek beteiligt ist. In allen türkischen Delfinarien werden die Delfine unter katastrophalen Bedingungen gehalten und verbrennen oft ohne Sonnenschutz in den Delfinarien. Vier Delfine aus der Delfintreibjagd in Taiji/Japan starben in Alanya innerhalb weniger Tage. Die Partnerin von Hans-Peter Riek witterte offenbar auch das große Geld und gründete den Verein "oneLife one Care e.V.". Mit dem Druck auf die Tränendrüse lebt es sich offenbar ganz gut.

Eltern behinderte Kinder wollen verständlicherweise ihren behinderten Kindern helfen. Dabei wäre es viel billiger auf die Hippotherapie mit Pferden oder die Therapie mit ausgebildeten Rettungshunden zurückzugreifen.


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Kinder und Tiere - eine heilsame Beziehung (SOS-Kinderdörfer)


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Das Delfin-Erlebnisbad des Jugend- und Familiengästehauses in Sigmundsberg / Mariazel